Kundenrezensionen zu 'Amokjagd'
Kurzer, präziser, schnörkeloser Horror - Ketchum eben! (25. Oktober 2008)
Jeder, der die drei bisher in Deutschland veröffentlichten Ketchum-Bücher gelesen hat, sollte diese nicht miteinander vergleichen, da sie völlig unterschiedlich das Thema "Horror" beleuchten.Evil und Beutezeit waren grandios und daher habe ich mich sehr auf Amokjagd gefreut und war ein wenig enttäuscht. Warum? Weil Ketchum einen amoklaufenden Psychopathen beschreibt, etwas, das uns in der letzten Zeit recht häufig in den Medien begegnet. Erstaunlich ist aber, dass Ketchum das Buch schon vor etlichen Jahren geschrieben hat und somit der Zeit voraus war.
Letztendlich habe ich Amokjagd innerhalb kürzester Zeit aus gehabt. Schnörkellos, brutal und auf angenehmen 288 Seiten beschreibt Ketchum das Leben des Psychopathen, der einen Mord beobachtet und in den Mördern "Gleichgesinnte" sucht, aber von ihnen bitter enttäuscht wird. Die Gedanken der Opfer werden kurz und präzise beschrieben. Ketchum hält sich nicht mit stundenlangen Monologen und Dialogen auf, nein, er bringt es auf den Punkt, so dass seine Direktheit einem manchmal den Atem nimmt.
Ich freue mich auf den nächsten Ketchum!
schwächster titel bisher, (18. Oktober 2008)
aber trotzdem gelungen.wenn ich die vorherigen veröffentlichungen als maßstab nehme (evil, beutezeit), schneidet amokjagd nicht so gut ab.
aus diesem kontext herausgelöst erweisst sich dieses buch allerdings als überdurchschnittlich spannender serienkillerthriller.
zugegeben, die story ist diesmal etwas flach und vorhersehbar, aber dank einiger spannungsspitzen und der überraschenden tiefe einiger figuren (wayne+rule) hat mich amokjagd überzeugt.
der gorefaktor wurde im vergleich zu den beiden vorgängern drastisch zurückgeschraubt, was dem ganzen aber nicht zum nachteil reicht.
ich jedenfalls musste endgültig erkennen das ich einen neuen lieblingsautor habe.
hoffe es erscheinen alle von ketchum's werken.
blutrot habe ich schonmal vorbestellt.
Einfach faszinierend (26. September 2008)
Spätestens mit diesem Roman hat es Ketchum geschafft, mein absoluter Lieblingsautor zu werden. Meiner Meinung nach spielt er in der gleichen Liga wie zum Beispiel auch ein Stephen King. Ehrlich gesagt, gefallen mir die Werke von Ketchum sogar noch etwas besser, da mich sein Schreibstil absolut begeistert. Auch in "Amokjagd" schafft er es wieder, den Leser von Anfang an für die Story zu begeistern.Der Roman hätte auch durchaus "Der Killer in mir" heißen können, denn dieses Buch ist eine absolute Achterbahnfahrt durch das Innerste der menschlichen Seele. Die Abgründe, die sich hier dem Leser offenbaren, sind so tief, das man es kaum fassen kann. Trotz der absoluten Fassungslosigkeit, die einen beim lesen überkommt, ist man doch gleichzeitig gefesselt und total fasziniert von dem hier geschilderten Geschehen, so das es sehr schwer fällt, den Roman überhaupt einmal aus der Hand zu legen. Man muß dies aber zwangsläufig manchmal tun, um das Gelesene auch einmal etwas sacken zu lassen.
Dieser Roman ist so realistisch geschrieben, das man sich total in das Geschehen mit einfühlen kann und schon während des Lesens das Ganze wie ein Film im Kopf abläuft. Und genau diese plastische und autentische Schreibweise ist es, die die Werke von Jack Ketchum zu etwas ganz Besonderem macht. Man hat irgendwie gar nicht das Gefühl, ein Buch zu lesen, sondern bekommt vielmehr das Gefühl, selbst ein Teil einer Geschichte zu sein, die gerade passiert.
gut unterhaltend (28. Juli 2008)
In dem momentan aufkommenden Trend zu Spannungsliteratur bildet Jack Ketchum noch immer eine Sonderstellung alleine weil sein Meisterwerk "Evil" fast 20 Jahre lang in Deutschland nicht zu kaufen war. Ihn umgibt die Aura des "Underground" im momentan kommerziellen Ausschlachtens des Genres. Und das seine Bücher nach und nach zu Bestsellern werden liegt daran das die ehemaligen Meister King/Koontz/Saul der amerikanischen Horroliteratur zahm geworden sind. Guter Horror funktioniert auf wenigen Seiten. Ketchum braucht hier gerade mal 288 Seiten um eine Geschichte zum Thema "psychopathischer Mann fängt nach Jahren des davon Träumens an Menschen wahllos zu töten"zu erzählen. Die Geschichte wurde erstmals in den 90ern veröffentlicht und genauso bieder klingt für uns das Thema. Es ist dennoch hart und spannend erzählt aber kein Vergleich zu seinen zuerst veröffentlichten Büchern. Aber man darf auf Besserung hoffen denn der nächste Ketchum wartet schon!Amokjagd (23. Juli 2008)
Hatte mir von Amokjagd von Ketchum etwas mehr versprochen. Viele Leichen,grausame Morde, eine Abfolge von Greueltaten, aber die ganze Handlung ist sehr flach. Schade - mal sehen was das nächste Buch bringt.

