Verkaufsrang: 9701 (Bücher)
Autor: Fredmund Malik
Audio CD
EAN: 9783593383125
Auflage: 1
Format: Audiobook
ISBN: 3593383128
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NumberOfItems: 4
Erscheinungsdatum: 16. April 2007
Verlag: Campus Verlag
Spielzeit: 222
von: Helge Heynold (Sprecher), Rainer-Maria Ehrhardt (Sprecher)
Preis: EUR 21,45
Aus der Amazon.de-Redaktion
Einem Friedensreich-Hundertwasser-Haus gleicht die Architektur des Denkgebäudes der Theorien, die sich -- in welcher Weise auch immer -- mit dem Thema "Management" befassen: viele, ineinander verschachtelte schiefe Ebenen, bunt bemalte Fassade mit Schnörkeln, schön anzusehen, innen aber unpraktisch und verwirrend. Fredmund Maliks Architektur ist das nicht. Sein Gegenentwurf lautet: Management ist ein erlernbarer, professioneller Beruf, für den es klare Grundsätze, Aufgabenstellungen und Werkzeuge gibt. Dementsprechend ist das Buch des erfahrenen Managementlehrers und -praktikers geradlinig und präzise in der Argumentation, schnörkellos in der Struktur, zudem anwendungsorientiert und überaus benutzerfreundlich.Malik, dessen Ziel es ist, professionelle Standards zu schaffen, folgt einem umfassenden Verständnis von Management. Konsequenterweise richtet sich sein Buch an alle, die in Organisationen wie auch immer ausgestaltete Führungsaufgaben wahrnehmen. Schon aufgrund dieses breiten Verständnisses geht nach Ansicht des Autors die Forderung nach dem "idealen" Manager, einer Kreuzung aus "antikem Feldherrn, Physik-Nobelpreisträger und Fernseh-Showmaster" an der Wirklichkeit vorbei. Deshalb ist die Frage, die es vielmehr zu beantworten gelte: "Wie schafft man es, normale Menschen zu Spitzenleistungen zu befähigen?" Hierzu formuliert Malik klare Regeln, wobei er an einigen Stellen bewusst mit Lehrbuchweisheiten bricht. So fordert er neben der konsequenten "Output-Orientierung des Managers" dessen Konzentration auf Weniges, aber Wesentliches. Überhand nehmendes Teamworking ist für den Autor nicht etwa ein Zeichen funktionierender, sondern "schlechter Organisation". Und der (typisch deutschen?) Eigenart, immer erst Schwächen beseitigen zu wollen, setzt er die Forderung entgegen, die Stärken der Mitarbeiter gezielt auszubauen und zu nutzen.
Malik ist mit diesem Buch ein aus der Managementliteratur herausragendes Werk gelungen, das Praxiserfahrungen und wissenschaftliche Erkenntnisse zu einem integrierten Managementansatz synthetisiert. --Manfred Schwarzmeier
Kundenrezensionen zu 'Führen, Leisten, Leben. 4 CD's: Wirksames Management für eine neue Zeit'
Maliks madiges Mittelmaß (2. Mai 2008)
Generell ein lesbares Buch. An Kursivsetzungen und Konsistenzverletzungen der verschiedenen Rechtschreibungen unserer Tage - störe sich wer will: Content is King! Aber genau damit hapert es - viele Gemeinplätze (und das sollte nicht der Anspruch eines Managementbuches sein) und starke Ähnlichkeiten - bis hin zur Verwechselbarkeit zu anderen, früheren Autoren (und dies ist ebenfalls ein No-Go). Daher nur 2 Sternchen.Gut aber dünn (10. März 2008)
Das Managementkonzept von Malik macht Sinn und fasst wesentliche Bestandteile im Unternehmen gut zusammen.Leider ist das Buch an vielen Stellen eher langatmig und birgt viele Stellen wo über schlechtes Management hergezogen wird. Das ist nicht allzu konstruktiv.
Für die Praxis fehlen auch konkreke Ansatzpunkte von denen ich mir sicher bin, dass Sie Malik parat hätte.
