Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben

Verkaufsrang: 112 (Bücher)
Autor: Timothy Ferriss
Broschiert
EAN: 9783430200516
ISBN: 3430200512
Languages:
ListPrice:
Seitenzahl: 320
Erscheinungsdatum: März 2008
Verlag: Econ
von: Christoph Bausum (Übersetzer)
Preis: EUR 16,90

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Kundenrezensionen zu 'Die 4-Stunden-Woche: Mehr Zeit, mehr Geld, mehr Leben'

Eine 4h-Woche für deutsche Kolonialherren (21. September 2008)

Und schon wieder wird das Glück auf Erden versprochen, nur clever genug müsste man sein. Wie soll das gehen, mit 4 Stunden Arbeit die Woche? Indem man statt Lohnsklave zu bleiben selber Lohnsklaven in anderen Gegenden findet, die die eigene Arbeit für weniger Geld machen. Also meine E-Mails lesen demnächst meine osteuropäischen Spezialisten, meine Bücher schreiben deutschrumänische Ghostwriter und für mich einkaufen macht dann sicher auch noch mein afrikanisches Hausmädchen?
Glauben Sie bloss nicht, dass Supermann Ferriss hier die Formel zum Glück erfunden hat, er hat lediglich die Formel gefunden, wie sich neurotische Workoholics zu Kolonialherren umträumen können. Wenn also Firmen problemlos mit falsch verstandenem Oursourcing funktionierende Geschäftsmodelle in die Pleite reiten dürfen, warum dann nicht auch ausgepowerte Privatarbeiter?
Glauben Sie wirklich, Herr Ferriss hat eine 4-Stunden Woche? Dann verfolgen Sie ihn doch mal morgen auf seinem Blog, denn er tourt von Messen über Vorträge und Buchvorstellungen von einem Marketing-Event zum nächsten. Man kann live mitansehen, wie er zur Zeit eine 37-Stunden-Woche abreisst, nur um seine Leser für dumm zu verkaufen.
Und wenn er noch ein paar Euros bei Deutschen Aussteigeträumern dazuverdienen kann, warum nicht? Denn dieses Buch ist wirklich eine Goldgrube und so clever gemacht, dass man dem Autor allein dafür schon Respekt zollen muss.

Lebensökonomische Tips von einem Tausendsassa (21. September 2008)

Normalerweise mache ich um die Regale mit den Lebenshilfe-Büchern einen großen Bogen. Warum Geld und Zeit für weitschweifige Anleitungen einsetzen, wenn man durch selbständiges Nachdenken oder durch Gespräche mit Bekannten leicht selber darauf kommt? Was aber passiert, wenn einem in der Stadtbibliothek ein Buch mit dem Prädikat "Das Kultbuch aus den USA" und dem dreisten Titel "Die 4-Stunden-Woche" direkt unter die Nase gehalten wird? Man muß es lesen. Es ist naiv, frech, skurril, überraschend, humorvoll, unterhaltend, informativ, manchmal ein bißchen widersprüchlich, aber vor allem authentisch. Zu den klaren Fehlern gehört, Vilfredo Pareto als fast vergessenen Theoretiker zu bezeichnen; er gehört zu den Klassikern. Ob Ferriss' minimalistisches Programm so realisierbar ist, ist dagegen gar nicht entscheidend. Wichtiger ist sein lebensphilosophisches Leitmotiv, daß es aus mehreren Gründen ein Denkfehler sei, den Ruhestand als Ziel oder Erlösung vom Arbeitsalltag zu betrachten. Man könnte meinen, daß für den, der dies verstanden hat, und zum Ausgangspunkt für eigene Überlegungen nimmt, die Lektüre dieses autobiographisch geprägten Ratgebers entbehrlich wäre. Aber das unglaubliche Sammelsurium von großen und kleinen Tips und Tricks, die Ferriss aus seiner Leitidee gewonnen hat, und die Ernsthaftigkeit, mit der er allem nachging, entfalten eine ganz eigene Wirkung. Das Leitmotiv wird anschaulich und der Leser kommt nicht umhin es ernstzunehmen. Ein individueller Weg könnte nun beginnen.

