Kundenrezensionen zu 'Krieg der Klone'
Ein sehr fragwürdiges Lesevergnügen (29. Oktober 2008)
Ganz ohne Zweifel ist das Buch gut zu lesen. Es ist sogar ein echter Pageturner. Nur geht es einem am Ende so, als hätte man gerade eine riesige Schale Katoffelchips leergefuttert. Man fühlt sich schlecht und es bleibt ein fader Nachgeschmack.Dabei fängt der Roman mit seinem ersten von insgesamt drei Teilen doch so gut an. Ein Fünfundsiebzigjähriger nimmt Abschied vom Grab seiner Frau, geht zum Rekrutierungsbüro und leitet damit die Trennung von seinem alten Leben ein, um ein völlig neues zu beginnen. Hier deutet sich ein vielschichtiger Entwicklungsroman an, einfühlsam aus der Ich-Perspektive geschrieben. Aus dieser heraus wird nach und nach ein ganzes Universum erschlossen, das spannend, vielschichtig und reich zu sein verspricht. Dieser Teil erinnert stark an die guten Romane von Charles Robert Wilson, der übrigens sowohl in der Danksagung vom Autor als Vorbild erwähnt wird, als auch auf dem Rückumschlag als wohlwollender Kritiker zu Wort kommt.
Aber dann folgt mit dem zweiten Teil der brutale Absturz. In bester Heinlein-Tradition wird man an dessen unsäglichen Roman (noch schlimmer verfilmt) "Starship Troopers" erinnert: Immer neue Alienhorden werden niedergemetzelt, wobei auch die eigenen Verluste sind nicht gering sind. Es geht ab jetzt nur noch um das Funktionieren einer nahezu distanzlos verherrlichten Militärmaschinerie, in der Kritik nur noch Platz hat, wenn sie die Kampfhandlungen optimiert. Die Klischees reichen vom brüllenden Drill-Sergeant, wie man ihn aus dem Film "Full Metal Jacket" kennt, über die allgegenwärtige grobschlächtige Sprache bis hin zum fraglosen "Patriotismus", der in diesem Fall einem ganzen Planeten (der Erde) gilt - was ihn auch nicht wirklich besser macht. Wer sich nicht anpasst, wird (so ein Zufall!) ratzfatz vom Feind gekillt. Pflichtschuldig wird immer mal wieder erwähnt, dass man lieber im Frieden mit den anderen Bewohnern der Galaxis leben würde, aber deren Anzahl sei halt groß und der bewohnbare Raum knapp (Volk ohne Raum - das kennt man doch von irgendwo her). Man erfährt übrigens auch nichts über Bündnisse, Machtkonstellation oder von sonst von irgend etwas, das einem einen Überblick über das Schlachtengetümmel verschaffen würde. Der Leser findet sich gemeinsam mit dem Ich-Erzähler ohne jeden Plan in einer Schlacht nach der anderen wieder. Auch Military-SF wurde schon intelligenter geschrieben. Man denke nur an die Enders-Shadow-Reihe von Oson Scott Card (Wann wird die eigentlich endlich mal ins Deutsche übersetzt?).
Fazit: Ein vielversprechender Anfang wird kurzerhand einer endlosen Reihe von Schlachten geopfert, wobei sowohl die Handlung als auch die Charaktere immer oberflächlicher werden. Für Lesbarkeit und den recht guten Anfang gibt es zwei Punkte. Ansonsten Fehlanzeige.
Mit einem Wort...Klasse!! (11. Oktober 2008)
ICh habe mir gleich beide Bände bestellt und beide Bücher in 4 Tagen verschlungen...Der Erzählstil ist witzig, verständlich und trotzdem auf eine Weise sehr detailreich.
Kann ich nur empfehlen!!
ISt nicht umsonst der Roman des Jahres mit einer SF-Genre Auszeichnung...
Sehr kurzweilig (14. September 2008)
Wirklich kurzweiliges Buch für Leute die gerne mal Science Fiction lesen. Idee und Story sind interessant und das Ganze ist gewürzt mit einer spannenden Handlung.Die Mischung aus Science Fiction, Action und Menschlich-Philosophischem ist für meinen Geschmack genau richtig.
Ich kann es wirklich empfehlen!
Super Mischung ! (9. September 2008)
Ich habe mir gleich alle drei Bände von diesem Zyklus bestellt aufgrund der Rezensionen hier und ich wurde nicht enttäuscht.Der erste "Old Men's War" hier ist super Unterhaltung mit einem für mich frischen Szenario. Der Autor hat mich doch tatsächlich zum schmunzeln gebracht, was mir nicht so häufig in diesem Genre passiert.
Der Military Teil ist nicht ganz so hart wie z.B. bei Ringo aber trotzdem ausreichend wie ich finde. Das Universum lässt eine Menge Platz für zukünftige gute Romane (zwei gibts ja schon).
Alles in allem gute Unterhaltung ohne viel Anspruch.

