Aus der Amazon.de-Redaktion
An amerikanischen Unis ist sie ein gerne geübter akademischer Brauch, die „Last Lecture“. Diese vermeintlich „letzte Vorlesung“ vor dem gedachten Ruhestand des Vortragenden, soll diesem noch einmal Gelegenheit zur Selbstbefragung und Selbstkritik geben. Ein interessantes intellektuelles Spielchen, das aber im Falle des Randy Pausch eine fast schon gruselige Dimension annimmt. Zehn Tumore in der Leber und eine Lebenserwartung von wenigen Monaten – so lautete die niederschmetternde Diagnose, die den 46-jährigen Professor für Computerwissenschaften kurz vor seiner „Last Lecture“ erreichte. Der Bauchspeicheldrüsenkrebs hatte die Oberhand behalten. Doch dann - im September 2007 - begann an der Carnegie Mellon Universität ein adrett und jugendlich wirkender Mann mit seinem aufwühlenden und etwas anderen „Abschlussbericht“.Worüber redet ein 46-jähriger Professor angesichts einer Aussicht, die keine mehr ist? Reminiszenzen über Tod, Vergänglichkeit und Wiederkehr? Nicht so Randy Pausch, der beinahe generalstabsmäßig und mit Overheadfolien präpariert vor seinem Publikum nichts weniger als das pralle Leben feiert. In den USA – diesem klassischen Tropengebiet für Ratgeber und Lebenshilfen -, besitzen das Video der Vorlesung (auf You Tube einsehbar), sowie die erweiterte Buchfassung inzwischen fast schon so etwas wie Erweckungscharakter. Insofern darf man auf die Rezeption im „Alten Europa“ durchaus gespannt sein.
Die wahren Adressaten der Vorlesung sind Pauschs minderjährige Kinder. Dylan, Logan und die kleine Chloe sollten später einmal erfahren, wer der Vater war, der nur kurz ihr Leben streifte und was er ihnen mitzuteilen gehabt hätte. Auch verschweigt Pausch nicht, dass seine Frau Jai mit dem „lebens“zeitraubenden Plan der Vorlesung anfänglich alles andere als einverstanden war. Worauf nun gründet der immense Erfolg, der Pauschs Vorlesung anhaftet: Hindernisse überwinden? Ungelebte Träume verwirklichen? Anderen helfen? Niemals aufgeben? Auch aus dem Munde eines Todgeweihten sind dies keine sonderlich originären Erkenntnisse. Pausch ist nicht Heidegger. Philosophisch gesehen ist sein Buch kein Gewinn. Bleibt also nur diese fast schon disneyhaft reine uramerikanische „Wir können es schaffen“-Mentalität, von der Pauschs Weckruf durchdrungen ist, und die ihre ganz eigene suggestive Kraft entwickelt. In Amerika haben die Lehren seines Lebens bereits breiteste Bevölkerungsschichten rauschhaft erfasst. Hierzulande bleibt die Reaktion noch abzuwarten! Professor Pausch und seinen Lieben inzwischen alles erdenklich Gute! –Ravi Unger
Kundenrezensionen zu 'Last Lecture - Die Lehren meines Lebens'
toll (7. September 2008)
also ich kann manche rezensionen hier nicht nachvollziehen. finde das buch sehr schön, ergreifend und fesselnd. ich konnte gar nicht mehr aufhören zu lesen und hatte es in 1 1/2 tagen durch.bin sehr begeistert und kann es nur weiterempfehlen.
Grandioses Buch, mies übersetzt (3. September 2008)
Das Buch hat mich teils begeistert und teils enttäuscht. Ich habe die "Last Lecture" gesehen und war berührt und beeindruckt - mein erster Rat: unbedingt ansehen!Das Buch gibt interessante Hintergründe und zusätzliche Informationen, die mir halfen, die in der Vorlesung erzählten Geschichten besser zu verstehen. Das Buch ist voll von persönlichen Erfahrungen und daraus gezogenen Lehren. Hier hat der Autor nicht Psychologie studiert, oder einen Lehrgang gemacht, um Lebenshilfe zu leisten - er hat gelebt. Ich finde das sehr beeindruckend.
Allerdings ist die Übersetzung *wirklich* mies. Ich stolperte oft über ungelenke Satzkonstrukte und mir fielen viele Unterschiede in den Aussagen auf, im Vergleich zur Vorlesung. Und so etwas darf nicht sein, dass sich beim Übersetzten der transportierte Inhalt ändert.
Fazit: Interessante Lebensgeschichte, wertvolle Erfahrungen und gute Erkenntnisse - aber besser in der Muttersprache des Autors.
Schade ! (8. August 2008)
Dass eine schwache Übersetzung doch soviel Schaden anrichten kann, ist betrüblich. Das englische Original ist eingängig und leicht, die deutsche Version eine kleine Katastrophe. Ein Verlag wie Bertelsmann wäre sicher gut beraten, bei so einem Thema und so einem Erfolg in den Staaten, einen Topübersezter zu engagieren und auch nicht aufs Lektorat zu verzichten. Am besten man schaut das Video auf Youtube - das ist eh am besten!Ein fantastisches Geschenk (4. August 2008)
Der Mann ist einfach klasse! Welch ein Geschenk er mit der Welt zu teilen hat, ein ganz persönliches Geschenk an die Leute und er wird es nie erfahren. Er spricht aus seinem Herzen mit einer aufrichtigen Liebe für die Menschen und dem Wunsch, sein erstaunliches Bewusstsein von dem, was im Leben zählt, mit uns zu teilen. Sein Appell an die Menschheit ist, Spaß zu haben, weil das Leben sehr kurz ist; sich selbst mitzuteilen und sich um die Menschen um uns herum zu kümmern, denn das ist das größte Vermächtnis, mit dem man gehen kann. Er gibt uns ungewöhnliches Bewusstsein, das durch eine unheilbare Krankheit geschaffen wurde, eine Situation, die die meisten von uns nie erfahren werden. Lest dieses Buch! Wenn du diese Art der Bewusstheit magst vom Leben im Augenblick mit Spaß und Großzügigkeit - dann werden dir auch die Bücher von Ariel und Shya Kane gefallen: "Unmittelbare Transformation Lebe im Augenblick und nicht in Gedanken" und "Das Geheimnis wundervoller Beziehungen". Die Bücher sind sehr schön und inspirierend, wie "Last Lecture Lehren meines Lebens", die uns die Möglichkeit eröffnen, Bewusstsein zu erfahren, wie es Herr Pausch beschreibt. Vielen Dank an diese 3 Autoren.Etwas geht verloren..... (30. Juli 2008)
Zwei Dinge stören mich, diese sollten aber den Leser nicht davon abhalten hier etwas zu gewinnen - die Übersetung ist tatsächlich sehr schlecht. Somit bleiebt einem fast nichts anderes übrig als sich ein minderwertiges Bild von einem reinen Denker zu machen, und vieles geht verloren was einen tief berühren könnte.Was mich, (als Amerikanerin) stört, ist das man in der Beschreibung von einer "fast schon disneyhaft reine uramerikanische wir können es schaffen-Mentalität" spricht, welches suggestiert dass die Gedanken des Autoren vielmehr pauschal von einer anspruchloseren Masse geprägt sind als von der Reinheit eines positiven Menschen der dem unfassbaren ins Auge sieht. Die Leidenschaft, das "positive thinking" haben vielleicht schon etwas mit Amerika zu tun, aber die praktische und "erweckende" Lebensweisheiten sollten für jede Kultur (und Mentatität) ansprechend sein. Wenn möglich, in englischer Fassung lesen!


