Der Gotteswahn

Verkaufsrang: 1415 (Bücher)
Autor: Richard Dawkins
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783550086885
ISBN: 3550086881
Seitenzahl: 574
Erscheinungsdatum: September 2007
Verlag: Ullstein Hc
von: Richard Dawkins (Autor), Sebastian Vogel (Übersetzer)
Preis: EUR 18,00

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Zwei Dinge vorweg: Einen tatsächlichen Gottesbeweis zu führen, an dem keine berechtigten Zweifel mehr angebracht wären, ist bislang niemandem gelungen. Das Umgekehrte freilich gilt gleichermaßen! Auch ein Beweis für die Nichtexistenz Gottes konnte bisher nicht erbracht werden. Und es steht auch nicht zu erwarten, dass sich daran in absehbarer Zeit etwas ändern könnte. Auch wenn er selbst felsenfest vom Gegenteil überzeugt sein mag, und wenn noch so viele ihm folgen mögen: Auch Richard Dawkins ist dies mit Der Gotteswahn nicht gelungen. Das freilich ist auch kein Wunder, weil eine endgültige Antwort auf diese, die gesamte Menschheitsgeschichte durchziehende Streitfrage nun einmal schlechterdings unmöglich ist.

Soweit, so gut. Aber bedeutet dies, dass man sich die Lektüre dieses mit großem Furor verfassten Werkes sparen sollte? Mitnichten! Denn vieles von dem, was der Evolutionsbiologe Dawkins gegen die Religionen vorbringt -- denn nur gegen diese und nicht etwa gegen den nach seiner festen Überzeugung gar nicht existierenden Gott kann seine Kampfschrift ja gerichtet sein -- lohnt es, dass man sich damit ebenso unvoreingenommen wie kritisch auseinandersetzt. Auch wenn man die Schlussfolgerungen des Autors nicht teilen mag, so bietet Der Gotteswahn doch einen, wenn auch sehr subjektiven Überblick der Genese der „Gotteshypothese“, der gängigen Argumente für und wider die Existenz Gottes sowie der Wurzeln von Moral und Religion. Auch Dawkins Entwicklung seiner Hypothese, dass Religiosität nichts weiter als der Ausdruck einer -- was freilich zu denken geben sollte, mehr als massenhaft vorkommenden und ergo wohl anthropologisch einigermaßen konstanten -- psychischen Dysfunktion sei, lohnt nachvollzogen zu werden (und sei es auch nur, um sie für sich zu widerlegen). Über die Existenz oder Nichtexistenz Gottes freilich ist damit immer noch nichts Abschließendes gesagt. Aber das war ja auch nicht zu erwarten.

Dawkins hat seinem Buch ein Zitat des 2001 verstorbenen Schriftstellers Douglas Adams vorangestellt, dem das Buch gewidmet ist: „Genügt es nicht zu sehen, dass ein Garten schön ist, ohne dass man auch noch glauben müsste, dass Feen darin wohnen?“ Gewiss, so wollen wir meinen, das würde genügen. Aber wenn nun doch tatsächlich auch Feen darin wohnten? Wäre das wirklich so schlimm? Solange wir uns nicht um sie schlügen, wäre das doch eine feine Sache! Und wenn wir uns doch um sie schlügen, dann wären die Feen doch immer noch da?! Und so ist es am Ende doch wie immer: der Vorhang zu und alle Fragen offen. --Andreas Vierecke

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Kundenrezensionen zu 'Der Gotteswahn'

Wahn und Wirklichkeit (28. Juni 2008)

