Die Memoiren des Rodriguez Faszanatas. Bekenntnisse eines Heiratsschwindlers

Verkaufsrang: 6215 (Bücher)
Autor: Helge Schneider
Broschiert
EAN: 9783462037289
ISBN: 3462037285
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Seitenzahl: 128
Erscheinungsdatum: 20. November 2006
Verlag: Kiepenheuer & Witsch
Preis: EUR 6,00

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„Ich schmierte ihr dermaßen Honig um ihr Maul, dass sie dachte, ich wäre der einzige Mann auf der Welt, den sie begehren würde.“ So leibt und lebt Rodriguez Faszanatas. Tonnenweise bringt der zügellose Heiratsschwindler Frauen um den Verstand. Geistiger Vater des Schwerenöters ist Helge Schneider, sein Motiv die pure Lust am Aushecken verrückter Geschichten. Insider lieben Helges Erzählkraft schon lange. All jene, die den eigenwilligen Komiker nur von schrägen TV-Auftritten kennen, können sich nun von seiner literarischen Ader überraschen lassen.

In fast märchenhaften Episoden erzählt Helge Schneider die bewegte Lebensgeschichte eines Witwentrösters aus Barcelona. Seiner direkten Art folgend springt unser Katalanen-Casanova vom zwölften Stock auf eine Markise oder steht als Alleinerbe am Grab einer reichen Verstorbenen. Herzen und eherne Vorsätze werden gebrochen, es dreht sich um die wahre Liebe und das liebe Geld. Ob der Torero der Herzen selbst vor Mord nicht zurückschreckt?

Die Bekenntnisse des Hochstaplers Rodriguez Faszanatas leben von der wohl dosierten Übertreibung. Dabei hebt Autor Helge weit weniger ab wie im gut ein Jahr früher erschienenen, teils äußerst skurrilen Expeditionsroman Globus Dei. Und während Thomas Manns Felix Krull großenteils Jugendsünden beichtet, geht es beim kleinen, unehelichen Bruder Rodriguez Faszanatas schnell richtig zur Sache -- Sexszenen ausgespart. Schneiders Geschichte als Schelmenroman einzuordnen wäre zwar zu viel des Guten. Allerdings weiß Rodriguez genau so gut wie Felix, dass die Welt betrogen werden will. Der Leser wiederum verschlingt Faszanatas Memoiren ganz so wie Helges Held reiche Frauen. --Herwig Slezak

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Kundenrezensionen zu 'Die Memoiren des Rodriguez Faszanatas. Bekenntnisse eines Heiratsschwindlers'

Schneiders spanische Trennkost (10. Juli 2008)

Mit viel Vorfreude habe ich mir das HÖRBUCH gekauft, da ich schon lange Schneider - Fan bin und auch die Bücher,die von ihm gelesen werden, noch einmal richtig aufwerten.
Die Story ist schnell erzählt: Als Heiratsschwindler laviert sich der gute Faszanatas durchs Leben immer auf der Suche nach Frauen mit Geld und auf der Flucht vor ehemaligen Opfern und der Polizei bis die Geschichte ihr unausweichliches Ende nimmt.
Witzige Idee und sehr witzig geschrieben und vor allem mit typisch übertriebener Stimmdynamik (von schrill bis Bariton) gelesen, was das Buch meines Erachtens zu einem Hörgenuss macht. Dies gibt auch die Geschichte her, die stets zwischen Lebensbeichte und Slapstick pendelt.
Die Gags im Hörbuch sind gewohnt albern, abstrus und genauso wie man es haben will. Allerdings sind diese nicht so zahlreich wie in vorangegangenen Werken.
Alles in allem ein "typischer" Schneider, der aber für meinen Geschmack länger gehen könnte und nicht an die Absurdität und Gagdichte von Vorgängern heranreicht wie etwa in "Aprikose, Banane, Erdbeer". Für Fans ein Muss und auch für alle die sich gerne vorlesen lassen.

Haben wir uns nicht schon einmal gesehen? (16. Juni 2008)

Die Memoiren des berüchtigten Hochstaplers und Heiratsschwindlers Rodriguez Faszanatas liegen nun in dieser von Helge Schneider mit großem Sachverstand edierten Ausgabe vor. Hut ab - es gibt sogar einiges zu Lachen. Hier findet sich die Schnittmenge aus Kunst und Literatur, Gesellschaftskritik (Zusammenleben zwischen Mann und Frau) und Humor, der auch vor der eigenen Person nicht haltmacht, die große Memoiren entstehen lässt. Rodriguez Faszanatas ist auch für Freunde des schönen Städtchens Barcelona ein besonderer Lesegenuss, aber auf den Spuren des großen Charmeurs besucht und bereist man ganz Europa. Da diese Geschichte wirklich so vorgefallen ist kann man sie entweder zur Mahnung und Warnung heranziehen oder sich auch ein paar Tricks abgucken...Na, ein bisschen Meinung kommt auch noch dazu: manchmal tritt die Story schon etwas auf der Stelle, aber so spielt das Leben - schnell weiterlesen....

