Changeling: The Autobiography of Mike Oldfield

Verkaufsrang: 207271 (Bücher)
Autor: Mike Oldfield
Taschenbuch
EAN: 9780753513071
ISBN: 0753513072
Languages:
ListPrice:
Seitenzahl: 272
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2008
Verlag: Random House UK
Preis: EUR 6,94

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Kundenrezensionen zu 'Changeling: The Autobiography of Mike Oldfield'

earth moving wars zwar nicht, aber... (6. Oktober 2007)

wie mein vor-rezensent bin ich auch schon seit -zig jahren oldfield-fan, auch ich mußte das buch allein deswegen haben. trotz meines fantums jedoch muß ich sagen, daß oldfield es einem nicht gerade leicht gemacht hat, besonders mit seinen letzten veröffentlichungen nicht ( light and shade ), aber darum solls ja hier nicht gehen.

bei der empfängerschicht dieses buches muß man streng unterscheiden zwischen denen, die als fans schon etwas über oldfields werdegang wissen, die streits zwischen richard branson und virgin und deren hintergründe kennen, und denen, die von ihm vielleicht einmal gehört haben, wissen, daß er derjenige ist, der mit tubular bells ein jahrhundertwerk geschaffen hat ( und m.e. mit ommadawn und amarok auch, dieser einschub muß sein ) und den welthit moonlight shadow geschrieben hat.
unterm strich wird meiner meinung nach bei diesem buch dies passieren: die fans werden sich wundern, warum einige passagen seines lebens ausgeblendet oder schöngefärbt worden sind, die anderen erhalten einen einblick in oldfields kindheit, drogenabhängigkeit, psychischen probleme und sein verzweifeltes suchen nach seinem platz in einer welt, in der er größte schwierigkeiten hat, sich zurechtzufinden.
stilistisch berichtet oldfield in einer recht trockenen, fast emotionslosen art, als würde er auch mit diesem buch nur eine übung absolvieren, die ihm in seiner persönlichen entwicklung weiterhilft. stellenweise kommt typisch britischer humor zum tragen, seine urteile über freunde, kollegen und wegbegleiter fallen stellenweise hart aus, manche namen sind ihm entfallen... interessanterweise konzentriert oldfield sich in diesem buch sowieso mehr auf seine innerliche entwicklung als darauf, wie er durch seine musik bekannt geworden ist. er hangelt sich eben NICHT von einem erfolgstitel zum nächsten, sondern erzählt, wie er von album zu album getrieben wurde, und durch welche äußeren einflüsse.
tatsache ( siehe vorrezensent ): es ist nach oldfields eigenen worten tatsächlich wenig flow in seinem schaffen zu finden, alles wurde gleichsam herausgepreßt, und auch als fan kann ich mich gegen den eindruck nicht wehren, daß sich manche passagen von changeling zwischen weinerlichkeit, selbstmitleid und arroganz bewegen.
hört sich überhaupt nicht nach vier sternen an, oder?
ich möchte an dieser stelle deutlich darauf hinweisen, daß die vier sterne, die ich vergeben habe, definitiv KEINEN fan-bonus aufweisen, denn:
unterm strich ist das buch schon mehr als eine bloße fingerübung auf dem weg eines therapie-patienten zu sich selbst. es ist äußerst flott geschrieben, es ist humorvoll, es hat zwei bildteile mit zumindest meinem wissen nach unveröffentlichten fotos und es läßt sich sehr gut weglesen ( wenn man genügend englischkenntnisse hat! )
und eine wichtige botschaft an die welt gibt mike oldfield auch noch zum schluß: daß er jetzt an einer stelle seines lebens angelangt ist, an der er nur noch die musik machen wird, die er in sich fühlt, ohne von äußeren erwartungshaltungen oder sonstigen zwängen gedrängt zu sein.
man kann gespannt sein!

Eben eine Autobiografie (19. August 2007)

Ich bin seit ca 30 Jahren MO Fan und habe mehr oder weniger alles über ihn. Daher auch diese Biografie. Leider sind ein paar sehr interessante Teile weggefallen, wie z.B. der ernste Streit mit Virgin und R. Branson oder die Beziehung zu Anita Hegerland. Auch die one night Ehe (??) mit der Tochter oder Schwester seines Therapeuten ist nur kurz erwähnt und widerspricht inhaltlich den Überlieferungen anderer Autoren.
Trotzdem ist das Buch ok.
Ich war geschockt wieviel Technik und wie wenig Inspiration und Flow hinter den Alben steckt, selbst der ersten.
Das Buch ist informativ, aber man darf nie vergessen: Es ist eine Autobiografie.

Das Buch eines wahren Komponisten und Musikers! (14. Juli 2007)

Wer sich für die Musik von Mike Oldfield interessiert und begeistern kann, kommt - vorausgesetzt seine Englischkenntnisse sind profund genug - um dieses Buch nicht herum. Es bietet Antworten auf Fragen, die sich mir in der intensiven Auseinandersetzung mit seiner Musik immer wieder seit mittlerweile über 25 Jahren stellten: Wie kam er darauf? Welche Beweggründe hatte er? Warum hat er diesen Titel gewählt? Wie hat er die Musik aufgenommen? Welches war seine musikalische Vorbildung/Ausbildung? Seine Lebensumstände? Und was ein "Fan" noch so wissen will ....

