Bhagavadgita: Der Gesang Gottes. Eine zeitgemäße Version für westliche Leser

Verkaufsrang: 42131 (Bücher)
Autor: Jack Hawley
Taschenbuch
EAN: 9783442216079
ISBN: 3442216079
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Seitenzahl: 255
Erscheinungsdatum: 19. September 2007
Verlag: Goldmann
von: Peter Kobbe (Übersetzer)
Preis: EUR 8,90

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Kundenrezensionen zu 'Bhagavadgita: Der Gesang Gottes. Eine zeitgemäße Version für westliche Leser'

Zeitlose Wahrheit (14. März 2008)

Die Bhagavadgita ist eine der zentralen Schriften des Hinduismus. Sie besteht aus drei Teilen von je 6 Kapiteln.
1. Teil: Erkennen des wahren inneren Selbst und selbstloses Handeln.
2. Teil: Das wahre Wesen Gottes.
3. Teil: Hier und jetzt Befreiung erlangen.
Die Bhagavadgita schlägt nicht vor, sich aus der Welt zurückzuziehen, um in einer entlegenen Höhle zu meditieren. Sie ist vielmehr eine Ratgeberin, mit deren Hilfe man hier und jetzt ein spirituelles Leben führen und dabei zugleich ganz aktiv in der Welt verbleiben kann. Beim Lesen pendelt man hin und her zwischen dem Weltlichen und dem Spirituellen, um dabei eine Brücke zu schlagen zwischen dem Erlangen von Erkenntnissen und deren Anwendung in der heutigen Welt.
Die ganze Schrift ist ein Dialog zwischen Krishna (Avatar, Gott) und seinem Freund Arjuna, einem Prinzen, der in den Krieg ziehen soll, aber mutlos ist. Krishna probiert, Arjuna zu überzeugen, dass er kämpfen muss, wobei der Leser bald merkt, dass der Krieg metaphorisch zu verstehen ist: als eine innere Schlacht mit den eigenen inneren "Dämonen". Wir erfahren, dass unsere wirklichen Feinde nicht draussen, sondern in unserem Inneren sind: unser Verlangen, unser Zorn und alle unsere Begierden; sie gilt es zu bekämpfen.
Diese Version der Bhagavadgita ist sehr angenehm zu lesen, da sie in Prosa verfasst und somit für westliche Leser leichter verständlich ist; die Sprache ist aber trotzdem poetisch geblieben.

Tiefe Weisheit, nervige Wiederholungen (19. Februar 2007)

Nach mehreren Tagen wiederholter Versuche, sich doch bis zum Ende durchzuquälen, habe ich es gestern aufgegeben. Dabei ist die Gita sicherlich ein Buch tiefer Weisheit, indem es sich zu lesen lohnt. Sie ist ein Ausschnitt aus dem Mahabharata-Epos. Es wird beschrieben, wie der Prinz Arjuna auf dem Schlachtfeld zwischen Fronten steht und unsicher ist, ob er mit dem Krieg richtig handelt. Daraufhin gibt sich sein langjähriger
Freunde, Krishna, als die Inkarnation der letzten Wirklichkeit (Brahman) zu erkennen. Krishna unterrichtet Arjuna über die Beschaffenheit des Seins und den Sinn des Lebens (faszinierende Vorstellung !). Als Anhänger chinesischer Philosophie erinnern mich die Lehren Krishnas sehr an den Daoismus, allerdings ist die Sprache der Gita weniger mystisch. Problem: ich weiß nicht, ob es an dieser Umsetzung liegt oder ob die Gita generell so beschaffen ist: ab einem gewissen Punkt gibt es fast nur noch
Wiederholungen und nachdem man sich zum hundertsten Male angehört hat "Ich bin der Herr. Opfere alle Handlungen mir" nervt es einfach nur noch. Auch die ständige Erwähnung von "Gott" und "Herr" (bestimmt 5x pro Seite) und damit die ständige Personifizierung des Transzendenten passt für mich nicht. Der philosophische Inhalt geht weit darüber hinaus - der Text wird dem nicht gerecht. Vielleicht ist es in einer näher am Text orientierten Übersetzung besser...?

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