Jedes Kind kann schlafen lernen

Verkaufsrang: 543 (Bücher)
Autor: Annette Kast-Zahn
Autor: Hartmut Morgenroth
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783774274099
Auflage: 4., Aufl.
ISBN: 3774274096
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Seitenzahl: 176
Erscheinungsdatum: Juli 2007
Verlag: Gräfe & Unzer
Preis: EUR 17,90

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Aus der Amazon.de-Redaktion

Klein-Charlotte schlummerte nur noch an meiner Brust ein und wachte drei Mal in der Nacht auf, weil sie meine Nähe vermisste. Eine Freundin verreiste nicht mehr ohne Sitzball, weil ihre Tochter in den Schlaf gewippt werden wollte, eine andere schob nächtelang den Kinderwagen umher. Falls Sie ein ähnlich kräftezehrendes Ritual mit Ihrem Baby praktizieren, kann "Das Ein- und Durchschlaf-Buch" von Annette Kast-Zahn und Hartmut Morgenroth für Sie die Rettung sein.

Die Psychologin und der Kinderarzt zeigen, wie sich Babys und auch Schulkinder in nur wenigen Tagen von ungünstigen Schlafgewohnheiten abbringen lassen -- behutsam, und ohne seelischen Schaden zu nehmen. Kernstück ist der "Behandlungsplan", der kontrolliertes Schreienlassen beinhaltet. Wer sich hierzu durchringt (wenn der Leidensdruck groß genug ist), wird innerhalb kürzester Zeit mit einem Baby belohnt, das friedlich in seinem Bett einschlummert und sich erst am nächsten Morgen wieder meldet.

Neben konkreter Hilfestellung vermitteln die Autoren eine Menge Wissenswertes über den kindlichen Schlaf, über Schlafstörungen und Schlafverhalten. Der Ratgeber ist mit zahlreichen Fallbeispielen illustriert. --Judith Kunz

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Jedes Kind kann schlafen lernen'

zuerst skeptisch, dann begeistert (19. November 2008)


Unser Sohn ist sieben Monate alt und hatte in seinem Leben nie länger als drei Stunden am Stück geschlafen. Vor- und nachmittags schlief er verlässlich jeweils ca. 45 Minuten, abends wollte er aber trotz eines relativ strukturierten Tagesablaufs und Schlafrituals nicht ins Bett. Meist trugen wir ihn mindestens 30 Minuten herum, manchmal auch zwei Stunden, bis er schließlich auf unserem Arm einschlief und nicht merkte, wie wir ihn schlafend in seine Wiege legten. Bis wir ins Bett kamen wachte er die letzten ca. sechs Wochen stündlich auf und schlief nur wieder ein, wenn wir ihm unverzüglich seinen Schnuller oder ein paar Schluck aus seinem Milchfläschchen gaben. Nachts wachte er dann 1,5 stündlich auf und verlangte nach seinem Fläschchen, mittlerweile zwischen uns liegend, da er in der Wiege dann nicht mehr schlafen mochte. So trank er zwischen 300 und 500 ml in der Nacht. Der Zustand wurde immer unerträglicher. Zum Schluß war er regelmäßig mindestens einmal die Nacht noch für bis zu zwei Stunden wach.
Wir hatten uns immer vorgenommen, dieses Buch nicht zu lesen, da wir die Vorstellung, den kleinen hilflosen Menschen schreien zu lassen, nicht ertragen konnten. Als wir uns aus den oben beschriebenen Abläufen jedoch nicht mehr selbst befreien konnten und dringend eine Veränderung für nötig erachteten, haben wir das Buch auf Anraten einiger Freunde und Bekannte, die die Methode bereits erfolgreich angewandt hatten, doch gelesen. Wir fanden es sofort nachvollziehbar, weshalb in den Schlaf tragen, Schnuller und Fläschchen ungünstige Einschlafgewohnheiten sind und haben uns gewundert, wieso wir nicht selbst darauf gekommen waren. Auch, dass es kontraproduktiv sein kann, bei jedem Piep in der Nacht gleich das Kind hochzunehmen und trösten zu wollen. Wir wollten eben, wie wohl die meisten Eltern, alles für unseren Kleinen tun und ihm immer das Gefühl geben, geborgen und beschützt zu sein.
Lange Rede, kurzer Sinn: Wir haben den "Behandlungsplan" mit etwas kürzeren Zeiten angewandt und waren wirklich überrascht, dass genau eingetreten ist, was die Autoren prophezeit hatten. Die erste Nacht war schwierig, die zweite besser, die dritte spürbar besser und nach einer Woche schlief unser Sohn elf Stunden am Stück durch.
Fazit: Uns hat das Buch hilfreiche Anregungen gegeben und uns allen wieder zum Schlafen verholfen. Dass unser Sohn am nächsten Morgen - auch nach der ersten Nacht- weiterhin so fröhlich ist wie zuvor, bestätigt uns darin, das richtige getan zu haben.
Wenn Sie ähnliche Schlaf- bzw. Einschlaf- und Durchschlafprobleme haben und sich nicht anders zu helfen wissen und Sie sich sicher sind, wirklich etwas ändern zu wollen (denn den Behandlungsplan beginnen und dann abbrechen, weil man das Weinen des Kindes nicht erträgt, ist in unseren Augen der wahre Vertrauensbruch), und wenn Sie meinen, dass Ihr Kind stark genug ist, was es bestimmt ist, wenn Sie ihm genug Liebe und Zuneigung gegeben haben, dann können wir das Buch nur empfehlen.

