Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone

Verkaufsrang: 373 (Bücher)
Autor: Joachim Bauer
Broschiert
EAN: 9783453615014
ISBN: 3453615018
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Seitenzahl: 192
Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Verlag: Heyne
Preis: EUR 7,90

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Wie kommt es, dass uns ein Gähnen anstecken kann, dass sich unsere Stimmung bessert, wenn uns jemand anlächelt, und dass wir manchmal auch über große Entfernungen wissen, wie es einem uns nahe stehenden Menschen geht? Intuition und “sechster Sinn”: Das sind nur zwei der Phänomene, die durch die Entdeckung der “Spiegelneurone” erklärt werden können. Diese besonderen Nervenzellen haben es in sich, denn sie bilden die neurobiologische Basis für unser intuitives Verständnis dessen, was andere Menschen fühlen – und was sie vorhaben. Und sie beeinflussen uns massiv, sowohl psychisch als auch körperlich.

In zahlreichen Studien konnte mittlerweile nachgewiesen werden, wie diese Spiegelneurone arbeiten. Und die Ergebnisse sind sensationell. So hat sich herausgestellt, dass bei der Beobachtung einer Handlung eines anderen Menschen bei uns genau dasselbe neurobiologische Programm aktiviert wird, das auch tätig wird, wenn wir diese Handlung selbst ausführen! Und nicht nur das: Schon das Beobachten von Teilen einer Handlungssequenz, oft ein einfaches Geräusch, genügt, damit wir “wissen”, wie es weitergeht. Da die Handlungssequenzen, die wir gespeichert haben, auf unserer individuellen Erfahrung basieren, sind unsere Voraussagen nicht immer richtig – aber meist treffen sie eben doch zu. Und da wir auf diese Weise nicht nur Handlungen nachvollziehen können, sondern auch Empfindungen, ermöglichen unsere Spiegelnervenzellen auch Intuition und Mitgefühl.

Joachim Bauer erklärt diese bahnbrechenden neuen wissenschaftlichen Erkenntnisse verständlich und ausführlich. Und er zeigt auf, was sie für unser Leben bedeuten. So kann er nicht nur deutlich machen, was geschieht, wenn wir uns verlieben (und auch, wenn Liebe stirbt). Die Entdeckung der Spiegelneurone hat auch weitreichende Konsequenzen für das Verständnis kindlichen Lernens, für das Verstehen von Autismus (als Störung der Spiegelsysteme), für den Zusammenhang von Sprache und Handlungen und für die Probleme, die Kinder in unseren Schulen haben. Als Menschen sind wir angewiesen auf Spiegelungen, und zwar körperlich und psychisch. Die dramatischen Auswirkungen von Mobbing und anderen Formen sozialer Isolation machen das deutlich, und auch die Möglichkeiten der Psychotherapie erweitern sich angesichts der Erkenntnisse über Spiegelneurone.

Ein wichtiges Buch, das unser Verständnis über unser Menschsein erweitert und zudem ein neues Verständnis einiger zentraler Probleme unserer Zeit ermöglicht. -- Gabi Neumayer

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Kurzbeschreibung

Gähnen steckt an, ein Lächeln macht uns froh: Intuitiv verstehen wir, was andere fühlen, können die Freude oder den Schmerz anderer mitempfinden. Die Erklärung dieser geheimnisvollen Phänomene liegt in den Spiegelneuronen, die erst vor kurzem erforscht wurden. Sie sind die Grundlage unserer emotionalen Intelligenz, bestimmen unser »Bauchgefühl « und die Fähigkeit zu lieben.

Der Psychoneurologe Joachim Bauer über eine sensationelle Entdeckung der Neurowissenschaften, die unsere Wahrnehmung vom Menschen verändert!

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Klappentext

Das Buch ist ein großes Pionierwerk, das das Verständnis der menschlichen Psyche revolutioniert."
Psychologie Heute

"Die Entdeckung revolutioniert die Neurobiologie."
Focus

"Der Freiburger Psychiater und Internist Joachim Bauer hält die Entdeckung dieser Nervenzellen für eine neurologische Sensation und hat ihnen ein aufschlussreiches Buch gewidmet."
Münchner Merkur

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Über den Autor

Joachim Bauer, Jahrgang 1951, arbeitet als Internist, Psychiater und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin am Universitätsklinikum Freiburg, seit 1992 als Professor für Psychoneuroimmunologie. 1996 wurde er mit dem renommierten Organon-Forschungspreis geehrt. Er ist Autor zahlreicher Fachartikel und hat 2002 "Das Gedächtnis des Körpers" veröffentlicht.

