Kundenrezensionen zu 'Eine Reise von 1.000 Meilen beginnt mit dem ersten Schritt: Seelische Kräfte entwickeln und fördern'
hm... Nachschlagewerk! (21. September 2008)
Tolles Buch. Ich bin sonst für diese Art von Büchern nicht empfänglich, aber was hier wirklich hilft, ist die klare Gliederung und der ergebnisorientierte Stil. Ich bin mit dem Kauf sehr zufrieden.Gute Reise! (29. Mai 2005)
Wer dieses Büchlein aufschlägt wird ermutigt, eine inspirierende Reise zu den geheimnisvollen und fast vergessenen Kontinenten „seelische Widerstandskraft" und „Salutogenese" (der Lehre von den Bedingungen, die gesund machen oder gesund erhalten) zu unternehmen, und unter Umständen das Land "Flow" (Erfahrung von Hingabe und Konzentration, verbunden mit einem Gefühl tiefer Befriedigung) kennen zu lernen. Jemand kommt vielleicht aus dem unwirtlichen Dschungel Depression, Angst und Verzweiflung, andere stecken möglicherweise in dem unwegsamen Gebiet „Das kann ich nicht" fest, oder plagen sich in einem trostlosen, dunklen Bannkreis im Morast der Selbstzweifel und übelriechenden Sümpfen von Selbstanklagen, wo jeder Schritt zur Qual wird, während weitere in der lebensfeindlichen Wüste „Du musst!" oder „Reiß dich zusammen!" dahinwanken. Jeder bekommt im ersten Teil des Buches ein unentbehrliches, leichtes Reisegepäck, zum Beispiel das Köfferchen „Liebevoll annehmen was ist", ein sprudelfrisches Wasserfläschchen: „Sich das Klagen erlauben", ein Fernglas für einen „Perspektivwechsel", ein wenig Proviant „Akzeptanz entwickeln", ein Täschchen für „Eine persönliche Bilanz", neben Kompass und Uhr: „Die richtige Zeit wahrnehmen" und zum Schluss einen Reiseführer: „Bedingungen für Veränderungen schaffen." Niemand wird hierauf gezwungen, die Reise anzutreten, jeder kann in Ruhe erst einmal die Reiseutensilien besehen, bevor er den Mut fasst, den ersten Schritt in ein unbekanntes Land zu tun. Ermutigend und beruhigend ist hier die Versicherung der Autorin, dass sie viele Menschen auf ihrer Reise durch diese abenteuerlichen Regionen begleitet hat, und dass ihre gemeinsamen Erfahrungen jetzt Ansporn und Wegbegleiter für andere Forschungsreisende sein sollen. Niemandem wird eine Reiseroute vorgegeben, ob jemand zuerst die Oase: "Alles geht vorüber" aufsucht, oder sich gleich auf den steil ansteigenden Pfad: „Verändern" wagt, ein anderer sich zuerst mutig durch den dichten Urwald: „Grenzen" kämpft, oder sich an die Klippen: „Schuld und Schuldgefühle" anpirscht, andere sich eher von den sanften grünen Auen: "Mitgefühl und Mitleid" und „Barmherzigkeit" angezogen fühlen, oder sich voller Behagen eine Weile in dem sonnigen Eckchen: „Wärme und Solidarität" aufhalten, früher oder später wird es jeden unwiderstehlich zu der bunten Blumenwiese: „Freude und Freuen" und dem bemoosten Waldweg mit Sonnenkringeln: „Freude als Weg" ziehen, auf dem man weite Strecken voller Behagen zurücklegen kann, genauso wie zum kühlen Grund: „Schönheit," voller Lichtreflexen auf dem Wasser und Libellengeschwirr über den Seerosen. Jede der kurzen, überschaubaren Wegetappen findet ihren Abschluss bei einem bequemen Bänkchen: „Innehalten", auf dem man Rast machen und überlegen kann, ob es fürs Erste genug ist, ob die Reise weitergehen soll und wohin man sich wenden möchte. Der zurückgelegte Weg kann hier nochmals betrachtet, oder einige Kletterübungen in aller Ruhe wiederholt werden. Landstriche, die einem bedrohlich erscheinen, lässt man getrost links liegen, andere, die beim Durchschreiten Lebensfreude und Wohlbefinden wecken, können natürlich immer wieder von neuem aufgesucht werden. Hat man sich ein wenig zu weit vorgewagt, kann man sich schnell auf ein bekanntes Fleckchen zurückziehen und erst einmal längere Zeit rasten um neue Kraft für den weiteren Weg zu schöpfen, beängstigende Schluchten und schroffe, unbezwingbare Felswände können dann vorsichtshalber mit dem Fernglas: „Perspektivwechsel" aus dem Reisegepäck betrachtet werden. Sollte sich jemand verirren, gibt es die Hinweistafeln, die im dritten Teil des Buches für Wegweisung sorgen, unter vielem anderen findet man hier Aufklärung, wie man mit Angst besser umgeht, was gegen Niedergeschlagenheit hilft, wie man geschickter mit Wut umgeht, oder man sein Selbstwertgefühl verbessert, alles Dinge, die bei einer solchen Reise für gehörige Komplikationen sorgen können.Mir hat das Buch viel Freude gemacht und Stoff zum Nachdenken geliefert. Besonders förderlich finde ich den Vorschlag für ein „Freudetagebuch", allerdings sollte niemand den Eindruck bekommen, dass hier Leid und Schweres verharmlost werden sollen. Im Gegensatz zum Selbstbetrug des positiven Denkens wird durch jede dieser Ausführungen zu einer realistischen Sicht der Dinge aufgefordert. Genauso real wie die unangenehmen, belastenden Sachen sind nämlich in jedem Menschen seelische Selbstheilungskräfte vorhanden, die mit ein wenig Geschick aufgespürt und genutzt werden können. Natürlich ersetzt ein solches Buch keine Therapie, aber ich könnte mir vorstellen, dass es ein idealer Begleiter einer solchen sein könnte. Vorteilhaft ist auch, dass sich jeder die Themen heraussuchen kann, die ihn betreffen oder interessieren, da eine klare Gliederung und übersichtliche Themenauswahl einen guten Überblick ermöglichen. So kann man jedem dieses sehr hilfreiche Buch empfehlen und hoffen, dass dadurch mancher erste Schritte in ein ihm unbekanntes Land wagt und dort sehr befreiende Dinge entdeckt.





