Der letzte Wunsch. Geralt-Saga 01

Verkaufsrang: 609 (Bücher)
Autor: Andrzej Sapkowski
Broschiert
EAN: 9783423209939
ISBN: 3423209933
Languages:
ListPrice:
Seitenzahl: 381
Erscheinungsdatum: Juni 2007
Verlag: dtv
von: Erik Simon (Übersetzer)
Preis: EUR 7,90

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Kundenrezensionen zu 'Der letzte Wunsch. Geralt-Saga 01'

Unterhaltsame und überraschend hintergründige Fantasy der etwas anderen Art (24. September 2008)

Obwohl das auf der Romanserie basierende Computerspiel "The Witcher" spielerisch wahrlich nicht frei von Makel ist, machten mich die angenehm klischee-befreite Darstellung der Figuren, die zum Teil sehr geistreichen Dialoge und die lebendige, ausgesprochen authentisch wirkende Fantasywelt neugierig auf Sapkowskis Bücher. Ich kaufte mir also diesen ersten Band der "Geralt-Saga", der sich aus mehreren, eher lose miteinander verbundenen Kurzgeschichten rund um die Abenteuer des Hexers Geralt von Riva zusammensetzt.

Sapkowski bedient sich zahlreicher Versatzstücke klassischer Fanatasyliteratur, greift ganz ungeniert auf Elemente aus Märchen und Überlieferung zurück, und setzt sie auf eine frische und unverbrauchte Art zusammen. Allseits bekannte Geschichten, wie die des Rumpelstilzchen, der Wunderlampe oder der Schönen und dem Biest, werden teils in ein neues, fantastisches Licht gerückt, teils auf sehr charmante Art und Weise entmystifiziert. Der wohldosierte trockene Humor und ein Schuss Selbstironie, gepaart mit einer unkomplizierten und geradlinigen Prosa, sorgen für ein entspanntes, flottes Lesevergnügen.

Doch "Der letzte Wunsch" bietet seiner Leserschaft weit mehr als seichte Unterhaltung ohne tieferen Sinn und Verstand! Aller Kurzweil zum Trotz, setzen sich die einzelnen Geschichten mit sehr nüchternen und ernsten Themen auseinander; Rassismus, soziale Ausgrenzung und die daraus resultierenden Konflikte sind zentrale, stets wiederkehrende Aspekte. Ein ums andere Mal findet sich die Hauptfigur, Geralt der Hexer, ein aufs Finden und Töten von Monstern und Fabelwesen spezialisierter Söldner, in moralischen Zwickmühlen wieder. Bei der Arbeit kommt dem Außenseiter oftmals sein eigener Sinn für Ethik und sein Mitgefühl in die Quere. Nicht alles ist wie es scheint, und gelegentlich entpuppen sich Geralts Auftraggeber als die wahren Ungeheuer. Sapkowskis Spiel mit Analogien und Metaphern, die Art, wie er uns damit den Spiegel vorhält, so was kannte ich bislang nur aus guter(!) Science Fiction. Und auch wenn er dabei nicht ganz so subtil vorgeht wie ein Stanislaw Lem, ein Philip K. Dick oder ein Harlan Ellison, so sorgt er doch für genau das richtige Maß an Tiefgang. Sein Gespür für lebendige, interessante und kaputte (oder wenigstens angeknackste) Charaktere und die raffinierten Einsichten in deren Gedankenwelt runden diesen Eindruck ab.

Warum nur vier Sterne? Weil nicht alle Kurzgeschichten dasselbe hohe Niveau wahren: Zum Teil wirken sie etwas konstruiert, unbeholfen oder einfach unfertig, und verdienen sich damit gerade noch das Prädikat "Ganz nett". Den Gesamteindruck trübt das jedoch nur ein klein wenig, "Der letzte Wunsch" bleibt eine absolute Empfehlung für Freunde von kurzweiliger und cleverer Fantasy-Literatur.

Einfach Großartig (10. September 2008)

Ein wirklich tolles Buch. Ich habe schon lange mal wieder nach einer erfrischenden und kurzweiligen Fantasyunterhaltung gesucht und habe sie in diesem Buch(und auch im 2. Band) gefunden. Spannende, nicht zu langatmige und auch noch mit Witz gezierte Kurzgeschichten, die dann doch irgendwie mehr oder weniger zusammen hängen (was sich im 2. Band noch viel stärker herausstellt). Ich freue mich schon riesig auf die Fortsetzung!

