Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam

Verkaufsrang: 10633 (Bücher)
Autor: Sabine Kuegler
Broschiert
EAN: 9783426778739
ISBN: 3426778734
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Seitenzahl: 345
Erscheinungsdatum: 1. Mai 2006
Verlag: Droemer/Knaur
Preis: EUR 5,00

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Dschungelkind erzählt von einer außergewöhnlichen Kindheit im Dschungel Papua-Neuguineas. Lesen Sie Sabine Kueglers Kurzbericht über ihr Leben abseits der Zivilisation (PDF-Download)!

Eine Bemerkung in eigener Sache vorab. Selten erlebte man, dass zwei TV-Auftritte einer bislang unbekannten jungen Frau im Bekanntenkreis auf derartiges Echo stießen. Wer Sabine Kuegler gesehen hatte, war fasziniert von den Erlebnissen und dem natürlichen Charme dieses „Dschungelkinds“. Überdies dürfte die Botschaft, die sie aus dem fernen Papua-Neuguinea ins verhartzte kalte Deutschland trug, für Zivilisationsmüde die reinste Labsal gewesen sein. Sabines Leben inmitten des Stammes der Fayu wird zweifelsohne auch im Leser noch lange nachhallen.

Es sollte eine Reise in die Steinzeit werden. Sabine war acht, als ihre Eltern, ein Sprachforscher- und Missionarsehepaar, 1980 ins Innere der indonesischen Insel West-Papua aufbrachen. Ziel der elterlichen Studien war das „Verlorene Tal“, eine Terra incognita mitten im Regenwald, wo auf nahezu steinzeitlichem Niveau der Stamm der Fayu lebte. Es war beileibe keine angstfreie erste Begegnung, galten die Fayu doch als Kannibalen und angriffslustiges Völkchen. Sabines Augen jedoch sahen nur ihre neue Heimat. Und diese gefiel ihr.

Ihre herzerfrischende und unprätentiose Art, die auch den Ton des Buches beherrscht, erleichterte den Anschluss an die scheuen Fayu-Kinder. An der Seite von Tuare, Ohri und den anderen, erlebten Sabine und ihre beiden Geschwister eine Sozialisation der besonderen Art. Bei aller Paradieshaftigkeit spart ihr Bericht aber auch die Widrigkeiten des Dschungellebens nicht aus. Nahrungsmittel erhielten sie nur in großen Abständen und per Flugzeug. Riesige Ratten und Spinnen, sowie regelmäßige Schlangenbesuche, machten das Schlafen im selbstgebauten Holzhaus zum gelegentlichen Horrortrip. Auch dürften die martialischen und archaischen Kriegs-, Vermählungs- und Sterberituale der Fayu westliche Gemüter einigermaßen befremden. Nicht so Sabine. Sie wuchs zur echten Fayu-Frau heran.

Mit siebzehn endete der Traum abrupt. Die Schweizer Internatszeit begann. Spätestens auf dem eiskalten Hamburger Bahnsteig, ganz ohne Messer, Pfeil oder Bogen, erwarteten das Fayu-Mädchen Probleme, wie sie nur die „westliche Zivilisation“ bereithält. Immer wieder sollten die hellen Bilder aus dem „Verlorenen Tal“ in ihr aufsteigen. Sabine Kuegler war fortan eine traurige Wanderin zwischen zwei Kulturen. Nur zu verständlich, nach diesem anrührenden und aufrichtigen Bericht. --Ravi Unger

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Dschungelkind. Vom Mädchen, das aus der Steinzeit kam'

Interessante Geschichte, aber teilweise zu emotionslos (7. August 2008)

Eine interessante Geschichte über ein für ein weißes Mädchen außergewöhnliches Leben im Dschungel. Ich hatte das Buch schnell fertig gelesen, da es einfach geschrieben ist und auch die Schrift sehr groß ist. Zudem ist es mit einigen Fotos geschmückt. Obwohl es schon interessant war, was Sabine so alles erlebt hat, fehlte mir doch "das gewisse Etwas". Manche Dinge erzählte sie nur kurz und knapp, ging nicht richtig darauf an, obwohl es oft sehr interessant gewesen wäre, wie die Stammesmitglieder ihr Leben meistern. Außerdem ist das Buch in zu viele Kapitel aufgeteilt, die oft nur über zwei Seiten gehen. Ich hatte mir mehr Emotionen erwartet, die leider nicht zu lesen waren.

Klasse Buch (4. August 2008)

Ein sehr interessantes und bewegenes Buch. Sabine hat eine Kindheit erlebt de man irgendwie beneiden kann. Auch wenn ihr Rückgang in die westliche Welt schwer und hart war. Die Ruhe die sie im Dschungel innerlich hatte muss etwas wunderbares gewesen sein. Jeder der einmal eintauchen mag in eine vollkommen andere Welt, der sollte dieses Buch lesen.

