Kundenrezensionen zu 'Das Grab im Wald'
EINFACH NUR NERVEND (6. November 2008)
Wieder bin ich auf einen Klappentext herein gefallen.Wer bitte hat Coben gesagt, er hätte das Zeug zum Krimiautor.Sein Schreibstil ist nicht besonders sondern einfach nur nervend.Wenn man den Leser verwirren will um zu erreichen das er voller Spannung das Buch nicht aus der Hand legt, so ist dies H.Coben total misslungen.Ein Durcheinander und sinnlose Ergüße über Nebensächlichkeiten machen für mich keinen spannungsgeladenen Krimi aus.Er sollte mal bei Fitzek in die Lehre gehen.Fazit: ein Buch was die Welt nicht braucht.
Spannende Unterhaltung vom Feinsten (1. November 2008)
Obwohl der Titel sich doch etwas Gewöhnungsbedürftig anhört (im Original: "The Woods", warum dann nicht "Die Wälder" ?), ist die Geschichte wirklich vom Feinsten. Zur Einordung: Man kann bei dem Roman, meiner Meinung nach, nicht wirklich von einem "Thriller" reden. Der Schwerpunkt der Handlung liegt v.a. auf der Aufklärung eines Verbrechens von vor zwanzig Jahren. Klassische Thillerelemente findet man eigentlich nur während des Höhepunktes. Ich würde den Roman eher als Kriminalroman oder vielleicht noch als Kriminalthriller bezeichnen.Im Gegensatz zu vielen Titeln, die heute den Markt überschwemmen, haben wir es hier als nicht mit einem "0815-Serienkiller-Thriller" zu tun, sondern mit einer Geschichte mit Substanz und Verstand. Cobens Schreibstil ist angenehm und auf hohem Unterhaltungsniveau. Die Story fesselte mich von Anfang an und hielt bis zum Ende die Spannung bei. Die Charaktere sind glaubwürdig und v.a. der Protagonist ansprechend und überzeugend. Es ist wirklich eine Geschichte, in die man sich gut hineinversetzen kann. Coben erfindet zwar nichts neu, aber er schafft es, auf gelungenste Weise, verschiedene Teile der Geschichte zusammenlaufen zu lassen.und lässt die tragische Vergangenheit der Hauptcharaktere wiederauferstehen. Auch sarkastischer Humor kommt dabei nicht zu kurz.
Sehr spannender Thriller (22. Oktober 2008)
4 Jugendliche verschwinden aus einem Feriencamp. 2 von Ihnen werden ermordet aufgefunden, 2 von Ihnen bleiben verschwunden. Der Vorfall stürzt die betroffenen Familien und die Familie des Campbesitzers in tiefe Not. Viele Jahre später treffen die Beteiligten unfreiwillig wieder aufeinander.Das ist mein erstes Coben Buch und ich hab es wirklich in einem Rutsch durchgelesen. Es ist sehr spannend geschrieben und auf den Höhepunkten der Kapitel wechseln im spannendsten Moment die Schauplätze, so dass man natürlich unbedingt wissen möchte, wie es weiter geht. Es ist vielleicht nicht die realistischste Story, aber zumindest unendlich spannend geschrieben und ich hab bis zum Schluss im Dunkeln getappt und war über das Ende doch recht verblüfft.
Kann das Buch uneingeschränkt weiter empfehlen. Ein MUSS für Krimi/Thriller Fans. Das war sicherlich nicht mein letzer Coben Krimi.
mein erstes Coben Buch (23. September 2008)
Ich muss zugeben, dass ich nie Bücher mochte. Wenn dann las ich lieber online und wenn ein Buch dann wenn es um Vertrieb, IT Management oder Sonstiges ging. Das Buch hat mich sehr beeindruckt. Es war wie nach einem guten Film, wo man alles rund herum vergisst und sich einfach nicht losreißen kann. Ich saß im Zug und dachte über die letzten Zeilen nach, einfach WOW! Seit dem Buch bin ich ein großer Coben Fan!PS: Habe das Buch bereits 2x durch.
