Kundenrezensionen zu 'Lautlos'
Fremdwörter, Fremdwörter - genug davon auf jeder Seite... (7. Oktober 2008)
Ich habe leider den Fehler gemacht und "Tod und Teufel", "Der Schwarm" und "Mordshunger" vorher zu lesen.Vielleicht war es aber auch kein Fehler, denn sonst hätte ich mir die vorgenannten Bücher vielleicht nicht besorgt!
Die Story ist schon spannend, allerdings etwas zu detailliert geschrieben. Auch ich habe - wie schon von anderen Lesern erwähnt - ca. 150 Seiten lesen müssen, um in die Geschichte hinein zu finden. Allerdings muss ich zugeben, dass ich dann natürlich wissen wollte, wie es weiter geht (Leseratten tun ja so was...)
Was mich an diesem Buch außerordentlich gestört hat, war die Vielfalt der Fremdwörter (ich schätze mal im Durchschnitt mindestens 3 auf jeder Seite). Ich habe den Inhalt des Geschriebenen durchaus verstanden, an Intelligenz mangelt es mir nicht, aber das Buch war eben nicht leicht zu lesen.
Schätzing hat es doch eigentlich nicht nötig, den "Schlaumeier" raus hängen zu lassen. Er ist ein genialer Schriftsteller mit außerodentlichem Talent...
Fazit: Wer also anspruchsvolle Lektüre sucht, die nicht unbedingt entspannt, liegt mit der Anschaffung dieses Buches duchaus richtig.
Nicht wirklich zu empfehlen! (19. August 2008)
Nach der Lektür des wirklich guten Buches "Der Schwarm" war ich auf die anderen Werke von F. Schätzing gespannt und habe eine ebenso gute Unterhaltung erwartet. Leider war dies nicht der Fall.Die Geschichte ist recht dünn. Schnell durchsteigt man die Handlung, die Figuren sind einfach und sehr stereotyp gestaltet. Das Ende ist bereits nach 40 Seiten klar und wartet auch mit keinen Überraschungen mehr auf.
Enzig interessant sind am Anfang des Buches die Überlegungen des Autors zum Balkankonflikt in den 90ger Jahren des letzten Jahrhunderts. Diese sind originell und haben Tiefe. Zum Plot: Ein serbischer Führer will sich an Westeuropa und den USA rächen und plant "Den Anschlag" schlechthin. Dazu wird eine geniale Killerin beauftragt. Just in dem Moment, wo der Racheplan umgesetzt werden soll, tritt ein eingenwilliger und genialer irischer Physiker auf den Plan. Wie es weitergeht will ich hier nicht verraten aber man kann es sich denken!
Aus dem Gesagten leiten sich aus meiner Sicht mehrere Empfehlungen ab:
Wer gute Unterhaltung erwartet sollte sich das Buch aus der Bibliothek ausleihen oder sehr günstig hier bei AMAZON erwerben. So bleibt die Enttäuschung über eine Fehlinvestition eher gering.
Wer vom Schwarm gefessselt war und mehr von Schätzing möchte, sollte dieses Buch als Studie zum Schwarm lesen und nach bekannten Charakteren und Motiven suchen. Also ein eher sportliches Unterfangen, was aber auch Spass machen kann.
Allen anderen sei an dieser Stelle Stig Larrsson empfohlen! Das ist DIE Vorlage für die Verbindung von toller Story, interessanten Charakteren und Spannung pur mit tollen Hintergrundinformationen!
Ich fand "Lautlos" super! (7. August 2008)
Mir hat dieses Buch super gefallen. Die ersten verschiedenen Schauplätze, die sich dann in einem Zusammenhang finden, sind hervorragend beschrieben, der Autor greift immer wieder auch aktuelle Konflikte auf, die die Politik beschäftigen. Der Schluss ist nicht vorhersehbar und bei den letzten 150 Seiten konnte ich das Buch nicht aus der Hand legen. Das Thema G8-Gipfel, US-Präsident sprach mich anfangs nicht sonderlich an, jedoch hat es Schätzing geschaftt, dass ich hineingenommen wurde und nicht mehr aufhören konnte zu lesen. Das Buch ist absolut empfehlenswert!Fängt schwach an, läßt dann aber wider erwarten stark nach (3. Juli 2008)
Das ist ein Buch für Leute, die unter Schlafstörungen leiden. HIER WIRD IHNEN GEHOLFEN !!! Wer ein Buch wie "Der Schwarm " oder Tod und Teufel " oder " Mordshunger " erwartet, wird schwer enttäuscht. Das Buch umfasst 700 Seiten, bei denen man versucht ist mindestens 400 Seiten " quer " zu lesen , verzweifelt auf der Suche nach Handlung. was man aber statt dessen findet, sind jede Menge Klischees, Politgeschwafel und Beziehungsdramen ( Rosamunde Pilcher läßt grüßen ). Das war für mich der Schwanengesang von Schätzing. Ein weiteres Buch von diesem Autor kommt mir nicht ins Bücherregal !!!!Der Schwarm, nur andersherum.. (30. Juni 2008)
Dieses Buch lebt nicht von der Handlung. Die ist genau genommen sogar ziemlich simpel gestrickt, auf den ersten Blick. Ein Anschlag auf den Präsidenten der Vereinigten Staaten. Viele werden sich jetzt vielleicht gelangweilt abwenden, aber zu unrecht. Denn wie der Anschlag von statten gehen soll ist schon ziemlich pfiffig ausgedacht und mir weder in Büchern noch in Filmen schon mal untergekommen. Wie gesagt, es lebt nicht von der Handlung, sondern von dem genialen, dauerbetrunkenen Protagonisten den Schätzing hier gekonnt in Szene setzt, wobei er ihn herrlich unterhaltsam über sämtliche Whisky Sorten die die schottischen Highlands hergeben und über diese noch hinaus, sinnieren lässt. Allerdings baut er für meinen Geschmack immer wieder einen etwas zu ernst gemeinten politischen Hintergrund ein für den man etwas Ausdauer braucht. Dafür belohnen einen die fast schon zum Lachen komischen Dialoge seiner farbenfroh gezeichneten Charaktere.Für mich persönlich der wohl gelungenste Schätzing. Denn im Gegensatz zu seinem, von der Allgemeinheit in den Himmel gehobenen Roman "Der Schwarm", verfügt dieses Buch über den lebenswichtigen Fingerzeig des Augenzwinkerns. Der macht einem von Anfang an klar, das man es hier mit einem Hauptprotagonisten zutun hat, der sobald er mal nüchtern ist, sehr wohl in die Fussstapfen eines jungen Sean Connerys in der Rolle des James Bond hätte treten können. Somit verzeiht man ihm auch den mittlerweile für Schätzing schon "normal gewordenen Wahnsinn" am Ende der Geschichte. Also ohne spektakuläre Actionfeuerwerke scheint es dieser Autor nicht mehr zu schaffen einen Roman zu beenden. Wie dem auch sei, mir ist diese prächtig gelungene Hauptfigur so richtig ans Herz gewachsen während des Lesens und ich habe meinen Spass mit diesem etwas zu lang geratenen Buch gehabt. Es gibt die von mir für Schätzing typischen 3 Sterne da ich immer noch glaube das dieser, durch den veranstalteten Medienrummel völlig überschätzte Autor noch viel zu lernen hat, was den Schluss eines Buches angeht.

