Verkaufsrang: 10514 (Bücher)
Autor: Gregory Maguire
Broschiert
EAN: 9783608938111
Auflage: 2. Auflage
ISBN: 3608938117
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Seitenzahl: 530
Erscheinungsdatum: Februar 2008
Verlag: Klett-Cotta /J. G. Cotta'sche Buchhandlung Nachflg
von: Hans-Ulrich Möhring (Übersetzer)
Preis: EUR 19,90
Kundenrezensionen zu 'Wicked - Die Hexen von Oz. Die wahre Geschichte der Bösen Hexe des Westens'
Eine schöne, teilweise traurige Geschichte für Teenager und Erwachsene (15. September 2008)
Zu allererst muss ich mal etwas loswerden: Dass das Musical nur lose auf diesem Buch basiert (was auch schon vorher bekannt war, falls man sich ausreichend informiert hat), sollte man nicht enttäuscht sein, dass nur wenig Ähnlichkeit zwischen Buchvorlage und Musical vorhanden ist. Auch ist dieses Buch für Kinder nicht geeignet, da es größtenteils für Erwachsene und nicht als Gutenachtgeschichte für die Jüngeren unter uns gedacht ist.Ich (16 Jahre jung) habe das Buch (noch) nicht komplett gelesen, da ich es mir nur von einer Freundin ausgeliehen habe, aber mich hat die Geschichte um Elphaba, Glinda und die anderen Charaktere so gefesselt, dass ich es mir bald selbst kaufen möchte.
Meiner Meinung nach hat der Autor hier ein sehr schönes Buch erschaffen, das zu lesen sich wirklich lohnt. Deswegen volle 5 Punkte.
Ein politisches Inferno, das gesellschaftskritischer nicht sein könnte (24. August 2008)
Elphaba ist kein gewöhnliches Kind, denn auch im fantastischen Land Oz ist es alles andere als üblich, dass Säuglinge mit einer grünen Hautfarbe auf die Welt kommen. So steht ihr Leben vom ersten Augenblick an unter einen schlechten Stern, denn wer will schon etwas mit einem Mädchen zu tun haben, dass grün ist, ständig um sich beißt und Angst vor Wasser hat? Niemand, nicht mal Elphabas Eltern.Nach so viel Ablehnung verwundert es nicht, dass auch die erwachsene Elphaba aus der Reihe fällt. Sie kleidet sich dunkel und schlicht und ist extrem verschlossen. Auf ihrer Schule will niemand mit ihr das Zimmer teilen, doch durch unglückliche Umstände ist es die quirlige und affektierte Galinda, mit der sie sich schließlich einen Raum teilen muss. Trotz ihrer Unterschiede kommen sich die beiden aber wider Erwarten immer näher und werden schließlich sogar gute Freunde. Doch dieses kleine Glück in Elphabas Leben soll nicht lange vorhalten, denn am College geht es nicht mit rechten Dingen zu und die Schüler werden manipuliert. Das nimmt die junge Frau zum Anlass, sich aus dem Staub zu machen. Sie lebt fortan in der Smaragdstadt und agiert im Untergrund, wo sie sich für die Rechte der vernunftbegabten "TIERE" einsetzt. Doch weder Galinda noch andere ihrer Mitschüler sollen für immer aus ihrem Leben verschwunden sein und so kommt, was kommen muss und Elphaba nähert sich der Erfüllung ihres Schicksals.
Der Roman "Wicked - Die Hexen von Oz" erzählt "die wahre Geschichte der bösen Hexe des Westens". Autor Gregory Maguire hat sich dabei die berühmte Kindergeschichte "Der Zauberer von Oz" von L. Frank Baum zum Vorbild genommen und die Handlung auf eine ganz eigene Weise weiter gesponnen. Sein Buch geht allerdings völlig andere Wege. Hier hat man es mit einem politischen Inferno zu tun, das gesellschaftskritischer nicht sein könnte. Das zauberhafte und kindliche des Originalromans geht komplett verloren, was bleibt ist eine Erzählung voller Charaktere, die sich gegenseitig manipulieren und die vom Schrecken der Unterdrückung geprägt sind.