Zu über 1000 Rezensionen eine weitere hinzufügen? Ich tu's, weil ich sicher bin, dass bisher niemand einen für mich entscheidenden Satz zum "Gotteswahn" zitiert hat: "Religion ist Unglaube" (Karl Barth). Darin steckt nämlich ein Schlüssel zur Klärung des Problems - mit Zustimmung und im Widerspruch. Kurz zu drei Punkten:
1. Zur "Gotteshypothese" (S.45ff. : im Gotteswahn):
"Der Gott des Alten Testamentes ist ... die unangenehmste Gestalt in der ganzen Literatur", schreibt Dawkins. Wenn die anthropomorphen (menschengestaltige) Züge buchstäblich verstanden werden, ist dieses Urteil durchaus einleuchtend. Ausführlich informiert Gerd Lüdemann über "Das Unheilige in der Heiligen Schrift". Aber: Gott ist jenseits aller Kategorien, jenseits von endlich und unendlich, gut und böse, persönlich und unpersönlich (Peter de Rosa). Eine mit dem Ausdruck "Gott" gemeinte eigenständige "Existenz Gottes" ist nicht nur unbestimmt, sondern grundsätzlich unbestimmbar! Auch Theologen sind im Grunde Agnostiker (unfähig zur wahren Erkenntnis) bezüglich des Gottesgedankens. Von Gott können wir nur metaphorisch (in Bildern aus unserer Erfahrungswelt) reden. Was darüber hinausgeht, ist "Religion", der Versuch, Gott irgendwie habhaft zu machen. Das gilt für "bibeltreue" Christen und Atheisten gleichermaßen.
Außerdem: Ohne unser Wort kann Gott gar nicht sprechen und reden! Die ganze Bibel enthält nur Worte von Menschen. Es liegt an Gottes unerforschlichem Gnadenhandeln, ob Worte biblischer Autoren uns als "Gottes Wort" ansprechen. Der Versuch, durch Dogmen festzulegen, wie und wann Gott handelt, ist "Religion", also Unglaube. Gottes Handeln und Handeln des Menschen sind grundsätzlich nicht zu unterscheiden! Kurzum: Die Frage, ob es Gott "gibt", ist rational-argumentativ unlösbar.
2. Zum "Fundamentalismus" (S. 391ff.):
"Fundamentalisten ... haben die Wahrheit in einem heiligen Buch gelesen und sind sich schon im Voraus sicher, dass nichts sie von ihren Überzeugungen abbringen wird". Stimmt. Sie wollen Sicherheit. Sie wollen auf der "richtigen" Seite sein. Aber: Lebendiger, ganz persönlicher Glaube, Glaube, der täglich neu von Gottes Gandenhandeln abhängt (fides qua), ist stets gefährdeter Glaube! Der individuelle Glaube ist Wahrnehmung der Gnade, unverfügbar. Auch nicht konservierbar in Lehrsätzen, Kultus oder Ritus! Die selig gesprochene Mutter Teresa hatte fast 50 Jahre lang Zweifel an ihrem Glauben an Gott. In Briefen wird ihre innere Zerrissenheit deutlich: "Jesus liebt dich auf besondere Art. Aber für mich sind die Stille und die Leere so überwältigend, dass ich sehe, aber nichts erkennen kann, dass ich höre, aber nichts vernehme, die Zunge bewegt sich im Gebet, aber spricht nicht" (1979 im Brief an Pfarrer Michael Von der Peet) Bei dieser Erfahrung ist Mutter Teresa - wie übrigens alle Christen, die sich unmittelbar von Gott ergreifen lassen, Atheisten. Woher kommt das Böse? (unde malum?) Bei Naturkatastrophen, siamesischen Zwillingen oder Völkermord u.ä. trifft uns die Frage. Aber: Für die Theodizee (Rechtfertigung Gottes angesichts der Übel in der Welt) gibt es keine rationale Lösung! Ich habe nirgends eine gefunden. Wer davon spricht, dass Gott sich offenbart, sollte nicht verschweigen, dass Gott auch verborgen bleibt (deus absconditus) - wann und wo er will.
Übrigens: Soziale Gebilde (Kirchen, Gemeinschaften) sind notwendig, weil sonst Glaubensinhalte - Glaube, der geglaubt wird (fides quae) - nicht transportiert werden kann. Privatchristentum ohne Kommunikation in einer Gemeinschaft verdorrt wie Blumen in der Wüste. Aber Kirchen haben kein übernatürliches "Wesen". Dogmen und Riten werden von Menschen gemacht. Auch "von Herzen Glaubende" brauchen soziale Kontakte mit Gleichgesinnten. Doch wer wirklich Christ ist, weiß Gott allein. "Alle, die sich von Gottes Geist führen lassen, die sind Gottes Söhne und Töchter" (Römer 8,14). Wer wirklich Christ ist, kann kein Mensch bestimmen! "Ein Mensch sieht, was vor Augen ist ..."
3. Zu "Kindheit, Kindesmisshandlung ..." (S. 431ff.):
"Ein Kind ist weder ein christliches noch ein muslimisches Kind, sondern es ist das Kind christlicher oder muslimischer Eltern" (S.472). Richtig. Das Milieu prägt weithin unsere Verhaltensweisen. Aus einer Familie von Schwätzern werden wieder Schwätzer kommen - allermeist. Elterliches Vorbild wirkt stark. Aber: Mancher Säufer erlebt, dass sein Sohn es anders macht! Wann kann ein Kind eigenständig bezüglich "Religion" unterscheiden? Dawkins sagt: "... wenn es alt genug dazu ist". (S. 473). Wer bestimmt aber, wann das der Fall ist? Mit 18? Mit 12? Wie macht eine atheistische Mutter ihrem Kind Alternativen deutlich? Christliche Eltern, deren Christentum sich auf Tischgebet und Gottesdienstbesuch beschränkt, die aber ansonsten völlig "normal" sind, werden ihre Kinder kaum fürs Christentum begeistern. Albert Schweitzer bekennt, dass er im Alter von etwa acht Jahren den Mut fand, gegen das Vogelschießen seiner Mitschüler folgenreich zu protestieren ... auf der Linie seiner späteren Lebenslosung "Ehrfurcht vor dem Leben".
Fazit:
Dawkins Gotteswahn ist für eigenständig handelnde Christen lesenswert und sehr anregend. Wahrhaftigkeit und Wissenschaft (wenn sie Hypothesen nicht als Fakten "verkaufen") können echten Glauben nie gefährden. Von einer "ewigen Wahrheit" weiß ich nichts. Auch Darwin oder Dawkins verfügen über keine "absolute" Wahrheit. Den offenen Christen schrecken weder Antimaterie noch Schwarze Löcher! Als Trost genügt ihm über dieses Leben hinaus, was Dietrich Bonhoeffer sagt: "Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost, was kommen mag. Gott ist bei uns am Abend und am Morgen, und ganz gewiss an jedem neuen Tag". Beim Bund für freies Christentum finde ich gute Orientierungshilfen: "Auf der Suche nach neuen Wegen" (Zweimonatsschrift). Näheres habe ich in Heften meiner Schriftenreihe "Beiträge zu Zeitfragen" - knapp und allgemeinverständlich - gesagt (alle bei AMAZON verfügbar; Heft 7 Die "wahre Kirche" ... erscheint August 2008)



































