Der Zahlenteufel. Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor Mathematik haben.

Verkaufsrang: 546 (Bücher)
Autor: Hans M. Enzensberger
Taschenbuch
EAN: 9783423620154
Format: Illustriert
ISBN: 3423620153
Languages:
ListPrice:
ManufacturerMaximumAge: 132
ManufacturerMinimumAge: 120
Seitenzahl: 263
Erscheinungsdatum: November 1999
Verlag: Dtv
von: Rotraut Susanne Berner (Illustrator)
Preis: EUR 11,40

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Kundenrezensionen zu 'Der Zahlenteufel. Ein Kopfkissenbuch für alle, die Angst vor Mathematik haben.'

Mathematik zum Verlieben (16. September 2008)

Mathematik und Phantasie - Freude gar? Wie geht das zusammen, wird sich manch einer vielleicht fragen. Dann auch noch in einem Kinderbuch? Und von Enzensberger? Was mag das Merkwürdiges sein?

In der Tat, man hat etwas Ungewöhnliches in Händen mit diesem bunt eingebundenen Werk. Strenggenommen handelt es sich hier um ein Traum-Buch, mit dem wir (und damit sind kleine und große Leser zugleich angesprochen), mit dem wir teilhaben können an den nächtlichen Träumen des kleinen Robert.

Robert hat ein Problem: Er kann die Mathematik nicht leiden, vor allem nicht den entsprechenden Lehrer. So wird der Arme im Schlaf heimgesucht von wilden Träumen; insgesamt zwölf davon sind zwischen den Buchdeckeln zu finden.

Was sich zunächst, das heißt in Roberts erster Nacht, wie eine Reihe von Albträumen ankündigt, stellt sich schon bald als eine Art liebevoll geführter Wanderung durch das rätselhafte Riesenreich der Zahlen dar, die als höchst lebendige und schillernde Wesen in Erscheinung treten. Wanderführer in Roberts Traumwelt ist ein kleiner, roter Teufel, ziemlich nervig, ein wenig gehässig, schnell cholerisch, doch bei näherem Hinsehen voller pädagogischer Hingabe. Der Zahlenteufel eben.

Und der taucht meistens ziemlich überraschend und spektakulär auf in Roberts nächtlichen Visionen. Bestückt mit einem zaubernden Spazierstock führt er ihn durch einen Wald aus riesigen Einsen, erzählt von der revolutionären Erfindung der Null (die die Römer ja zum Beispiel gar nicht kannten) und lässt riesige Massen von personifizierten Zahlen, Reihe um Reihe, Roberts Zimmer bevölkern, bis der. schweißgebadet, das Paradox des Unendlichen mit eigenen Augen begreift. Er stellt das Rätsel der "prima Zahlen" vor und das Geheimnis der "unvernünftigen Zahlen", Potenzen "hopsen" in schwindelerregende Höhen, er zieht "Rettiche" mit in der Luft schwebenden Quadraten, ein vielfarbiges, blinkendes Pascalsches Dreieck leuchtet auf und gibt seine Wunder preis, Fakultäten explodieren, ja selbst vor unendlichen Folgen und Reihen schreckt der kleine Teufel nicht zurück. Für die Rechenarbeit bringt er einen überdimensionalen, flauschigen Taschenrechner mit, groß wie ein Sofa.

So wird Robert Traum um Traum durch einen großen Teil der Schulmathematik geleitet, und all das, ohnen einer einzigen Variablen oder einer abstrakten Formel zu begegnen. Der Zahlenteufel beginnt mit der Betrachtung einer schlichten, einsamen Eins. Wie ein Magier, der aus einem winzigen Zipfel eine immer längere, nicht enden wollende Kette aus Dutzenden von vielfarbigen Tüchern erzaubert, so wächst auch bei ihm das bunte Netz der vielschichtigen mathematischen Zusammenhänge aus dieser kleinen Eins heraus. Voller Staunen und Begeisterung, stellenweise rauschhaft, betrachten wir mit Robert das sich immer weiter entfaltende Universum der Zahlen.

Am Ende erhält Robert eine ganz besondere Einladung: In seinem letzten Traum darf er bei einem Festessen allen Koryphäen der Mathematik persönlich begegnen, sogar dem Erfinder der Null. Und zur Belohnung für seine Gelehrigkeit wird der mit einem geheimen Orden ausgezeichnet.

Diese Auszeichnung hilft ihm dann schließlich auch im wirklichen Leben: Das Rechnen in der Schule geht ihm plötzlich spielend von der Hand, und die Abneigung gegen seinen Lehrer verschwindet mit den Schwierigkeiten.

