Aus der Amazon.de-Redaktion
Eine der paradoxen Feststellungen der modernen Physik lautet: "In ihrer momentanen Formulierung ist es nicht möglich, dass die allgemeine Relativitätstheorie und die Quantenmechanik richtig sind". Beide sind in ihrem jeweiligen Bereich überaus präzise: Die Relativitätstheorie erklärt das Verhalten des Universums im großen Maßstab, während die Quantenmechanik das Verhalten subatomarer Teilchen beschreibt. Unter extremen Bedingungen wie Schwarzen Löchern kollidieren beide Theorien allerdings. Brian Greene, ein Spezialist in der Quantentheorie, glaubt, dass beide Pfeiler der Physik in der Superstring-Theorie vereinigt werden können, einer Theorie für alles. Die Superstring-Theorie ist bereits als Teil der Physik des 21. Jahrhunderts bezeichnet worden, der zufällig bereits im 20. Jahrhundert aufgetaucht ist. Mit anderen Worten: Sie ist noch nicht ganz fertig. Trotz aller Unsicherheiten -- "String-Theoretiker suchen nach ungefähren Lösungen für ungefähre Gleichungen" -- gibt Greene eine Tour d'String, die auch wissenschaftlichen Ansprüchen standhält.Obwohl Ed Witten vom Institute for Advanced Study in vielerlei Hinsicht der menschliche Held von Das elegante Universum ist, ist dies keine Geschichte über die menschliche Seite der Physik. Greene konzentriert sich auf die Wissenschaft und vermittelt Nicht-Fachleuten zumindest den Eindruck, zu verstehen -- oder eine Ahnung von alldem, was man nicht weiß. Und dies ist bekanntlich ja der erste Schritt zum Wissen... --Mary Ellen Curtis
Kundenrezensionen zu 'Das elegante Universum: Superstrings, verborgene Dimensionen und die Suche nach der Weltformel'
Wird der LHC in Genf diese Stringtheorie bestätigen? (18. Oktober 2008)
Gewöhnlich nimmt man an, dass die fundamentalen Bausteine des Universums Elementarteilchen sind. Im Gegensatz dazu steht die Stringtheorie. In dieser sollen die fundamentalen Bausteine, aus denen sich die Welt zusammensetzt, vibrierende eindimensionale Objekte, nämlich Strings (engl.für Saite) sein. Die Strings sollen allerdings so winzig sein, dass sie im Gegensatz zu den Elementarteilchen praktisch niemals direkt nachgewiesen werden können. Alle Experimente, auch die am LHC in Genf, werden deshalb höchstens Indizien für Strings liefern können.Brian Green beschreibt im 'eleganten Universum' zunächst das bisherige Dilemma von Raum, Zeit und Quanten. Anschließend entwickelt er als Lösung des Dilemmas die Grundlagen der Superstringtheorie und erklärt, was das Wort 'Super' in Superstrings bedeuten soll. Danach diskutiert er die Folgen der Theorie für die Beschaffenheit der Raumzeit. Im den letzten Kapitel kommt er zu der Ansicht, daß die Stringtheorie möglicherweise nur ein, wenn auch wichtiger Schritt, auf dem Weg zur Weltformel ist.
Das Buch fängt an mit Beschreibungen des aktuellen Stands der Quantenphysik und der Relativitätstheorie an, die auch für den fachlich wenig vorgebildeten Leser leicht verständlich sind. Zunehmend wird diese Verständnisfähigkeit strapaziert durch immer seltsamere Beschreibungen von den Dingen, die unsere Welt zusammenhalten sollen. Am Schluß geht das Verständnis über in eine Art Glauben nach dem Motto: "Brian Green wird schon wissen, wovon er schreibt."
Die ganze Stringtheorie fußt auf der Annahme, dass der fundamentale Baustein des Universums eindimensionale Strings sein sollen. Sollte sich diese Annahme nicht bestätigen, sondern womöglich Bewusstsein der fundamentale Baustein sein von allem was existiert, wie zunehmend auch Physiker meinen, dann wäre die Stringtheorie hinfällig und wir müssten uns mit einem ganz anderen Bild von der Realität vertraut machen (siehe hierzu Unsterbliches Bewusstsein: Raumzeit-Phänomene, Beweise und Visionen).
Dennoch gebe ich für Greenes Werk die volle Punktzahl für die Darstellung der Stringtheorie, weil ich bisher noch keine andere gefunden habe, die mir besser erscheint.