Ein wichtiger Schritt zur Bewußtseinserweiterung - wer sich traut (25. Juni 2008)

Ein intellektuelles Lesevergnügen, das trotzdem leicht und angenehm zu lesen ist.
Karlheinz Deschner als einer der Pioniere der Kirchenkritik und der Neuen Aufklärung greift Kirche und Christentum an.

Dawkins geht den nötigen Schritt weiter und stellt Gott höchstselbst in Frage. Er stellt ihn nicht nur in Frage, er verneint ihn definitiv.
Dies stellt eine Art der Bewußtseinserweiterung dar, die auch einen überzeugten Atheisten wie mich noch etwas lehren konnte. Dass dies das aufklärerischste Buch seit den mutigen Schriften von Deschner, Heinemann & Co. ist, steht außer Frage - doch es hat eben diese besondere, darüber hinaus gehende Qualität.
Leider gibt es viele Menschen, die in ihrer Glaubenswelt gefangen sind und die bei der Lektüre dieses Buches ihr vermeintliches Fundament gefährdet sehen. Für diese Menschen ist das Buch wohl nicht geschrieben.
Wohl aber für alle jene, die bereit sind, den Versuch zu wagen, über einen eingebildeten Schatten zu springen, die Glaubenszweifel haben oder Sündenängste.
Und für alle Agnostiker und Atheisten. Damit sie sich couragierter zeigen und zu ihren Überzeugungen stehen.
Gottesbeweis hin oder her: die wichtigste Erkenntnis ist, dass es möglich sein muss, sich als Atheist zu outen, ohne gesellschaftliche Nachteile zu erleiden. Solange das nicht der Fall ist, steht es um unsere Toleranz schlecht, solange hat die Kirche zuviel Macht und Einfluß. Es freut mich sehr, dass dieses Buch ein Bestseller wurde, es freut mich, das es soviele Rezensionen dazu gibt.
Wer dieses Buch nicht liest, der versäumt tatsächlich etwas!

