Der globale Countdown, Gerechtigkeit oder Selbstzerstörung - Die Zukunft der Globalisierung

Verkaufsrang: 6389 (Bücher)
Autor: Harald Schumann
Autor: Christiane Grefe
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783462039795
ISBN: 3462039792
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Seitenzahl: 464
Erscheinungsdatum: 21. April 2008
Verlag: Kiepenheuer & Witsch Verlag
Preis: EUR 19,95

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Kundenrezensionen zu 'Der globale Countdown, Gerechtigkeit oder Selbstzerstörung - Die Zukunft der Globalisierung'

Augenöffner (2. Dezember 2008)

Was steckt hinter der Finanzkriese? Warum sind die Grünen gegen die CO2-freie Atomkraft? Wer ist Schuld an Darfur? Können Entwicklungsländer den Aufstieg noch schaffen? Solche Fragen gehen alle an und doch haben die wenigsten eine begründete eigene Meinung zu diesen Themen.
Schuld daran ist zweifellos die mangelnde Eigenverantwortung, aber auch die Presse hat diese Situation mit verursacht. Wenn ausgebildete Journalisten alles schlucken, was ihnen die PR-Abteilungen der Politik und Industrie vorsetzen, wo soll man dann als "einfacher Mensch" noch unverfälschte Informationen und Argumentationslinien herbekommen? Recherche ist nun mal ein zeitaufwändiges Unterfangen und viele Zeitungen meinen sich diesen Luxus nicht mehr lesten zu können. Recherche ist zwar extrem wichtig aber zunehmend unrentabel.
Vor diesem Hintergrund ist "Der Globale Countdown" Gold wert. Die Autoren haben die von ihnen vorgestellten Informationen gewissenhaft recherchiert und mit über 400 Referenzen belegt. Und obwohl Ich persönlich nicht alle Schlussfolgerungen überzeugend finde, bin Ich in jedem Fall für die vielen Augenöffner dankbar, die mir dieses Buch beschert hat.

Amazon stinkt (25. Oktober 2008)

Was ist denn das bitte wiedereinmal für eine "Produktbeschreibung" eines Buches bei Amazon? Wann macht sich Amazon endlich mal die Mühe, den Stuß gegenzulesen, den sie fabrizieren?

Vom Konjunktiv hat der Autor der Rezension wohl noch nichts gehört? "Die Menschheit teilt sich zusehends in wenige Gewinner und viele Verlierer. In den Wohlstandsstaaten verarmen die Mittelschichten, während die Eliten ihre Einkommen vervielfachen und der Besteuerung entziehen." Solche Behauptungen werden als Tatsachen in der Produktbeschreibung dargestellt, obwohl diese mehr als fragwürdig sind.

Ansonsten lässt schon die bloße Beschreibung erahnen, dass dieses Buch das Papier nicht wert ist, auf dem es gedruckt wurde. Hier wollen wieder ein paar Verfasser mit zielgruppengerechtem Humbug die Welt spalten und Kasse machen.
Dieses Buch ist wohl wieder nur ein weiteres für unsere Unterschicht bzw. "verarmende Mittelschicht", die dringend Sündenböcke für den angeblich nahenden Weltuntergang brauchen. Na dann Prost.

Die Geschichte kann uns vieles lehren - wird uns das helfen? (25. September 2008)

Harald Schumann und Christiane Grefe haben ein spannend geschriebenes und hervorragend recherchiertes Werk vorgelegt, welches die vielen Parallellen zwischen dem ersten Zeitalter der Globalisierung von 1870 - 1914 (zumindest in der Neuzeit) und heute pointiert herausarbeitet. Auch damals befanden sich ganze Kontinente im Umbruch. Auch damals gab es viele Gewinner und viele Verlierer der Globalisierung.

Wenn sich die Gewichte im Weltsystem verschieben und die Dynamik zu groß wird, sind Konflikte wahrscheinlich. Schumann und Grefe weisen auf diese Gefahr hin. Die Autoren damit einer These, die von Professoren wie Charles Kindleberger und Robert Gilpin entwickelt worden ist, dringend notwendige Aktualität und setzen die Globalisierungsdebatte in die richtige historische Perspektive.

Das erste Zeitalter der Globalisierung endete bekanntlich in der Katastrophe. Hoffen wir, dass die Verantwortlichen es heute nicht so weit kommen lassen. Sicher ist das nicht.

Ein Muss für jeden politisch-ökonomisch interessierten Menschen.

Wow (21. August 2008)

Unglaubliche Rechercheleistung. Dieses Buch verbindet die Inseln des eigenen Halbwissens und gibt einem ein seltenes Gefühl: Etwas Ganzes zu sehen.

Oberflächlich bis falsch (20. August 2008)

Ich bein kein Finanzfachmann und Physiker, und konnte demnach nur versuchen, den aus quellenlosen bzw. vorwiegend mit Artikeln gängiger Tageszeitungen untermauerten Argumentationen des Authors zu folgen. Viel neues gabs da nicht. Interessant waren sicher einige Fallstudien zur Steuererhebungspraxis. Auf landwirtschaftlichem Terrain fühle ich mich dagegen sehr wohl, und leider konnte ich bei den Buchpassagen, die diesem Thema gewidmet sind, den Rotstift nicht mehr aus den Händen legen. Von der Darstellung falscher Zusammenhänge bis zur schlicht unwahren Behauptung ist leider alles dabei. Die wenigen richtigen Fakten sind von so globaler Natur, dass sie die falschen Details eines Buches mit Anspruch auf Detailgenauigkeit bei weitem nicht aufwiegen. Würde man von diesem Teil auf die richtige Darstellung der andere Themenbereiche des Buches betreffende Details schließen, wäre das gesamte Werk eine Katastrophe.
Essenz: wegen der Richtigkeit der hinlänglich bekannten globalen Aussagen lohnt es sich nicht, dieses Buch zu lesen. Zur Bewertung der Korrektheit der Detailaussagen bedarf es Expertise. Wenn man die hat, macht das lesen Spaß. Hat man die nicht geht man leicht dem gefährlichen Halbwissen von Journalisten auf den Leim.

dkb.de

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