Kundenrezensionen zu 'Der Zorn der Trolle'
Must have .. (26. November 2008)
Ich bin zwar kein Freund von Namen, für die man einen Betonungslehrgang belegen sollte, aber wenn es stimmig ist lass ich mir das gern gefallen.Ansonsten ist natürlich alles beim Besten (nicht unbedingt für alle Protagonisten versteht) und Story&Stil wird von Band zu Band sogar noch besser.
Wenn man deutsche Fantasy lesen will - und das wollen wir hier schliesslich alle - dann kommt man an den Hardebüchern einfach nicht vorbei. Trolle und Sturmwelten sind das Maß.
Trolle, die 3. (24. November 2008)
Alle Schlachten scheinen geschlagen, alle Feinde besiegt zu sein - so beginnt der dritte Teil der "Troll"-Reihe von Christoph Hardebusch. In Wlachkis regiert ein ergrauter Sten das Land, und in den Jahren des Friedens haben sich viele Wlachaken mit den einst verhassten Nachbarn, den Masriden, arrangiert. Die Trolle pflegen ebenfalls einen vorsichtigen Waffenstillstand mit Andas Kindern, ihren unberechenbaren Brüdern. Doch Kerr, ihr Anführer, ahnt, dass der Frieden nicht von Dauer sein kann, so lange das Land nicht geheilt wurde. So macht er sich in Begleitung des Tiefentrolls Wrag auf, um ein endgültiges Ende der Zwistigkeiten unter den Trollen herbeizuführen.Der "Zorn der Trolle" stellt einen Generationenwechsel dar: Während die altvertrauten Charaktere die Bühne verlassen, kommen neue Gesichter hinzu: Stens Söhne Natiole und Ionnis, die fremdartigen Tiefentrolle und die dekadenten Bewohner des dyrischen Imperiums. Hier liegt - wie auch schon in den Vorgängerbänden - eine große Stärke des Autors: Die Charaktere werden so plastisch und anschaulich beschrieben, dass der Leser ganz in ihren Bann gezogen wird, mit ihnen lebt und leidet. Die Geschichte des 3. Bandes wird deutlich schneller erzählt als die der Vorgängerbände, und die Erzählung gelangt zwischen dem Brand in Teremi und der großen Endschlacht fast nie in ruhigeres Fahrwasser.
Insgesamt ein rasanter Fantasyroman mit überraschenden Wendungen, der den Begriff "Pageturner" voll und ganz verdient.
Kann leider nicht mit den Vorgängern mithalten. (23. November 2008)
Die ersten beiden Trollromane zählen zu meinen Lieblingsbüchern im Fantasy-Genre, Hardebusch schreibt wirklich sehr lebendig und packend, doch der dritte Teil seiner Reihe wurde anscheinend nur aus kommerziellen Gründen eingeschoben, ohne dass der Autor an einer wirklich ausgefeilten Story arbeiten konnte. Normalerweise beschreibt er sehr ausführlich und detailliert, doch in seinem dritten Trollroman hat er einige Stellen einfach übersprungen, die in meinen Augen wichtig gewesen wären. Dabei halte ich viel von Hardebuschs schreiberischem Geschick.Da wäre zum Beispiel der Einbruch der Trolle ins Mausoleum in Colchas, als es darum ging, die Lanze, mit der der Weiße Bär verwundet woren war, in den Besitz zu bringen. Oder Anas Machterübernahjme in Ardoly. Alles in allem fehlt die erzählerische Tiefe, mit der er mich in seinen beiden Vorgängern packen konnte.
Auch der Overkill der Hauptpersonen stört mich. Wenn ich mich nicht geirrt habe, bleibt außer Sargan am Ende des dritten Teils kein Hauptcharakter der "ersten Stunde" mehr übrig - der Dyrier ist damit im wahrsten Sinne des Wortes der einzige rote Faden, der noch weitergesponnen werden könnte.
Die Trolle übernehmen diesmal leider eine zu geringe Rolle. Das ist zwar nichts Ungewöhnliches - und im Übrigen kann ich mir auch nicht vorstellen, dass ein Buch, das überwiegend aus der Sicht von Trollen beschrieben wird, die einfach nicht facettenreich genug sind, so gut ankommt -, doch dieses Mal war es einfach zu extrem. Sonst würde mich das auch nicht weiter stören, solange das Buch gut ist, aber diesmal erfüllte es diesen Anspruch nur in Maßen. Alles war ein wenig flach, und die Haupthandlung, die sich eigentlich um die Trolle und den Dunkelgeist drehen sollte, kommt nicht richtig in Schwung. So hätte gleich von Anfang an wieder etwas ungewöhnliches mit dem Dunkelgeist passieren können, was Kerr dazu veranlasst, rasch und unter Zeitdruck zu handeln. Doch da dieses Element fehlt, plätschert die Handlung in meinen Augen zu sehr vor sich her.
Zumindest hat es Hardebusch geschafft, den allgegenwärtigen Mangel an Spannung durch seinen virtuosen Schreibstil zu entschärfen und die Handlung gut rüberzubringen, doch ganz gelingt das natürlich nicht. Trotzdem ließt sich das Buch gut, aber es langt in meinen Augen nicht an die beiden wirklich erstklassigen Vorgänger heran. Daher Gibt es von mir nur drei Sterne - es wäre Potenzial für mehr dagewesen, hätte man dem Buch mehr Zeit zum Reifen gelassen.
Naja...Naja.... eher langweilig (7. November 2008)
Also... man muss leider sagen das dieser Band nich mit den vorhergehenden zu vergleichen ist.Eher LANGWEILIG... keine Action... keine Schlachten... sehr kurz gefasst...
Teilweise kams mir so vor als wollt er halt dann nich mehr weiterschreiben und hat einfach stellen übersprungen. Zusammenhangslose übergänge!
ich bin echt enttäuscht von dem Buch.
Hatte mich so gefreut.
Hoffentlich wird der Nachfolger von Sturmwelten besser
Dritter Troll-Streich (22. Oktober 2008)
Mit Der Zorn der Trolle legt Christoph Hardebusch den dritten Band um dir großen, kannibalistisch veranlagten Wesen vor. Die bekannten Stärken des Autors, die realistischen, glaubwürdigen Charaktere und die detaillierte Hintergrundwelt machen auch diesen Teil zu einem Lesevergnügen. Der Grundton des Buchs ist düster, wozu besonders der ausgefeilte Stil und die präzise Sprache beitragen.Die Handlungs des Romans ist etwa zwei Jahrzehnte nach den Ereignissen aus Die Schlacht der Trolle angesiedelt. Entsprechend werden auch die handelnden Figuren um einige neue Gesichter erweitert. Andere Charaktere sind aus den ersten Bänden noch bekannt.
Diesmal führt die Geschichte ihre Helden aus dem Land zwischen den Bergen, auch wenn ein guter Teil der Handlung immer noch dort angesiedelt ist. Der Fokus liegt erneut auf den Beziehungen zwischen Menschen und Trollen. Letztere sind, wie in den ersten Bänden, nicht alleinige Protagonisten, wobei ihre Handlungen wieder Auslöser der gesamten Geschichte sind.
Das Buch ist kürzer als die Vorgänger, was sich auch in der straffen, spannenden Handlung äußert. Unerwartete Wendungen und Konflikte der Personen untereinander machen das Buch bis zur letzten Seite spannend.
Fazit: ein sehr guter Fantasyroman, der die Geschichte um die Trolle fantastisch fortführt. Uneingeschränkt empfehlenswert.

