Stolz und Vorurteil

Verkaufsrang: 9210 (Bücher)
Autor: Jane Austen
Sondereinband
EAN: 9783596222056
Auflage: 23
ISBN: 3596222052
Languages:
ListPrice:
Seitenzahl: 352
Erscheinungsdatum: März 2006
Verlag: Fischer (Tb.), Frankfurt
Preis: EUR 8,95

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Mal nachdenken. Wie kam ich zu Jane Austen? Richtig! Eine Freundin von mir verschlang all ihre Bücher regelrecht und forderte mich immer wieder mal auf, doch auch mal was von ihr zu lesen. Höfliche Ablehnung meinerseits. Was gingen mich die langweiligen Salongespräche englischer Herrschaften an? Der Druck wurde verstärkt und als schließlich beinahe die Beziehungsfrage darüber gestellt wurde, entschloß ich mich zur Lektüre.Stolz und Vorurteil wurde mir wärmstens empfohlen!

"Es ist eine allgemein anerkannte Wahrheit, daß ein Junggeselle im Besitz eines schönen Vermögens nichts dringenderes braucht, als eine Frau!" In diesem Falle ist der reiche Freier Mr. Darcy, der auf einem Ball Elisabeth, die intelligente Protagonistin unseres Romans, kennenlernt. Zuerst findet sie nichts als Verachtung für diesen hochmütigen Schnösel und sein abfälliges Gehabe.

Elisabeths Mutter, eine geldgierige Dame, sähe nichts lieber, als die Verheiratung ihrer Tochter und den damit verbundenen gesellschaftlichen Aufstieg. Vater Bennet, in langjährigem Ehepandämonium zum Zyniker geworden, hält sich aus allem raus. Darcy wiederum verachtet die Bennets ihrer Vulgarität und ihres niedrigen Standes wegen. Ein Happy-End scheint ausgeschlossen -- doch es kommt anders.

Hoppla, das waren ja geschliffenste Dialoge! Jane Austen durchleuchtet und entlarvt diese in der Kälte der Konventionen erstarrte, snobistische und dünkelhafte englische Gesellschaft mit leichtestem Ton. Das Streitgespräch zwischen Elisabeth und Darcys Tante gehört zu einem der vielen Highlights dieses Romans, der, 1813 veröffentlicht, vom Publikum begeistert aufgenommen wurde. Gleichzeitig schuf Austen, die in ihren Romanen stets menschliche Schwächen und Torheiten veranschaulichte und ihren Figuren mittels brillianter Dialoge Leben einhauchte, eine der hinreißendsten Frauengestalten in der Literaturgeschichte überhaupt -- Elisabeth Bennett. Zu empfehlen ist übrigens auch die Lektüre des englischen Originals Pride and Prejudice, da die Übersetzungen dem sprachlichen Genie Austens nie ganz gerecht werden. --Ravi Unger

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Stolz und Vorurteil'

Intellekt und Schlagfertigkeit... (2. Dezember 2008)

...das ist genau das, was heutzutage oft zu kurz kommt.
Ich für meinen Teil habe "Stolz und Vorurteil" geradezu verschlungen. Nachdem ich den letzten Satz gelesen hatte, habe ich das Buch vorne wieder aufgeschlagen und noch einmal gelesen.
Inzwischen habe ich es etwa sieben Mal gelesen, worunter meine Begeisterung in keinem Fall gelitten hat.
Für alle, die sich etwas anspruchsvollere Literatur wünschen, als es die üblichen Romane normalerweise sind, können mit Stolz und Vorurteil unmöglich etwas falsch machen.
Ich habe bis jetzt noch kein besseres Buch mehr gefunden und habe mittlerweile alle Verfilmungen und auch die englische Fassung bei mir zu Hause stehen. Das Buch hat mich nebenbei bemerkt auch noch auf den Jane Austen - Trip gebracht.
Ich würde dieses Buch immer wieder kaufen!

Ich liebe dieses Buch! (19. November 2008)

Was für ein Buch! Jane Austen hat wirklich ein zeitloses Meisterstück geschaffen. Das Buch ist fesselnd, sehr romantisch und amüsant. Wenn man ein mal angefangen hat es zu lesen, möchte man es nie wieder weg legen. Austen schreibt so bildhaft und eindrucksvoll, dass man sich als Leser sehr gut in die Zeit und auch in die Personen hineinversetzen kann. Und es bleibt bis zum Ende spannend, ob Elizabeth und Darcy letztendlich zueinander finden. Ich kann es nur weiterempfehlen.

