Die Kathedrale des Meeres

Verkaufsrang: 1665 (Bücher)
Autor: Ildefonso Falcones
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783502100973
Auflage: 1.
ISBN: 3502100977
Languages:
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Seitenzahl: 656
Erscheinungsdatum: 27. Dezember 2007
Verlag: Scherz Verlag
Preis: EUR 19,90

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Langsam wird der Vergleich müßig. Kaum tauchen auf dem Buchcover irgendwelche sakralen Bauelemente auf, wandert der Blick durch düsteren Kreuzgang -, gibt’s Unruhe unter den Kathedralenliebhabern. Aha, ein neuerlicher Versuch, Die Säulen der Erde, diesen Everest unter den historischen Romanen, zu toppen. Der katalanische Anwalt Ildefonso Falcones kann einem schon Leid tun. An solch gnadenlosem Maßstab gemessen zu werden, erinnert schon eher an sportliche, denn literarische Kategorien. Und verstellt den Blick aufs Schöne und Wesentlliche. Fünf Jahre ließ der Mann sein Herzblut in die Entstehung von Barcelonas imposantestem Sakralbau fließen. Heraus kam ein dicht und streng erzähltes Werk, das Kataloniens dunkelste Zeit förmlich mit Licht durchflutet - und dabei sehr gut auf eigenen Säulen ruhen kann!

Dachten auch die Käuferscharen, die den mühevollen Weg eines Vaters und seines Sohnes in die Freiheit wie ein katalanisches Heldenepos bejubelten. Man versteht, warum. Die Bedeutung des Wortes ‚Leibeigenschaft’ wird im beklemmendem Eingangskapitel brutal bebildert. Mitten in die schlichte Hochzeitsfeier des Gutsherren Bernat Estanyol mit Francesca platzen der Lehnsherr Llorenç de Bellera und seine Ritter. Das nun eingeforderte „Recht der ersten Nacht“ war im katalanischen Rechtswesen des 14. Jahrhunderts fest verankert. Als der Feudalherr und seine feixenden Spießgesellen die Brautleute und das Gehöft johlend verlassen, ist eine gerade geschlossene Ehe in ihren Grundfesten zerstört. Ein Jahr später entflieht Bernat mit Arnau, seinem neugeborenen Sohn, dem Joch des furchtbaren Adligen. Barcelona heißt das Ziel. Hier, in der aufstrebenden Metropole, winkt die Freiheit. Und ihr mächtiges Symbol ist gerade im Werden!

In dem ehrfurchtgebietenden Gotteshaus Santa María del Mar, erbaut in der Rekordzeit von 55 Jahren und 1384 vollendet, manifestiert Falcones seinen Freiheitsbegriff. In diesem „vom Volk für das Volk“ errichteten Monument, wächst Arnau vom schlichten „Bastaixos“, dem Lastenträger, der die Steine aus den Bergen zur Kathedrale heranschleppt, zu einem der hochrangigsten Bürger Barcelonas empor. Es irrt nun, wer glaubt, das Leid habe damit ein Ende. Auf ein Leid anderer Art verweist der Klappentext: Der praktizierende Anwalt Falcones sei ausgewiesener Fachmann in der Rechtsgeschichte des mittelalterlichen Kataloniens. Vielleicht eine Erklärung für die zuweilen quälend liebevolle Akribie, mit der Falcones die wahrhaftig nicht unkomplizierte politische Gemengelage der katalanisch-aragonesischen Historie ausbreitet, während sein Figurentableau ein durchaus kräftigeres Farbenspiel vertragen hätte. Was das Buch dennoch auszeichnet, kennzeichnet auch seinen Hauptschauplatz. Gleich diesem Meisterwerk katalanischer Gotik, ist es von unaufdringlicher und spröder Schönheit. -- Ravi Unger