Kämpferisch und unterhaltsam - aber aus dem Kontext zu lesen (25. Juni 2008)

Richard Dawkins ist mir vorwiegend aus seinen populärwissenschaftlichen Büchern bekannt gewesen, die die Evolutionstheorie auf eine logisch nachvollziehbare und unterhaltsame Art vermitteln.

Bereits im Rahmen seiner wissenschaftlichen Werke hatte er anscheinend immer gegen Missverständnisse und Halbwahrheiten zu kämpfen, z.B. gegen den Mythos von der Erhaltung der Art (was nur ein Nebeneffekt der Erhaltung der Gene ist).

Gleichzeitig hat er es bereits dort geschafft, soziales Verhalten auf angeborene und überlebensfördernde Strategien zurückzuführen.

Das menschliche Individuum betrachtet er allerdings (und im Rahmen dieser Voraussetzungen folgerichtig) nur als ein Transportmittel für dumme Gene, die diese diesen komplizierten biologischen Mechanismen im Rahmen eines Automatismus nutzen, um sich ständig zu klonen und zu verbreiten.

Dass diese, in gewisser Weise radikale, Weltsicht Angriffe herausfordert, liegt nahe und ich denke, er musste im Laufe der Zeit Einiges aushalten.

Aus diesem Grund scheint mir diese Buch entstanden zu sein, es list sich wie eine Abrechnung mit der Ignoranz. Zielobjekt ist allerdings weniger der still vor sich hinphilosophierende Mitteleuropäer, sondern eher der religiös fanatisierte "Homo Americanus", der ja gerade in den letzten Jahren wieder Oberwasser bekommen hat.

Das Skurrile daran ist, dass eine der technologisch und sozial fortschrittlichsten Nationen ihre Letztbegründung immer wieder im Religiösen sucht, was nach Dawkins Ansicht einfach irrational ist.

Richtig böse wird er aber, wenn die religiöse Fraktion versucht, seinesgleichen mit Logik zu kommen, nach dem Motto: Beweise mir, dass es Gott nicht gibt. Hier weist er mit Recht darauf hin, dass derjenige der eher unwissenschaftliche Behauptungen aufstellt, in der Pflicht ist, diese zu belegen und nicht umgekehrt.

Zudem sind ihm Halbherzigkeiten ein Dorn im Auge, etwa wenn man behauptet, es sei unentschieden, ob es Gott gibt oder nicht, hier beharrt er darauf, es sei eben nicht unentschieden, sondern extrem unwahrscheinlich und nicht nachweisbar, damit kann man keine 50/50 Position vertreten, sonst könne man sich gegen jede willkürliche Behauptung ebenso indifferent verhalten.

Interessant sind seine Schilderungen des alltäglichen christlichen Fanatismus, dem man bei uns ja meist nicht so begegnet, der aber in den USA wesentlich salonfähiger ist. Diese Schilderungen kommen einem hier schon ein wenig erschreckend vor.

Am Ende des Buches meinte ich, eine logische Inkonsequenz auszumachen, wo er nahe legt, wir sollen uns doch einfach freuen, das Glück gehabt zu haben, geboren zu sein, da unsere Zeugung unwahrscheinlich war.

Hier denke ich, dass ein Ungeborener kein Glück oder Unglück haben kann, geboren zu werden oder eben nicht, da er vor seiner Geburt (oder Zeugung) einfach noch nicht existiert. Für alle existierenden Menschen ist die Wahrscheinlichkeit also keineswegs niedrig gewesen, gezeugt zu werden, da entprechende Berechnungen sich erst auf die Phase der Existenz beziehen können, bzw. diese bereits voraussetzen. Das zwar ist nur eine Fußnote, die aber für mich zeigt, dass logische Schwächen (oder zumindest Dinge, die man noch vertiefen könnte) auch bei Dawkins noch möglich sind.

