Aus der Amazon.de-Redaktion
Tommy Jaud kann keine gängigen Romane schreiben. Das mag daran liegen, dass der „Headwriter für die Sat.1-Wochenshow und Creative Producer der Kultsendung Ladykracher“ (Klappentext) vor allem als Headwriter und Creative Producer eben solcher Sendungen tätig ist. Jauds Romane sind Feuerwerke an Gags, die von einer Handlung spärlich zusammen gehalten werden. Ihr Witz liegt oft in der sprachlichen Nuance. Sprich: Jauds Romane muss man hören, denn sie sind literarisierte Comedy.Deshalb können Leser für die Hörbücher zu Jauds Bestsellern wie Vollidiot oder Resturlaub rund um den nervigen, aber auch mal schreiend, mal peinlich komischen Simon nur dankbar sein. Das gilt vor allem auch für Millionär, in dem der medienerprobte Simon arbeitslos geworden ist -- wenn man den Umstand, dass er immer wieder mal in einem zum „Büro“ umfunktionierten Kölner Internetcafé verschwindet, um Beschwerdebriefe an Pringels und Lever Sunlicht zu schreiben (um so an Gratisprodukte, aber auch an menschlichen Kontakt zu kommen). Diesmal kämpft er gegen unerträgliche Kirchturmglocken und ebenso unerträgliche Übermieterinnentussies, für deren Vertreibung er auf die Schnelle eine Million Euro benötigt. Also braucht Simon eine umwerfende Geschäftsidee...
Das Beste an Millionär aber ist, dass Christoph Maria Herbst, der Held von Stromberg, Jauds Comedy-Roman-Hörbuch liest (in dem, wie durch Zufall, Stromberg zu Simons Lieblingsserien gehört). Denn er weiß, was Jaud akustisch meinte, als er es niederschrieb. So ist Millionär ein umwerfend komisches (und nur selten albernes) Hörerlebnis über den alltäglichen Wahnsinn unserer Medienwirklichkeit. Lieber hören als lesen! -- Thomas Köster, Literaturanzeiger.de
Kundenrezensionen zu 'Millionär'
Wo er doch den Erfolg verdient hat... (26. November 2008)
Ich fand ja schon "Vollidiot" richtig gut, weil vor allem mal eine willkommene Abwechslung auf dem Sektor Humor, aber mit "Millionär" ist es Tommy Jaud gelungen, noch eine ordentliche Schippe draufzulegen.Zieht sich die Geschichte auf den ersten dreißig oder vierzig Seiten noch ein wenig, geht es dann so richtig ab. Unglaubig die Kreativität und vor allem die Treffsicherheit, mit der Tommy Jaud den guten Simon Peters durchs sein Versagerdasein stolpern lässt, kaum eine Seite ohne gute Pointe, und dazu viele, viele neue Ideen (Zum Kringeln der "Beschwerde-und-was-weiß-ich-noch-alles-Adair"; oder der Therapeut mit seiner Anrede in der dritten Person, die dann immer wieder an den richtigen Stellen reaktiviert wird: "Wo er doch seine Ruhe braucht"; oder die Tussi im neuen Penthouse, "echt Welt"; das Vortäuschen eines aktiven Sexlebens mit Hilfe eines Pornos; all die Beschwerden an alle und über alles Mögliche und und und...)
Völlig zu Recht ein Bestseller, und ich bin schon neugierig, was Tommy Jaud zur Fortsetzung einfallen wird.
Urkomisch, schrill, inspirativ - und das zum Thema HartzIV (13. November 2008)
Eine herrliche Komödie über einen bitterarmen schrulligen Außenseiter und seinen wundergleichen kometenhaften Aufstieg. Jaud ist kein Frauenversteher und versucht erst gar nicht in das Fahrwasser dieser umsatzgarantierenden Literaturbranche ein zu scheren. Daher würde ich dieses Buch für Frauen nur eingeschränkt empfehlen: Die kleine, reingestrickte Liebesgeschichte mit vorhersehbarem Ausgang ist dem Verlag und Lektor zu verdanken, der euch nicht außen vor lassen möchte. In diesem Zusammenhang: Wie müsste "Hänsel und Gretel" heute geschrieben werden? Oder "Die Schatzinsel"? "Moby Dick": Käp'tn Ahab liebt heimlich seinen Steuermann und leidet unter dieser homoerotischen Neigung so sehr, dass er in einem tiefenpsychologischen Brummseminar auf Bali eine deutsche Sozilpädagogin kennen lernt, die ihm einen "Rettet die Wahle"-Aufkleber schenkt und er wird dann bei Greenpeace .... usw. (Verlagserfolg garantiert! Achtung: Die Rechte liegen bei mir - ich glaube ich fange gleich zu tippen an...)Das Beste, was mir je passiert ist..... (31. Oktober 2008)
Ich kann nur sagen, dass es das beste Hörbuch ist, was ich gehört habe. Ich bin begeistert von der Art, wie Christoph M. Herbst sich in die Rolle vertieft. Eigentlich warte ich schon wieder darauf, dass ein weiteres Buch bzw. Hörbuch erscheint. Tommy Jaud in Verbindung mit CMH ist die Garantie für Unterhaltung, die man bei langen Autofahrten oder gemäßigter Stimmung einfach braucht. Es führt einen auf so unterhaltsame und witzige Weise durch den Alltag und hängt einem manchmal sogar den Spiegel vor die Nase. Diese Art von Humor ist einfach genial.Der ganz reale Wahnsinn (6. Oktober 2008)
Dieses Buch ist wirklich sowas von witzig, ironisch und gleichzeitig real. Beim Lesen der Aktionen des "Beschwer - Adair" muss man sich einfach kringelig lachen :-)). Es ist so lustig geschrieben, dass man das Gefühl hat, mitten im Geschehen zu sein. Einfach super!!!!Jeder, der beim Lesen ein Dauergrinsen auf dem Gesicht haben will, sollte sich dieses Buch gönnen.
Mal wieder was zum Lachen! (27. September 2008)
Seit langem war wieder herzhaft gelacht, bei einem Buch.Habe auch vieles gelernt bei der Lektüre.
Schreibe mittlerweile auch Gott und die Welt an... und es tut sich was.
Auch die netten Hinweise in deutlicher Sprache meinerseits in der Küche des Unternehmens, in dem ich arbeite, haben Wunder gewirkt.
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Tolles Buch, das man in einem Weg lesen kann. Kurzweilig.
Interessant. Wie aus dem richtigen Leben gegriffen. Man findet sich hier und da selbst wieder. Jeden Tag im Kampf gegen die Bürokratie, den Unsinn der Welt. Ich stehe im Job jeden Tag vielen dämlichen Anfragen gegenüber.
Mittlerweile erteile ich selber welche.
Muss aber erst mal dem Herrn Jaud schreiben: Den 13,90 Ocken sind doch ein bißchen fragwürdig für Zweihundertundeinpaarundneunzig Seiten in grosser Schrift.



