Credo: Das letzte Geheimnis

Verkaufsrang: 948 (Bücher)
Autor: Douglas Preston
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783426197981
Auflage: 1
ISBN: 3426197987
Languages:
ListPrice:
Seitenzahl: 592
Erscheinungsdatum: 14. Juni 2008
Verlag: Droemer/Knaur
von: Katharina Volk (Übersetzer)
Preis: EUR 15,95

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Besser kann man den Erscheinungstermin eines Buches wohl nicht timen. Im Mai 2008 gibt das europäische Kernforschungszentrum CERN in Genf bekannt, dass es mit dem größten Teilchenbeschleuniger der Welt Temperaturen erzeugen will, wie sie kurz nach dem Urknall geherrscht haben sollen, um „die letzten Geheimnisse der Physik zu entschlüsseln“, da kommt kaum zwei Wochen später in deutscher Übersetzung ein packender Wissenschaftsthriller heraus, der genau dieses Unterfangen zum Thema macht. Hier sind es amerikanische Wissenschaftler, die das Unglaubliche versuchen wollen, und ihr Teilchenbeschleuniger namens Isabella ist tief verborgen in den Kohlestollen des Red Mesa im Sieglungsgebiet der Navajo. Natürlich scheitern die Forscher, einem Wissenschaftsthriller würdig, auf höchstem Niveau an ihrer eigenen Hybris, an ihrem Größenwahn. Und trotzdem kommt dabei am Ende, als raffinierter Kontrapunkt, so etwas eine neue Weltreligion heraus.

Die Rede ist von Credo. Das letzte Geheimnis des Bestseller-Autors Douglas Preston. Im Roman läuft tatsächlich nichts nach Plan -- zumindest nicht nach dem Plan der Forscher rund um Nobelpreisträger Hazelius oder nach dem Plan der US-Regierung, die das 40-Milliarden-Dollar-Projekt in Auftrag gegeben hat. Denn im Navajo-Reservat formiert sich Widerstand gegen Isabella, und einem zwielichtigen Fernsehprediger gelingt es, die Stimmung gegen den Teilchenbeschleuniger auch im christlich-fundamentalistischen Teil der USA anzustacheln. Als die Wissenschaftler den Start des Projekts immer mehr verzögern, schickt die CIA den Privatdetektiv Wyman Ford in den Red Mesa, um der Sache auf den Grund zu gehen. Was er dort zu sehen bekommt, sprengt seine menschliche Vorstellungskraft. Denn Hazelius’ Team scheint über Isabella in einem Raum-Zeit-Loch „bei K-Null“ direkt mit Gott selbst zu kommunizieren: ein Gott, der den Forschern aufträgt, allen Religionen abzuschwören und den Glauben an die Wissenschaft in die Welt zu tragen, um das Universum zu retten...

In Prestons Credo ist man lange Zeit erstaunt über die unverhohlen hohle esoterische Botschaft, die der Autor „Gott“ in den Mund gelegt hat. Erst spät merkt man, dass man in gutem, aber falschem Glauben der raffinierten Erzählstrategie Prestons aufgesessen ist. Denn Credo ist fast schon unverschämt perfide komponiert. Und das ist für das Genre des Thrillers ein großes Kompliment.-- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Credo: Das letzte Geheimnis'

Amen, Bruder, Amen! (20. November 2008)

Credo ist ein wirklich klasse Buch! Selten habe ich so viel Witz in einem Thriller erlebt, ohne auf Spannung verzichten zu müssen. Oft musste ich schmunzeln, die Charaktere treffen wie die Faust aufs Auge.

Der fanatische Pastor, der gläubige Rocker, das selbstverliebte Genie.. Wunderbar!

Völlig unglaubwürdig (18. Oktober 2008)