Alles in allem handelt es sich um ein kämpferisches Buch, das gedankliche Logik an wichtigen Punkten zurechtrückt, auch wenn Dawkins sich in der Zukunft ein wenig vor dem Eindruck vorsehen muss, dass er aus einer gewissen Verbitterung oder Starrsinnigkeit schreibt.

dieses Buch sollte mich zum Atheisten machen? (17. Juni 2008)

Wie man der Überschrift bereits entnehmen kann hat es der liebe Richard Dawkins, dem ich keineswegs seine Intelligenz absprechen möchte ihm aber im selben Atemzug einen gewissen Hang zur Sensationslust zuschreibe, nicht geschafft mich vom bekennenden Katholiken zum Agnostiker oder gar Atheisten zu machen.

Die Tatsachen die er im Bereich der Biologie auf den Plan bringt dürften den halbwegs gebildeten Christen oder Andersgläubigen keine neuen Pforten eröffnen oder eine Art A-HA- Erlebnis erzeugen.Das sind Theorien/Fakten die schon seit geraumer Zeit publik sind und mit denen sich schon zig gläubige Wisschaftler und Nichtwissenschaftler abgefunden haben oder nicht abgefunden haben.Es sei nur am Rande bemerkt, dass es durchaus ernstzunehmende Kritik an der Makroevolution gibt und zwar ziemlich gewichtige(nicht nur aus den Reihen der Kreationisten)-aber ich bin kein Biologe und auch eigentlich ganz froh darüber, hehehe.

Das dieses -von Gott geschaffene- Universum von wesentlichen Gestzmäßigkeiten (Biologie, Physik, Chemie) bestimmt wird, dürfte mittlerweile klar sein und war den Leuten vor 1000 Jahren bestimmt auch schon kein komplettes Neuland.Diese Komplexität aber plötzlich nicht mehr für die Existenz Gottes sondern dagegen einzuwenden, finde ich als "rational" denkender Mensch (ich weiß, die "New Atheists" lieben Wörter wie "Rationalität" und "Vernunft", wahrscheinlich haben sie sie auf ihre Hinterbacken tatowiert)ehrlichgestanden recht absurd, obwohl die meisten mittlerweile davon ausgehen das das besonders intelligent und vernünftig ist.

Ich ,der sich nicht als liberal aber durchaus anpassungsfähig bezeichnet,habe kein Probelm damit zu erkennen wie Gott den Menschen geschaffen hat.
Und nochmal, nur weil die Schöpfung Gottes recht transparent ist und auch den einen oder anderen "Fehler" aufweist, heißt das nicht das Gott nicht existiert.Vielmehr sollten wir die Fehler deuten und damit leben.

Mit Dawkins verhält es sich genauso wie mit den anderen voll Angst vor den Religionen erfüllten Affenmenschen.
Sie sind wie ein Teekessel. Der pfeift, tutet, plustert und rappelt aber irgendwann ist die Luft entwichen und er ist endlich ruhig.

In diesem Sinne wünsche ich allen Affenmenschen, dass sie zu Gotteskindern werden und endlich anfangen den Weg Jesu Christi zu beschreiten, denn nur deswegen sind wir hier-OB IHR ES GLAUBT ODER NICHT-


Einen Stern bekommt das Buch weil ich den Inhalt zum Kotzen finde, ganz subjektiv betrachtet....; )
Er kann gut schreiben, sieht für sein ALter gut aus aber er sollte nicht von Dingen reden von denen er nichts oder nur sehr wenig versteht und dann auch noch in Form einer sochen Polemik und einem solchen Selbstbewusstsein.

