Salz auf unserer Haut

Verkaufsrang: 3254 (Bücher)
Autor: Benoite Groult
Taschenbuch
EAN: 9783426627082
Auflage: 1. Aufl.
ISBN: 3426627086
Languages:
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Seitenzahl: 319
Erscheinungsdatum: 1. April 2004
Verlag: Knaur
von: Irene Kuhn (Übersetzer)
Preis: EUR 8,95

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Kundenrezensionen zu 'Salz auf unserer Haut'

Ein schöner Liebesroman! (14. September 2008)

Salz auf unserer Haut ist ein sehr schöner Liebesroman, der zwar schon erotische Szenen beinhaltet, aber nicht so häufig wie ein erotischer Roman im klassischen Sinne. Es ist einerseits sehr schön zu beobachten, wie sich die beiden ungleichen Menschen lieben und manchmal auch hassen zugleich und das über Jahrzehnte lang. Doch andererseits macht einen genau diese Betrachtungsweise traurig. Wieso mussten die beiden ein Leben nebenher führen, wenn sie es hätten doch gemeinsam führen können? Aus welchem Grund ist es denn so wichtig, dass man aus gleichen Klassen kommen muss? Hätten die beiden das anders gesehen, hätten sie noch ein viel schöneres Leben von Anfang an führen können und deren Zweisamkeit nicht nur auf deren Liaison beschränken müssen. Ich selbst möchte nicht ein Leben neben meinem Mann führen müssen, nein, ich will es zusammen mit ihm führen, auch wenn wir so ungleich sind wie Fisch und Vogel. Doch wenn man sich stark liebt und zueinander hält, überwindet man diese Ungleichheit, die einen voneinander trennen möchte. Man löst sich von den Fesseln und lebt nicht nur ein schönes, sondern ein wunderschönes Leben.

Bis auf dass die beiden mich manchmal aufgeregt haben, weil sie viel zu lange nur deren Liaison ausgelebt hatten, ohne wirklich zueinander zu stehen, muss ich sagen: das hier war eine sehr schöne Liebesgeschichte, die sehr tief geht.

Hinreissend, erotisch, perfekt gelesen. (17. August 2008)

Wenn es einen Makel an diesem Hörbuch gibt, dann ist es dieser: Es ist zu kurz! Ich hätte Suzanne von Borsodys Stimme noch stundenlang zuhören können. Aber Borsodys Stimme ist nur eine Hälfte des wunderbaren Duos Geschichte und Vorleser.

George und Gavin sind ein so ungleiches Paar, wie man es sich nur vorstellen kann. George, die Pariser Tochter aus gutem Hause und Gavin, der wortkarge Fischer lernen sich schon als Kinder kennen. Im Nachkriegsfrankreich fährt George mit ihren Eltern stets an den gleichen Urlaubsort und macht dort Bekanntschaft mit den eher abweisenden Einheimischen. Dazu gehört auch Gavin. Aber irgendwann funkt es zwischen den beiden. George ist hingerissen von Gavins körperlichen Vorzügen, sie liebt diesen zähen, muskulösen, harten Mann und sie lässt es ihn spüren. So entwickelt sich eine Liebesgeschichte, die sich auch, oder vor allem, im physischen Bereich abspielt. Während George und Gavin altern, ihre eigenen Leben führen, heiraten, Kinder in die Welt setzen und ihren Platz im Leben suchen, treffen sich die beiden immer wieder, um ihre Körper und ihre Seelen zusammen zu bringen. Bis ins Alter geht diese wundersame Liason der Intellektuellen aus Paris und des einfachen Fischers. Dabei nähern sich die beiden verschiedenen Menschen immer wieder an, nur um sich anschließend wieder abzustossen. "Wenn Liebe krank macht, dann möchte ich nie wieder gesund werden" und "Selbst wenn ich dich hasse, liebe ich Dich" lassen uns Gavin und George wissen. Besser lässt sich die Lieben zwischen diesen Beiden nicht beschreiben. Am Ende gibt es nur eine Möglichkeit, diese ewige Affäre zu beenden.

