Das Walker-Hasser-Manifest

Verkaufsrang: 14704 (Bücher)
Autor: Achim Achilles
Broschiert
EAN: 9783453600713
ISBN: 3453600711
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Seitenzahl: 128
Erscheinungsdatum: 1. November 2007
Verlag: Heyne TB
Preis: EUR 6,00

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Kundenrezensionen zu 'Das Walker-Hasser-Manifest'

etwas übertrieben (29. April 2008)

finde es etwas übertrieben, im grunde genommen steht immer wieder das gleiche drinnen, das ganze buch kann auf 10seiten zusammengefaßt werden, es werden die "schlechten seiten" der walker ständig wiederholt.
auch als nicht walker freund finde ich das buch übertrieben, dennoch waren die ersten seiten sehr amüsant zu lesen.

Es bietet genau was der Titel verspricht - mit einem leicht faden Beigeschmack (4. April 2008)

Endlich! Endlich wieder zurück zu den Wurzeln. Endlich wieder Satire statt gut gemeinter aber eher überflüssiger Ratschläge à la "Achilles Laufratgeber".
Richtig betrieben ist Walken für (stark) Übergewichtige, Verletzte und Kranke sicherlich eine sehr sinnvolle Sache. Allerdings trifft man im Wald praktisch nur diejenigen Walker, die überhaupt keine Ahnung vom korrekten Einsatz der Stöcker haben, sondern den neuen Volkssport "Stöckchenschleifen im Wald" betreiben. Und das auch meist im Rudel lauthals schnatternd. Genau diese werden von Achim dann auch zu Recht persifliert.

Und wie! Jeder der das Walken liebt sollte sich besser genau überlegen, ob er diesen Feldzug in Worten über sich ergehen lassen möchte. Der Humor ist teilweise wirklich provokant, sehr derbe, politisch unkorrekt und teilweise auch sprachlich/inhaltlich grenzwertig.
Wenn man selbst Läufer ist und sich ebenfalls gelegentlich über Walker ärgert oder sich über diese lustig macht (ich bekenne mich zu dieser Gruppe), ist das Buch zunächst wirklich amüsant und man stimmt Achim beim Lesen immer wieder zu.

Leider ist die Art und Weise, wie verbal auf die Walker eingedroschen wird, teilweise zu extrem überzogen und Achim wiederholt sich auch ständig. Nach der Hälfte des (sowieso schon recht dünnen) Buches gibt es eigentlich nichts wirklich Neues mehr. Dadurch wurde das Grinsen in meinem Gesicht im Verlauf der Lektüre auch immer weniger und Langeweile machte sich breit. Am Ende war ich dann unterm Strich eher etwas enttäuscht.

Die Enttäuschung liegt auch darin, dass die Geschichten von bzw. über Achim Achilles selbst leider nur noch sehr rudimentär vorhanden sind - der Laufalltag von Achim und der Kampf mit sich und seiner Mona wird leider nicht so ausführlich beleuchtet wie in "Achilles Verse". Dadurch kann man sich auch nicht mehr (so stark) mit Achim Achilles identifizieren, wie das noch bei "Achilles' Verse" der Fall war.
Das Buch liest sich wie eine laut vorgetragene Klageschrift. Andererseits ist das ja auch die Bedeutung des Wortes Manifest - in so fern hält das Buch genau genommen exakt was es verspricht.

Nach jedem Kapitel finden sich Emails von anderen Lesern. Diese Leserbriefe schlagen jedoch nicht alle in dieselbe Kerbe, sondern gehen auch durchaus kritisch oder gar feindselig mit Achim ins Gericht. Vieles davon ist nicht sonderlich lustig, aber zumindest interessant zu lesen. Und in einigen Punkten muss man dann den Walkern sogar mal zustimmen! Als Läufer ist man vielleicht nicht immer den Walkern wohl gesonnen, aber hassen muss man sie auch nicht gleich alle.