Stolz und Vorurteil (18. November 2008)

Erzählt die Geschichte der Familie Bennet, einer bürgerlichen englischen Familie im ausgehenden 18ten Jahrhundert. Die plumpe Mrs. Bennet, die davon träumt, ihre fünf sehr unterschiedlich geratenen Töchter möglichst samt und sonders zu verheiraten, ohne dabei grössere Rücksicht auf die Wünsche der Töchter oder die äusseren Umstände zu nehmen.
V. a. Lizzy, der zweitältesten Tochter, bleibt an Peinlichkeiten durch ihre Muttern bei deren Bemühungen kaum etwas erspart.

Auf einem der zahllosen Bälle lernt sie Darcy kennen, den sie zunächst verabscheut. Es stellt sich jedoch heraus, dass dieser sie liebt. Sein Heiratsantrag wird von der stolzen und sich in Vorurteilen verrennenden Lizzy zurückgewiesen. Die nachfolgenden Ereignisse führen jedoch bald dazu, dass Lizzy sich mehr und mehr von ihrem Stolz und ihren Vorurteilen verabschieden muss und aus ihrer Abscheu wird zunehmend Zuneigung und Bewunderung für Darcy.

Die Geschichte zeichnet ein Bild von dem Verhalten und den Werten der Gesellschaft im 18ten Jahrhundert. Stolz und Vorurteil gehören zu diesem Bild. Der Roman ist sehr leicht und flüssig zu lesen, die Ereignisse sind relativ voraussehbar. Leichte Muse, die aber durchaus ins Bücherregal gehört.

enttäuschend (12. November 2008)

Über "Stolz und Vorurteil" von Jane Austen habe ich nur Positives gehört, und auch hier bei Amazon wird wenn, dann nur an misslungenen Übersetzungen, nicht aber an dem Roman selbst herumgekrittelt. Mit dieser Tradition muss ich wohl oder übel brechen. Denn meistens habe ich mich zu tode gelangweilt.

Die Geschichte zog sich sehr. Das lag sicher an der Macke der Autorin, ihre Romangestalten ausdauernd zu zitieren. Es herrscht in diesem Roman die direkte Rede bzw. das Zitieren von Briefen vor. Das mag zwar teilweise erforderlich sein, stellt den Leser jedoch auf eine harte Geduldsprobe. Besonders, wenn die Repliken der geschwätzigen Mrs. Bennet ausführlichst wiedergegeben werden, fehlt bei mir das Verständnis. Irgendwann haben wir begriffen, dass Mrs. Bennet eine strohdumme und leider eine besonders schwatzhafte Person ist. Feiner Humor sieht m. E. anders aus.

Die Charakterporträts kamen mir zu holzschnittartig vor. Der ach so arrogant und unzugänglich wirkende Mr. Darcy (in meiner Übersetzung übrigens "Herr Darcy") stellt sich plötzlich als der großzügigste und liebenswerteste Mensch von der Welt dar. Nicht, dass es vollständig unglaubwürdig wäre. Aber der Übergang war mir etwas zu abrupt. Vielleicht wäre Darcy anstatt Elizabeth die interessantere Hauptfigur gewesen. Darcy macht eine Entwicklung durch, die wir leider nur aus der Ferne mitbekommen und die er selbst gegen Ende des Romans in einem Gespräch mit Elizabeth zusammenfasst. Elizabeth dagegen bleibt sich gleich: Sie war schon immer die Vernunft, Klugheit und Umsichtigkeit in Person, Lieblingskind ihres Vaters (das der Mutter ist hingegen die törichte Lydia) und neben ihm das einzige Mitglied der Bennet-Familie, das den Durchblick hat. Auch in heiklen Situationen (wie z. B. bei der Konfrontation mit Lady Catherine) verliert sie nicht die Fassung. Immer hat sie die passenden Antworten parat, nie macht sie einen Fehler. Außer natürlich, dass sie sich zunächst über Darcy irrt, aber das ist wohl eher auf die Umstände als auf ein persönliches Versagen Elizabeths zurückzuführen.

