Aus der Amazon.de-Redaktion
Diana Gabaldon, geboren 1952, ist Amerikanerin und lebt im Südwesten der USA. Mit ihrem Outlander-Zyklus hat sie sich eine ähnliche große und begeisterte Angängerschaft erworben, wie beispielsweise Robert Jordan mit seinem Zyklus Das Rad der Zeit.Zu ihren vier Büchern um das schottische Hochland gehören Feuer und Stein, Die geliehene Zeit und Der Ruf der Trommeln. Demnach dürfte Ferne Ufer der 3. Band sein, eine Tatsache, die aber nirgendwo erwähnt wird.
Der Outlander-Zyklus ist eine Abenteurgeschichte, die auf einem Zeitrutsch basiert: Die Heldin Claire Randall, eine Krankenschwester, verschlägt es vom Ende des 2. Weltkriegs in das Jahr 1743, ins schottische Hochland - sie geht durch einen magischen Steinkreis hindurch. Dort verliebt sie sich in den schneidigen Clanführer Jamie Fraser. Fraser ist ein Anhänger von Bonnie Prince Charlie und beteiligt sich an der glücklosen Jakobiter-Rebellion, die den schottischen Thron von den Engländern zurückholen will. Im zweiten Band kehrt Claire zu Jamie zurück, der aber, wie sie glaubt, in der verlorenen Schlacht von Culloden 1746 stirbt. Er schickt sie am Vorabend der Schlacht in ihre Zeit zurück. In diesem, dem dritten Band, kehrt Claire in das 20. Jahrhundert, zu ihrem Gatten zurück -- schwanger mit Frasers Kind. Es ist ihr jedoch unmöglich, Jamie zu vergessen. Als die gemeinsame Tochter Brianna 20 Jahre alt und gut versorgt ist, kehrt Claire, nunmehr Ärztin, mit einem winzigen Fünkchen Hoffnung wieder ins Schottland des 18. Jahrhunderts zurück. Und tatsächlich findet sie Jamie - lebend! Nach der Schlacht von Culloden hatte sich Fraser in eine Höhle nahe seinen Ländereien zurückgezogen. Doch nach Jahren des Versteckens und Hungerns (und fast völliger sexueller Enthaltsamkeit!) hatte er sich den Engländern gestellt, die ihn ins Gefängnis steckten, bis er 1766 schließlich ausbrach.
Doch die Liebe über Zeit und Raum hinweg bleibt nicht lange ungestört. Denn er hat sein Ziel, die Unabhängigkeit Schottlands wiederzugewinnen, nicht aus den Augen verloren. Er wird wegen Hochverrats gesucht, und so bleibt ihnen nur die Flucht - vor königlichen Henkern, korrupten Richtern und eifersüchtigen Frauen. Schließlich liegt der Aufbruch zu fernen Ufern vor ihnen: in die englischen Kolonien in der Karibik -- Westindien. Das Buch endet mit einem haarsträubenden Schiffbruch vor den amerikanischen Kolonien. Dort spielt der vierte Band, Der Ruf der Trommeln. Der fünfte Band soll Fiery Cross heißen.
Fazit:Gabaldon läßt in der Schilderung von Jamie Fraser jedes Frauenherz höher schlagen: Abenteuer, Romantik, Liebe und Erotik winken! Es handelt sich sozusagen um die weibliche Version von Noah Gordons Bestseller Der Medicus, Zeitreise inklusive.
Ferne Ufer ist eine mitreißende Mischung aus historischer Romanze, Zeitreiseroman und Dickensianischem Zeitpanorama. Hier wurde sauber und intensiv darüber recherchiert, wie es damals zuging. In der Tat wird der Dickens-Touch so weit getrieben, daß die Hauptfiguren der Vorgängerbände wieder auftauchen und so sämtliche lose Enden zu einem vernünftigen Schluß gebracht werden können. Was aber an Daniel Defoe (Robinson Crusoe) erinnert, sind die in allzu unmotivierter Reihenfolge über das Liebespaar hereinbrechenden Katastrophen: Piraten, Schiffbruch - alles was gut und teuer ist. Hauptsache, es unterhält! Und warum müssen die zwei Helden überhaupt nach Amerika? Es trifft sich gut, daß sie nicht nur vor den britischen Behörden in der Karibik fliehen müssen, sondern daß sich im gelobten Land Amerika auch ein Großteil der Leserschaft der Autorin befindet. Wetten, daß sich Jamie am Unabhängigkeitskrieg beteiligen wird? Ist ja wohl Ehrensache, oder?