Wer "Der Zauberer von Oz" mochte, wird sich mit "Wicked" wahrscheinlich schwer tun. Es handelt sich hier nicht um ein Buch, dass für Kinder geeignet ist, dafür gibt es zu viele politische Intrigen, Sex und Gewalt. Wer ein solches Szenario vor einem fantastischen Hintergrund mag, kann bestimmt gefallen an dem Buch finden, dafür muss man sich aber wirklich mit einer verdammt großen Portion Politik auseinander setzen. Dazu kommen Umweltschutz, Tierversuche, Ausgrenzung, Diskriminierung und was sonst noch so dazu gehört, um das Programm zu vervollständigen.
Doch selbst wer diese Art von Roman schätzt, wird an anderen Stellen Probleme haben. So ist es ganz nach brechtscher Manier fast unmöglich, sich mit den handelnden Personen zu identifizieren. Gerade wenn eine Szene oder ein Lebensabschnitt Elphabas so ausgearbeitet wurde, dass man mit seinen Figuren warm wird, gibt es einen Schnitt und man springt mehrere Jahre in die Zukunft. So beschäftigen sich die ersten achtzig Seiten ausschließlich mit Elphabas Eltern, ihrer Amme und dem Liebhaber der Mutter. Dieses Kapitel wird dann plötzlich abgebrochen und man erfährt nur in einigen Nebensätzen, was aus diesen Personen geworden ist.
Außerdem wird zwar die Geschichte um Elphaba, also die böse Hexe des Westens, erzählt, aber man begleitet sie niemals direkt auf ihrem Weg. Alles was passiert, wird dem Leser aus Sicht einer der Personen erzählt, die sich in ihrem Umfeld befinden. Der Autor verhindert also bewusst, dass man mit der Protagonistin direkt in Kontakt kommt. So wirkt die Geschichte ständig distanziert und kühl und man kann mit ihr nicht richtig warm werden.
Schade, dass die Vorlage zum erfolgreichen Musical nicht das halten kann, was man erwartet, wenn man sich das Bühnenspektakel angesehen hat. Hierfür wurde lediglich die Idee des Romans übernommen und wesentlich bunter und unterhaltsamer gestaltet. Was auch gut so ist, muss man leider bemerken.
Zu tragisch, zu agressiv, zu düster....trotzdem sollte man es gelesen haben! (25. Juli 2008)
Also,da ich das Musical gesehen habe hatte ich so einen kleinen Einblick in Elphabas Leben bevor ich die erste Seite überhaupt gelesen hatte.
Allerdings wirkte sie im Musical viel Symphatischer als im Buch, bis zur mitte des Buches sieht man Sie als pupertierende jung Hexe mit grüner Haut die sich aus diesem Grund neu finden will und anerkannt werden möchte, doch irgendwie fährt sie sich, für meinen Geschmack zu fest, sie verbittert, ihr Sarkasmus wird nach 200 Seiten Langweilig und festgefahren.
Ich muss gestehen das ich das Ende aus dem Zauberer von Oz nie kannte da mich dieses Buch nie gereizt hat, allerdings trauert man ein wenig um Elphaba und möchte den Personen aus dem Buch die sie nun als Böse Hexe des Westens sehen, erklären wie sie wirklich war und wieso sie so war.
Trotz mich das Buch nicht wirklich umgehauen hat, hat es mich zum nachdenken angeregt und man ist schon ein wenig traurig wenn Elphaba am Ende zu grunde geht und sie endgültig die Böse Hexe des Westens wird.
Trotz allem lasst es euch nicht entgehen zu erfahren wer sie war und seht über manche Stellen hinweg.
Viel Spass beim Lesen und verstehen
Lieber ins Musical (12. Juli 2008)
Ich habe mir das Buch gekauft, da ich ein großer Fans des Musicals und der Musik von Steven Schwartz bin.Leider hat das Buch nichts mit dem Zauberhaften Bühnenstück zu tun. Hier geht es eher um die Themen wie Religion, Politik, und Ausgrenzung.
Alles verpackt in einer düsteren, zynisch und langatmig geschriebenen Geschichte, die mit dem farbigen Spektakel auf der Bühne wirklich nicht mehr viele Gemeinsamkeiten hat hat. Ich bewundere Steven Schwartz wie er aus dem Buch so eine schillernde Geschichte für die Bühne verfassen konnte.

