Conan 2: Roman

Verkaufsrang: 105423 (Bücher)
Autor: Robert E. Howard
Broschiert
EAN: 9783453520714
ISBN: 3453520718
Languages:
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Seitenzahl: 665
Erscheinungsdatum: 3. Juli 2006
Verlag: Heyne
von: Rainer Michael Rahn (Herausgeber), Charles Keegan (Illustrator)
Preis: EUR 15,00

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Kundenrezensionen zu 'Conan 2: Roman'

Vielschichtiger Held in archaischer Sagenwelt - wieder viele interessante Einblicke in Howards Werk. (23. Dezember 2006)

Auch Conan 2 hinterlässt einen äußerst positiven Eindruck. Erneut muss der Leser feststellen, dass Robert E. Howards Darstellung des cimmerischen Barbaren und dessen Welt weit über das hinaus geht, was uns ein Arnold Schwarzenegger auf der Leinwand vermitteln wollte oder konnte. Howards Hyborea ist eine archaische Welt vor unserer Zeit, dennoch merkt man ihr an jedem Punkt an, dass sie aus den Mythen, Sagen und Legenden der Antike erschaffen wurde, dass die realen irdischen Kulturen ihre Eltern waren. So ist Conan ebenso wie die anderen Protagonisten dieser Erzählungen als Kind dieser fiktiven Welt nicht nur ein eindimensionaler Archetypus, sondern ein vielschichtiger Charakter, der als Vorlage für Howards Phantasien diente und den jeweiligen Anforderungen seiner Geschichten angepasst wurde. Doch gerade dies macht einen Großteil des Reizes von Howards Geschichten aus.

Conan: Der einzig wahre Barbar (3. November 2006)

Der Sammelband enthält 2 längere Erzählungen und den einzigen Roman, den
Howard über Conan geschrieben hat. Offenbar gibt Heyne in drei Bänden
Howards gesammelte Conan-Werke heraus.

Conan ist ein Klassiker, er hat ein ganzes Genre gegründet (Sword and
Sourcery). Die Geschichten stehen in der Tradition der
Adventure-Geschichten, die in den Dreissigern in Amerika in
Magazinform erschienen sind. Es gab damals eine Reihe beliebter
Kurzgeschichten-Magazine (Pulp-Magazine), von denen man auch heute
immer noch gelegentlich liest: "Weird Tales", "Action Stories",
"Adventure".

Im Rückblick kann man feststellen, dass es die Zeit der Supermänner
gewesen ist. Der blaurote Kerl in Strumphosen (Superman) hatte seine
Geburtstunde in dem, was wir in Deutschland unpassendweise "Comics"
nennen. In Deutschland dämmerte eine Zeit, in der jemand versuchte,
ganz Deutschland einzureden, es bestände nur aus Supermännern. Und irgendwo
in Texas hat ein junger Schriftsteller in seinen späten Zwanzigern den
Conan erfunden.

Der Charakter steht für Barbarentum, rohe Gewalt, Freiheit,
Vagandentum. Conan verkörpert einen unreflektierten, aber aufrichtigen
Menschentypus. Sein simples Wertesystem lässt sich auf das Motto
"Kämpfen und Siegen" reduzieren. Ein sehr bezeichnendes Zitat findet
man auf der Rückseite des Bandes:

"Ich lebe und das Leben brennt heiß in mir - ich liebe, ich kämpfe,
ich bin zufrieden."

Wie es solche Sätze schon vermuten lassen, sind diese Geschichten von
einer Blut- und Bodenmythologie geprägt. Conan entstammt dem als zäh
und ausdauernd geschilderten Barbarengeschlecht der Cimmerier. Howard
hat eine Vielzahl von Ländern und Völkern erfunden, die allerdings
relativ eng an echte Länder wie Afghanistan (Afghulistan) und Indien
(Vendya) angelehnt sind. Seine Welt ist im sogenannten hyborischen
Zeitalter angesiedelt, und er ist damit einer der ersten, die eine
solche eigene Phantasiewelt erschaffen hat, wie sie heutzutage in
hunderten dicker Fantasy-Schmökern Gang und Gäbe ist.


