Aus der Amazon.de-Redaktion
Wenn Sie der Meinung waren, Wie ein einziger Tag wäre ein Tränendrücker gewesen, dann holen Sie die Taschentücher hervor, rücken Sie sich einen Sessel zurecht, und bereiten Sie sich darauf vor, Ihr Herz aus den Angeln reißen zu lassen von Nicholas Sparks' Weit wie das Meer, seiner zweiten Geschichte einer unglückseligen Liebe. Als Theresa Osborne einen wohlverdienten Sommerurlaub nimmt und nach Cape Cod fährt, findet sie weit mehr als nur eine Pause vom alltäglichen Streß. Während sie eines Morgens an der Cape Cod Bay entlangjoggt, entdeckt sie eine verkorkte Flasche mit einer aufgerollten Mitteilung: "Meine liebste Catherine, Du fehlst mir, wie Du mir immer fehlst -- aber heute ist es besonders schlimm, weil das Meer mir ein Lied gesungen hat, und es war das Lied unseres gemeinsamen Lebens ..." In diesem Tenor dümpelt es einige Abschnitte lang weiter und endet mit "... bin allein am Pier, und es ist mir gleich was die anderen denken während ich den Kopf senke und weine und weine und weine. Garret."Garret mag vielleicht ein sentimentaler Softie sein, aber keine Sorge -- bevor Sie "Schau! ich habe noch zwei Briefe gefunden" sagen können, ist Theresa dicht auf seinen Fersen und entschlossen, diesen geheimnisvollen, sensiblen Flaschenpostschreiber zu finden. Und sie findet ihn -- in einer verschlafenen Hafenstadt in North Carolina, wo er an seinem geliebten Segelboot, The Happenstance, arbeitet. Von nun an entwickelt sich eine Romanze zu einem Feuerwerk der Emotionen. Theresa hat Probleme mit ihrer Vergangenheit -- oder, genauer gesagt, ihre Vergangenheit ist das Problem. Ihr Ex-Mann ("ich bin ein toller Kirchgänger-Typ, jetzt wo ich meiner Frau davongelaufen bin") hat bei ihr derart tiefe Wunden hinterlassen, daß sie seit ihrer Scheidung drei oder vier Jahre zuvor mit noch keinem Mann ausgegangen ist. Und wer ist Catherine? Und was hat Garret eigentlich vor? Als Theresa es herausfindet, stürzt sie in die Tiefen ihrer Seele und lüftet ein gewaltiges Geheimnis über sich selbst. Dabei hilft sie Garret sich selbst zu finden.
Weit wie das Meer besitzt alle Merkmale sentimentalen Erzählstils vom Feinsten und dürfte Romantikern und Zynikern gleichermaßen gefallen. Die Romantiker werden sich beifällig auf die Knie werfen, während die Zyniker sich vor Lachen auf dieselben schlagen werden.
Kundenrezensionen zu 'Weit wie das Meer'
"Lies doch endlich mal ein gutes Buch!" (30. Oktober 2008)
Dazu ermahnte mich meine Frau schon seit Jahren immer wieder in regelmäßigen Abständen. Doch irgendwie fehlte mir als Naturwissenschaftler der Zugang zu dieser Art von Büchern, die sie als gut bezeichnete.Tja, was war denn überhaupt ein gutes Buch? Vor nicht allzu langer Zeit hätte ich die Antwort so formuliert: Ein gutes Buch ist vor allem nicht so dick, es hat vielleicht höchstens 150 Seiten. Außerdem ist es unterhaltsam, leicht zu lesen, das heißt, es muss auch Leseunterbrechungen ermöglichen und es geht gut aus.
So kam es, dass ich in den letzten 15 Jahren in meiner Freizeit eigentlich nur Kinderkrimis gelesen habe, solche, die es schon in meiner Kindheit gab und die es heute immer noch gibt. Hin und wieder mal ein Kinderbuch also, das war alles!
Durch Zufall passierte aber vor kurzem etwas, das mich von meiner bisherigen Meinung abgebracht hat, was denn ein gutes Buch sei. Das Ganze fing mit einem Film an. Spät am Abend, schon weit nach Mitternacht, sah ich zusammen mit meiner Frau einen Film im Fernsehen, obwohl wir am nächsten Morgen eigentlich sehr früh aufstehen mussten. Irgendwie hatten wir ihn angefangen und schafften den Absprung nicht mehr. Unter normalen Umständen hätte ich keine Minute gezögert, den Fernseher aus zu machen und schlafen zu gehen, doch an diesem besonderen Abend ging es einfach nicht. Wir blieben beide wach und sahen ihn bis zum Ende an. Der Film hieß "Message in a bottle" mit Kevin Costner, Robin Wright Penn und Paul Newman in den Hauptrollen. Selten, eigentlich nie vorher, hat mich ein Film so angerührt wie dieser.
Am nächsten Morgen lag dann ein Buch auf meinem Nachttisch, meine Frau hatte es dorthin gelegt. Weit wie das Meer? Nicholas Sparks? Noch nie gehört! Trotzdem begann ich dann später das Buch zu lesen und da wurde es mir plötzlich bewusst.
Ein gutes Buch ist eine Tür. Nicht eine Tür, durch die man Gäste herein lässt, sondern eine Tür, die sich von selbst öffnet, eine Falltür. Der Leser ist kein Gast in der Geschichte, sondern ein Gefangener der Handlung. Er fällt bereits nach wenigen gelesenen Absätzen in die Geschichte hinein und findet sich in einem rundherum verspiegelten Raum wieder. Dort sieht er sich selbst. Dort wird er mit seinen eigenen Träumen, seinen Sehnsüchten, seinen Wünschen, seinen Ängsten und seinen Albträumen konfrontiert. So erging es mir jedenfalls beim Lesen. Ich war mittendrin, war gefangen in der Handlung, war ein Teil von ihr. Ich wurde nicht unterhalten, ich wurde getrieben. Ich konnte keine Pause einlegen, konnte an nichts anderes denken, konnte nicht aufhören umzublättern.