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Pressestimmen

"Wie in Ken Folletts SÄULEN DER ERDE wächst auch hier die Hauptfigur in dem Maße heran, wie der Bau der Kathedrale voranschreitet." (La Vanguardia)

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Kurzbeschreibung

Das mittelalterliche Barcelona steht in höchster Blüte. Dort erlebt der junge Arnau den Bau von Santa María del Mar, einer riesigen Kathedrale, wie sie das Land noch nicht gesehen hat. Im Schatten des mächtigen Bauwerks erfährt er am eigenen Leib, welch schweres Los die Arbeit dort ist. Mit den anderen Steinträgern schleppt der Vierzehnjährige die riesigen Felsblöcke vom Montjuïc bis hinunter an den Hafen. Doch während sich die Kathedrale des Meeres in den Himmel reckt, wirft sie auch dunkle Schatten auf das Leben der Menschen: Das Volk leidet unter der Willkür des Adels, die Pest lauert vor den Toren. Und Arnaus Aufstieg zu einem der angesehensten Bürger der Stadt droht ihm zum Verhängnis zu werden: Er wird Opfer einer Intrige, und sein Leben gerät in höchste Gefahr.

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Über den Autor

Ildefonso Falcones de Sierra arbeitet als Anwalt in Barcelona. Er ist verheiratet, Vater von vier Kindern und wurde vom Erfolg seines Buches, an dem er fünf Jahre geschrieben hat, völlig überrascht. »Die Kathedrale des Meeres« erscheint in über 30 Ländern und hat sich in Spanien bisher 2 Millionen mal verkauft. Falcones widmet den Roman dem Volk von Barcelona, das es geschafft hat, in dem kurzen Zeitraum von 55 Jahren eine der schönsten gotischen Kirchen der Welt zu bauen.

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Kundenrezensionen zu 'Die Kathedrale des Meeres'

Interessant (7. September 2008)

Falcones lässt den Leser aus der farbigen Idylle einer fröhlichen Hochzeitsgesellschaft in den grausamen Alltag einer ebenso grausamen Zeit fallen. Mit viel Fleiss werden politische Details beschrieben, ebenso wie die Gleichgültigkeit der Herrscher gegenüber den niederen Ständen, womit sich "Die Kathedrale des Meeres" von der Mittelalterromantik anderer Romane abhebt. Der Protagonist ist ein Opfer seiner Herkunft und erfährt einige Rückschläge, die jedoch seinen Aufstieg kaum bremsen können. Und genau hier beginnt das Buch (für mich) unglaubwürdig zu werden, denn Arnau scheint aus vielen ausweglosen Situationen in den Aufstieg gedrängt zu werden. Irgendwann häufen sich die merkwürdigen Zufälle, die seine modernen Moralvorstellungen trotz aller Rückschlge entlohnen. Man beginnt sich zu fragen warum er nicht scheitert!
Der Optimismus des Autors scheint unangebracht. Der Protagonist wird im Verlauf der Handlung von Adligen verfolgt, widersetzte sich königlichen Anordnungen und stand vor einem Inquisitionsgericht. Dies alles geschieht in einer Gesellschaft, die nur deshalb Bestand hat, weil sie keine einzige dieser Verfehlungen verzeiht. Falcones entlohnt ihn dafür mit Liebesheirat und Reichtum. Dies legt Nahe, dass der Autor der Auffassung ist, dass es selbst in dieser Zeit eine göttliche Gerechtigkeit gab, die über der kirchlichen Willkür stand. Hier sollte jeder Leser für sich entscheiden ob er dieser Auffassung folgen möchte.

Insgesamt ist die "Kathedrale des Meeres" ein schönes Buch mit vielen interessanten Details. Man kann eigentlich niemandem abraten sich das hoffentlich bald erscheinende Taschenbuch zu kaufen um sich eine Meinung zu bilden, denn schlecht ist die Lektüre sicher nicht.

