Kundenrezensionen zu 'Das Hildegard-von-Bingen-Kochbuch: Die besten Rezepte der Hildegard-Küche'
übersichtlich und abwechslungsreich (25. November 2005)
°Der Autor Wighard Strehlow hat ja auch einige andere Bücher zur Hildegard von Bingen geschrieben und ist wohl neben Gottfried Hertzka einer der bekanntesten. In diesem Buch gibt er ´die besten Rezepte der Hildegard-Küche´ heraus und ich muss schon sagen, einiges davon ist sicher ungewöhnlich. So heißt es gleich zu Beginn, dass bei Hildegard absolutes Rohkostverbot herrscht und Erdbeeren, Pfirsiche, Pflaumen und Lauch werden zu ´Küchengiften´ erklärt, die es fortan zu meiden gilt. Hochgelobt werden dagegen der Dinkel, der in vielen Rezepten mit dabei ist und die Esskastanien.
Gleich zu Beginn bekommt man einen 30-seitigen Überblick über verschiedene Lebensmittel und ihre Wirkung, die mal erstaunt und ein anderes Mal einleuchtend erscheint. Im Hauptteil des Buchs finden sich auf etwa 150 Seiten Rezepte, sortiert nach Frühstück ** Suppen ** Hauptgerichte ** Fleisch ** Fisch ** Gemüse, Hülsenfrüchte, Getreidebeilagen ** Saucen, Dips und Kräuterbutter ** Salat ** Desserts ** Brot, Gebäck und Brotaufstriche. Grundsätzlich sind die meisten Rezepte recht einfach beschrieben und sollten von jedem problemlos nachzukochen sein. Allerdings darf man sich vorher schon einige – gelegentlich unbekannte – Kräuter und Zutaten in die Küche holen.
Im hinteren Teil des Buchs gibt’s noch eine Übersicht zu Kräutern und Gewürzen, deren Verwendung und Heilwirkung bzw. Indikation. Interessant auch die Erklärungen zu den ´Spezialgewürzen´ Bärwurz, Bertram, Diptam, Galgant, Bockshornklee und Poleiminze. Mit dem Beispiel für einen 14-tägigen Ernährungsplan konnte ich jetzt nicht so viel anfangen, aber vielleicht andere Leser. Besser fand ich dann wieder die 4-seitige Tabelle, in der Lebensmittel eingeteilt werden, ob sie durchblutungsfördernd, abkühlend und auch für Kranke geeignet sind.
Insgesamt ein schön übersichtlich gestaltetes Buch mit lesenswerten Informationen rund um Hildegard von Bingens Sichtweise von Lebensmitteln und deren Wirkungen auf die Gesundheit. Fotos könnten ein paar mehr drin sein und ohne die altdeutschen Rezeptüberschriften wärs auch o.k. – Dennoch gibt’s 5 Sterne, die ist das Buch wert.
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Der Dinkel wird wiederentdeckt (5. September 2002)
Über den Dinkel kann man gar nicht Gutes genug sagen.Mit Hildegard von Bingen, der modernen Wissenschaft und dem Öko-Laden treffen sich 3 Phänomene, die sonst nur spärlich Kontakt miteinander haben und doch fast auf ein identisches Ergebnis kommen.
- Dinkel ist gesund, da sein Spelz sehr dick ist, was Schutz vor Umweltgiften bedeutet. Deshalb ist auch schwerer zu ernten, (etwas) teurer als der Weizen. Die Inhaltsstoffe von Dinkel ersetzen auf Wunsch z.B. Fleisch, das Getreide (als Vollkorn) soll auch bei Schlankheitskuren (Ableitung) und Stimmungsaufheller dienen (durch seine wärmenden Eigenschaften).
Hildegards Originalwerke sind etwas eigenartig und schwerverständlich geschrieben, haben aber eine Menge Perlen und neue/alte Entdeckungen aus dem Pflanzenreich. Die bekanntesten sind der Dinkel, der Fenchel und der Galgant.
- Dieses Kochbuch vermittelt in einfacher Weise allerlei Rezepte. Es ist dennoch wünschenswert, daß die Rezepte etwas mehr auf den Allgemeingeschack der heutigen Deutschen abgestimmt werden und weniger auf den der Müsli-Freaks, es gibt nicht viel, was von der verwöhnten kleinen Tochter auch akzeptiert würde.
- Denn wenn Dinkel sich als Getreide wieder durchsetzen könnte, wird es weniger Krankheiten oder Todesfälle wie Schlaganfall geben, die auf eine ungesunde Ernährung zurückgehen.