Ich schaffe es gar nicht, bis zu den Stellen zu lesen, welche andere Rezensenten so loben. Auf Seite 240 (von 568) steige ich aus. Selbst die Aussicht, irgendwann doch noch auf die von andern so gepriesene Gott/Religioin/Urknall-Diskussion zu stossen, hält mich nicht bei diesem Buch.
Es ist geradezu lächerlich, vor welchem Hintergrund Preston diese an sich interessanten, philosophischen Gedanken behandelt.
Da steht doch tatsächlich ein Teilchenbeschleuniger, der die US-Regierung 40 Milliarden Dollar gekauft hat in der Wüste und wird von einem Dutzend Vollidioten betrieben. Zwar hat die CIA die Dossiers der Mannschaft geprüft, aber jedes davon liest sich wie eine Krankengeschichte aus einer Irrenanstalt. Nie im Leben würde ein derartiges Projekt einem derart bekloppten Haufen anvertraut. Weiter ist ein einziger Wachmann dafür zuständig, die Sicherheit einer Anlage zu gewährleisten, die eine Ausdehnung von mehreren Quadratkilometern hat. Die Anlage ist zwar höchst geheim, trotzdem kann aber ein depperter Pastor so ohne weiteres einfach so hineinspazieren und die Wissenschaftler mitten in ihren Vorbereitungen für einen weiteren Testlauf stören. Und obschon der Bau einer solchen Anlage Jahrzehnte dauert (vgl. CERN in Genf) ist es noch keinem in den Sinn gekommen, mit der lokalen Bevölkerung Kontakt aufzunehmen und ihnen zu erklären, was da vor sich geht. Und dann spaziert ein Experte, der zwar mal Ethnologie studiert hat, aber sonst weder vom Experiment noch von Ethnologie eine Ahnung hat, durchs Dorf, sucht das Stammesoberhaupt und bietet ihm an, einmal über die Sache zu reden.
Das ist alles nur zum Lachen.
Zudem schreibt der Autor bei sich selbst ab. Die Landschaftsbeschreibungen in diesem Buch könnten geradewegs aus Mount Dragon (Preston/Child) übernommen sein. So etwas passiert einem Schriftsteller nur, wenn er zum Fliessbandproduzenten verkommen ist.
Auch die Konstellation, Agent in geheimer Mission trifft auf seine ehemalige Jugendliebe und gerät wieder in Feuer und dadurch notabene in Schwierigkeiten, ist nicht besonders originell. Haben wir in ähnlicher Form auch schon bei Prey von Michael Crichton gelesen. Dort war es zwar sogar die eigene Gattin, die plötzlich auf der anderen Seite steht, was aber die Sache auch nicht viel besser macht.
Alles in allem: völlig unglaubwürdig. Wenn die Geschichte wenigstens spannend wäre, würde man das alles vielleicht noch verkraften. Aber es will und will nicht vorwärts gehen. Wie gesagt: auf Seite 240 hat es mir gereicht.

Es lebe der Ignostizismus... (30. September 2008)

An für sich ein gute aufgemachtes Buch. Zwar kleine Fehler im Text (es wird z.B. von "Magnet 104" gesprochen und der selbige im Anschluss fortlaufend mit "Magnet 140" bezeichnet) aber was solls.
Das Ende mochte ich persönlich nicht. Wäre schön gewesen wenn Wyman Ford sich dort anders verhalten hätte, aber ist denke ich auch Geschmackssache.
Das Buch wird mit Sicherheit all denjenigen zusagen die schon Der Schwarm von Schätzing kennen und mochen. Für mich war es eine gute Mischung aus Thriller und Wissenschaft!

Klasse!! (24. September 2008)

Aktuell, unterhaltsam, spannend - und das Buch hat ein schlüssiges Ende (ohne zuviel zu verraten....) - Preston kann den Leser fesseln und trotzdem Informationen rüberbringen.
Wenn ich auf so spannende Art und Weise noch eine Menge lernen kann, dann ist das einfach perfekt.
Das natürlich gleichzeitig (beinahe) CERN den Teilchenbeschleuniger in Betrieb nimmt (was ja auch anscheinend noch nicht so richtig funktioniert...) gibt dem Ganzen einen tagesaktuellen Bezug!
Klasse!

Fehlkauf (22. September 2008)

Auch ich lies mich wie einige Vorrezesenten, von Kurzfassungen, dazu verleiten "das Credo" zu erwerben.

Trotz guter Leselaune schaffte ich es nur mit großer Anstrengung die ersten 200 Seiten zu Überwinden. Nur auf den ersten Handvoll Seiten herscht Spannung, ansonsten gähnende Ödniss. ICh erwischt mich stets dabei Zeilen oder gar Seitenweise weiter zu springen da Douglas P. Seitenweise "Müll" auf die Seiten geklatscht hat. Belangloses Zeug von Dingen die jeder kennt, Lobbyismus etc. .

Einen Punkt vergebe ich dafür das der Autor etwas Witz und Beobachtungsgabe zu haben scheint. "Von was reden sie da Wyman". Jedoch sind das Lichtblicke im dunkel einer Höhle.

Einen weiteren Punkt für einige Nette Gedankengänge bezüglich Gott, jedoch auch nur bedingt. zb. "Alles hängt zußammen, auch ein Sturm ist Intelligenz und schreibt mit dem Wind auf dem Wasser etc" Jaja wenn eiN Sturm so intelligent ist warum nimmt er dann nicht mit einem Sturm als Handlanger Kontakt auf? Soviel zur Göttlichen intelligenz in Douglas P's Buch.

Zwei Punkte für eine schwache Leistung.

dkb.de

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