Kundenrezensionen zu 'Bibelausgaben, Die Bibel: Einheitsübersetzung'
Hat nicht funktioniert (20. Oktober 2008)
Ich habe dieses Buch gekauft, weil es hier einen sehr guten Ruf genießt.Jedoch musste ich einerseits nach kurzer Zeit feststellen, dass Quellenangaben - sofern überhaupt vorhanden - extrem unpräzise und nicht nachprüfbar sind und somit die Informationen etwas aus der Luft geholt wirken.
Andererseits habe ich auch auch nach längerem Studium und intensiven Betens keinen Erfolg gehabt: Das von mir erbetene Auto bekam ich nicht. (Obwohl nichts davon in dem Buch steht, dass man nicht um Autos bitten dürfe oder so) Ich hab das beten dann sein gelassen, nachdem Gott mir nichtmal einen neuen Computer geschenkt hat. Auch der der süße Geruch des brand-geopferten Stiers hat nichts geholfen. Außer vielleicht meine Nachbarn auf den Plan gerufen.
Auch etwas schockiert haben mich einige Geschichten, in denen berichtet wird, dass Homosexualität ein Greuel ist, dass man seine Tochter verkaufen darf und dass man seinen Nachbarn töten soll, wenn er am Samstag arbeitet. Das halt ich für sinnvoll (wegen der Ruhe), aber etwas überzogen.
Dass das Essen von Muscheln oder Hummer ein Greuel ist, mag sein. Aber warum steht dann nicht geschrieben, dass Massentierhaltung ein Greuel ist?
Insgesamt kann ich das Buch nicht empfehlen. Es ist extrem inkonsistent, viel zu schwammig geschrieben und es gibt deutliche humanere Ratgeber für verirrte Schafe. Nicht zuletzt der enorme Umfang ist gerade für Neueinsteiger ein zu große Herausforderung.
Kaufen oder nicht kaufen? (7. Oktober 2008)
Die Einheitsübersetzung - Bei der das neue Testament für Protestanten als akzeptabel gilt. Das AT ist leider voller Fehler. Nun könnte man vermuten, dass es sich bei diesen Fehler um Fehler gem. der Vulgata-Übersetzung handelt, dies ist aber nicht so. Ich vermute eher das diese Fehler von einer neueren englischen Übersetzung entstammen. Die Wortähnlichkeiten an weniger bekannten Stellen, der Bibel, lassen dies erkennen. Wortähnlichkeiten im Kernbereich kommen gewöhnlich durch mündliche Tradierung zu stande. Außerdem läßt sich Fragen wer hat den eigentlich diese Bibel übersetzt? Kenne ich die? Überzeugen die mich? Mittlerweile hat Papst Bendikt eine Neu-Revision gefordert. Die Einheitsübersetzung hatte er aber zu seiner Zeit in Deutschland mitgetragen. (Vor kurzem gab es auf Pro7 eine Sendung in der eine Hure auf Lehramt für kaholische Theologie (und Geschichte) studierte. Also nicht jeder Kahtolik würde mich gleich als Übersetzer überzeugen.)OK, und um welche Einheit geht es? Man könnte meinen das Wort wird so wie "deutsche Einheit" gebraucht; aber hier ist vermutlich eher eine Art Einheitslook für die katholische Kirche gemeint. Problematisch daran ist, dass selbst der spanische Teil der katholischen Kirche seit Jahr und Tag eine Bibel-Übersetzung verwendet welche eindeutig lutherische Wurzeln besitzt. In anderen Ländern sieht es ähnlich aus. (Doch in Deutschland muss man vermutlich an dem Bibeltext so herumbasteln. Vielleicht könnte man die Reformation gänzlich zurückdrängen. Juhu, das Mittelalter wartet.)Und was ist wenn man diese traditionellen Übersetzungen vergleicht; man entdeckt (in der Einheitsübersetzung) Übersetzungen die nicht etymologisch, übersetzungstraditionell oder durch sprachkulturelle Betrachtungen erklärbar sind. So wird in der spanische Übersetzung an einer Stelle mit "töten" übersetzung und in der Einheitsübersetzung mit "morden". Wer da keinen Unterschied? Also, wenn es schon die Einheitsübersetzung sein muss, dann als Drittbibel. Daneben sich, wenn man umbedingt erzkatholisch sein möchte die Vulgata oder wenn man ein wenig progressiver ist die spanische Bibel. Oder die Luther-Vulgata - Oder ganz einfach mal die Lutherbibel (1912 Revision)verwenden - oder eine King James Bible 1611 auf jeden Fall etwas stabileres. Dennoch die Bibel ist sprachlich flüssig lesbar und ist als Ergänzung (zu einer zweiten Bibel) eine absolute lohnenswerte Investition. Wenn man eine Stelle nicht versteht ist dann doch mal hilfreich einen anderen Wortlaut zu lesen. Und dann gibt es doch noch Bibeln, die nicht mehr nachvollziehbar sind z.B. die Bibel in gerechter Sprache etc.
Als Bibel bekommt die Einheitsübersetzung nur drei Sterne. Die Bibel selbst hätte sechs bekommen.
So kann man nur hoffen das nach 500 Jahren Kirchenspaltung die Rest-Erz-Katholiken in Deutschland, irgendwann einmal so klug sind die Luther-Texte anzuschaun und damit ihren Frieden finden. Besser ist auf jeden Fall eine lutherische Übersetzung, dennoch kann man diese Übersetzung ruhig kaufen.
mfg Sönke
Problematische Übersetzung (16. März 2008)
Vorliegende Bibel ist sicher hinsichtlich des Preis- Leistungs- Verhältnisses kaum zu überbieten. Die einzelnen biblischen Bücher sind durch recht ausführliche Einführungen und einen ausgewogenen Anmerkungsapparat erschlossen, zudem finden sich zahlreiche Erläuterungen, Register und Karten im Anhang.Leider muß gesagt werden, daß die hier abgedruckte Einheitsübersetzung nicht die beste ist. Zwar die offizielle katholische Übersetzung, die seit 1979 in der Liturgie und in der Pastoral verwendet wird, weist sie doch zahlreiche Schwachstellen auf. Im Bemühen, eine auch für evangelische Christen annehmbare, ökumenische Übersetzung zu schaffen (dies war zu Begin des Projektes 1962 die Intention), wurden zahlreiche Passagen entstellt. Zudem ist die Einheitsübersetzung eine sinngetreue, keine wortgetreue Übersetzung, sie ist somit stellenweise recht weit vom Urtext entfernt.
Zur Zeit wird seitens der deutschen Bischofskonferenz (die Evangelische Kirche Deutschlands hat sich aus dem Projekt zurückgezogen und propagiert wieder die "Luther- Übersetzung") an einer Revision gearbeitet, die aber wohl nur stellenweise Korrekturen anbringen dürfte.
Fazit: Es gibt bessere katholische Übersetzungen, besonders die "Herder"- Übersetzung (z.B. als "Benedikt- Bibel"). Bleibt zu hoffen, das auch die Deutsche Bischofskonferenz dies bald einsieht.





