Warhammer 40 000. Der Kreuzzug

Verkaufsrang: 5120 (Bücher)
Autor: Dan Abnett
Broschiert
EAN: 9783453524248
ISBN: 3453524241
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Seitenzahl: 389
Erscheinungsdatum: 16. Oktober 2008
Verlag: Heyne
von: Christian Jentzsch (Übersetzer)
Preis: EUR 7,95

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Kundenrezensionen zu 'Warhammer 40 000. Der Kreuzzug'

Ist die Luft langsam raus? (12. September 2008)

Warum habe ich die Geisterromane immer gerne gelesen? Sie vermittelten einen sehr authentischen Eindruck des Warhammer40k-Soldatenlebens, sie lebten von ihrer unnachahmlichen Atmosphäre, die Abnett auch heute noch immer wieder gut trifft, sie verfügten über ungeheuer sympathische Charaktere und in ihren Stenstunden auch über eine gute Geschichte. Man muss anmerken, dass die Geister keine große zusammenhängende Geschichte erzählen. Vielmehr haben sie den Charakter einer TV-Serie. Jedes Mal kommen sie auf einen anderen Planeten und müssen eine Aufgabe erfüllen. In Wahrheit aber geht es um die Einzelschicksale der Soldaten und nicht so sehr um den Planeten, der gerade eingenommen werden soll.
Es gab schon in der ersten Hälfte der Reihe immer mal Aussetzer von schlechterer Qualität, aber nun mehren sie sich. Alle Liebgewonnenen Personen hat Abnett mittlerweile umgebracht und ihr Ersatz füllt nicht wirklich die Lücke. Vielleicht will Abnett darauf hinaus, dass selbst der letzte Rest des verlorenen Planeten Tanith am Ende ausgelöscht wird, dass keiner den Soldatendienst überlebt. Ich weiß es nicht.
In dieser Geschichte steht im ersten Drittel nicht der Krieg im Vordergrund, sondern das Soldatenleben im Transit zum nächsten Einsatzort sowie die Ausbildung zum imperialen Armeesoldaten. War interessant zu lesen. Ich finde sogar, er könnte mal ein ganzes Buch aus so einem Ansatz machen. Dann aber stürzt das Buch ab. Atmosphärisch stimmt jedoch wieder alles. Man erfährt in Abnetts Romanen immer ganz besonders die Bedrohlichkeit des Chaos und den Schrecken des Krieges überträgt sich fast schon auf den Leser. Allerdings gibt es hier noch nichtmal den Ansatz einer originellen Geschichte. Alte Schauplätze werden wiederverwertet, meist gibt es nur abgehackte Situationsberichte bevor der Schauplatz wieder wechselt. Man fragt sich zwischenzeitlich auch, warum die Armee ein höchst wichtiges Unternehmen, das von entscheidender Bedeutung für die Invasion des Planeten war, nur mit den normalen Lasergewehren und 1 Raketenwerfer ausstattet, wo man sich in einem Kriegsgebiet, in dem durchaus schwere Kaliber wie z.B. Panzer auftauchen können, befindet. Dies nimmt dann ein weiteres Drittel des Buches ein: Ein Kampf gegen einen Gegner, den man wegen zu schwacher eigener Waffen nicht treffen kann.
Das eigentliche Ende kommt dann schnell - viel zu schnell. Gerade wähnt man sich noch mitten in der Geschichte, denkt jetzt gehts los (obwohl man wegen der wenigen Seiten, die noch bleiben, weiß, dass dem nicht so sein wird), da wird alles schlagartig mit ein paar Bemerkungen beendet, Gaunt setzt sich in eine Fähre, es stirbt noch schnell einer der liebgewonnen, alten Charaktere (man sollte mal fragen, wer überhaupt noch dabei ist) und fertig.
Gelungene Ansätze, die vielleicht besser in eine Kurzgeschichtensammlung gepasst hätten, aber insgesamt nicht so überzeugend, wie er es eigentlich könnte. Ich vergebe drei Sterne, nicht weil das Buch knapp über dem Durchschnitt rangiert, sondern weil der dritte Stern genau in der Mitte liegt und es sich somit meiner Meinung nach bei diesem Buch leider nur um ein durchschnittliches Werk handelt. Hoffen wir auf bessere Geistergeschichten.

PS: Die Übersetzung ist an manchen Stellen wirklich mau. Habe fast schon überlegt, so wie ich es mit allen anderen Black-Library-Büchern halte, auch hier zum englischen Original zu wechseln.

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