Kundenrezensionen zu 'Faktor vier: Doppelter Wohlstand - halbierter Verbrauch. Der neue Bericht an den Club of Rome'
Eine Herausforderung, keine Utopie! (16. Oktober 2007)
Ernst U. von Weizsäcker beschreibt in seinem Buch "Faktor Vier" anhand zahlreicher Beispiele, wie die Energieffizienz in einer modernen Industrie- und Dienstleistungsgesellschaft erhöht werden kann.Er versucht zu verdeutlichen wie unser momentanes Wohlstandsniveau gehalten werden kann, bei einer gleichzeitigen Reduktion des Energieaufwandes um ein Viertel. Die einzelnen Fallstudien die in dem Buch dargestellt werden, sind teils in unserem Alltag umsetzbar, teils aber auch das Abbild einer Idealsituation, die eher als Inspiration verstanden werden sollte. Er versucht auf jeden Fall zu zeigen was möglich ist, wenn man beispielsweise Gebäude so konzipiert, dass jede Form verlorengegangener Energie in irgendeiner Art wieder nutzbar gemacht wird und somit eine erneute externe Energiezuführung reduziert wird.
Man sollte dieses Buch nicht als allgemeine ökologische Agenda verstehen, da nicht alle Möglichkeiten der Energieeffizienzsteigerung für den Normalbürger umsetzbar bzw. erschwinglich sind (zumindest noch nicht). Es wird aber deutlich, wie nutzlos in jedem Haushalt Energie verloren geht und wie verschwenderisch mit Ressourcen bei der Schaffung von Gütern umgegangen wird. Gleichzeitig gibt es eine Fülle von Beispielen wie jeder von uns Kosten sparen und die Umwelt schützen kann, durch bedachte Investitionen (z.B. beim Einkauf von Haushaltsgeräten oder bei der Renovierung bzw. Neubau von Gebäuden)und haushälterischen Umgang mit Energie.
Für den Preis in Ordnung (21. Januar 2004)
Zunächst beschreibt das Team sehr gute und interessante Einsparmöglichkeiten für den privaten Hausgebrauch.Zum Ende des Buches verflacht jedoch der Schreibstil, so das man sich das letzte Kapitel getrost schenken kann.
Trotzdem:
Das Preis-Leistungsverhältnis ist in Ordnung und aufgrund des umfangreichen Registers, ist das Buch auch als Nachschlagewerk und für Warenneukäufe gut zu gebrauchen.
Wunschdenken - schwieriges Preis/Leistungsverhältnis (28. Juli 2003)
Anhand einiger - wenig alltagsrelevanter Beispiele - und fern von realen Verhältnissen wird in diesem Buch mit Hilfe des Heilsbegriffes "Effizienz" auf Basis der jahrtausendalten Genügsamkeitsforderung lediglich eine gewisse Öko-ideologischeKäuferschicht mit dazu passenden, technischen Träumereien bedient.
Das Buch ist sein Geld nicht wert, finde ich und vieles ist so redundant, dass nicht akzeptabel ist, für derartig platte und dazu erfahrungsfremde Weisheiten soviel kostbares Papier zu bedrucken. Echt Öko wäre es gewesen, das Buch auf die wichtigsten Aussagen zu kürzen und es auf umweltfreundlichem Altpapier zu verkaufen- und zwar im Taschenbuchformat. Echt Öko wäre es gewesen, ein paar gute Selbstbauanleitungen anzubieten, als nur Meinungsmache und weltfremde, hergeholte Beispiele. Das einzig gute an dem Buch ist eigentlich nur die angeregte Hoffnung. Aber - ach - Sparen? Schon wieder sparen? Technisch poetische Träumereien mit Dingen, die auf die ich doch eigentlich völlig verzichten möchte. Effizienter, schmalere Strukturen, sparsamerer Verbrauch? Pffffft. Ich hoffe auf einen ehrlicheren Umgang miteinander, weniger Abzocke mit modernen Heilsbegriffen auf modische Ökoströmungen, noch dazu mit hauptsächlich leerem Geschwätz.
Das Buch ist und war sein nie Geld wert - oder seinen Produktionsaufwand. Vielleicht ist es sogar noch mitverantwortlich für die vielen LKWs auf unseren Straßen. Sozusagen Faktor 4 in der Lagerhaltung. Im Vergleich dazu scheint mir ein
Buch wie "Simplify your life. Einfacher und glücklicher leben."
von Werner Tiki Küstenmacher und Lothar Seiwert wesentlich empfehlenswerter
und lesenswerter. Oder ein Buch wie "Lexikon der Öko- Irrtümer. Fakten statt Umweltmythen."
von Dirk Maxeiner und Michael Miersch oder aber ein nicht nur mit
Heilsbegriffen der Moderne operierendes ein Buch über unser Miteinander wie
das hervorragende Buch "Struktur moderner Gesellschaften."
von Bernd Hamm
Pflichtlektüre ! (23. April 2001)
Pflichtlektüre für jeden Politiker und Wirtschaftsmenschen der Welt !Ein WICHTIGES Buch! (23. November 2000)
Mit "Faktor Vier" haben Weizsäcker und das Ehepaaar Lovins ein ausgesprochen wichtiges Buch vorgelegt. Das Buch ist deswegen so bedeutend, weil es - bei aller Diskussionswürdigkeit - zeigt, daß der Weg in die totale Umweltkatastrophe nicht ohne Alternativen bleibt. Mit erstaunlich einfachen Möglichkeiten, gesundem Menschenverstand und einer Vorstellung von Wohlstand, die sich an Qualität orientiert und nicht am gegenwärtig verbreiteten "Immer Mehr" werden Auswege aufgezeigt. Was fehlt sind Einsicht in der Öffentlichkeit und politischer Wille. "Faktor Vier" macht einen Anfang, indem das Buch einen Schritt über das übliche Wehklagen hinaus tut und mit ganz konkreten Vorschlägen zum Handeln aufruft.Stefan Thiesen, Astronom, Geograph, Autor von "Climate Poker" und "Rabenwelt"