Geht so ... (21. September 2008)
Paul Copeland, verwitweter Staatsanwalt, wird zu einem Mordfall gerufen und meint, in der Leiche einen längst Totgeglaubten zu erkennen ... Damit werden Ermittlungen in einem alten Mordfall wieder aufgenommen, die mit der Vergangenheit des Staatsanwaltes Copeland eng zusammen hängen: Zwei Jugendliche waren während eines Sommercamps, an dem auch er teilgenommen hat, ermordet und im Wald verscharrt worden, gleichzeitig wird seine Schwester seit zwanzig Jahren vermisst, ebenso wie der nun gefundene Tote ...Der Einstieg in die Geschichte ist mir schwer gefallen: Das Buch ist sehr dialoglastig und liest sich stellenweise wie ein Drehbuch. Das nimmt der Geschichte auch einiges an Tempo, nämlich immer dann, wenn seitenweise Dialoge, die sich teilweise künstlich und kaugummiartig in die Länge ziehen, irgendwelche für den Fortgang der Story kaum nennenswerten Erkenntnisse sozusagen ans Tageslicht bringen sollen. Manchmal fällt es auch schwer, den Gesprächen zu folgen, und man muss sehr konzentriert mitlesen, damit man weiß, wer welchen Satz spricht, weil es zwischendurch dazu wenige Hinweise gibt.
Großenteils erzählt aus der Perspektive des oben erwähnten Staatsanwaltes in Ich-Form, wechselt der Roman aus mir unerfindlichen Gründen aber immer wieder die Sichtweise. Der Autor schiebt Kapitel ein, die von einer anderen Person, die zunächst mit dem Ich-Erzähler keinen Kontakt hat, handeln. Da frage ich mich doch ernsthaft: Was soll dann die Ich-Erzählperspektive (vor allem, weil es ja so viele Dialoge gibt, die wenige Hinweise auf die Gedanken des Ich-Erzählers geben)?
Es gibt auch keinen stringenten Handlungsfortgang, weil vor allem in der ersten Hälfte des Buches der Beruf der Hauptperson eine zu große Rolle spielt und ein Gerichtsfall, der mit dem Mord in keinerlei Zusammenhang steht und nur am Rande mit den weiteren Ermittlungen zusammenhängt, in allen Einzelheiten beschrieben wird. Dies gilt auch noch für einige weitere Nebencharaktere.
Zur Story selbst: Diese finde ich gut ausgearbeitet und eigentlich spannend und lesenswert (wenn nicht, wie ich am Anfang bereits geschrieben habe, diese durch die vielen langweiligen Dialoge an Fahrt verlieren würde - oder gar nicht erst richtig aufnimmt).
Vor allem in der zweiten Hälfte des Romans aber wird die Geschichte flüssiger und auch wirklich spannend. Das ist mir vor allem bei meinem Lesepensum aufgefallen: Während ich mich durch die erste Hälfte fast "quälen" musste, habe ich die zweite Hälfte an einem Vormittag gelesen. Da geht es denn auch endlich vorwärts: Es passiert wenigstens etwas!
Das Ende in Form des Epilogs ist - na ja - Geschmackssache. Ich finde es sogar richtig gut!
Was mir auch gefallen hat: Es geht hier nicht blutrünstig zu! Es passiert eigentlich zwar kaum etwas, die Ermittlungen beziehen sich auf Telefonate, Dialoge, Gedanken etc. Das ist aber für meinen Geschmack besser als in allen Details beschriebene Gewalt. Nur zum Ende kommt ein bisschen "Action" auf.
Alles in allem hat dieser Krimi (als Thriller würde ich es jetzt nicht bezeichnen) bei mir sicherlich keinen bleibenden Eindruck hinterlassen, aber zum Lesen für zwischendurch reicht es allemal.


