Jesus von Nazareth: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung

Verkaufsrang: 2225 (Bücher)
Autor: Joseph Ratzinger Benedikt XVI.
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783451298615
ISBN: 3451298619
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Seitenzahl: 447
Erscheinungsdatum: 16. April 2007
Verlag: Herder, Freiburg
Preis: EUR 22,00

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Zu seinem achtzigsten Geburtstag hat sich Papst Benedikt XVI. mit dem ersten Teil seiner großangelegten Arbeit über Jesus von Nazereth zweifellos selbst das schönste Geschenk gemacht. Aus seinem Buch werden nicht nur katholische Christen neue Gewissheit für ihren Glauben schöpfen. Von der „Taufe Jesu“ über „Die Versuchung Jesu“ bis zum Petrusbekenntnis und der Verklärung reichen die Themen dieses in bemerkenswert klarer Sprache verfassten, selbst für Nicht-Christen lesenswerten und außerordentlich lehrreichen Bandes.

Zu den eindrucksvollsten theologischen Darlegungen gehören das Kapitel über „Die Bergpredigt“ sowie jene über „Die Botschaft der Gleichnisse“ und „Die großen Johanneischen Bilder“. Dies nicht nur, weil der Papst darin den Kern des christlichen (Jesus-)Glaubens überaus anschaulich vor Augen führt, sondern auch, weil Benedikt XVI. darin den Graben zwischen dem „historischen Jesus“ und jenem des Glaubens mit einer beeindruckenden Souveränität überbrückt -- und somit den generellen Widerspruch zwischen Vernunft und Glauben aufzulösen beginnt.

Mit seiner bisherigen Amtsführung hat Benedikt XVI. bereits viele der zahlreichen Kritiker des vormaligen Kardinals Joseph Ratzinger angenehm überrascht. Und auch der Ton, den er in Jesus von Nazareth anschlägt, ist dazu angetan, verbliebene Skeptiker davon zu überzeugen, dass das Konklave mit seiner Wahl eine weise Entscheidung getroffen hat. -- Alexander Dohnberg, Literaturanzeiger.de

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Kundenrezensionen zu 'Jesus von Nazareth: Von der Taufe im Jordan bis zur Verklärung'

Nur alt Hergebrachtes (26. November 2008)

Leider ist dieses Buch wie erwartet: Nur alt Hergebrachtes, klassisch katholische Theologie wie seit 100 Jahren. Schade. Aber war wohl nicht anders zu erwarten. Der Papst schreibt halt ein weiteres Jesus-Buch, hier ein Akzent anders, hier eine Nuance anders betont.
Aber es ist nach wie vor der eingelullte Jesus, den die Kirche seit hunderten von Jahren stilisiert. Eine konstruierte Fiktion, offen assembliert durch Konzilien nach politischer Maßgabe (Nizäa...).
Die starken Bezüge von Jesus auf fernöstliche Religionen und Denksysteme werden nicht erwähnt - passt nicht ins Bild. Dass Jesus das Reich Gottes angekündigt hat, aber leider die Kirche gekommen ist: Dieser Widerspruch wird nicht aufgelöst. Das Jesus offenbar eine andere Form von Gemeinschaft im Sinne hatte als eine streng hierarchische Kirche mit Denkverboten und moralistischer Bevormundung: Auch hier kein Stück Selbstkritik.
Der genaue Blick auf Jesus war eine Chance, die es dem Papst ermöglicht hat, aus einem erstarrten und toten Konzept wieder zu den pulsierenden Quellen zurückzufinden. Er hat sie nicht genutzt. Schade.

Jesus Buch (17. November 2008)

Wie bei Josph Ratzinger üblich, nicht ganz einfach zu verstehen
Jedoch gute Anhaltspunkte aus seiner persönlichen Sichtweise

Verteidigungsschrift gegen die Suchenden (2. Oktober 2008)

Das Werk ist eine Verteidigungsschrift gegen die Suchenden nach dem historischen Jesus. Es sei schließlich der Jesus des Glaubens, dessen Rekonstruktionen die Freundschaft zu Jesus gefährdete. Die Rhetorik Ratzingers wendet sich gegen die Suchenden und wähnt sich dabei historisch-methodisch. Die einzigen vier Evangelien bleiben - so Ratzinger - die einzige Wahrheit. Und jene vertritt der Pontifex, ohne weiter in die "Redaktionsgeschichte" hineingezogen werden zu wollen. Dass der "historische Grund" nicht ergründlich sei, bleibt weiterhin dem apostolischen Mantel der Kirche, der manches im Schoße birgt, verborgen. Derlei Augenwischereien hat das Abendland von den Päpsten gelernt. Denn die Tür darf nicht aufgetan, sondern soll geschlossen bleiben. Dei verbum. Auf dem Boden dieser Erde mag sich das factum historicum zugetragen haben, dennoch soll "et incarnatus est" bedeuten, dass kein Jesus jemals zweifelte an dem Petrus, den er nicht kannte. In seinem Namen soll er gewollt haben? Die Kirche in Gestalt des Exegeten soll uns glauben machen? Man zweifle dessen Sophisterei an. Fragt und sucht - zweifelt und findet: Davon kann Pauli Haus manche Greuel bezeugen.

