Aus der Amazon.de-Redaktion
Im mittelalterlichen Köln des Jahres 1338 schwören sich drei Kinder an der Schwelle zum Erwachsenwerden ewige Blutsfreundschaft. Das Leben hat jedoch für die Halbwaise Anna, Tochter des Färbermeisters Windeck, den jungen Juden Esra sowie ihren Freund Johannes, Sprößling einer reichen und angesehenen Kaufmannsfamilie, noch einige Überraschungen parat.Johannes soll gegen seinen Willen zu einer befreundeten Familie nach Italien, um die Feinheiten des Fernhandels zu erlernen. Anna will nicht mehr in der Schankstube der Stiefmutter stehen und Esra begehrt gegen seinen jüdischen Glauben auf.
Brigitte Riebe fesselt ihre Leser bis zur letzten Seite mit ihrem brillant geschriebenen historischen Roman aus dem 14. Jahrhundert. Ihr genauer Blick auf das mittelalterliche Leben in Köln, Flandern und Italien, auf die Mode oder vorherrschende Krankheiten sowie die Probleme der Stände und Religionsgruppen zeichnen ihr Buch aus. --Manuela Haselberger
Kundenrezensionen zu 'Pforten der Nacht'
Wiedergelesen und wieder toll! (18. November 2008)
Pforten der Nacht habe ich nach einigen Jahren nun erneut anläßlich einer langen Zugfahrt nach Köln gelesen. Wieder hat mich dieses Buch fasziniert, die lebensnahe Schilderung des mittelalterlichen Köln, die Schrecken und Wirrnisse der Pest, die sagenhafte Plastizität der Figuren Riebes, die vielen mit Liebe gezeichneten Details und ihre Eigenheiten - viel zu schnell war ich am Ziel... so macht ICE-Fahren wirklich Spaß :-)Pforten der Nacht (16. November 2008)
Dieser Mix aus Historie, Krimi und Kölner Sozialgeschichte hat mich gefesselt und berührt. Ich fand die Geschichten von Anna, Esra und Johannes so reich und spannend beschrieben, dass ich das Buch kaumaus der Hand legen konnte. Selten, dass man das in solch gelungener
Kombination zu lesen bekommt! Und daher kann ich nur sagen: mehr davon!
Meine Empfehlung für lange, kalte Winterabende, an denen man in alte Zeiten abtauchen will, ohne mit Oberflächlichem gelangweilt zu werden.
Otto Kastl und Dorothea
Für Kopf und Herz (14. November 2008)
Für mich ist Pforten der Nacht ein absolut faszinierendes Buch, das gerade in seiner Vielschichtigkeit, mit all den Themen dieser Zeit, die es anschneidet, zum atemlosen Weiterlesen verführt. ein eindringlich geschildertes Bild dieser Zeit entsteht da vor den Augen des Lesers, bestens recherchiert und spannend bis zuletzt in einer fesselnden Sprache geschrieben. Meisterhaft auch die Führung und Erfindung der 3 Freunde ( mit denen man mitliebt und mitleidet), die aus so unterschiedlichem religiösen, sozialen und gesellschaftlichen Umfeld kommen, wodurch der Leser wiederum teilhat an den unglaublichen Geschehnissen dieser Zeit, z. B. an der Situation der Juden und wie sie behandelt wurden ( damals schon!)am Alltag in den Handwerkervierteln, der Stellung und Haltung der Kirche, dem wissen in den Frauenklöstern, den reichen Familien der Stadt und ihrem Einfluß, den wirtschaftlichen Gegebenheiten, und und und - der Kommentar soll nicht zu lange werden und nicht zu viel schon verraten. Ich persönlich habe bei bester Unterhaltung auch viel Neues dabei erfahren. Am besten: selbst lesen und darüber nachdenken! Kann ich nur wärmstens empfehlen!FÜR HERZ UND VERSTAND (13. November 2008)
Brigitte Riebes Roman ?Pforten der Nacht? hat mein Herz ebenso positiv angesprochen wie meinen Verstand. Ich habe bei der Lektüre genossen, was ich alles Neues über das spätmittelalterliche Leben der verschiedenen Stände in Köln erfahren habe. Ich hab aber auch mit den Figuren des Romans mitgelitten und mitgefiebert, mich von Hass, Liebe, Intrigen und geplatzten Hoffnungen berühren lassen. Spannend war es jedenfalls, teilweise richtig ergreifend, geschickt komponiert, temporeich erzählt - nicht eine Sekunde langweilig.Das zu lesen, hat mir so großen Spaß gemacht wie schon lange nichts mehr!
unterhaltsam, lehrreich, spannend - kann ich nur empfehlen (12. November 2008)
Wo steht eigentlich geschrieben, dass man nur einen Menschen lieben darf? Anna, die Halbweise aus dem Färberviertel des spätmittelalterlichen Kölns, liebt Johannes, den reichen Kaufmannssohn - doch der junge Jude Esra bedeutet ihr ebenfalls sehr viel. Sie wird lange brauchen, um zu erkennen, wer wirklich der Richtige für sie ist ...
Der Roman ist einfühlsam geschrieben und entführt den Leser in eine Welt der Standesunterschiede und Intrigen. Besonders gut gefallen hat mir auch der genau Blick der Autorin, egal, ob sie das alte Färbehandwerk, Mode dieser Zeit oder Abende im Wirtshaus schildert. Und gelernt hab ich auch eine ganze Menge: zum Beispiel, dass unser inzwischen fast schon perverser Umgang mit der Zeit bereits im 14. Jahrhundert seine Wurzeln hat ...
Wer dazu auch Lust, dem kann ich diesen Roman nur herzlich empfehlen!

