Kundenrezensionen zu 'Wer bin ich - und wenn ja wie viele?: Eine philosophische Reise'
Unreif (4. Dezember 2008)
Die Rezeption des Buches durch die Medien, und letztlich auch durch die Käufer, ist das eigentlich verwunderliche an diesem Buch.Precht nimmt ein einfaches Rezept: ein bißchen Philosophiegeschichte, ala Wikipedia, ein bißchen Populärwissenschaft zu aktuellen Themen (Pränataldiagnostik, künstliche Befruchtung etc.) und vor dem Zeitgeist brav katzbuckelnde "Fragen" - die er sich noch nicht einmal zu beantworten scheut. Spirituelle Lehren, wie etwa den Buddhismus, tut Precht als "wohl doch nicht so geeignet" ab - nur um die (offensichtlich nicht verstandenen Kerngedanken) ein paar Seiten später zu loben.
Was fasziniert nun die Käufer daran? Nun, wahrscheinlich gerade das. Mainstreamkonsumenten kommen voll auf ihre Kosten. Nichts an dem Buch ist neu, originell oder gar wichtig. Der Leser wird weder ge- noch überfordert. Wer gefordert werden will, kann sich mal daran versuchen: Spirituelle Dissonanz: Wie mensch erwachsen wird oder daran: Eine neue Erde: Bewusstseinssprung anstelle von Selbstzerstörung
Mäßig (26. November 2008)
Eher enttäuschendes Hörbuch. Das Buch hält nicht, was der intelligente Titel verspricht. Hörenswert ist max. CD Nr. 3, auf der man ein paar neue, interessante Gedanken finden konnte. CD 1 und 2 enthalten nichts anderes als "die Geschichte der Philosophie", diese gibt es aber schon in besseren Varianten (z.B. die Reihe "Große Denker").Unterhaltsamer Rundumschlag (20. November 2008)
Das eines der Bücher, die so einmal eine ganze Reise durch die Vergangenheit und Disziplinen macht.Ich bin nur ein Viertelwissender, also ist für mich ein Halbwissen schon eine Steigerung. Nun, es mag argumentativere Bücher geben oder unterhaltsamere. Aber es ist halt einfach, verständlich und locker geschrieben, dass es mir recht viel Spaß machte, es zu lesen. Das Ende wirkt banal. Aber wahrscheinlich genauso banal wie das Leben selbst.
Der Titel ist leider das beste (16. November 2008)
Angelockt durch den witzigen Titel habe ich mir das Buch spontan gekauft, aber ehrlich gesagt nicht zu Ende gelesen. Wer sich ein bißchen auskennt mit philosophischen und naturwissenschaftlichen Fragen, langweilt sich ab der ersten Seite. Und wer sich weniger auskennt, sollte besser Sofies Welt lesen. Das ist um Längen geistreicher und vor allem unterhaltsamer geschrieben. An diesem Werk dagegen ist der Titel das Witzigste, und der stammt nicht einmal von dem Autor selbst, wie er ehrlicherweise gleich am Anfang zugibt. Alles andere ist weder interessant geschrieben noch originell. Ich weiß jetzt immer noch nicht,wer ich bin, sondern nur, wieviel Geld ich für das Werk ausgegeben habe. Beim Aufräumen habe ich es gleich wieder entsorgt. Den einen Stern gebe ich für den immerhin löblichen Versuch, den anderen dafür, dass wenigstens kein Quatsch drinsteht.Philisophische Reise durch eine interessante Welt voller Fragen! (9. November 2008)
Der Titel ist mir schon lange ins Auge gefallen, da ich ihn echt sehr witzig und originell finde. Normalerweise befasse ich mich nicht mit dem Thema Philosophie und nachdem ich "Sofies Welt" von Jostein Gaarder gelesen habe, dachte ich, dass ich nicht unbedingt weitere Bücher darüber lesen würde. Zwar fand ich auch Sofies Welt schön und die Geschichte hat einen positiven Eindruck bei mir hinterlassen, aber es konnte mich nicht ganz für dieses Thema gewinnen. Und was Gaarder wohl anregen, aber nicht vertiefen konnte, hat Precht nun geschafft. Er konnte mich mit "Wer bin ich und wenn ja, wie viele" richtig für die Philosophie begeistern und interessieren. Mit den vielen bekannten Philosophen und ihren "infrage stellen", wurde ich sehr zum Nachdenken angeregt und einiges werde ich wohl nun auch mit anderen Augen betrachten. Deswegen ist dies auch ein wertvolles Buch für mich geworden, eben weil dieses Fragen stellen echt Bedeutung bekommen hat, da ich persönlich (und da werde ich nicht die Einzige sein) vieles als normal und natürlich ansehe, ohne es zu hinterfragen.Außerdem ist dieses Buch fesselnd geschrieben und sehr interessant. Nie erschien es mir langweilig oder gab mir das Gefühl, an dieser Stelle hätte es kürzer sein können. Dabei wird hier keine Geschichte erzählt, sondern hier wird fast nur auf die Philosophie eingegangen. Aber auch andere Bereiche werden mit der Philosophie verbunden, wie Soziologie, Biologie, Psychologie, Theologie und Forschung, wobei der Autor immer verständlich bleibt. Ganz besonders geht er auf das Thema Hirnforschung ein und wirft auch auf diesem Gebiet viele Fragen auf, über die ich nie nachgedacht hätte, obwohl es sehr beeindrucknd auf mich gewirkt hat.
Über bekannte Philosophen werden kurze Biografien eingebaut, welche meistens ein neues Kapitel einleitet, wie z.b. von Nietzsche, Descartes, Mach, Wittgenstein, Kandel, Schopenhauer, um nur einige bekannte zu nennen. Dabei hat Precht es geschafft, ein gutes Bild von ihrer Arbeit und ihrem Leben zu schaffen. Der Bekanntheitsgrad dieser Personen, bereicherte dieses Buch und es war informativ und lehrreich.
Fragen, Antworten, Denken, Wahrnehmung, Wirklichkeit, Logik, Moral, Sinn, Verstand, Theorien sind z.B. einige Stichworte, mit dem sich dieses Buch befasst. Fragen wie "Woher weiß ich, wer ich bin?", "Was kann ich wissen?", "Kann ich wollen, was ich will?", "Was darf ich hoffen?", "Hat das Leben einen Sinn?" und noch viele weitere werden hier ausführlich behandelt.
Der Anhang beinhaltet ein Literaturverzeichnis, welches zugrunde gelgte, zitierte, vertiefende und weiterführende Literatur zu den behandelten Fragen enthält. Dies kann den interessierten Leser behilflich sein, wenn er weitere Bücher über die Philosophie lesen möchte. Das hat Precht sehr übersichtlich und für jedes Kapitel extra gemacht, so dass man sofort weiß, welche Literatur für welches Thema und über welche Philosophen die richtige ist. Außerdem enthält das Buch ein überschaubares, alphabetisch geordnetes Personenregister, wo man nachsehen kann, wo diese Personen vorgekommen sind. Ich kann dieses Buch absolut weiter empfehlen, da ich auf lehrreiche Weise sehr gut unerhalten wurde.