Überhaupt sind ausgerechnet die wichtigen Charaktere seltsam unscharf. Sowohl Mr. Bingley, der Geliebte von Elizabeths entnervend gutmütiger Schwester Jane, als auch Mr. Wickham, ein Offizier, auf den zunächst Elizabeths Sympathie fällt, werden selten in Aktion gezeigt. Dass Wickham in Wahrheit ein schlechter Mensch ist, erfahren wir nur aus zweiter Hand, nämlich aus einem Brief Darcys. Und dennoch steht Wickhams Schlechtigkeit von da ab als unverrückbare Tatsache fest. Eine solche Erzählhaltung wirkt bevormundend.

Das Ziel aller 5 Bennet-Töchter ist, eine gute Partie zu machen. Nur haben nicht alle Aussicht auf Erfolg. Besonders ärgerlich fand ich die klischeehafte Figur der mittleren Tochter Mary: Ein hässliches Entlein, dem nichts Anderes übrig bleibt als auf geistigem Gebiet zu glänzen. Und dass die in der Tat unvernünftige Lydia mit dem Schurken Wickham durchbrennt, müssen auch wir Leser notgedrungen verurteilen, da Lydia nunmal nicht weiß, was sie tut, und Wickham keinen Funken Anstand im Leib hat. Gottseidank wendet Mr. Darcy das Unglück noch rechtzeitig ab, aus Liebe zu Elizabeth nimmt er die Schande von ihrer Familie. Doch was für eine Schande eigentlich? Aus heutiger Sicht ist es keine Schande mehr, wenn ein junges Mädchen mit ihrem Geliebten abhaut, ohne dass vorher von Heirat die Rede war. Die ganze Aufregung nach Lydias Flucht ist heute kaum noch nachvollziehbar.

Diese Liebesgeschichte von Darcy und Elizabeth hätte spannend werden können, aber wegen der langatmigen Erzählweise schleppt sich der Roman zäh dahin, und das Frauenbild, das hier zum Ausdruck kommt, ist überhaupt nicht mehr zeitgemäß. Von einem Roman der Weltliteratur hätte ich mehr erwartet.

Mein zweitliebster Roman auf der Welt (21. Oktober 2008)


A C H T U N G : Rezension zur älteren Manesse-Ausgabe - wird leider auch andernorts angezeigt!

Die Übersetzung stammt aus dem Jahr 1948 - das sollte man auf jeden Fall in Betracht ziehen, wenn man sich zwischen verschiedenen Ausgaben entscheiden muß. Da uns die englische Sprache und auch der Tonfall inzwischen viel vertrauter sind, wirkt manches an der Übersetzung aus heutiger sicht altbacken und steif.
Aber es ist doch auch beeindruckend, daß es Bücher gibt, die nach geschlagenen 60 Jahren immer noch auf dem Markt sind, wenn zur Zeit auch anscheinend nur noch auf dem Gebrauchtbuchmarkt.
Ich für meinen Teil habe diese Übersetzung gerne gelesen, bin aber dann doch zum Lesen im Original übergegangen.

Jane Austens "Stolz und Vorurteil" ist so eine Art Seelenbuch für mich. Noch lieber mag ich nur noch "Anne Elliot", und danach kommt lange, lange, laaaaaange gar nichts.

Dieses Buch ist Weltliteratur, Komödie, Geschichtsunterricht und Ratgeber für alle Lebens- und Liebeslagen. Erzählt wird die Geschichte der Familie Bennet, deren fünf Töchter so nach und nach heiratsfähig werden, aber keinerlei Mitgift erwarten können. Die älteste und hübscheste, Jane, verliebt sich praktischerweise in den frisch zugezogenen, gar nicht mal so armen Mr Bingley. Der ist aber nicht allein angereist, sondern hat noch zwei Schwestern, einen Schwager und einen Freund im Gepäck.
Der Freund ist natürlich niemand anderes als MR DARCY. Elizabeth, Janes jüngere Schwester, legt sich sogleich mit dem arroganten und abweisenden Mann an. Hach, und dann...

Zugegeben: Wenn man erstmals Jane Austen liest, mag einen der spröde Beginn ihrer Geschichten erst einmal irritieren. Ihre Familien befinden sich meistens in präkären (finanziellen) Verhältnissen, und der Weg dorthin wird seeeeehr gründlich beschrieben. Durchhalten wird aber reichhaltig belohnt: Mit wundervollen Charakteren, spritzigen Dialogen voller Wortwitz, einer wohlbemessenen Prise Gesellschaftskritik und natürlich mit einem rundum perfektem Happy-End.

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