Suzanne von Borsody liest Benoite Groults Roman so hinreissend, dass einem ab und an die Tränen in die Augen steigen. Sie schafft es die als Ich-Erzählung von George angelegte Geschichte mit der Stimme einer jungen Frau zu beginnen und am Ende mit der Stimme einer alten Frau zu beenden. Das ist beeindruckend, wunderbar, weich, warm und macht Lust auf so viel mehr. Ein voll und ganz gelungenes Hörbuch!

Sex und Lust machen noch lange keine Liebe (21. Mai 2008)

Benoit Grould beschreibt in diesem Buch das Verhältnis zweier anderweitig gebundener Menschen, die nichts gemeinsam haben als die Sexualität. 30 Jahre lang, beginnend 1948, treffen sich die beiden, höchstens zweimal im Jahr (zum Teil mit jahrelangen Unterbrechungen) zu gemeinsamen Urlauben an exotischen Orten um dort miteinander "Liebe" zu machen. In blumiger, bildreicher Sprache beschreibt sie diese Bettszenen ohne pornographisch zu wirken, immer aus der Sicht der Protagonistin als Ich-Erzählerin. Doch wo ist hier die Liebe?
Während der männliche Charakter, ausser als Sexobjekt, kaum Raum einnimmt, wird die Protagonistin als Schubladen- und Kastendenkende, überhebliche Intellektuelle gezeichnet. 30 Jahre, ab und zu glühender Sex, wer möchte denn so etwas als "eine der größten Liebesgeschichten" bezeichnen?

Eine handwerkliche Ungeschickheit fällt mitten im Buch auf, wo die Autorin von der Ich-Erzählerin zu einem übergeordneten Erzähler wechselt und wieder zurück. Holterdipolter wird der Leser im Erzählfluß aufmerksam und aus der Geschichte gerissen. Ansonsten ein schöner Erzählstil dessen ursprünglicher französischer Sprachgebrauch, in der Übersetzung erhalten bleibt. Sinnliche, kaum mal ins schmalzige reichende, Beschreibungen der Sexszenen. Bei der Sternvergabe habe ich lange gezögert, 2 oder 3 Sterne, war für mich die Frage. Der Schreibstil verdient es, die Story, die ich eher bei 2 Sternen ansiedeln würde, enttäuschte mich mehr durch die Vorschusslorbeeren als "große Liebesgeschichte", besonders hier in den Rezensionen, für diese Überhöhung kann sie nichts, darum wurden es 3 Sterne.

Immer wieder ergreifend (12. März 2008)

Nachdem ich vor kurzem den Film zum Buch gesehen hatte, holte ich nun wieder das Buch aus dem Regal. Sofort nahm mich der schöne Schreibstil der Autorin wieder gefangen. Die erste Begegnung der Hauptpersonen wirkt verträumt, sehr sanft und es dauert eine Weile, bis sie sich finden. Aber finden ist nicht das richtige Wort, sie entdecken sich immer wieder, um sich dann erneut zu suchen.

Die Liebesgeschichte beginnt im Jahr 1948 und nachdem George den Antrag von Gauvain ablehnt, trennen sie 10 Jahre, bevor sie sich wieder sehen. Sie begründet die Ablehnung mit der Unfähigkeit, ihr Leben in seine Welt zu legen, sie hätte ihm nichts weiter zu bieten als ihr wahnwitziges Begehren und ihre Zärtlichkeit.

Die Stimmung im Buch wird von einer teilweise erdrückenden Melancholie beherrscht, doch das Glück der wenigen Tage, welches beide in ihrem Inneren aufbewahren, gibt dem Roman einen ganz eigenen Anstrich. Und immer wieder fragt man sich, warum das alles so ist.

Sinnlich (6. März 2008)

Sicherlich kein erotischer Roman, sondern eine sinnlich romantische Geschichte von einer jungen Liebe, die Jahrzehnte lang besteht, vom treu sein und untreu werden, jung sein und alt werden. Das richtige Buch für eine Zugfahrt einmal quer durch Deutschland

dkb.de

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