Nicht berauschend und in keiner Weise mit den "großen" historischen Romanen vergleichbar (2. September 2008)

Also, ich habe mir von diesem Buch viel erwartet und bin bitterböse enttäuscht worden. Die teilweise extrem kurzen Kapitel erschweren das Lesen ungemein. Außerdem konnte ich über die ganze Zeit hinweg keine Beziehung zu den Hauptfiguren aufbauen.

Die Schilderung des historischen Barcelonas gerät in den Hintergrund und wird durch unnötige und langwierige Textpassagen zerstört.

Alles in Allem, ein langwieriger Roman, bei dem nie so Recht Spannung oder andere Gefühlsregungen aufkommen wollte.

Unvergleichlich gut (29. August 2008)

Ich bin sehr positiv überrascht über diese sehr eindrucksvolle Geschichte, die meiner Meinung nach rein gar nichts mit den "Säulen der Erde" zu tun hat, außer, dass beide Stories mich gleich gefesselt und in Ihren Bann gezogen haben, allerdings auf völlig unterschiedliche Weise!
"Die Kathedrale des Meeres" kann sich durchaus auch ohne diesen ständigen Vergleich sehr stark behaupten.
Mich faszinieren die ungekünstelten, ungeblümten Beschreibungen des Autors. Er benötigt nicht viele Worte um die Geschichte spannend zu machen. Das mittelalterliche Barcelona mit seinen damaligen Sitten und Gebräuchen wird einfach wunderbar beschrieben. Man kann über Arnaus wundersamen Aufstieg, seine überschwängliche Sympathie, sicherlich geteilter Meinung sein. Doch ohne ihn und seinen "Aufstieg" vom leibeigenen zum Bastaix und damit zum erfolgreichen, aber herzgütigen Geschäftsmann würde mir in diesem Buch etwas fehlen.

Überraschend anders (1. August 2008)

Also ich muss dem einen Rezessenten leider wiedersprechen, der meint, der Roman würde nur schwer in die Gänge kommen. Ich fand ihn spannend und es hat mich überrascht, dass schon in den ersten 100 Seiten soviel passiert ist.
Es gab Wendungen in dem Buch die nicht erwartet hätte, was selten ist in historischen Schmökern, vor allem wenn es so seitenreiche romane sind wie dieser.
Ich habe ihn echt gern gelesen und dem Helden der Geschichte habe ich mich richtig nahe gefühlt!
Ich kann es kaum erwarten ein weiteres Buch von Ildefonso Falcones in Händen zu halten

In seiner Gesamtheit überzeugender Historienroman (6. Juli 2008)

Geschichten, die ein Leben umspannen, in deren Mittelpunkt eine Person steht, deren Heranreifen zur Persönlichkeit man miterleben darf, haben eigentlich immer etwas Besonders an sich. So sind alle großen Historienromane aufgebaut.

Die Kathedrale des Meeres bedient sich dieses Musters in einer eigenen, sehr schön erzählten Weise. Die Geschichte ist im Spätmittelalter Kataloniens angelegt. Beschrieben wird die Stadt Barcelona in seiner damaligen Zeit mit seinen Gesellschaftsschichten, Zünften und in der Regel diesen zugehörigen Stadtvierteln. Der aus Barcelona stammende Autor verwendet (nicht übermäßig) viel Raum für diese, ihm wichtig erscheinenden, interessanten Details.

Erzählt wird der Werdegang eines als Unfreier geborenen Jungen, welcher in Barcelona als junger Lastenträger am Bau der Kathedrale mitwirkt, die Pest, Kriege, Hungersnöte miterlebt und über einige glückliche Umstände zu viel Ansehen und Wohlstand gelangt. Allein das macht den Roman zu etwas Besonderem, auch wenn er etwas träge beginnt und die Charaktere der Personen zum Teil recht blass bleiben. Ein sehr schöner Historieroman, der mir trotz einiger berechtigter Einzelkritiken in seiner Gesamtheit gut gefallen hat.

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