Dieses bemerkenswerte Buch ist wirklich ein Kopfkissen-Buch im besten Sinne, eine lehrreiche, spielerische Lektüre, nicht bloß für junge Schülerinnen und Schüler, die Angst vor der Mathematik haben. Die von Rotraut Susanne Berner geschaffenen farbigen Illustrationen, sowie die in den Text eingestreuten handgeschriebenen großen Zahlen, die an weiche Tafelschrift erinnern, machen das Buch auch zu einer kleinen Augenweide.

Und am Ende hat man sich in den kleinen roten Zahlenteufel verliebt. Niemand wird ihn mehr fürchten müssen, der dieses Werk auf dem Kopfkissen liegen hatte.

Einfach Spitze ! (4. Juli 2008)

Ich hatte das Buch für meinen Mathematikbegeiserten Sohn (8 Jahre)bestellt, weil ich schon davon gehört hatte.In seiner Klasse wissen alle wie sehr er Mathe liebt und prompt bekam er es auch noch zur Kommunion geschenkt.(Mit meinem Exemplar haben wir dann jemand anderes beglückt)Er hat dieses Buch sehr schnell gelesen und kam immer ganz begeistert und erklärte was er erfahren hatte. Vor allem hatte er Sachen verstanden, bei denen ich schon Schwierigkeiten in der Schule hatte.Jonas war so begeistert davon, daß unsere Tochter(11 J. Gymnasium), die sonst nicht auf Mathe steht, darin schmökert. Sie sagt es ist schön, daß jede "Mathestunde`"als Traumgeschichte in sich abgeschlossen ist und daß darin Mathe viel spannender und interessanter beschrieben ist als in Schulbüchern.

Lustig und lehrhaft !!! (11. Januar 2008)

Dieses Buch habe ich in der 5. Klasse gelesen und war total begeistert. Der Zahlen Teufel ist eine lustige Figur die einem kleinen Jungen namens Robert die spannende Welt der Mathematik bekannt macht. Das Buch hat zu
jeder Rechnung ein Bild die alle sehr schön gestaltet sind. Es ist lustig, spannend und zeigt die Mathematik einmal von einer anderen Seite. Die Geschichte ist toll zum einschlafen und wirklich sehr zu empfehlen Ich bin einfach nur sprachlos !!!!!!!!!!!

Ein schönes Buch für alle Mathe-Interessierten (10. Dezember 2006)

Ich muss vorweg sagen dass ich dieses Buch im 3. Fachsemester Informatik von einem Freund, wahrscheinlich auch halb als Scherz, geschenkt gekriegt habe. Das Buch habe ich dann am folgenden Tag innerhalb weniger Stunden gelesen und mir gewünscht ich hätte es schon vor dem Abitur irgendwann mal gelesen.
Die Autoren führen durch die Grundlagen der Mathematik (und damit sind wirklich teilweise Grundlagen gemeint die so grundlegend sind dass sie mir in meiner gesamten Schullaufbahn nicht begegnet sind). Da werden natürlich Dinge wie Primzahlen vorgestellt, aber auch das Konzept von multiplikativ/additiv neutralen Elementen, Fakultät, Fibonacci Zahlen und viele andere Dinge, besonders aber halt Dinge an der Mathematik die einfach interessant, verblüffend oder schlichtweg unerklärbar sind.
Ich denke dieses Buch ist perfekt dazu geeignet in Kindern das Interesse für die Mathematik zu wecken. Aber auch ältere Leute haben noch was davon, denn das Buch zeigt was viele Leute wahrscheinlich nicht wissen, dass die Mathematik eben nicht "in sich abgeschlossen" ist und dass es noch immer viele Dinge gibt die erforscht werden wollen.

Genialer Matheklassiker für Kinder und Erwachsene (25. Februar 2006)

Aus so einem Buch hätte ich als Kind gerne Mathe gelernt. Leider gab es das damals noch nicht, aber auch mit über Vierzig machte mir das Lesen noch Spaß; denn ein begabter Dichter findet zur Mathematik eben doch neue und überraschende Bilder. So können auch eingefleischte Mathe-Hasser Zugang zu dem gefürchteten Schulfach finden und die Schönheit der Mathematik anschaulich und mit Humor kennenlernen. Durch die wunderschönen Illustrationen von Rotraut Susanne Berner wird das Buch zu einem Familienklassiker, den man auch nach Jahren noch gerne zur Hand nehmen wird. Schenken Sie es einem Kind ab zehn oder noch besser - legen Sie es als Köder in der Wohnung aus. Weil es so hübsch gemacht ist, wird keiner daran vorbeikommen und sich unversehens darin festlesen.

Es gibt übrigens auch ein gleichnamiges Computerprogramm zum Buch. Damit kann man auch die Lesemuffel unter den Mathehassern noch ködern.

dkb.de

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