Ein unnötiges Buch - aber gut! (15. September 2008)

Dieses Buch wird niemandem helfen seine Arbeitszeit zu reduzieren, iel zu individualspezifisch sind die Techniken auf den Autor zugeschnitten. Aber es gibt einem das gute Gefühl auch ohne Arbeit etwas erreichen zu können! Also hilft es doch... Jede Generation hat "ihren" Ratgeber. Dies ist der für die Jahre 2000 bis 2010!

Lesen!

Lebe deine Träume (24. August 2008)

Das Buch "Die 4-Stunden Woche" von Tim Ferriss ist eine interessante Mischung aus

* (teils fernöstlichen) philosophischen Erkenntnissen über Leben und Glück
* Extrakten modernen Zeitmanagements mit angewandter Prozessoptimierung und Indien-Integration
* Anleitung für ein Internet-Start-Up mit geringstem Aufwand und
* eine gute Portion augenzwinkernder "Smartheit" vermengt mit gesundem Menschenverstand.

Klingt etwas verrückt? Ist es zunächst auch, aber nichts anderes suggeriert ja auch der Titel. Von einer 4-Stunden-Woche dürften die meisten durchschnittlichen Arbeitnehmer und auch Unternehmer so weit entfernt sein wie Tim Ferris von einem 9-to-5-worker.

Ferriss ist 1977 geboren, Self-made-Unternehmer, Weltenbummler und Bestseller-Autor. Der Klappentext sagt zu Ferris Initiation: "Während er fünfzehn Monate durch die Welt reiste merkte er, dass er seine Firma nebenbei in 4 Wochenstunden führen kann. Die gewonnene Zeit nutzte er u.a., um in Berlin Deutsch zu lernen und in Argentinien bis zur Guinness-Buch-Reife Tango zu trainieren." Außerdem erfährt man im Buch, dass Ferriss diverse Kampfsportarten beherrscht, boxt, Motorradrennen fährt und in Mini-Auszeiten die Welt bereist und dabei Sprachen und alles mögliche andere lernt. Eins wird recht schnell klar: Ein Durchschnittstyp, der gern auf dem Sofa liegt und ein Buch liest, ist das bestimmt nicht. Eher jemand, der sein Leben schon immer aktiv selbst in die Hand genommen und dabei einige wichtige Erfahrungen gesammelt hat.

Im Buch wird erklärt, wie man sich in den Schritten
D efinition
E liminieren
A utomation
L Liberation
aus dem Joch eines in einem Job festgezurrten, unbeweglichen und langweiligen Leben befreit. Wer will schon jahrelang unzufrieden und unglücklich buckeln, um dann in der Rente festzustellen, dass er entweder zu wenig Geld oder gar keine Lust mehr hat, sein Leben zu genießen? Und wer unternimmt WIRKLICH etwas dagegen, anstatt nur darüber zu jammern oder es schweigend hinzunehmen, dass es ja nun mal irgendwie so sein muss?

Darum geht es Ferriss - es gibt nur dieses eine Leben, und es ist einfach zu schade, es für etwas zu opfern, das man eigentlich gar nicht machen will. Es gibt so viele andere schöne Dinge im Leben, man muss sich nur trauen, seine Träume überhaupt wieder zuzulassen und aus dem Traum mit einer konkreten Vorgehensweise Realität zu machen. Und das ist die zweite wichtige Botschaft des Buches: Yes you can. Dafür hat Ferriss sich wirklich bemüht, nicht nur auf einer abstrakt philosophischen Ebene eines Standard-Motivationsbuches zu predigen, sondern konkrete Vorgehens-Ideen (natürlich anhand seiner eigenen noch gar nicht so langen Lebensgeschichte) zu liefern.

Es steht viel Richtiges in diesem Buch: Sein Leben muss man selbst in die Hand nehmen, und der richtige Zeitpunkt dafür ist jetzt. Es gibt nichts Gutes außer man tut es. E-Mails, Meetings, Telefonate sind häufig überflüssige Zeitfresser. Produktivität lässt sich mit einem konsequent eingesetzen Pareto-Prinzip um Größenordnungen erhöhen (z. B. konzentriere dich auf die 20% Kunden die 80% deines Umsatzes machen). Nach dem Parkinson-Gesetz dauert das Projekt immer exakt so lange wie Zeit dafür ist. Die wirklich wichtigen Dinge sind selten bequem, also raus aus der Komfortzone. Was ist das Schlimmste was Ihnen passieren könnte. Wenden Sie Sandwich-Kritik an. Und so weiter. Das ist alles nichts bahnbrechend Neues - Tim Ferris hat es nach 15-Stunden-Tagen als Unternehmer und einem Nervenzusammenbruch aber für sich in der Praxis entdeckt.

