Verdammnis

Verkaufsrang: 36 (Bücher)
Autor: Stieg Larsson
Broschiert
EAN: 9783453433175
ISBN: 3453433173
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Seitenzahl: 751
Erscheinungsdatum: August 2008
Verlag: Heyne Verlag
Preis: EUR 9,90

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Kundenrezensionen zu 'Verdammnis'

Trotz sprachlicher Mängel und Übertreibung... (2. Dezember 2008)

Die ersten 300 Seiten tat ich mir schwer... mehr oder weniger plätscher, plätscher aber mit Lisbeth eine interessante Figur.

Wenn ich mir auch manchmal an den Kopf gelangt habe ob der unglaublichen Fähigkeiten dieser Frau. Gepaart mit überflüssigen, teilweise sogar lächerlichen Details in der Handlungsbeschreibung nervt das! Sinngemäß: "Sie öffnete ihr PowerBook mit 1GB RAM und einem 2GHz Prozessor und doppelklickte auf das Icon Asphyxia 1.3 auf ihrem Desktop"

Dazu kommen ständige Wiederholungen von Beschreibungen, die Seiten zuvor in der gleichen Weise schon mal gegeben wurden. Da kommt man sich manchmal echt veräppelt vor. Meine Lieblingsformulierung: "Er/Sie beschrieb einen Halbkreis..." Was für ein Satz! Und dann gleich 5x innerhalb von 20 Seiten.

ABER die Geschichte ist einfach gut aufgebaut, schön vertrackt und sehr spannend. Die Charaktere sind extrem aber nachvollziehbar und liebenswert. Ab Seite 300 hat mich das Buch nicht mehr losgelassen!

Auf den letzen 100 Seiten Showdown geht es dann nochmal so richtig zur Sache... mit "überraschenden" bis unglaublichen Wendepunkten.

Brillant! (1. Dezember 2008)

Ich bin durch Zufall auf "Verdammnis" gestoßen, der bereits der zweite Band von Stieg Larssons "Millennium-Trilogie" ist, und habe diesen in Unkenntnis eines existierenden ersten Bandes zuerst gelesen. Da die Bände in sich abgeschlossen sind, kann man auch als "Quereinsteiger" sehr gut in die Geschichte hinein finden. Da in "Verdammnis" immer wieder auf zurückliegende Ereignisse aus "Verblendung" angespielt wurde, war ich unheimlich neugierig auf diesen ersten Band (den dritten gab es zu diesem Zeitpunkt noch nicht) und hatte beim Lesen ungemein viele "Aha"-Erlebnisse.

Im zweiten Teil setzt Stieg Larsson auf brillante Art und Weise fort, was in "Verblendung" begonnen wurde.

Mikael Blomkvist, Journalist beim Wirschaftsmagazin "Millennium", recherchiert in einem besonders brisanten Fall von Mädchenhandel, dessen Hintermänner höchste Regierungsämter bekleiden. Blomkvists Partnerin aus dem ersten Buch, die geniale Hackerin Lisbeth Salander, bekommt Wind von der Geschichte und schaltet sich über Blomkvists Computer in die Ermittlungen ein, da ihr gesetzlich bestellter Betreuer Nils Bjurman in den Fall verwickelt zu sein scheint.
Als Blomkvists Informant sowie dessen Freundin und später auch Nils Bjurman tot aufgefunden werden, fällt der Verdacht auf Lisbeth Salander, die daraufhin flüchtet. Nur Blomkvist glaubt an ihre Unschuld und beginnt auf eigene Faust Ermittlungen anzustellen, deren Lösung in der Vergangenheit von Lisbeth Salander begründet ist.

Die sympatischen Hauptakteure Mikael "Kalle" Blomkvist und Lisbeth Salander sind dem Leser gleich zu Beginn wieder vertraut.
Das Hauptaugenmerk des Autors liegt diesmal auf der scharfsinnigen Computervirtuosin Salander, die im ersten Buch bereits sehr rätselhaft und geheimnisumwittert dargestellt wurde. Die Wahrheit um ihre Person, die erschreckende Ausmaße annimmt, wird schrittweise ans Tageslicht gebracht.