Conans Leben besteht aus einer endlosen Aneinanderreihung von
Schlachten, Fluchten, Zweikämpfen, kurzen Liebschaften, Wanderschaften
und Rückschlägen aller Art. Auf den sechshundert vorliegenden Seiten
überlebt er diverse Gefangennahmen, Lähmungen durch Zauberkräfte und
sogar die eigene Kreuzigung. Die Schilderungen sind überaus
plastisch und verraten ein überragendes erzählerisches
Talent. Die Detailfülle und die sich überschlagende Erzähllust wird in
ihren besten Momenten Literatur. Howard kann auf jeden Fall auf eine
Art und Weise fabulieren, die viele heutige Fantasyautoren blass und
vor allem langweilig erscheinen lassen.

Natürlich gibt es Längen und eine gewisse Monotonie in den
Schlachtenszenen. Es ist Lektüre für kleine Jungs, oder für solche,
die nicht ganz erwachsen geworden sind. Wer Muskelmänner und Machotypen
verachtet, wird schon durch das Titelbild gewarnt sein. Für die
anderen heißt es, Zugreifen und Lesen, wenn sie wieder mal vom eigenen
Bierbauch, den Pantoffeln unter den Füßen und der nörgelnden Ehefrau
die Nase voll haben. Frauen haben in Conans Welt jedenfalls nicht viel
zu sagen, es ist eine Machowelt. Trotzdem: In den stärksten Szenen
tauchen dann doch plötzlich Frauengestalten auf, die einen eigenen Kopf haben
und sich durchsetzen können. Howard war ein kluger Kopf, und lässt
sich nur dann auf einfache Klischees reduzieren, wo er dies auch
selbst wollte.


Der Autor ist ohnehin ein interessanter Charakter gewesen. Zeitlebens
unter Depressionen leidend, hat er seine Heimat Texas nie
verlassen. Eine starke Muterbindung muss ihn geprägt haben; kurz
vor dem Ableben der Sterbenskranken schießt er sich in den Kopf und
stirbt wenige Tage darauf im Alter von nur dreißig Jahren. Ein Conan
hätte das nicht getan ...

Schwaecher als der erste Band (2. November 2006)

In dem zweiten grossen Conan Buch sind insgesamt drei Geschichten enthalten, die alle deutlich laenger sind, als in Conan1. Hinzu kommen wie schon im ersten Band Hintergrund Informationen und Ideen und Konzepte Howards. Insgesamt also ueber 600 Seiten Lesespass.
Die zweite Geschichte des Buches ist ein wirkliches Kunststueck, vielleicht sogar das Kunststueck der Conan Kosmologie, und laesst Conan so grossartig vor dem Inneren Auge des Lesers auferstehen und leben. Die beiden anderen Abenteuer koennen da nicht mithalten und bleiben so dessen Schatten zurueck, jedoch ungerechtfertigt, gibt es doch weitaus schlechtere Conan Geschichten.
Alles in allem kann der zweite Band nicht so ueberzeugen wie der Erste, zumal die im Buch enthaltenen Zeichnungen nciht so sehr das Flair einfangen konnten wie dort. Trotzdem eine Kaufempfehlung fuer alle treuen Fans und jene die es werden wollen.

Ein absolutes muss für jeden Abenteuer und Fantasy Fan!!! (24. Juli 2006)

Dieses Buch ist der absolute Renner.
Jeder der Abenteuer und Fantasy Geschichten liebt wird von diesem Buch begeistert sein.
Die Conan Bücher erzählen von einer Atemberaubenden Welt voller Mythen, gigantischen Landschaften, Leidenschaft, Monstern, Dämonen sowie Geistern und halb nackten Jungfrauen.

Conan ist und bleibt Kult!

Ein Wortgewaltiges Buch was sich niemand entgehen lassen sollte.

dkb.de

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