Es sind auch interessante Ideen dabei, die sich nach mehrmaligem Nachdenken durchaus als nützlich erweisen können. Die Idee, einen persönlichen Assistenten in Indien anzuheuern, an den man für 10 Dollar die Stunde unangenehme Arbeiten delegiert, könnte eine davon sein. Die recht radikalen Ansichten zur "Informationsdiät" könnten eine Rettung für alle sein, die in E-Mails, Telefonaten und Meetings ertrinken und dabei eigentlich gar nichts mehr schaffen.

Für alle, die das Gefühl haben, in ihrem Bürojob langfristig absterben zu müssen und eigentlich viel lieber in den Alpen Fallschirm springen, einen Weltrekord im Bäumesägen in der Schweiz erringen oder in China ein gemeinnütziges Unternehmen gegen Umweltverschmutzung gründen wollen, ist dieses Buch eine Bereicherung und vielleicht auch der Anstoß, endlich den Sprung zu wagen.

Der für mich größte Kritikpunkt an dem Buch sind die Annahmen, die im stillschweigend getroffen werden:

* Jeder sollte Unternehmer werden und sein Unternehmen so gestalten, dass es automatisch mit geringstem Aufwand Geld abwirft, mit dem man sich dann seine Lebensträume finanziert.
* Die meisten hassen ihre Bürojobs, eigentlich wollen sie viel lieber Weltreisen machen, Skifahren in den Anden, in Japan Bus fahren etc., aber trauen sich.

Beide Annahmen passen sehr gut auf Menschen "seines Schlages", aber die Welt besteht nicht nur aus abenteuerlustigen Unternehmern à la Ferriss. Meine Befürchtung wäre, dass keiner mein Buch "Wie ich unbedingt Neureicher Weltenbummler werden wollte aber irgendwie nicht so cool wie Tim Ferris war" lesen möchte, von dem ich dann meinen Lebensunterhalt finanzieren müsste ;-)

Im Ernst: Ferris ist meiner Ansicht nach ein ESTP (MBTI Kenner wissen was ich meine, die anderen verweise ich auf das Buch "Please understand me"). Im Kern also ein SP, ein Jäger, einer der ständig neue Herausforderungen sucht, der nicht Ruhe gibt und mit seiner enormen Energie und Umsetzungsdrang die für ihn wichtigen Dinge umsetzt.

Ich bin eher skeptisch, wenn jemand mit einer "Glücksformel" daher kommt. In den USA sind Bücher der Art "In 100 Tagen Millionär" der Renner, vermutlich kommt jeden Monat ein solches Buch auf den Markt. Das zeigt zumindest, dass die Menschen nach Konzepten zur Verwirklichung ihrer Träume suchen, wenn auch die wenigsten die Ratschläge wirklich umsetzen werden (können). Dass das Buch "4-Stunden-Woche" heißt, verdeutlicht aber, dass Ferriss einen etwas anderen Weg geht: Du brauchst keine Million, du brauchst nur soviel Geld um deine Träume zu leben - und die erstaunlicherweise manchmal deutlich billiger als eine Mietwohnung.

Trotz aller Kritik hat das Buch daher auch seine Berechtigung: Wer nicht nur für eine empfundene Tretmühle leben möchte (als Arbeitnehmer oder Unternehmer) und sich vorstellen kann, dafür mit seinen gewohnten Denkweisen zu brechen, findet im Buch konkrete Ansätze für eine "Flucht". Ferriss ist den Weg gegangen und hat dabei etwas über Bord geworfen, was die meisten seiner Leser davon abhalten wird, sein Leben einfach nachzuleben: Die Angst zu scheitern.

Motivierend (31. Juli 2008)

Ferriss hat ein wirklich motivierendes und inspirierendes Buch geschrieben, das zum Nachdenken anregt.
Ein Punkt Abzug, weil er es gar nicht nötig hätte, so anzugeben - fast alle seine Heldentaten sind nicht belegbar; außer dem etwas matten Tangodreherrekord - das Buch überzeugt auch so.

dkb.de

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