Eine Menge Kurzweil (17. August 2008)

Die Geralt Saga bietet erwachsenes Fantasy und ist dabei so schwungvoll geschrieben, dass man gar nicht merkt wie die Zeit vergeht. Die Geschichte ist in mehrere in sich abgeschlossene Episoden unterteilt die durch eine leichte Rahmenhandlung zusammengehalten werden. Normalerweise mag ich solche Formate nicht, hier jedoch sprühen die einzelnen Geschichten vor Wortwitz und Einfallsreichtum. Klar, es ist keineswegs komplex wie das Meisterwerk Herr der Ringe geschrieben, aber das muss es auch nicht, es bietet absoluten Lesespaß.
Die Themen Sex, Gewalt, Drogen wirken nicht künstlich aufgebracht, sondern passen in die Welt von Geralt.

Weitab von Narnia, Eragon usw. bietet die Geralt Saga endlich mal erwachsenen Fantasy, nicht unbedingt anspruchsvoll, aber originell, spaßig und spannend.

Man kann nur hoffen, dass die die restlichen Bände auch übersetzt werden...

bin sehr entäuscht (12. Juni 2008)

habe mir das Buch geholt weil ich zur Zeit das zugehörige Computerspiel spiele. Leider ist das Buch sehr schlecht übersetzt. So das man immer wieder Rätseln muss was gemeint ist. Dazu ist es eigentlich keine Geschichte sondern nur viele Kurzgeschichten.

Ist wirklich nur was für Fans. (und ich bin keiner.)

Auftakt... (30. Mai 2008)

Eigentlich wollte ich nur vier Sterne vergeben. Warum? Naja, es handelt sich hierbei "nur" um einen einleitenden Kurzgeschichtenband, der ab Band 3 in die eigentliche Saga übergeht. Schlecht?
Nein! Auf keinen Fall. Die einzelnen Erzählungen aus Geralts Leben werden durch Zwischenkapitel verknüpft und/oder eingeleitet. So bekommt man einen recht interessanten Querschnitt seiner Arbeit und vor allem seines Charakters zu sehen, lernt seine Freunde kennen und bekommt einen Eindruck von der Welt in der sie leben.
Und diese Welt ist nicht ohne.
Keine blutrünstigen Welteroberer bedrohen die sauberen Städte oder dunkle Zauberer unterjochen das Land.
Eifersucht, Rassenkonflikte, Gier sind die eigentlichen Schurken in diesen Geschichten. Und manchmal hat Geralt nur die Wahl zwischen Böse und Böse. Und dadurch entstehen immer wieder Situationen, die einem den heroischen Kampfschrei, im Halse stecken bleiben lassen.

Andrzej Sapkowski bedient sich weiters einer sehr schwungvollen Sprache, die vor allem in den Dialogen voll zur Geltung kommt und nicht mit derben Ausdrücken und Sprüchen geizt, was im Endeffekt die Glaubwürdigkeit der Charaktere noch unterstreicht.
Die Übersetzung ist mehr als überzeugend und macht einen großen Teil des Lesevergnügens aus. Besonders die alten, teils längst in Vergessenheit geratenen Bezeichnungen und Redewendungen sind erwähnenswert.

Den fünften Stern vergebe ich, weil ich inzwischen den nächsten Band lese und langsam, aber sicher ein roter Faden auftaucht, der alle Geschichten (Bd. 1 u. 2) zu verknüpfen beginnt. Hier steckt bei weitem mehr dahinter, als es im ersten Band den Anschein macht.

Fazit: Für jeden der wieder einmal Fantasy abseits des Standarts lesen will und keine Angst vor vielschichtigen Charakteren und teilweise sogar poetischen Ansätzen hat.
Sapkowskis fein geführte Klinge offenbart sich allerdings erst nachdem man sich in die Welt eingelassen hat und mit großen Augen beobachtet wohin sich die Geschichte entwickelt.
Hier möchte ich unbedingt noch einmal auf den zweiten Band aufmerksam machen, der mit dem ersten Band eng verbunden ist.

Großartig!

dkb.de

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