Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart

Verkaufsrang: 6012 (Bücher)
Autor: Sarah Kuttner
Broschiert
EAN: 9783596175338
Auflage: 1
ISBN: 359617533X
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Seitenzahl: 192
Erscheinungsdatum: 14. März 2007
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis: EUR 8,00

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Am Anfang gibts ein Echtheitszertifikat. Wo Kuttner draufstehe, sei auch Kuttner drin. Garantiert Sarah Kuttner im Vorwort, nachdem einige Leser angezweifelt hatten, die Fragen in Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens. Kolumnen, Kuttners erstem Wurf, seien womöglich gefaked. Nein, alles echte Fragen und Auszüge ihrer Kolumnen aus der „Süddeutschen Zeitung“ und dem „Musikexpress“. Dann noch diese Wortmeldung: „Bitte nicht nochmal, liebe Sarah, deine Stärken liegen nicht in Bücher schreiben!“ -- Hm! Irgendwie versteht man, was der wackere Amazon-Rezensent namens „Nordlicht“ meint. Die MTV- und VIVA-Lady besitzt ein loses Mundwerk, ist furchtbar sympathisch und zum Fürchten schlagfertig. Nur -- in der gedruckten Langversion bleibt dieses verbale Feuerwerk merkwürdig fahl. Dennoch, Kuttner-Fans werden auch ihr zweites Opus lieben!

Es braucht schon eine pulverschneehafte Ratgebermentalität, auf E-Mail-Fragen wie „Snowboard oder Skifahren?“, den Snowboarder mit einem wilden „verrohter Ballermann-Sport für Ziegenbarttäger“ von der Piste zu fegen. Aber Billighandys aus dem Discounter und Ärztestreik? Arbeitet Frau Kuttner etwa für Stiftung Warentest oder die Ersatzkassen? Das geht denn doch zu weit. Bei der Frage nach Elton Johns Hochzeit erfahren wir dann doch so viel, dass sie das berühmte Wowereit-Zitat „und das ist auch gut so“ hasst, wie „Mundfäule beim Weihnachtsmann“. Humoristisch überzeugend findet sie weder Loriot noch Hallervorden. So langsam weiß man nicht, ob man Sarah Kuttner für solchermaßen anstrengende Daueranwesenheit eher bewundern oder bedauern sollte. WM, Internetsucht, Oscar-Preisträger, H&M, Ladenöffnungszeiten. Jeder Normalo hätte längst den Hörer auf die Gabel geknallt und die Kabel durchschnitten. Nicht so der knallharte Profi Kuttner.

Irgendwann fängt der skurrile Gaga-Fragenkatalog sogar an, Spaß zu machen. Gehirnwäsche? Nein, nur beginnt man, Sarah Kuttners assoziatives Prinzip zu verstehen, ihren ganz und gar spielerischen Umgang mit Sprache und ihre fast schon dadaistischen Querschläger, die sich um Meinung und Sachlichkeit einen Teufel scheren. Dennoch --, selbst die schlagfertigsten Repliken auf irgendwelche dämlichen Fragen nach Tages-, Pop-, und Konsumgeschehen nachzulesen, verdoppelt nicht etwa den Spaß, sondern macht nur erneut klar, wie situations- und verfallsgebunden das Ganze ist. --Ravi Unger

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart'

Sarah Kuttners Kolumnen muss man lieben! (23. Juni 2008)

"Die anstrengende Daueranwesenheit der Gegenwart" ist eines der schrägsten Bücher, das ich in der letzten Zeit in der Hand hatte.
Schon allein der Titel ist einfach nur genial.
Kuttners Blick auf die Welt, die sich so um sie herum dreht, ist famos. Ihre Antworten auf alltägliche Fragen treffen oftmals den Nagel auf den Kopf, auch wenn ich mir z.B. noch keine Gedanken darüber gemacht habe ohne welche Website ich nicht mehr auskommen könnte, was ich über Menschen denke, die ihre Handynummer unterdrücken oder wie man einen Schal gut und schön um einen Hals wickelt. Kuttner macht sich die Gedanken und ihre Antworten sind erfrischend anders, manchmal auch auf den Punkt getroffen, aber in jedem Fall extrem witzig.
Warum sieht man diese Frau eigentlich nicht mehr im TV? Schließlich wurde sie doch schon von Großmeister Harald Schmidt mit dem Prädikat "Es gibt auch Frauen die es können" geadelt! Harald, schmeiß den Pocher raus und stell die Kuttner ein!
Von mir aus bitte mehr geistige Ergüsse von Sarah Kuttner!

