Der Geschmack von Apfelkernen

Verkaufsrang: 78 (Bücher)
Autor: Katharina Hagena
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783462039702
ISBN: 3462039709
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Seitenzahl: 256
Erscheinungsdatum: 25. Februar 2008
Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis: EUR 16,95

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Kundenrezensionen zu 'Der Geschmack von Apfelkernen'

Lebhafte Familienchronik (22. November 2008)

Als Tipp von einer Freundin, habe ich das Buch regelrecht verschlungen und empfand es als wahren Balsam für die Seele. Katharina Hagena schafft es auf unkomplizierte Weise, den Leser in ihre Familiengeschichte zu involvieren, so dass die Freuden und Leiden dieser Familie intensiv miterlebt werden können. Ein tolles Buch, das entspannt und die eigene Kindheit wieder erwachen lässt.

Äpfel in Romanform (15. November 2008)

Nach einer Lesung am Freitag, d. 7. November 2008 in Mühlhausen in der wunderschönen Stadtbibliothek in der Jakobikirche möchte ich euch nun über das dort vorgestellt Buch von Katharina Hagena berichten.

Der Geschmack von Apfelkernen

VORWEG ZUR ALLGEMEINEN BELUSTIGUNG:
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Angeblich (o-ton eines männlichen Zuhörers der Lesung) sei dieses Buch ein reines Frauenbuch (der Frauenanteil der Lesung war nicht erhablich höher als der der Männer) Der Witz dabei ist, dass dieser Mann im Anschluss an die Lesung der Autorin erzählen wollte, dass dieses Buch keine Handlung hätte und halt nur für Frauen geeignet wäre. Auf die Frage, ob er das Buch gelesen hätte, meinte er, nein, das habe er nicht, seine Frau hat es gelesen.

Sowas finde ich dann doch etwas witzlos gerade gegenüber der Autorin, die uns mit ihrer Lesung einen so schönen und stimmungsvollen Abend bereitet hatte.

Ich habe sie bewundert, wie sie diesen Mann gekonnt in einem Gespräch verwickelt hat und mit uns, nach seinem Abgang noch kurz darüber gesprochen und unsere Meinung hören wollte.

Katharina Hagena ist eine sehr weltoffene und äußerst sympatische Frau, die gewiß über sehr viel Wissen verfügt und voll im Leben steht.

Ich finde, dass dieses Buch kein Frauenroman ansich ist, was ist überhaupt ein Frauenroman, ich glaube, dass kann man heutzutage nicht mehr so genau definieren. Frauen lesen z.b. Dan Brown und Männer lesen Katharina Hagena *g*.

Das sollte jeder für sich entscheiden, wo seine Interessen liegen.

Soviel dazu, jetzt zum Buch ansich:



kurze Inhaltsangabe und eigene Meinung:
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Das Buch handelt von einer jungen Bibliothekarin (die Autorin hat eine Bibliothekarin zur Protagonistin gewählt, weil diese für das Erinnern zuständig ist, Bücher helfen uns zu erinnern ....) Diese Bibliothekarin liest aber selbst nicht.

Das Buch ist voller Erinnerung - voller Erlebnisse der Kindheit in diesem Haus, voller Erinnerungen an Erlebnisse mit den Kameraden. Und diese Erlebnisse und Erinnerungen werden so bildhaft und praktisch "riechhaft" für uns aufs Blatt gebannt, dass man förmlich die Äpfel schnuppert, die Käfer kriechen sieht, die die Kinder damals als Mutprobe aßen, dass man förmlich das Wasser auf dem See spürt und mit der Hauptperson durch diesen schwimmt.

So eindringlich und den Leser mit in das Buch hineinziehend habe ich kaum einen anderen Roman erleben dürfen. Frau Hagena hat eine eigene und besondere Schreibweise, die sehr bildhaft, verständlich und zu Herzen gehend, sehr sinnlich und berührend ist, die einfach alles um einen herum vergessen lässt. Man sollte dieses Buch unbedingt gelesen haben.

Drei Generationen einer Familie und deren Frauen sind Gegenstand des Romans und deren Handlung. Großmutter Bertha stirbt und Enkelin Iris erbt das Haus ihrer Kindheit. Was sie dort erlebt hat taucht wieder in ihrer Erinnerung auf.

Cousine Rosmarie ist eine weitere Person im Roman. Viel wörtliche Rede und Gedanken sind im Buch vorhanden, die den Stoff so leicht und schwungvoll lesen lassen. Man spürt und fühlt förmlich, was Katharina Hagena dem Leser mitteilen möchte.

Ich finde, dass dieses Buch es wirklich Wert ist, ein Bestseller genannt zu werden.


Das Buch ist so still, aber auch so mitreißend, so spannend aber kein Krimi, so einfühlsam und zu Herzen gehend, so real, so unübertrieben, so von Herzen kommend.

Auch gefällt mir die Aufmachung und das Cover des Schutzumschlages sehr gut, ich finde ihn sehr passend gestaltet.


Zum Schluss sei gesagt, dass die Autorin mir auf meine Frage hin verraten hat, dass sie Sage und Schreibe 5 Jahre am Buch gearbeitet hat, vom Zusammentragen der ganzen Ideen bis zur Kompletten Umsetzung. Zwischendurch hat sie noch ihr Kind geboren, was dazu beitrug, dass diese 5 Jahre daraus wurden. Ganz so schnell wird auch kein neue beletristischer Roman von ihr zu erwarten sein, da sie sich erstmal wieder von diesem Stoff, diesem Thema lösen muss.