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Kundenrezensionen zu 'Warum ich fühle, was du fühlst: Intuitive Kommunikation und das Geheimnis der Spiegelneurone'

Warum ich fühle, was Du fühlst. (11. Juni 2008)

"Warum ich fühle, was du fühlst" - ein Buch über Gedankenlesen bei Hoffmann und Campe - das hat mich beim ersten Entdecken in der Buchhandlung sofort zugreifen lassen. Ich konnte es ehrlich gesagt nicht glauben, dass am Gedankenlesen etwas dran sein soll. Und, um es vorwegzunehmen, es geht auch nicht um Gedankenlesen, sondern hinter diesem Titel verbirgt sich etwas viel spannenderes: Intuitive Kommunikation; ein Phänomen, das wir alle schon selbst am eigenen Leib erlebt haben. Wir sind im Gespräch mit jemandem und irgendetwas spielt noch zusätzlich eine Rolle - nur wir können es nicht benennen. Und nennen es im Nachhin "Sympathie" oder "wir haben keinen Draht zueinander gefunden".

Worum geht es Joachim Bauer, Professor für Psychoneuroimmunologie, Psychiater und Facharzt für Psychotherapeutische Medizin? Das Resonanzphänomen in der Kommunikation. Unwillkürlich erwidern wir ein charmantes Lachen. Wir gähnen, wenn andere gähnen. Erwachsenen öffenen spontan den Mund, wenn sie ein Kleinkind mit einem Löffelchen füttern. Dieses Resonanzphänomen spielt nicht nur in unserem Alltag, sondern gerade auch in Politik und Wirtschaft eine Rolle zur Einflussnahme. Ob Führung ankommt und wirkt hängt v.a. von der Frage ab: "Erzeuge ich Resonanz mit meinem Führungsverhalten?"

Das Resonanzphänomen ist kein esoterische Einbildung, sondern beruht auf der Existenz der Spiegelnervenzellen, die Dank neuester neurobiologischer Forschungen jetzt verstanden werden können. Zu vermitteln, was dazu an Erkenntnissen vorliegt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu reflektieren, soll der Inhalt dieses Buches sein.

Diesem selbst gestellten Anspruch wird Bauer in hervorragender Weise gerecht. Präzise und gut nachvollziehbar beschreibt er auf neurobiologischen Grundlagen die Arbeitsweise der Spiegelnervenzellen. Es lassen sich tatsächlich, z.B. bei Versuchstieren Erregungspotenziale in den motorischen Nervenzellen eines Affens feststellen, der die Bewegung eines anderen Affens nur beobachtet. Die Handlung des einen aktiviert also die Spiegelneuronen des anderen. Und dies gilt nicht nur für motorische Handlungsfolgen, sondern ebenso, wie Bauer eindrücklich schildert, für Abläufe des Empfindens und Fühlens. Wir haben also aufgrund unseres Nervensystems die Fähigkeit, ein Gefühl dafür zu entwickeln, was andere tun. Nur ist dies bei unterschiedlichen Menschen unterschiedlich ausgeprägt.

Wir kennen das intuitive (Spiel-)Verständnis aus dem Fußball oder haben es auch selbst schon einmal erlebt. Bauer liefert die Erklärungen dazu.

Welche Bedeutung hat diese Intuition, die auf den Gegebenheiten der Neurobiologie gründet, für den Beruf?
Die Vortäuschung von meiner eigentlichen Absicht abweichender Handlungsziele wird nicht funktionieren
Ich muss es dem freien Willen meines Gegenübers/Mitarbeiters überlassen, welche Schlussfolgerung er aufgrund des bewusst und intuitiv Wahrgenommenen erzielt.

Was bleibt mir als Führungskraft zu tun? Nur wenn Kongruenz zwischen meiner Handlungsabsicht und meiner tatsächlichen Handlung besteht, wirke ich eindeutig auf meine Mitarbeiter. Wirkungsvolle Führung setzt damit meine eigene innere Vorbereitung und Entscheidung voraus. Erst dann darf ich meinem Mitarbeiter in einem Delegationsgespräch seine Aufgabe vermittlen.

Delegiere ich eine Aufgabe trotz eines inneren Vorbehaltes meinerseits, dann sollte ich mir von jetzt an gewiss sein, dass dieser Vorbehalt von meinem Mitarbeiter intuitiv wahrgenommen wird. Der Mitarbeiter wird die delegierte Aufgabe entsprechend ausführen.

Grund genug, sich mit dem Thema der Spiegelnervenzellen intensiver zu beschäftigen. Viel Spaß und eine erkenntnisreiche Lektüre.

Endlich geklärt: Die neurobiologische Seite des Mitgefühls (16. April 2008)

Die Entdeckungen, von denen dieses Buch erzählt, waren für viele so verblüffend, daß deutsche Neuroforscher lange Zeit zweifelten, ob so etwas denn wahr sein könne: Daß die Evolution den Menschen mit Nervenzellen ausgestattet hat, die auf Mitgefühl spezialisiert sind. Wenn der von Bauer zitierte Frans de Waal (Verhaltensbiologe, Bestsellerautor) den Spruch tat "It took science a long time to take empathy seriously", dann gilt das sicher auch für die Verhältnisse hierzulande. Nun, dieses Buch gibt die Antwort: Es fasst alles zusammen, was aus der Forschung über diese erstaunlichen Zellen (Spiegelnervenzellen) bekannt ist. Eine spannende, sehr gut lesbare Lektüre.