Gabaldon ist sich als erfolgreiche Autorin durchaus bewußt, was für ein Genre sie schreibt. Deshalb kann sie sich ironisch auch ab und zu selbst auf die Schippe nehmen. Ferne Ufer ist wohl der humorvollste Band des Zyklus bislang. Stören könnte lediglich der Eindruck, daß Claire, die Heldin, sich im Gegensatz zu den Vorgängerbänden so passiv und konventionell verhält - hat da jemand Zensor gespielt? --Michael Matzer
Kundenrezensionen zu 'Ferne Ufer: Band 3 der Highland-Saga'
Noch immer gut, aber etwas schleppender als die Vorgänger.. (13. April 2008)
Von Teil 1 und 2 war ich dermaßen begeistert, dass es für mich selbstverständlich mir, mir im Anschluss auch sofort den dritten Teil der Geschichte zu besorgen und wie auch bei den Vorgängern gelang es Diana Gabaldon, mich bereits mit den ersten paar gelesenen Seiten vollkommen zu fesseln. Was sehr gut begann, wurde aber mit der Zeit etwas zäh und schleppend; ab und an hat man den Eindruck, die Autorin hätte dringend den Umfang des Buches "füllen" müssen und die Handlung wirkt leider an manchen Stellen etwas gestreckt und langatmig. Nicht 5 Sterne, wie die beiden Vorgänger, aber noch immer absolut empfehlenswert und für Fans der Highland-Saga ohnehin ein Muß.kann nicht mit den beiden Vorgängern mithalten (27. Februar 2008)
Schade, schade. Hatte mich sehr auf die Fortsetzung der Saga gefreut aber beim Lesen dieses Buches hatte ich das Gefühl, dass die Autorin unbedingt die 1000 Seiten voll bekommen wollte. Der erste Teil des Buches hat mir noch gut gefallen aber dann verschlägt es Claire und Jamie in die Karibik und sie erleben haarsträubende Abenteuer. Langsam nervt es auch, dass ständig einer von beiden an der Schwelle des Todes ist, dann aber doch - oh Wunder - gerettet wird und überlebt. Zum Schluss fand ich die Erzählung auch nicht mehr wirklich spannend und bin der Meinung dass es 600-700 Seiten auch getan hätten. Was mir gefallen hat ist der rote Faden, denn Personen und Geschehnisse der ersten Bände tauchen immer wieder auf. Jedoch werde ich mir überlegen, ob ich noch weiterlese, denn das Ende des Bandes lässt nicht darauf hoffen, dass die Geschichte allzubald in Schottland weiterspielen wird und dass ist ja eigentlich das, was die Geschichte ausmacht.hm ja, war o.k. aber etwas .... (23. Februar 2008)
viel was ausgerechnet Claire und Jamie so alles passiert.Irgendwo Typhus im Angebot ? Claire kann helfen.
Eine Schussverletzung ? Claire wird es richten.
Hilflos am Ertrinken ? Jamie kommt.
Allein unter Zombies / Kannibalen ? Jamie kommt.
Es liest sich flüssig und schön, aber man darf sein Gehirn nicht wirklich einschalten. O.k. die Zeitreise an sich ist utopisch, aber hätte man dann nicht bei dem machbaren bleiben können ?
Nicht falsch verstehen, man kann es lesen, insbesondere wenn man krank ist, oder Urlaub hat. Und ich werde auch die nächsten beiden Bände kaufen, aber hauptsächlich der tiefen Gefühle und der heissen Sexszenen wegen.
Ordentliche Urlaubs- oder Krankenlektüre, sonst nichts.
Die große Liebe zwanzig Jahre später (17. November 2007)
Ich bin großer Fan der Geschichte um Jamie und Claire und habe die wahrscheinlich typischen Stufen der Fanhysterie durchgemacht:"Feuer und Stein" habe ich innerhalb zwei schlafloser Tage gelesen, an denen ich für niemanden zu sprechen war; dann verspürte ich plötzlich eine seltsame Besessenheit für Schottland und interessierte mich fanatisch für schottische Geschichte. "Die geliehene Zeit" war recht abenteuerlich. Allerdings stehen hier nicht die (wunderschöne) Liebesgeschichte, sondern alle Ereignisse rund um die Verhinderung des Aufstandes von Culloden im Vordergrund. Das Ende ist so dramatisch, dass ich eigentlich gar nicht weiterlesen wollte (Ich brauche doch Harmonie).
Zum Inhalt:
Claire findet heraus, dass Jamie nicht bei der Schlacht von Culloden gestorben ist und kehrt nach zwanzig Jahren der Trennung zu ihm zurück. Er lebt mittlerweile als alkoholschmuggelnder Drucker in Edinburgh. Nach einigen Verwicklungen geht es auf der Jagd nach Jamies, von Piraten entführten, Neffen Ian auf dem Seeweg in die Karibik.
"Ferne Ufer" gefiel mir zunächst gar nicht so recht, da die langen Jahre, die beide Liebenden ohne den anderen verbringen, auf unendlich vielen Seiten beschrieben stehen. Zum ersten Mal werden auch Passagen aus Jamies Sicht erzählt, was ich sehr nett fand. Auf einige Abenteuergeschichten oder Charaktere (Mr. Willoughby) hätte Frau Gabaldon getrost verzichten können. Alles in allem reiht sich nach der Vereinigung von Jamie und Claire ein Abenteuer an das andere. Was mich enttäuscht hat, ist die Tatsache, dass Jamie doch zu sehr als Übermensch dargestellt wird. Situationen, die unter normalen Umständen zum Tode führen würden, werden von ihm (als Retter oder Opfer) mit Bravour gemeistert.
Fazit: nett, aber kein Vergleich zu "Feuer und Stein "
Mittelmäßig (6. November 2007)
Nach den ersten beiden Teilen konnte ich es kaum erwarten Band 3 zu lesen.Dieser fängt auch sehr gut an. Claire kehrt zurück in die Vergangenheit. Die Spannung ist enorm. Doch dann fängt das Buch an dahinzuplätschern. Stattt einer spannenden Suche nach Jamie findet sie ihn sofort. Die ganze Spannung und Romantik ist etwa bei Seite 400 dahin (Das Buch hat ca. 1100 Seiten). Daraufhin wird das Buch mittelmäßig bis schlecht.
Und ich werde auch mit Sicherheit Buch Nr. 4 nicht mehr lesen. Schade, denn es fing alles so gut an.