Man könnte noch weiter von diesem Buch schwärmen, ich habe mich darin verliebt, und ich kann sagen, dass dieses Buch sicher ein Roman ist, denn man auch nicht nur einmal sondern zweimal oder öfter lesen kann, ohne ihn langweilig zu finden, immer wieder findet man mitreissende Metaphern und lustige, witzige und nachdenkliche Szenen, die immer wieder sehr anregend sind.

TOP TITEL !!!

Der Geschmack der Kindheit (13. November 2008)

Monatelang bin ich um dieses Buch herumgeschlichen, war angetan vom zauberhaften Cover und dem verheißungsvollen Titel. Monatelang habe ich meine Vorfreude, dieses Buch zu lesen, noch ein wenig mehr ausgekostet. Nun konnte ich aber nicht mehr länger warten. Ich hatte mir viel von diesem Leckerbissen versprochen, als ich dann aber anfing zu lesen, war ich erstmal ein wenig geknickt. Zu sprunghaft war mir die Geschichte, zu viele Wechsel zwischen den Personen. Ich wollte schon fast enttäuscht aufgeben, doch ab der Hälfte des Buches fesselte es mich dann doch immer mehr. Die zart knospende Liebesgeschichte und das Geheimnis um Rosemaries Tod hatte mich in ihren Fängen. Als das Buch endete, hatte ich ein Lächeln auf den Lippen und ich freute mich, dass dieses Buch doch noch meine Erwartungen erfüllt hat. Einige Szenen haben sich regelrecht ins Gedächtnis geprägt und ich hänge auch nach dem Buch noch in Gedanken daran. Ich konnte mich herrlich hineinversetzen in die kuriosen Spiele und Träume der Kinheit, aber auch in die wunderschöne Liebesgeschichte und letztendlich habe ich mitgelitten beim rätselhaften Tod von Rosemarie und der armen verwirrten Bertha.

Bewegende Familiengeschichte (14. Oktober 2008)

Ich muss gestehen, auch ich habe mich vom Einband verführen lassen. Die guten Kritiken hatte ich nicht gelesen, aber nachdem ich in 3 Läden über das Buch an exponierter Stelle gestolpert bin konnte ich mich der Einbandzeichnung nicht mehr verweigern. Ich habe es nicht bereut. Katharina Hagena spricht eine schnörkellose, direkte Sprache und erzählt die Geschichte von Iris und ihrer weitverzweigten Familie. Hagenas Ich-Erzählerin blättert ein überquellendes Fotoalbum auf und zeichnet das Bild dreier Generationen und ihrer Zeit. Das gelingt Hagena großartig und lässt den Leser in Erinnerungen an die eigene Familie und die eigene Vergangenheit fallen. Die funkensprühende Tante und die über Nacht ergrauten Johannisbeeren erinnerten mich ein wenig an den Geist in Annegret Helds "Die letzten Dinge" und ist für mich ähnlich unnötig, da es mich an der Glaubwürdigkeit dieser ansonsten so ehrlich scheinenden Geschichte zweifeln lässt. Aber das ist sicher Ansichtssache und hat mein Lesevergnügen nicht geschmälert. Die Familiengeschichte wird mit großer Klugheit und Wärme erzählt und könnte in meinen Augen fast große Literatur sein. Fast. Das Zeug dazu hat Hagena allemal. Leider wird die Erzählerin an manchen Stellen geschwätzig und dadurch verwässert sie oft einen starken Satz und beraubt ihn seiner beeindruckenden Wirkung im Nachhinein. Ich möchte außerdem nicht jedes einzelne "Äh" lesen, das sich die Erzählerin abstottert, wenn sie ihren strahlenden Helden Max trifft. Diese Liebesgeschichte mit ihrem leichten Hang zu ChickLit ist es, die bei mir zu einem Punkt Abzug führt. Aber - im Meer der Belanglosigkeiten, von dem wir täglich umspült werden, ist dieses Buch eine seltene kostbare Perle. Ich freue mich aufrichtig auf das nächste Buch von Katharina Hagena.

Erinnerungen reloaded (11. September 2008)

Dies war das erste Buch seit meiner Kindheit, das ich nie aus der Hand legte, während ich es las. Vielleicht gerade, WEIL es mich so sehr an meine eigene Kindheit und Adoleszenz erinnerte.
Ich konnte nicht nur Iris' "Apfelkerne" schmecken, sondern auch meine eigenen - bereits lang vergessenen! Ich konnte wiedereintauchen in die Welt des Verkleidens, in der man in der Kindheit zuhause ist, weil man noch keine feste Gestalt angenommen hat. Ein Ein- und Austauchen in die und aus der Realität...das macht das Erwachsenwerden leichter und gibt Zeit und Gelegenheit zur Selbstdefinition.
Die Autorin zeigt anhand der ineinander verwundenen Frauenschicksale, dass du bist, wo du warst und warst, wo du bist - die Zeit hat keine Bedeutung dabei.
Das Buch hat mich jünger und zugleich reifer gemacht.
Ich hatte einige kg Äpfel von der Großmutter zuhause und wußte nicht, was ich damit anfangen sollte. Ich legte das zu Ende gelesene Buch mit Tränen in den Augen weg und kochte Apfelmus. (inklusive geschälter und geschnittener Apfelkerne)

dkb.de

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