Wieder mal genial! (6. März 2008)

Unglaublich kreativ und abwechslungsreich, absolut albern, dabei gleichzeitig intelligent und zum sich wegschmeissen witzig: unbedingt lesen!

Manche meinen, Helge Schneider schreibe infantil wie ein kleines Kind. Kleine Kinder können doch auch sehr lustig sein. Aber ich versteh schon was gemeint ist und ebenfalls, dass man es durchaus auch so sehen kann! Geschmackssache. Manchen gefällt ja auch "Comedy" a la RTL und Co. Womit ich aber niemand, der Helge Schneider nicht mag, herabsetzen möchte. Nur wer Helge auf eine Stufe mit dämlicher Fernsehunterhaltung stellt, hat ihn meiner Meinung nach nicht richtig verstanden. Der Unterschied zu einfach nur infantil und albern ist vielleicht, dass Helge Schneider den Mut hat, alle Konventionen zu brechen und auch für lächerlich gehalten zu werden? Und dass infantiles Zeug einfach nur so hingeschmiert wird, seine Sachen dagegen aber eben nur irgendwie so wirken sollen als ob? Und er nur scheinbar, auf den ersten und vielleicht manchmal auch zweiten Blick, wie infantil schreibt, aber tatsächlich, und zwischen (oder über?) den Zeilen...eben doch einen Tick anders, nämlich absolut genial? Das ist jedenfalls meine Überzeugung, und ich bin Fan von Helge live UND seinen Büchern. Wobei ich auch Unterschiede sehe, die Kommissar Schneider Bücher finde ich z.B. gut, aber die späteren NOCH besser.
Helge ist übrigens auch mein Lieblings-Philosph. Ganz im Ernst.

Helge Schneider in Bestform (28. Dezember 2007)

In den "Memoiren des Rodriguez Faszanatas" beweist Helge Schneider einmal mehr, was er für ein herrausragendes Talent zur Unterhaltung besitzt. Herrausragend nicht, weil er dabei besser als alle anderen ist, sondern viel mehr weil er sich durch seine Art der guten Unterhaltung von der groben und leider immer größer werdenden Einheitsmasse absetzt. Er und seine Art sind einmalig und auch ein Johann König, der mir gerade noch als ihm am nächsten ähnlichen Künstler einfällt kommt an Helge Schneider nicht ran. Wenn man dioe negativen Kundenrezensionen sich so anguckt, mag man einen schlechten Eindruck auf das Buch (und Helge selbst) bekommen. Doch wer von den "Memoiren des Rodriguez Faszanatas" einen sprachlich einwandfreien 300 Seiten Roman mit strammer Handlung erwartet, dem sei natürlich abzuraten. Bei Helge Schneider ist die Definition seines Könnens einfacher als beim ganzen Rest. Wer Helges Art mag, wird alles von ihim mögen, wer Helges Art nicht mag, wird weder Auftritte auf der Bühne, noch Bücher, noch Filme mögen. Und deshalb empfehle ich potentiellen Käufern, bevor sie das 128 Seiten lange Meisterwerk nachher noch in eine verstaubte Ecke werfen, guckt euch die Filme an, hört eine Cd von ihm oder guckt ihn im Fernsehen. Von wegen "Nonsens" und dass er sprachlich zu doof wäre, wer soetwas meint (siehe andere Rezensionen) hat in schlichtweg nicht verstanden und sollte in Zukunft besser die Finger von seinen Werken lassen. Von einem, dessen Filme fast nur aus Outtakes bestehen, die trotzdem in den Film mit aufgenommen wurden, muss man genau das erwarten.

Skuril-sinnloser Nonsens (28. November 2007)

Erlebt man Helge Schneider auf der Bühne, hat man immer das Gefühl, er hätte sich die ganze Show gerade erst ausgedacht und wäre eher zufällig auf die Bühne gestolpert. Dem ist natürlich nicht so, Schneider ist ein Perfektionist und begnadeter Musiker. Gerade die Tatsache, das alles so improvisiert und unbeholfen wirkt, macht einen Teil des Reizes dieses Mannes aus, spaltet andererseits aber auch die Gemüter. Genau so verhält es sich mit diesem Buch. Die Sätze wirken wie gerade so daher gesagt, nichts gestelztes, nicht konstruiertes und schon gar keine zusammenhängenden Sätze. Dazwischen ein paar Brocken Spanisch. Aber immer grotesk und mit feinem Gespür für die gerade gängigen Klischees. Leider aber nur selten richtig lustig und immer mit der Frage im Hinterkopf, was das alles soll. Auf der Bühne funktioniert das sehr gut, da man die Gestik und Mimik von Helge Schneider vor Augen hat. In Buchform fehlt das gewisse etwas.

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