Definitiv wert gelesen zu werden... (22. Mai 2008)

In ihren Shows fand ich Sarah Kuttner ehrlich gesagt nervig und selbstverliebt. Als Autorin hingegen begeistert sie mich wieder und wieder aufs Neue! Woran es liegt, weiß ich selber nicht so genau: Vielleicht ist ihre Art "gelesen" einfach viel lustiger als "gesehen/gehört".
Ihr neues Buch ist wieder mal sehr abwechslungsreich und amüsant, auch wenn es nicht an ihr Erstwerk "Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" rankommt. Daran liegt einfach, dass es das witzige Niveau nicht auf die gesamte Länge des Romans halten kann.

Mit der Lizenz zum Totlachen (28. Januar 2008)

Welche Leute stellen sich Fragen wie "Sind Schweißbänder eine Modesünde oder super Sommerkleidung?" oder wer macht sich Gedanken über das "Toiletten-Verhalten" von Lindsay Lohan? Wer denkt ernsthaft darüber nach, ob Augenklappen sexy sind?
Sarah Kuttner!

Auf etwa 175 Seiten setzt sie sich mit solch mehr oder weniger lebenswichtigen Fragen auseinander und ist fähig mit einer ungewöhnlich treffenden Wortwahl ihre Meinung auf sehr ehrliche Art und Weise kundzutun. So lernt man Sarah Kuttners Privatleben dank dieser Kolumnensammlung in fast allen Einzelheiten kennen. Sie duscht zum Beispiel nicht, ihren Bettrand säumen Jung-Dandys und sie ist eine der besten Freundinnen von George Bush, mit dem sie bei seinem letzten Besuch erstmal eine "Restmauerbesichtung" vornehmen musste. Behauptet sie.
Dank dieses Buches, weiß die Nation endlich, dass in unserer Bundeshauptstadt Unmengen an herrenloser, alkoholisierter Jugendlicher herumstreunen und die feinen Vorgärten vollbrechen, aber dies tun ja auch die so genannten "urbanen Penner".
Es gibt Epiliergeräte, die kopiergeschützte Telefongespräche abhören und dabei außerdem zwölf Latte Makkaroni kochen können. Doch Vorsicht, diese Maschinen sind äußerst arrogant und zickig!
Man lernt über wichtige Dinge, zum Beispiel über das Elterngeld, man lernt, dass Christian Wulff der karohemdtragendste Politiker ist oder dass sich alle Mädchen eine Badewanne in der Küche wünschen.
Sarah übertreibt, Sarah lügt, Sarah ist charmant. Gerade das macht das Buch so lesenswert und lebendig.
Die Schlagfertigkeit und Eloquenz, gemischt mit einer guten Portion Quatsch-Erzählen, die Sarah (dank ihres Vaters, einem Radiomoderator) in die Wiege gelegt wurden, macht die Kolumnensammlung aus der "Süddeutschen Zeitung" so unterhaltsam, dass man Mühe hat, vor Lachen nicht weinen zu müssen.
Zu Recht wird das kleine Mädchen (1,60m), das am 29. Januar 1979 in Ost-Berlin geboren wurde, heute als "Leitfigur der unter 30-Jährigen" (F.A.Z.) bezeichnet. Der Hauptgrund liegt wohl an seiner gnadenloser Selbstironie und der Gabe genau das zu sagen, was ihm in den Sinn kommt, ohne Rücksicht auf Verluste, und irgendeine politsche Correctness wird sowieso nicht beachtet.
Der witzige Schreibstil verführt dazu, das Buch in einem Zug durchzulesen, was jedoch folgende Nachteile mit sich bringt:
1. der Titel könnte in "Die anstrengende Daueranwesenheit der Sarah Kuttner" umbenannt werden, da man sich bei dauerhafter Einnahme dieser Lektüre eventuell totlachen könnte. Daher sollte es wohldosiert gelesen werden.
2. man ist deprimiert, weil es vorbei ist
3. es gibt keine Vorfreude mehr auf dieses Buch.
Einziger Vorteil:
Man kann das Buch direkt noch einmal verschlingen und genießen!
(Oder den Vorgänger "Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" lesen.)

zweite Runde - nichts wirklich neues (8. September 2007)

Für dieses Werk gilt das gleiche wie für den Vorgänger: als einzelnen Kolumnen witzig und kurzweilig - in der Aneinanderreihung eher nervtötend ...... Trotzdem lesenswert.

Fortsetzung folgt - nettes Buch (23. Juli 2007)

Nach ihrem letzten erfolgreichen Buch (oder besser Kolumnensammlung in Buchform) unter dem Titel "Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" folgt dieses Buch. Also ich finde es schon noch amüsant, aber das erste Buch einfach schöner zum Lesen. Aber da es immer noch außergewöhnlich ist und vorerst bleibt, gebe ich gerne fünf Sterne für das Buch.

Meine Empfehlung: Zuerst das erste Buch "Das oblatendünne Eis des halben Zweidrittelwissens" lesen und dann entscheiden, ob man ein Fortsetzung möchte. Dann kann man auch nicht viel falsch machen.

dkb.de

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