Der Bibel-Code

Verkaufsrang: 141843 (Bücher)
Autor: Michael Drosnin
Taschenbuch
EAN: 9783453151673
ISBN: 3453151674
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Seitenzahl: 282
Erscheinungsdatum: 8. November 2005
Verlag: Heyne
von: Elisabeth Parada (Übersetzer)
Preis: EUR 4,00

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Die Datenbank Gottes -- Sollte man ein Buch empfehlen oder loben, das Angst macht? Oder sollte man lieber von der Lektüre abraten? Geht das überhaupt bei einem Weltbestseller?

"Wir haben die Bibel stets als Buch betrachtet und wissen inzwischen, daß dies nur eine ihrer Erscheinungsformen ist. Sie ist ebenso ein Computerprogramm, das ... von seinem Schöpfer als interaktiver, sich ständig verändernder Text entworfen wurde." Dies ist -- in aller Kürze -- der Kernsatz des amerikanischen Journalisten Michael Drosnin in seinem nun als Taschenbuch erschienen Sensations-Bericht Der Bibel-Code.

Beim Erforschen des Codes gelangt Drosnin zu frappierenden Ergebnissen. Eines davon: Die Welt steht unmittelbar vor einer globalen Katastrophe. Die Jahre 2000, 2006 oder 2126 sind angeblich die Jahre, in denen es dem Code zufolge zum atomaren Holocaust oder zu einem kosmischen Desaster durch einen Kometen kommen wird.

Allerdings: Eliyahu Rips, Mathematiker, Entdecker und Erforscher des Codes, spendet Trost: Alle Versuche, auf der Basis des Bibelcodes die Zukunft vorherzusagen, seien wertlos.

Aber er sagt auch: "Die einzige Schlußfolgerung, die durch die wissenschaftliche Forschung gezogen werden kann, ist die, daß dieser Code existiert und daß er nicht nur auf Zufall beruht." Das ist immer noch ein Satz, der frösteln läßt.

Gänsehaut hin, Gänsehaut her -- an diesem Buch führt offenbar kein Weg vorbei. --Reinhard Lenz

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Der Bibel-Code'

Kürzer wäre mehr! (24. Januar 2008)

Dieses Buch ist im Stil eines Journalisten geschrieben und daher sehr schnell zu lesen, was ich positiv finde. Wie daraus ein ganzes Buch (und mittlerweile gibt es auch ein zweites über den Bibelcode) werden kann, ist aufgrund seiner Wiederholungen zustande gekommen, die ich dann nur mehr überflogen haben.
Er behauptet, dass der Code nur aus dieser Bibel decodiert werden kann, er hätte es auch mit anderen Büchern versucht ("Krieg und Frieden" z.B.). Ich weiß es nicht und kann es nicht nachvollziehen, habe aber inzwischen gelesen, dass das sehr wohl auch bei anderen Büchern geht. Außerdem können sich aus einer Sprache wie der hebräischen, die keine Vokale hat, ungleich viel mehr sinnvolle Worte ergeben (und viele Varianten) als in einer anderen Sprache.
Trotzdem ist es interessant, obwohl ich wahrscheinlich, hätte ich das Buch geschrieben, mit 30 Seiten ausgekommen wäre. Die Aussage für mich ist folgende:

Die Welt funktioniert analog. Der Bibelcode ist nichts anderes wie eine zweite Palmblattbibliothek.

Da die Welt analog ist, kann man solche Codes nicht nur anhand der Bibel, sondern eben auch auf Palmblättern und in anderen Büchern (und vielleicht auch an inneren Organen wie z.B. bei der Leberschau in der Antike, vorausgesetzt, dass man den Code kennt) erkennen.

Das ist allerdings eine nicht endenwollende Aufgabe (das Decodieren, denn es gibt einfach zu viele Möglichkeiten). Man sieht das ja auch an Drosnins Werk:

Er sieht zuerst die große Katastrophe im Jahr 1996, dann im Jahr 2000, dann im Jahr 2006. - Und jetzt haben wir 2008.

Nachdem man die Buchstaben kreuz und quer verbinden kann und noch dazu auch auslassen kann (beliebig, also 2, 3, 5, 8, 15, nur um Beispiele zu nennen), ergeben sich so vielen Möglichkeiten.

Das führt natürlich zu Spekulationen!

- Und dann sagt er, der Bibelcode sei kein unveränderliches Schicksal, man könne, wenn man sich bemüht, einiges verändern. So kann man natürlich auch spekulieren. Dann wird das Ganze schwammig.