Viel Lärm um .... (2. September 2008)
Die meiste Zeit redet der Autor um den heißen Brei herum. Komische Vergleiche werden bemüht, aber wenn er zum eigentlichen Kern der Stringtheorie kommt fasst er sich sehr kurz und es fehlen die Zusammenhänge. Vielleicht gibt es die sogar, aber sie sind so von allerlei nebensächlichen Gelaber umsponnen, dass man zwischendurch leicht den Faden verlieren kann. Mindestens die Hälfte seiner Ausführungen hätte der Autor einsparen können, denn sie haben nur im weiteren Sinne mit der Stringtheorie zu tun.Für die ersten Kapitel über Relativitäts- und Quantentheorie gibt es bessere Bücher.
Was habe ich da eigentlich gelesen ? (22. Februar 2008)
Ja, ich weiß, was; "Das elegante Universum" - ein Buch, welches uns die Geheimnisse des Universums erklären will. Schon klar ... nur ...Ich begann also zu lesen; eingedenk des Wissens, wie sich solche Bücher aufbauen, kämpfe ich mich durch die erste Hälfte des Buches, dann beginne ich Abschnitte zu überspringen. Und dann - bin ich endlich durch.
Mein Eindruck, der sich irgendwann einstellte, blieb bestehen bis zum bitteren Ende; irgendwie hatte ich das Gefühl, der Autor bewegt sich durch das Thema nach dem "Zwei Schritte vor, einer zurück" - Modus.
Viele Erklärungen, um folgende Erklärungen zu erklären, was immer öfter zu zähen Textstellen führte.
Letztendlich wurde das alles zu theoretisch, und die Lösung in Hinsicht Verständnis und praxisnahe Möglichkeiten blieb aus. Für mich bewegte sich das Buch im Mittelfeld; wahrscheinlich zu laienhaft, um echte Profis begeistern zu können, aber doch zu trocken und ausschweifend, um den interessierten Laien fesseln zu können (wie mich).
Ich würde das Buch etwa in der Mitte ansiedeln, als begleitendes Werk für Physikstudenten, die ab und zu ein paar "lockere" Anmerkungen lesen wollen.
Mir kommt es so vor, als sei das Buch für beide Enden dieser Leine, den Profi und den Laien, ungeeignet.
Hawkings Bücher "Eine Geschichte der Zeit", welches gut zu lesen und zu verstehen war, sowie "Das Universum in der Nußschale", welches schon verdammt tricky daher kam und einem die Gehirnwindungen gerade zu biegen versuchte, waren da eindringlicher und verständlicher und vor allem fesselnder - für mich.
Bei Greenes Buch fehlte da was ... ich kann nicht sagen, daß es schlecht war, oder gut, es war ... sowas, daher eine 3.
Top Buch für interessierte Laien! (13. Januar 2008)
Um "Das elegante Universum" zu lesen und zu verstehen, bedarf es nicht an Vorwissen. In den ersten Kapiteln erläutert Greene die Grundlagen (Teilchen, Relativitätstheorie, Quantenmechanik) und stellt die Probleme bei ihrere Vereinigung dar. Der Rest des Buchs handelt dann von der Stringtheorie.Greene erläutert alle Fakten an leicht zu verstehenden und nachzuvollziehenden Beispielen, jedoch muss sich der Leser ab und zu mit einer nicht erklärten Tatsache abfinden, da eine Erklärung zu kompliziert wäre. Teilweise behandelt dieses Buch die Stringtheorie etwas oberflächlich, was für Laien perfekt ist, nicht aber für schon vorgebildete Leser, die gerne etwas tiefer in die Materie einsteigen würden (deshalb "nur" 4 Sterne).
Insgesamt ist "Das elegante Universum" ein sehr schönes, meist leicht zu lesendes Buch, das besonders für interessierte Laien geeignet ist!
Peinlichkeiten im Weltraum (10. Dezember 2007)
Ich habe mich schon gequält mit diesem Buch. Nicht weil der Inhalt so unverständlich gewesen wäre. Doch die uneleganten, würdelosen Beispiele, die Brian Greene benutzt (Hänsel und Gretel tun dies, Hänsel und Gretel tun das, Hänsel und Gretel schweben in Raumanzügen durchs Weltall), haben mir die Lesefreude an einem so spannenden Thema erheblich gemindert.Das Buch ist im Grunde sehr informativ und umfassend und ich verstehe, dass der Autor mit seiner flapsigen Art unterhaltsam und anschaulich sein wollte, aber ich fand es unnötig anstrengend und auch irgendwie seiner Glaubwürdigkeit abträglich, beim Lesen ständig über Kalauer für Kinder steigen zu müssen. Es gibt gute populärwissenschaftliche Literatur, die Thema und Leser ernstnimmt und trotzdem absolut verständlich ist (z.B. Brigitte Röthleins 'Schrödingers Katze' zum Thema Quantenmechanik).
Deshalb nur drei Sterne. Setzen.