Mike Oldfield schildert ausführlich seine Kindheit, das Leben in der Familie (seine Geschwister Sally und Terry sind ja ebenfalls in der Musikwelt bekannt), seine Aussenseiterrolle und seine Gefühlswelt. Er beschreibt, wie er sich in seiner Musik befreit fühlen konnte, wie er in ihr aufging und wie sie sein Lebensinhalt wurde. Der Leser lernt die Musikindustrie der 60er und 70er Jahre kennen, die Musiker mit ihren Drogen und alternativen Lebensarten. Er erfährt, wie und woher sich die Protagonisten der Musikszene gegenseitig kannten, welche Zufälle es gab, mit denen einige plötzlich zu "Stars" wurden. Oldfield beschreibt aber auch seine immer problematischer werdenden psychischen Probleme, die eingefleischten Fans vom Hörensagen immer schon bekannt waren, und die Auswege daraus. So beginnt das Buch mit Szenen einer Therapieveranstaltung, die ihn nachhaltig beeinflusste. Er stellt seine ersten musikalischen Gehversuche in den Pubs und Clubs seiner Zeit, seine Erfolge, seine Ängste live zu spielen, seine Freundschaften und sein Verhältnis zur Musikindustrie dar. Er schildert, was ihn zu jedem einzelnen Album trieb und welche Vorgehensweise er hatte. Besonders interessant ist z.B., wie "Moonlight Shadow" entstand, das sich doch deutlich vom Rest seines Schaffens unterscheidet. Er gibt gibt dem Leser Einblicke in seine Gedankenwelt, seine Ansichten und Überzeugungen, ohne missionierend zu sein. Er bleibt sachlich und bisweilen humorvoll. Und man liest auch, welche Musik der "Meister" selbst gern hört.

Schade ist nur, dass er seine Jugend und die musikalischen Anfänge sehr ausführlich beschreibt (bei den Aufnahmen zu "Tubular Bells", seinem ersten Album, ist schon die Mitte des Buches erreicht!), während spätere Perioden eher gerafft dargestellt werden. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die für ihn wichtigste Zeit die 60er und 70 Jahre waren und dass danach nicht mehr viel kam. Dies wäre sicherlich nicht korrekt.

Mike Oldfield verquickt in angenehmer Art und Weise seinen musikalischen Werdegang mit Informationen aus seinem Privatleben. Nicht so, wie es ein Leser der Regenbogenpresse wissen will, sondern dezent, auf das Wesentliche beschränkt. Wer also sensationsgespickte Insiderstories lesen möchte, vielleicht sogar von sexuellen Orgien, wie es manche nicht vergleichbare deutsche "Komponisten" (oh Graus!) getan haben, wird hier enttäuscht werden. Er ist eben ein ernst zu nehmender Musiker, kein Entertainer. Ihm ging und geht es immer um die Musik, nicht ums Geldverdienen!

Oldfield ist kein Literat - ein Buch von Neil Peart (Rush) liest sich anders - aber es ist durchgängig klar und leicht verständlich geschrieben, überfordert auch einen non-native Speaker nicht unbedingt. Ich habe das Buch an wenigen Abenden durchgelesen und konnte gar nicht aufhören zu lesen - ein echtes Kompliment, das ich Mr. Oldfield machen muss! Das passiert nicht so oft.

Für mich, der ich selbst Hobby-Musiker bin und dies von frühester Kindheit immer sein wollte, wozu sicher Mike Oldfield entscheidend mit beigetragen hat, ist er DER kontemporäre Komponist schlechthin. Ich kenne keinen anderen, der es so gut versteht, die emotionalen Saiten in mir zum Schwingen und Klingen zu bekommen. Ich bin ihm für dieses Buch und die Antworten auf lang gestellte Fragen sehr dankbar! Ich konsumiere seine Werke nun mit einem anderen - vielleicht besseren - Hörverständnis. Und das war es allemal wert. Schade nur, dass nur wenige meiner Landsleute dieses Buch jemals lesen werden!

The journey doesn't seem to be over yet (30. Mai 2007)

If you're especially interested in how he started his career in the late 60s, early 70s and how he "happened" to work on the first albums, why he got involved into music in the first place, and the important role of his family, this book gives you all the bits and pieces in an authenticated
account. Then there are those chapters where he outlines some of the more private (and pointedly expressed) views on things and people, and drugs and spiritualism.
Here it may get a bit confusing, especially when you're not into it yourself, although this probably is how all these amazing events can be evaluated: how do you get through all of this without becoming the ultimate cynic ? How to still have faith in family ?
How to have to succumb to those outside forces and still create beautiful, inspired music ? How to feel like the loneliest person on the planet and keep going ? There the magic of his music's on the edge of comprehension. If not that, it might be just good advice.

Apart from that he gives a thorough report on how to become a good instrumentalist: keep practising, get a lot of gigs, listen to more music and the lot. The price he paid, though. Quite naturally, unfortunately, he stops short of revealing the more creative parts of making music.

And it all gets even more condensed when he talks about the time from the late 80s until today. This is really disappointing, even more so if you are one of the younger fans. But to be fair, this is NOT an abstract on producing music. Nevertheless, that's half a star off.

What I liked about the book, technically, was this kind of "these are my very own words"-style. Sometimes it gets close to reading a shopping list (pardon me), but that just fits, as Mr. Oldfield says himself he's not a conversationalist, and occasionally, in the more humorous parts, it's fun to have that dry style.
And one more thing: they don't have people to read the drafts before printing any more, do they ? Is it really whole words missing ? I don't think this is the way Mr. Oldfield puts together his music (or his model planes). Is it that Virgin-thingy again ? I didn't know they are publishing books these days. That's another half of a star off.

All in all you get the account of an extraordinary life between panic, fear, music and determination. I recommend reading it, if only for the lesson provided.
The next time I listen to Tubular Bells, I will do it with a little more respect.

dkb.de

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