Aber vielleicht soll es ja auch so sein, dass es Möglichkeiten zur Veränderung gibt. Wäre das nicht möglich, wären wir nämlich determiniert und hätten keinen freien Willen.

Jetzt gehe ich noch einen Schritt weiter:
Wie Drosnin selbst erwähnt hat, ist der Bibelcode bis jetzt nur in 2 Dimensionen decodierbar. Man stelle sich aber vor, die Bibel wäre wie ein Hologramm dreidimensional und man könnte jetzt die Buchstaben nicht nur kreuz und quer (und oben und unten), sondern auch nach vorne und hinten und diagonal nach vorne und hinten usw. verbinden.

Das ergäbe schier unendlich viele Möglichkeiten. Und das ist denkbar, denn so ist das Universum: Multidimensional mit unendlich vielen Möglichkeiten!

- Und, was auch die "neuen" theoretischen Physiker als Denkmodell angeben:
Die Zeit, so wie wir sie sehen und erleben, ist nicht real (eigentlich schon eine alte Theorie (Einstein)), sie verläuft nämlich nicht linear. Man stelle sich die Zeit als Block vor!

Die Zeit als Block:
Darin bewegt sich mein "Ich" auf einer Zeitlinie und auf einen Weg, der gerade, verzweigt, geringelt usw. sein kann.

Ein Weg, vielleicht etwas abgezweigt, wie ein Ästchen auf einem Baum - so stelle ich mir meinen Weg vor - und innerhalb eines unendlich großen Blockes, das den unendlichen Raum des Universums darstellt.

Das ist für mich eine Offenbarung, mit dem ich den Bibelcode vergleichen kann. Ich sehe bei einer Aussage anhand der Decodierung, so wie es Drosnin sagt, nur eine (oder zwei, drei) Möglichkeiten von unendlich vielen.

Diese e i n e Möglichkeit, die ich oder Drosnin oder wer auch immer sieht, ist aber die eine aus unendlich vielen, auf deren Weg ich mich momentan (und wir Menschen)mit meiner Wahrnehmung befinde (bzw. mein Bewusstsein sich gerade befindet).

Das allein aus dem Buch Drosnins zu ersehen, ist für mich wertvoll und oft habe ich in anderen Büchern überhaupt nichts gefunden, was wertvoll wäre.

E.L.K.

ein Buch erhitzt die Gemüter (6. November 2007)

Selten beschäftigt ein Buch so sehr die Gemüter wie dieses. Und es ist erstaunlich, über was sich Menschen Sorgen machen und sich aber dann doch mit Hingabe nicht um diese Dinge kümmern, wie zum Beispiel einem drohenden Holocaust. Vielleicht verleiht ja eine höhere Macht (Gott?) den Menschen die Fähigkeit, zukünftige Dinge zu erkennen und sie es in Büchern zu verstecken, damit andere Menschen rechtzeitig eine Gefahr erkennen und vielleicht sogar verhindern können? Wobei man sagen muß, daß bei Menschen immer das Kind zuerst in den Brunnen fallen muß. Vielleicht erkennt aber der Mensch doch (hoffentlich) selber, dass er auf diese Art und Weise, wie momentan die Verhältnisse sind, sich langsam aber sicher doch selber auslöscht, also eine völlig normale Reaktion unseres doch so hochentwickelten und kognitiven Bewußtseins? Abschließend kann man folgendes Resümee ziehen: Sollte man auch nur ansatzweise glauben, daß der Code einen wahren Hintergrund hat, ist dieses Buch an Spannung nicht zu überbieten. RR

Pseudowissenschaftliche Wahrsagerei (9. Januar 2007)

Dieses Buch wurde in den letzten Jahren von so vielen Menschen widerlegt, dass es erstaunlich ist, dass sich dafür immer noch Käufer finden. Die israelischen Bibelforscher Witztum, Rips und Rosenberg, die in einer hebräischen Urausgabe des "alten Testaments", wie Christen die Thora gewohnt sind zu nennen, nach chiffrierten Prophezeihungen gesucht haben, sind ebenfalls längst auf Distanz zum eifrig weiter fabulierenden Herrn Drosnin gegangen. Ein Kritiker namens Brendan McKay fand gar heraus, dass man bei Anwendung der gleichen Parameter, die Drosnin auf die Thora anwendet, in Melvilles Klassiker "Moby Dick" auch jede Menge "Prophezeihungen finden kann". Unter anderem diese besonders amüsante: "Drosnin ist ein Lügner."
Fazit: Sparen Sie sich das Geld ...