Anleitung zur Zerstörung des Urvertrauens (13. November 2008)

Ich habe dieses Buch von einer Freundin geschenkt bekommen und auch mit einigen anderen Eltern mehrfach diskutiert. Ich bin ehrlich gesagt entsetzt, wie viele Eltern diese Methode tatsächlich anwenden und das Buch sogar immer wieder weiterempfehlen. In meinen Augen ist das hier vorgestellte Schlafprogramm eine Anleitung zur Zerstörung des Urvertrauens. Keineswegs ist die Methode im 1. Lebensjahr eines Kindes anzuwenden! Auch wenn das Buch das Gegenteil behauptet, aber ein Säugling den man (kontrolliert oder unkontrolliert) schreien lässt, dessen Bedürfnisse (nach Nähe, Liebe, Zuwendung, Stillen, Nuckeln, etc.) man gezielt unterdrückt und ignoriert, der NIMMT zwangsläufig Schaden. Das Erlebnis, von den wichtigsten Bezugspersonen im Leben derart im Stich gelassen zu werden, ist nachhaltig und massiv.
Wenn ich Müttern begegne, die mithilfe dieses Buches bereits einen 3 1/2 Monate alten Säugling zum Ein- und sogar Durchschlafen (ohne Schnuller, ohne nächtliches Trinken!) zwingen wollen, oder andere Mütter mir tränenüberströmt berichten, wie sie ihren naturgegeben Impuls, ihr weinendes Baby in den Arm zu nehmen und zu trösten, mutwillig unterdrückt haben, dann muss ich sagen, hat dieses Buch mehr Schaden angerichtet als es je nützen kann.
Zu Guter letzt sollte allen Eltern eigentlich klar sein, dass sie einmalige und höchst individuelle Wesen in die Welt gesetzt haben und es auf keinen Fall Regeln und Tipps geben kann, die pauschal für alle Babys und Kinder gelten. Von daher sagt schon alleine der Titel dieses Buches sehr deutlich: Finger weg!

Grausames Buch (25. Oktober 2008)

Warum kann man nicht einfach dem Bedürnissen seines Kindes folgen. Es liegt in der Natur des Menschen, das er nicht allein sein möchte, wieso sollen es dann Babys und Kinder? Aber Kinder müssen ja funktionieren... Dieses Buch ist wirklich respektlos!

Bessere Bücher zum Thema schlafen wären z.B. "Schlafen und Wachen" von William Sears, "Drei in einem Bett" Deborah Jackson oder "The No-Cry Sleep Solution" Elizabeth Pantley. Bei den genannten Büchern wird der Respekt gegenüber den Kind nicht verloren.

Endlich Durchschlafen - es klappt! (22. Oktober 2008)

Mein Sohn hat 7 Monate nie durchgeschlafen, 2-3 x pro Nacht musste ich aufstehen. Mit dem Buch hat es bereits in der 3. Nacht geklappt: Er schläft nun 9-10 Stunden durch.
Natürlich muss man für jedes Kind das passende Rezept finden. Mir hat das Buch geholfen zu verstehen, was ihn am Durchschlafen hindert. Das war bei uns der Schnuller und das Trinkfläschchen.
Das Buch gibt sachliche Hilfestellung und erklärt es wissenschaftlich. Man kann sein eigenes Verhalten korrigieren und wird zur Konsequenz ermutigt. Absolut empfehlenswert! Auch bereits vor Eintritt von Durchschlafstörungen.

furchtbar- viele Aussagen widerrufen (15. Oktober 2008)

Rezepte für eine Erziehung gibt es nicht, die auf alle Kinder passen.

Schlimm ist dass das Buch so bekannt ist. Prof. Ferber, der die Methode entwickelte (die Methode wird von den Autoren dieses Buches übernommen) distanziert sich heute von einigen Aussagen.

"Ich wollte ich hätte diese Sätze nicht geschrieben. Es macht mich sehr traurig, dass manche Menschen meine Methode als Rechtfertigung benutzen ihre Kinder endlos schreien zu lassen." In dem Interview betont er, dass gemeinsamnes Schlafen durchaus akzeptabel ist und diese Methode NICHT für jede Familie. (8.11.99 The New York Times- Sleeping with your Baby)

Ich finde es schade, dass dies den Lesern nicht mitgeteilt wird.

Das Buch würde ich nicht noch mal in die Hand nehmen.

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