Stieg Larsson ist mit diesem virtuos und brillant geschriebenen Buch ein weiterer Geniestreich gelungen und ich konnte es kaum erwarten, endlich den dritten und (leider) letzten Band in den Händen zu halten.

Volle Punktzahl!

Tolle Fortsetzung (16. November 2008)

Leider gibt es den dritten Teil noch nicht als Taschenbuch. Dieses Buch ist eine gute Fortsetzung des ersten Bandes und uneingeschränkt lesenswert.

Von Realitätsstreben nicht eingeschränkt (14. November 2008)

Die Hauptanforderung an einen guten Krimi erfüllt dieses Buch mit Bravour - es ist absolut spannend. Darüber hinaus finde ich die Rahmenhandlung, sowohl was die Recherche um den "Handel" mit Prostituierten betrifft, als auch was die Geschichte um Lisbeth Salander angeht, absolut interessant und gelungen.
Larssons Schreibstil ist flüssig und gut lesbar, der häufige Szenenwechsel verwirrt nicht und trägt dazu bei, dass das Buch lebendig und interessant bleibt. Dass manches an der Geschichte ziemlich fantastisch und konstruiert ist, hat mich nicht im Geringsten gestört. Wenn ich nur Realität will, dann lese ich die Zeitung!
Dasselbe gilt für die Charaktere. Wenn es so gut gemacht ist, was soll es dann, dass Lisbeth zum "Supergirl" wird? Und der Frauentyp Mikael Blomkvist ist doch auch ganz nett, oder?
Ich freue mich jedenfalls auf die Lektüre von Band 3!

Bestenfalls durchschnittlicher Krimi im Drei-Groschen-Format (27. Oktober 2008)

Um es vorweg zu nehmen: Der zweite Teil der "Millenium-Trilogie" geht über Durchschnittslektüre nicht hinaus. Der gute Eindruck, den der höchst spannende und düstere erste Band dieser Trilogie ("Verdammnis") hinterlassen hat, wird mit dem zweiten Band restlos eingedampft. Der Leser quält sich durch ca. 270 Seiten bis die Story überhaupt etwas an Fahrt gewinnt. Dabei gewinnt die Erzählung nie an Rhythmus, vielmehr wird der Leser durch unnötig zahlreiche Handlungsstränge geärgert. Die Story ist kontruiert und die Figuren sind flach und einseitig gezeichnet. Im Grunde geht es darum, dass die arme Lisbeth mal so richtig aufräumen darf unter den frauenhassenden Männern. Gleichzeitig begleicht sie ein paar unerledigte Rechnungen aus ihrer Vergangenheit. Sie gerät dabei unter Mordverdacht. Und während sich die Polizei natürlich selten dämlich anstellt, kommt Mikael Blomqvist ein Geistesblitz nach dem anderen und er löst nicht nur den Fall, sondern enthüllt dem Leser dankenswerterweise auch noch Salanders Martyrium in der Kindheit. Nun sind wir im Bilde. Zugegeben ist die Geschichte zuweilen recht fesselnd, erreicht aber nie anständiges Kriminiveau und besticht auch nicht durch besondere sprachliche Leistungen des Autors. Außerdem beginnen die Hauptfiguren vor - strotzend vor lauter Klischeehaftigkeit - zu nerven, angeführt von Blomkvist als vor Eifer glühendem Anführer des Salander-Fanclubs über die polygame Erika Berger, die entweder Anweisungen an Redaktionsmitglieder erteilt oder an Sex denkt. Die Bösen sind wirklich abgrundtief böse Hinkebeine, kraftstrotzende unverwundbare Teutonen oder winselnde Jammerlappen. Mehr als ein Anstandsstern kann ich dafür nicht vergeben.

dkb.de

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