Die Geschichte von einer Flaschenpost, die zwei Menschen auf wundersame Weise zueinander führt, ihr ganzes Leben mit einem Schlag verändert und ihnen zeigt, was möglich ist, beeindruckte mich tief. Das Ringen um Glück ist etwas, was nicht nur gut oder schlecht ausgehen kann, sondern etwas, was Menschen weiter bringt, sie verändert, formt und dadurch menschlicher macht.
Nachdem ich das Buch zugeklappt hatte, war ich völlig mit den Nerven fertig, total durcheinander und die Tränen liefen mir über die Wangen. Das war mir bisher noch niemals passiert. Aber irgendwie schämte ich mich nicht dafür. Auch das, was danach kam, hatte ich noch nie gemacht. Ich las das Buch noch ein zweites Mal ganz durch und das auch noch die ganze Nacht hindurch bis morgens um 6 Uhr.
Wie schafft es Nicholas Sparks durch Worte solche tiefgreifenden Gefühle bei seinen Leserinnen und Lesern auszulösen und sie total durcheinander zu bringen?
Ganz einfach. Er beschreibt mit sehr vielen Emotionen und gefühlvollen Bildern Dinge, die jeder von uns kennt, Dinge, die für uns Menschen allgegenwärtig, erstrebenswert oder unausweichlich sind, die sich aber so gut wie immer einer exakten Definition entziehen. Ich meine Dinge wie Schicksal, Realität, Zeitempfinden, Glück, Liebe, Verlust, Tod, also die wichtigen, wenn nicht die wichtigsten Dinge im Leben. Sparks bringt den Leser dazu, über sich selbst nachzudenken. Dieser Prozess der Selbsterkenntnis ist nicht unterhaltsam, nicht leicht und geht auch oft nicht gut aus. Er strengt an, er quält, er wühlt auf! Und genau das ist es auch, was ein gutes Buch ausmacht.
Ich persönlich habe mir auch noch einige der anderen Bücher von Nicholas Sparks gekauft und gelesen wie "Das Lächeln der Sterne", "Die Nähe des Himmels", "Das Wunder eines Augenblicks" und ich muss sagen, auch das sind wirklich ausgesprochen gute Bücher, Bücher, die mich verändert haben.
Sehr gefühlvoll (15. Oktober 2008)
Wieder ein total einfühlsames und gefühlvolles Buch von Nicholas Sparks. Schöne Geschichte. Ein richtiges Frauenbuch. Sehr schön, konnte nicht mehr aufhören zu lesen.sehr schönes Buch, wie immer (10. Juli 2008)
Ich finde, es ist wiedermal ein sehr gelungenes und zu Tränen rührendes Buch von Nicholas Sparks. Mittlerweile das fünfte Buch, dass ich von ihm gelesen habe und bisher war ich von keinem enttäuscht. Ich würde sogar sagen, es ist das Beste, was ich bisher von ihm gelesen habe.Wunderschön geschrieben (8. Juli 2008)
Ich hab das Buch erst vor ein paar Tagen zu ende gelesen. Für mich ist es ein wunderschöner Roman. Allein die Briefe die Garret an seine Frau schreibt führten dazu, dass sich jedes einzelne Haar bei mir aufstellten, so toll sind sie geschrieben.Ich kann nur jeden den Roman weiterempfehlen. Auch als Geschenk ist er wunderbar geeignet. Ich hab mir bereits einen neuen Roman von Nicholas Sparks gekauft.
Einfach wunderbar!
Gefahrvolle Erinnerungen (12. Juni 2008)
Der Erzählstil ist, wie bei Nicolas Sparks nicht anders zu erwarten, wundervoll romantisch. Er nimmt den Leser in die tieferen Bereiche menschlicher Seelen mit. Dies nun ist die berührende und doch auch etwas konstruierte Liebesgeschichte, die aus dreier zufällig gefundenen Flaschenpostbriefen entsteht, denn nach längerem Zögern besteht für Theresa kein Zweifel mehr, sie muss den Schreiber dieser romantischen Nekrologe finden. Offensichtlich trauert ein gewisser Garret schon seit Jahren um seine verstorbenen Ehefrau. Die Briefe sind voll wehmütiger Poesie. Das Unwahrscheinliche geschieht, Theresa kann Garret ausfindig machen. Beide haben ihre Geheimnisse und beide beginnen sich langsam zu öffnen. Eine wunderschöne Liebesgeschichte könnte beginnen. Doch wie eine fast unbezwingbare Festung steht Cathrine, die verstorbene Ehefrau, zwischen ihnen. Garret scheint gefangen in Erinnerungen, unbeholfen die lebendige Gegenwart festzuhalten und blind für eine wunderbare Zukunft....Diese bitter-süße Geschichte bohrt sich mit ihrer schwärmerischen Morschheit ins Herz. Die Aussage dieses Buches ist sicherlich auch eine deutliche Warnung, dass festgehaltene Erinnerungen binden und uns das Wunder des Augenblicks nicht ergreifen lassen. Es ist ein Buch der süßen, sinnlichen aber auch ernsten Klänge, eine Story, die auf Grund ihrer melancholischen Unausweichlichkeit im Gedächtnis bleibt. Ein Buch dessen Tiefen man an den sonnigen Tagen des Lebens ausloten sollte...