Gemischte Gefühle (16. März 2008)

Habe das Buch vor nicht allzu langer Zeit geschenkt bekommen. Ich war zuerst sehr begeistert von den "Neuerungen", der Entdeckung der Spiegelneurone, und las begierig weiter. Doch irgenwann wurde es langatmig; ich hatte den Eindruck, er wiederholt sich. Das "Geheimnis Spiegelneurone" wurde auf die Auswirkungen in die verschiedenen Lebensbereichen ausgeweitet, es bot sich mir jedoch keine Vertiefung des Themas.

Neugierig geworden und begab mich nun selbst auf die Recherche, was es damit genau auf sich hat. Bin kein Fachmann auf dem Gebiet und wollte allgemein zuerst erfahren, was Wikipedia zu bieten hatte oder was deren Entdecker, Giacomo Rizzolatti, dazu schrieb. Wer mag, googelt selbst unter dem Begriff: "Spiegelneuron" und bilde sich sein eigenes Urteil.

Trotzdem ist es ein spannendes Werk und für den Laien verständlich aufbereitet, der sich ein bisschen mit Verhaltenspsychologie und Sozialstrukturen beschäftigt. Daher meine Wertung: 3 Sterne. Meine vielen Vorgänger beschrieben schon alles Fachliche zu diesem Buch, daher möchte ich keine nochmalige Wiederholung anfügen, nur abschließend dazu bemerken: "Prüfet alles, das Gute aber behaltet".

Antworten auf die Frage: Wieso Menschen sich intuitiv verstehen und spontan fühlen, was andere fühlen (17. Februar 2008)

Seine Forschungsarbeit geht soweit, sich auf dieses Thema einzulassen, wie Menschen sich davon eine Vorstellung machen können, was andere denken. J. Bauer legt mir dar, was Spiegelneurone leisten und wie Menschen sich mit ihrem impliziten Wissen orientieren. Für einen reibungslosen Ablauf des zwischenmenschlichen Alltags bedienen wir uns demnach unreflektierter Gewissheiten bzw. implizierter Annahmen über den voraussichtlichen Verlauf einer Bewegung, Handlung oder Reaktion. Spiegelneuronen erzeugen ein Gespür dafür, was Menschen Intuition nennen und was sie ahnen lässt, was in dieser Welt oder in einer Beziehung auf sie zukommen könnte.

Im Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis wird deutlich, auf welchen neurobiologischen Wegen der Lesende mit dem Autor geht, wenn er sich in den Autor und in den Text tief versenkt. U.a. von Spiegelung und Identität" bis hin zu Fragen des freien Willens. Die Entdeckungen der Neurobiologen erklären auf ihre Art und Weise ihre Sicht von Phänomenen, von Abläufen und Wahrnehmungen, die beispielsweise für Berater, Lehrende, Trainer in ihrer Praxis sehr vertraut sein werden und die mit Hilfe von J. Bauers Veröffentlichung wesentlich zum Gelingen erfolgreicher Beziehungen beitragen können. J. Bauers Aussage: Was benutzt wird, führt zu einer Verstärkung der neurobiologischen Schaltkreise, was nicht trainiert wird, reduziert diese!

Na denn -modernes Schulsystem und Führungskräftetrainer sowie Einkäufer von Trainingsseminaren: Stellt euch mal auf einen Leitbildwandel um!

Auszug aus dem Inhaltsverzeichnis:
Resonanzphänomene des Alltags:
Warum ich fühle, was du fühlst.
Was Spiegelneurone leisten.
Spiegelneurone und die Herkunft der Sprache
Dein Bild in mir - mein Bild in dir: Spiegelung und Identität
Beziehungsalltag und Lebensgestaltung
Gene, Gehirn und die Frage des freien Willens

Für die EG-BIBLIO-KOM Dr. Karl-J. Kluge

Brilliant geschrieben - Ein Buch zum Geniessen. Danke! (6. Dezember 2007)

Es gibt nur wenige verständlich geschriebene Bücher für Leute wie mich (Buchhändlerin), die zwar Interesse am Gehirn und am Funktionieren der Seele haben, die aber nicht selbst in der Forschung tätig sind. Die Bücher von Joachim Bauer sind eine seltene Ausnahme, so auch dieses Buch hier. "Warum ich fühle was du fühlst" ist ein Sachbuch über die Spiegel-Nervenzellen. Das Buch, das für jedermann jenseits der Mittleren Reife sehr gut verstaendlich ist, ist ein Lesegenuss. Und was es beschreibt, ist eine wissenschaftliche Sensation. Für mich steht fest was ich an Weihnachten verschenken werde. Danke für dieses Buch!

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