Ganz nebenbei Entdeckungen (22. Juli 2008)

Da ich selber in Neu Guinea primitive Völker besuchte, habe ich eine Vorstellung wie die Erlebnisse der Autorin einzuordnen sind. Das Buch ist auf jeden Fall für alle die lesenswert, die erfahren wollen wie man als Missionarstochter bei den Primitiven aufwächst. Der Schreibstil ist eher einfach und nüchtern und ist geprägt von einer erstaunlichen Distanz. Vielen Lesern wird aber entgangen sein, dass die Erinnerungen der Autorin einige erstaunliche Erkenntnisse verborgen hält, die man nicht unbedingt in einem Buch über den Dschungel erwartet. Der Stamm der Fayu, bei dem die Autorin aufwuchs, war im 20. Jahrhundert noch in der Steinzeit. Er wurde erst 1978 entdeckt. Es gibt immer noch sehr schwer zugängliche Gegenden in Neu Guinea. Die Fayu lebten in erbitterter Feindschaft mit ihren Nachbarn, Raub und Mord waren an der Tagesordnung, die Menschen dem Aberglauben und der Zauberei verfallen - mit ein Grund warum die Völker Neu Guineas so primitiv blieben. Dann kamen die Missionare und brachten das Christentum. Die Morde, Kriege, Zauberei hörten nach und nach auf. Damit auch die Existenzangst. Die Fayu sind ein eigenes Völkchen mit einer eigenen Sprache. Für Missionare ist es immer schwierig Kontakte zu knüpfen, da sie erst die Sprache lernen müssen. Bei den Fayu stellte man überraschend fest, dass sie sich Legenden erzählten, die eine erstaunliche Ähnlichkeit mit den Urgeschichten der Bibel im Buch Genesis haben. Das machte die Arbeit für die Missionare wiederum leichter und schuf eine Vertrauensbasis. Die Autorin erzählt von diesen überlieferten Urgeschichten. Es finden sich da Elemente der biblischen Turmbaugeschichte. Dass die ethische und soziale Einheit durch die Sprachverwirrung gekommen sei und es demzufolge eine Verteilung der Menschheit auf die ganze Welt gab. Die Autorin konnte nicht wissen, dass dieses Phänomen auf der ganzen Welt bei den primitiven Völkern von Ethnologen festgestellt wurden. Der Einwand, dass irgendwann eben doch Missionare bei den Völkern war, greift nicht, da die Völker davon nichts in ihren Überlieferungen berichten. Sie halten die Geschichten für einen lange überlieferten Erfahrungsschatz, außerdem fällt auf ,dass nur diejenigen Geschichten bekannt sind, die bis zum Turmbau zu Babel das gemeinsame Erbe der Menschen gewesen sein muss. Andere biblischen Geschichten aus späterer Zeit werden nicht erzählt. Als gravierender Einschnitt in der Menschheitsgeschichte wird immer wieder von der Flut berichtet, so auch von den Fayu. Gibt es also eine gemeinsame Erinnerung aller Völker?

Dieses Buch ist eine kleine Schatztruhe... (19. Juli 2008)

... man findet immer wieder ein neues Goldstück, z. B.:

- ein spannendes Erlebnis der Familie Kuegler im Dschungel
(Tochter Judiths Flucht vor den Wildschweinen)
- eine emotional ergreifende Begegnung
(Vater Klaus' Reaktion auf das eben gestohlene leckere Fleisch)
- ein echtes Gefühl von Bewunderung für die Fayu, z. B. für die
große Nützlichkeit ihres Dreitongesangs, um Depressionen abzuwehren
- die Achtung vor der beschützenden Strenge und Liebe von Mutter Doris
- Zuneigung zu den Fayu, von denen man vorher nicht mal wußte, daß sie existieren
- und sogar eine gewisse Sehnsucht danach, Teil dieser einzigartigen Kindheit gewesen sein zu dürfen.

Zum Inhalt:
Sabine Kuegler beschreibt anhand vieler anschaulicher Erlebnisse ihre Kindheit im Dschungel von West-Papua zusammen mit ihren Eltern sowie der größeren Schwester und dem kleinen Bruder.
Gut nachvollziehbar berichtet sie auch von dem Kulturschock, der bei ihr einsetzt, als sie mit 17 Jahren an ein Schweizer Internat überwechselt.
Der größte Teil des Erzählung widmet sich jedoch dem Dschungel.
Und das ganze in einem sehr kurzweiligen Schreibstil!

Mein Wunsch für Sabine Kuegler, nachdem ich nun auch dieses Buch gelesen habe: Der groß Afou guti, mit dem Häuptling Baou kurz vor seinem Tod seinen Frieden gemacht hat, möge auch ihr Herz gewinnen, es mit seinem Frieden durchfluten und ihre Wunden heilen.

Gut lesbar (10. März 2008)

Ich habe dieses Buch in kürzester Zeit (2 Tage) gelesen und bin ziemlich beiendruckt davon, wie Frau Kuegler das Leben im Dschungel und ihre Rückkehr in die sogenannte Zivilisation beschreibt. Sie schildert das Geschehen so, dass man es sich bildlich vorstellen. kann.

Sie beschreibt ihr Leben beim Eingeborenen-Stamm der Fayu sehr anschaulich, auch ihre Rückkehr in die Heimat ihrer Eltern, Deutschland. Es war sicher äußerst schwierig für sie, sich dort nach all den Jahren zurechtzufinden.

Das Buch ist sehr einfach geschrieben und dadurch auch gut lesbar. Mein Fait: Wenn einen das Thema interessiert, sicherlich ein sehr empfehlenswertes Buch.

dkb.de

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