Lesenswertes, unterhaltsames Sachbuch mit falschem Titel (5. Juni 2008)

Im Buch "Der Gotteswahn" setzt sich der bekannte Evolutionsbiologe Richard Dawkins mit Religion und Gottesglauben sowie den Vor- und Nachteilen, Ursachen und Folgen von beidem auseinander. Bereits an dieser Stelle muss angemerkt werden, dass die positiven Aspekte sehr spärlich gesät bleiben, worauf weiter unten eingegangen wird.
Dawkins beginnt mit einer allgemeinen Einführung ins Thema, in der er den Kurs des Buches eindeutig klar macht: Er hält Religion für überflüssig, veraltet und zerstörerisch.
Im ersten Kapitel stellt Richard Dawkins grob gesagt dar, dass allen religiös motivierten Menschen und Taten von Vornherein zu viel unverdienter/irrationaler Respekt entgegengebracht wird.
Die Kapitel 2 bis 4 beschäftigen sich mit der zentralen Frage des Buches: Gibt es einen Gott? Hier bedient sich Dawkins einiger ausgewählter Thesen, die er in einem lockeren Schreibstil betrachtet, untersucht und durchaus interessant bewertet.
Das größte Problem des Werkes kommt jedoch bereits jetzt zum Tragen - alle nun folgenden Kapitel beschäftigen sich nicht mehr mit der Frage nach Gott (und wenn ja, dann nur marginal) sondern mit Religion im größeren Sinne.
Zum Beispiel wird im 5. und 6. Kapitel der Grund für Religion zum Thema gemacht, und insbesondere die Überlegung, ob Religion für Moral oder Ethik notwendig ist. Im 7. Abschnitt wird dies um eine weiter gehende Untersuchung der z.B. durch die Bibel gegebenen Moralbegriffe erweitert, wobei Dawkins teilweise schon in einen lästernden Stil verfällt.
Daraufhin wird in den letzten drei Kapiteln noch einmal alles geboten, was gegen Religion sprechen könnte. Dabei geht es auch z.B. um die frühe Indoktrination von Ideen und Vorstellungen etwa bei Kindern.

Was bei dem Buch auffällt, ist die Diskrepanz zwischen Titel und Inhalt: Obwohl es "Der Gotteswahn" (engl. "The God delusion"-Irrglaube) heißt, ist das prägende Thema die Religion an sich. Nur in einem einzigen Kapitel behandelt Dawkins wirklich die Argumentation gegen Gott (Kap. 3)!
Er verlegt sich vielmehr (grob gesehen) darauf zu zeigen/"beweisen", dass...
- Religion überflüssig ist, weil Moralbegriffe in jedem Menschen von Geburt an existieren (anhand von Beispielen)
- Religion zu Gewalt, Kriegen und Hass führt (nebst einiger Statistiken)
- Religion aus einem im Menschen verankerten Wunsch nach Geborgenheit und Gemeinschaft resultiert (er vergleicht Sekten z.B. mit Fußballfans).
Dies sind extrem interessante und v.a. sehr harte Blickpunkte, die den Anstoß zu weiter gehenden Überlegungen geben und zum Sinnieren anregen können. Enttäuschend ist nur, dass Dawkins das Thema des Buches verfehlt hat. Denn dass es Gott nicht gibt, hat er nicht bewiesen. Angesichts seiner Argumentation schließt er vielmehr aus der rationalen Begründbarkeit der Religion darauf, dass es folglich auch keinen Gott gibt - der resultiert ja aus der Religion. Zwar ließe sich wirklich trefflich darüber diskutieren, ob das Eine vom Anderen abhängig ist, aber das will dieses Buch gar nicht. Es soll keine Diskussionsgrundlage bieten (was sich schwer wird vermeiden lassen), sondern nimmt für sich die restlose Klärung des Themas zum Anspruch. Dies zeigt sich auch durch Dawkins Verfechtung des Atheismus als fortgeschrittene Haltung. Damit tut er jedoch genau das, was er religiösen Menschen vorwirft...
Alles in allem ist "Der Gotteswahn" ein interessantes, lesenswertes, fesselndes aber auch etwas oberflächliches Buch, das seinen eigenen Themenanspruch verfehlt. Die Problematik, ob Dawkins Recht hat, fließt nicht in die Wertung ein, weil dies hier objektiv nicht möglich wäre.
Dem, der sich gerne Denkanstöße geben lässt, diskutieren möchte oder am Thema interessiert ist, sei dieses Buch empfohlen. Wer eine eindeutige Klärung der Frage, ob es Gott nun gibt, sucht, ist damit falsch bedient.
F.P.

dkb.de

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