Fazit:
Das "Walker-Hasser Manifest" ist klar besser und insb. lustiger als der "Ratgeber". An das erste Buch kommt es jedoch leider auch nicht ran.
Eine Aufmachung zumindest im Stil der "Achilles' Verse" wäre vermutlich interessanter gewesen.

Keine Werbung für Läufer (14. Februar 2008)

Als begeisterter Läufer habe natürlich auch ich so meine Erfahrungen mit Walkern hinter mir. Diese sind leider auch meist negativ, weswegen ich mich auf dieses Buch gefreut habe. Ich habe es auch gleich noch als Geschenk mitbestellt.
Natürlich sind die Geschichten nicht ernst gemeint und man muss mit sehr viel Humor ans Lesen gehen. Nur stört mich dann doch etwas der fehlende Respekt vor Walkern die Ihren "Sport" gewissermaßen auch ernst nehmen.
Nun - ich bin wirklich nicht humorlos und habe auch einen langen Teil des Buches versucht nur das komische zu sehen aber irgendwie spürte ich einen üblen Beigeschmack.
Eigentlich sind wir Läufer doch ganz anders als in diesem Buch beschrieben. Auch wenn wir nie zu walkern mutieren würden, gilt das Motto leben und leben lassen. Zum Glück. Leider hab ich jetzt die zweite Ausgabe übrig denn verschenken wollte ich sie nicht mehr...

Urkomisch - aber nur 50% (4. Februar 2008)

Dieses Büchlein ist ein lesenswerter Zeitvertreib für jeden ambitionierten Läufer mit der Vorliebe für Sarkasmus und derben Witz: ich konnte sehr oft herzhaft lachen! Aber trotzdem vergebe ich nur 4 Sterne. Was mich nämlich gestört hat: der Content stammt nur zu rund 50% vom Autor selbst. Nach jedem Kapitel sind seitenweise E-Mails von Lesern der Online-Kolumne abgedruckt. Davon hätte ich gern weniger gelesen - und stattdessen mehr von Achim Achilles selbst!

Nicht nur für Walker-Hasser, sondern auch für Walker-Liebhaber (17. Oktober 2007)

Achim Achilles schreibt wunderbar. Man wird sich nicht helfen können, man muss schmunzeln, lachen, zustimmend nicken, mitlästern. Was er da schreibt, ist einfach so aus dem Leben gegriffen, die deutschen Waldwege sind doch alle gleich … Aber nicht nur Walker-"Hassern" kann man das Buch empfehlen, auch Walker sollten es lesen, entweder sie sind danach bekehrt oder aber sie kennen wenigstens die Argumentationsweise des Feindes. Nicht nur die Kolumnen reizen zum Lachen, auch die eingestreuten Leserbriefe erwecken Heiterkeit. Dabei hat Achilles nicht nur die ausgewählt, die seinen Standpunkt unterstützen und loben, sondern auch die Leserbriefe von "Hardcorewalkern" abgedruckt, die wohl zu der seltenen Minderheit gehören, die diesen Sport wirklich ernsthaft ausüben, in der Form, in der man ihn auch wirklich als "Sport" bezeichnen kann. Doch die Mehrheit ist ja doch die durchschnittliche deutsche Hausfrau, die hofft, mit einer Stunde walken die zwei Stück Sahnetorte von gestern Nachmittag abbauen zu können …
Wichtig ist es, dieses Buch mit einem Augenzwinkern lesen zu können. In jeder Sportart gibt es solche und solche: Die, die ihren Sport wirklich lieben und ernst nehmen und durchaus gesund betreiben, und die, die ihn nur pro forma betreiben. Eine Sache, die auch in diesem Buch nicht verborgen bleibt: Während Walker dazu neigen, zu wenig zu machen, um erfolgreich zu sein, tendieren Läufer eher zum Gegenteil, nämlich zur Gesundheitsschädigung. Doch um die Nachteile des Laufens geht es hier ja gar nicht.
Auch wenn manche Kolumnen sehr scharf wirken, von der Hand zu weisen sind Achilles’ Beobachtungen nicht, gerade das sorgt für den großen Unterhaltungswert.

dkb.de

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