Nur für den Laien geeignet und mit Vorsicht zu genießen (30. April 2008)

Ich besitze das Werk nicht und habe bisher nur ein wenig darin gestöbert. Dabei sind mir aber verschiedene Unzulänglichkeiten aufgefallen. Zunächst wurde mir nicht klar, ob dieses Werk ein systematisches Buch zum Thema "Jesus Christus" oder, wie sein Titel suggeriert, eine Arbeit über das Leben des historischen "Jesus von Nazareth" darstellt.

Nehmen wir zunächst ersteren Fall an. Hier fällt direkt auf, dass das Buch nicht wie ein systematisches Lehrbuch aufgebaut ist. Es wirkt vielmehr wie eine Sammlung von Notizen zu Gedanken über Jesus, die sein Autor über Jahre gesammelt und nun zu einem Buch verdichtet hat. Zur Näherung an das Thema aus Sicht der wissenschaftlichen Systematik ist dieses Werk somit eher nicht geeignet. Auch wer umfassende, systematische Informationen zu Jesus Christus sucht, wird eher enttäuscht. Ich empfehle das Buch denjenigen, die ein paar Zeilen lesen und diese dann zum Anlass für Meditation und Besinnung nutzen wollen.

Nehmen wir nun an, das Buch sei eine wissenschaftliche Abhandlung über das Leben des historischen Jesus von Nazareth. Hier muss nun die Frage gestellt werden, mit welchem Recht der Autor Jahrzehnte der Exegese mit einem Federstreich übergeht. Beispielsweise propagiert Ratzinger hier Jesu Selbstverständnis umfasse zweifelsohne auch das Bewusstsein der Gottessohnschaft - hier ignoriert er nicht nur, dass die moderne Bibelwissenschaft schon vor Jahren festgestellt hat, dass die Messianität Jesu nachösterlich ist, sondern stellt dies sogar als falsche Annahme dar. Ratzinger verbindet hier also Ergebnisse der historisch-kritischen Bibelwissenschaft mit denen der systematischen Theologie in einer gefährlichen Art und Weise, als das sie nicht ersichtlich werden lässt, welche Teile denn nun historisch und welche Ergebnisse systematischer Reflexion sind.

Insofern kann ich das Buch niemandem zum Studium der Person Jesu empfehlen, weder aus systematischer noch aus exegetischer Sicht. Das Buch ist zur Medidation geeignet. Wer sich mit dem historischen Jesus von Nazareth beschäftigen will, der lese lieber eines der guten und fundierten Werke von Gerd Theißen.

Epochaler Blick in das Leben Jesu (25. Februar 2008)

Papst Benedikt XVI hat in seinem aktuellen Werk Jesus von Nazareth" einen epochalen Blick in das Leben Jesu geworfen und die Bedeutung seines Lebens und Wirkens für eine heutige Interpretation der Bibelgeschichte herangezogen.

In den Vorankündigungen zu diesem Buch hat man immer wieder von vielen Seiten auf die persönliche Bedeutung dieses Werkes für den Papst selber hingewiesen. So sei es ein eigener Beitrag zu seinem achtzigsten Geburtstag gewesen, den lang gehegten Wunsch nach diesem Buch selber zur Erfüllung zu bringen. So ist es nicht verwunderlich das man hier ein außerordentlich komplexes Werk vorfindet. Anhand der biblischen Chronologie und der Lebensgeschichte Jesus` von Nazareth entfaltet Benedikt XVI eine Perspektive auf die Darstellung und Beantwortung heutiger religiöser Fragen und Antworten.

Wie immer ist er dabei erzählerisch geschickt aber zugleich thematisch- inhaltlich extrem kompakt. Manche Seite wiegt dem Leser dabei so schwer, das mehr als eine Seite oder ein Kapitel erst einmal nicht drin ist. Zuviel gibt es zu reflektieren; zu tief sind die Gedankengänge, um einfach weiter zu lesen. Einmal eingetaucht in die Gedankenwelt des Papstes ist man begeistert von soviel Tiefe und die erzwungene Langsamkeit des Lesens kommt einem antiquiert vor und dennoch zugleich scheint sie Teil des Besinnlichen zu sein.

Benedikt versucht erneut, wie bereits als Kardinal, eine Synthese wissenschaftlicher Vernunft und der Theologie zu vereinbaren. Kritisch aber zugleich hoffnungsvoll-optimistisch gibt er sich in seinem Werk wenn er den historischen Jesus mit dem biblischen übereinstellt. Der Leser sollte schon eine gewisse Portion Geduld aber auch einen christlichen Glauben zum Lesen des Werkes mitbringen. Ich denke, dass Werk ist sonst nicht zu schaffen. Hat man es dann aber erst einmal zu Ende gelesen so wird man wieder einmal feststellen, dass es wohl zurzeit keinen schärferen und tieferen Denker des christlichen Glaubens gibt.

Das Buch ist also all denen zu empfehlen die zwar christlich glauben aber nicht alle Antworten von selber im Glauben finden bzw. keinen Pfarrer finden, welcher ihnen den Glauben erklären kann. Antworten finden sich also wie immer reichlich bei Benedikt XVI, man muss nur genug Geduld haben und bis zum Ende durchhalten.

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