Schade, so ist's nur halb so gut.
hochmütig, arrogant und nichtssagend (2. März 2008)
der titel verspricht viel - das buch hält nichts. wirklich nichts! es bietet in breitem geschwafel einen überblick über dinge, die jeder schon weiß, der sich gedanken über management gemacht hat. und das in arroganter, herablassender form, ohne je wirklich konkrete tipps zur verbesserung zu geben.so gibt es im ganzen buch keinen hinweis, wie man z.b. - was der titel ja eigentlich suggeriert - eine work-life-balance herstellen könnte.
das buch ist der lebende beweis, warum im management viel zeit mit unwichtigem verbracht wird: weil man dinge nicht konkret auf einen punkt bringt und offen anspricht. auf konkrete schwachstellen im management bietet es bestenfalls lösungsansätze, auf die man mit ein bischen nachdenken selber kommt.
der wirklich konkrete anteil des buches hätte für eine broschur von max. 50 seiten gereicht - aber mit 400 seiten kann man halt mehr geld verdienen.
Hilfreiche Inhalte, wortreich und hochmütig dargeboten (2. Januar 2008)
Maliks Buch bietet viele wertvolle Gedanken zu beispielsweise: Managementmoden, der Bedeutung von Vertrauen, dem Vorbereiten und Durchführen von Besprechungen, dem Nachverfolgen von Maßnahmen, dem Thema Selbstorganisation sowie der Erkenntnis, dass man sich auf das Nutzen von Stärken statt auf das Beseitigen von Schwächen konzentrieren soll. Auch die Erkenntnis, dass es keine vollkommenen Organisationen gibt oder dass es oft bedeutender ist, die richtige Frage zu stellen, als eine passende Antwort auf eine unpassende Frage zu finden, ist sicher richtig. Aber all dies ist auch Gegenstand guter Management-Ausbildung, von der Malik insbesondere gegen Ende seines Buches erklärt, dass sie weder in betriebswirtschaftlichen Studiengängen noch in MBA-Programmen zu finden sei.Die Absolutheit seiner Aussagen ist es schließlich, die mich für dieses Buch zu einem eher schlechten Gesamturteil kommen lässt, nicht weil die Aussagen grundlegend falsch wären, sondern weil Malik sie mit oberflächlicher Logik meist einseitig und unreflektiert abgibt. Verweise auf "jahrelange Erfahrung" und "tausende von Gesprächen mit Top-Managern" mögen beeindrucken, lassen unterm Strich jedoch argumentative Hilflosigkeit durchscheinen. Eine allgemeingültige Erkenntnis (so sie es denn ist) will erarbeitet und nicht nur behauptet sein.
Hinzu kommen unzählige Wiederholungen. Durch Wiederholung einer Behauptung gewinnt keine Aussage an Belegbarkeit. Malik geht wortreich großzügig mit der Zeit des Lesers um und möchte ihn gleichzeitig mit diesem Buch zum effektiven Manager ausbilden. In diesem Sinne hätten die gebotenen Inhalte sicher auch auf knappen 80 Seiten Platz gefunden und dann als Beleg für gutes Zeitmanagement gestanden - bei Malik UND beim Leser.
Besonders enttäuschend finde ich, dass Malik eine Definition des Kernbegriffs Management schuldig bleibt. Nach einer unendlich erscheinenden Hinführung zum Thema setzt er ihn stillschweigend mit Führung gleich, bevor er ihn am Ende des Buches ebenso stillschweigend wieder aufgreift. Dabei bleiben wichtige Elemente des Begriffs auf der Strecke, und dies, obwohl schon ein kleiner Blick in ein Herkunftswörterbuch genügend Ansätze für eine umfassende Definition oder zumindest für eine freie Übersetzung des Begriffs (zum Beispiel mit "Systemhandhabung") geboten hätte.
In diesem Zusammenhang ist auch eine weitreichende Unschärfe von Begriffen zu bemängeln. Beispielhaft ist das folgende vermeintlich mögliche Loslösen des Ausdrucks vom Inhalt: "Den Ausdruck Unternehmenskultur habe ich nie für besonders nützlich gehalten, was er bezeichnet hingegen schon." (S.77) Solche Unschärfen treten an vielen Textstellen auf. So unterscheidet Malik inhaltlich auch nur bedingt zwischen Sachbearbeitern und Managern, denn beide sind bei ihm zum Tun verpflichtet. Nicht berücksichtigt wird, dass ein Manager den Überblick und sein Koordinationsvermögen verliert, wenn er sich tatsächlich in die Ebene des Tuns begibt. Hier merkt der Leser, dass Malik Hinweise für eine Praxis geben will, in der er sich selbst nie befunden hat. Seine eigene vehemente Kritik gegen alle anderen (aus seiner Sicht praxisfernen) Lehren zieht sich nicht nur durch die gesamten 388 Textseiten dieses Buches, sondern trifft damit letztlich ihn selbst.