Bibel-Code? (28. Mai 2006)

Philipp Vandenberg erzählt uns, die alten Ägypter hätten die Atomkraft gekannt. Erich van Däniken erzählt uns, die Bauwerke der alten Hochkulturen seien von Aliens errichtet worden. Michael Baigent erzählt uns, Otto von Habsburg stamme von Jesus Christus ab. 'Jan van Helsing' (alias Jan Udo Holey) erzählt uns, Hitler habe in einem UFO überlebt. 'E.R. Carmin' erzählt uns, der Nationalsozialismus sei eine Verschwörung jüdischer Finanzmagnaten gewesen. Robert Eisenman erzählt uns, die Urchristen seien eine Art antike IRA gewesen.

Und so erzählt uns eben Michael Drosnin, es gebe einen Code in der Bibel. Mittlerweile längst widerlegt, veröffentlicht er unbeirrt weiterhin Bücher zum Thema. Anscheinend findet er noch immer Käufer, sonst hätte er sich wohl ein einträglicheres Betätigungsfeld gesucht.

All denen, die im Buchladen stehen und Drosnins Werk in der Hand halten, kann ich nur raten: Schmeißt euer Geld nicht zum Fenster raus!

der zweite Teil der modernen Weltuntergangsprophezeiung (11. März 2006)

Nach dem Erfolg des ersten Bandes, hat sich Michael Drosnin an ein bewährtes Konzept kontroverser Enthüllungswerke gehalten und einen zweiten Band über den von ihm bekannt gemachten Bibel-Code gemacht. Unter dem Namen der Countdown prophezeit der Code einen nuklearen Holocaust für das Jahr 2006, der durch eine Eskalation im Nahen Osten ausgelöst werden soll. Bereits mit dem 11. September 2001, welchen Drosnin in New York miterlebt hat, soll die Uhr ticken und die Gefahr immer bedrohlicher werden. Ob sich der Untergang noch aufhalten lässt?

Drosnin gibt darauf als Antwort, dass dies nur gelinge, wenn man den Code endlich ernst und etwas gegen die Spannungen im Nahen Osten unternehmen würde. Ein kleines Hindernis stellen dabei seine zeitweisen nicht mehr sehr aktuellen Bezüge auf Präsident Clinton, Jassir Arafat oder Ariel Sharon da, die allesamt ja längst nicht mehr direkt Einfluss auf das Geschehen im Nahen Osten nehmen können. Dies erklärt sich jedoch daraus, dass das Buch ungefähr im Jahr 2002 verfasst worden ist, wo die heutigen Gegebenheiten ja noch nicht „vorhersehbar“ waren.

Als etwas widersprüchlich stellt sich dabei schon das Vorwort heraus, in welchem der wenig religiöse Michael Drosnin sich dazu bekennt, fest von der Existenz und Richtigkeit des Bibel-Codes überzeugt zu sein. Im weiteren Verlauf des Buches, wird deutlich, wie weit Drosnin schließlich sogar zu den Mächtigen der Welt vordringen konnte, um seine Botschaft an den Mann zu bringen. Als Journalist ist er zweifellos darin geübt, Interviews mit den richtigen Leuten zu bekommen, doch es bleibt fraglich, ob er von diesen auch immer so ernst genommen wurde, wie von ihm beschrieben. Doch in der Bibel-Code II bleibt Drosnin nicht einfach bei einer Prophezeiung die sich auf die herannahende Zukunft und Gefahr bezieht, sondern wendet den Code auch auf die Vergangenheit an und führt in der Manier eines Erich von Däniken seine Theorie von außerirdischen Urgöttern an, die die Bibel und somit den Bibel-Code an die Menschen gebracht haben sollen. Dabei führt er einen ominösen Obelisken auf der Halbinsel Lisan als Schlüssel zum Bibel-Code an und verweist auf ein irgendwo dort verborgenes Behältnis, welches den Bibel-Code endgültig als Tatsache beweisen könnte.

Schade für die Anhänger des Bibel-Codes jedoch, dass dieser seit 2002 mittlerweile wirklich widerlegt werden konnte, umso erstaunlicher dass Michael Drosnin 2006, also im Jahr in dem laut Bibel-Code die Welt untergeht, einen dritten Band über den Bibel-Code veröffentlichen will. Der Bibel-Code wird jedoch, egal wie oft er widerlegt ist, immer wieder kehren, solange irgendjemand genügend Fantasie besitzt, sich die richtigen Worte zurecht zu biegen.

dkb.de

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