Kurzbeschreibung
Als im Pariser Türkenviertel drei unglaublich grausame Morde an rothaarigen Frauen geschehen, tritt Inspektor Paul auf den Plan. Was zunächst wie die Tat eines wahnsinnigen Serienmörders wirkt, steht schon bald in Zusammenhang mit der türkischen Mafi a. Bei den Opfern handelt es sich offenbar um »Fehlgriffe«. Denn es ist eine ganz bestimmte Frau, auf die es der Mörder abgesehen hat ...Klappentext
Als im Pariser Türkenviertel drei unglaublich grausame Morde an rothaarigen Frauen geschehen, tritt Inspektor Paul auf den Plan. Was zunächst wie die Tat eines wahnsinnigen Serienmörders wirkt, steht schon bald in Zusammenhang mit der türkischen Mafi a. Bei den Opfern handelt es sich offenbar um »Fehlgriffe«. Denn es ist eine ganz bestimmte Frau, auf die es der Mörder abgesehen hat ...Über den Autor
Jean-Christophe Grange, 1961 in Paris geboren, arbeitet als freier Journalist für "Paris-Match", "Gala", "Sunday Times", "Observer", "El Pais", "Spiegel" und "Stern". Seine abenteuerlichen Reportagen führten Grange zu den Eskimos, den Pygmäen, den Tuareg und in die Mongolei.Kundenrezensionen zu 'Das Imperium der Wölfe'
Wer bin ich wilklich? - Kann man das Gehirn verändern? (27. August 2008)
Man stelle sich vor, du weißt nicht mehr wer du bist.Vermeidlich ist ihr der jungen Frau die gerade in einer Klinik untersucht wird, dass sie Anna Heymes ist.
Sie weiß auch, dass sie zeitweise Gehirn-Aussetzer hat.
Sie kann sich an das Gesicht Ihres Mannes zum Beispiel nicht mehr immer erinnern.
Sie kann Einstein und Goethe unterscheiden, sie hat aber ein Probleme, das ihr eigentlich bekannte Gesicht Ihres Mannes, aus einer Bildfolge heraus, zu erkennen.
Das macht ihr Angst, wem auch nicht.
Aber als ihr behandelnder Spezialist Dr. Ackermann, eine Biopsie vorschlägt und vornehmen möchte, sprich ein Stück ihres Gehirns entnehmen und untersuchen will, weigert sie sich.
Verständlich oder?
Ich würde darüber auch lieber noch 10-mal darüber nachdenken, wenn jemand meinen Kopf öffnen möchte.
Sie vermutet sogar schlussendlich eine Verschwörung zwischen ihrem Mann und dem Spezialisten Ackermann.
Ist sie wirklich psychisch krank oder will man ihr das nur einreden.
Stark verunsichert sucht sie, ohne das Wissen ihres Mannes, eine Psychologin auf und möchte sich versichern, dass sie normal ist.
Sie hofft auf eine nur zeitweise Störung, hervorgerufen durch einen extremen Schock oder vielleicht ein sehr einschneidendes furchtbares Erlebnis ist.
Der Psychologin Mathilde Urano erzählt sie aber auch viel mehr aus ihrem Kopf, als der Koryphäe Dr. Ackermann oder ihrem Mann.
Es verschwimmen immer wieder Bilder in ihrem Kopf, mit denen sie nichts anfangen kann. Aber hier kommt sie anfänglich auch nicht richtig weiter.
Sie spinnt auch ihre Vermutungen immer weiter und glaubt, ihr Mann hätte sich durch Operationen im Gesicht verändern lassen um unterzutauchen oder noch schlimmeres wer weiß.
Wer kann ihr erzählen wie solche OP-Narben ausschauen und was alles wirklich machbar ist?
Ein aufgesuchter plastischer Chirurg erklärt ihr welche Narben sichtbar sind und auch bleiben.
Aber bei ihrem Mann sind keine Narben zu finden.
Am nächsten Morgen erkennt sie aber all die Narben und alle Anzeichen für eine komplette Gesichts-OP bei sich selber wer ist sie wirklich?
Zur gleichen Zeit spielt eine anscheinend nur parallele Geschichte in Paris.
Der Polizist Paul Nerteaux soll drei Mordfälle mit übelster Folterung und Verstümmelung aufklären.
Irritierend ist, offiziell leben die Frauen nicht in Frankreich. Sie lebten alle illegal in Klein-Türkei an der Seine.
Sie arbeiteten alle drei unter übelsten und niedrigsten Bedingungen in Wäschereien oder Nähereien im Untergrund für wenig Geld. Ihre Ähnlichkeit ist auch frappierend. Sie kamen alle aus derselben Gegend in Anatolien, und hatten alle drei rote Haare.
Paul kennt das Viertel nicht so gut und kann kein türkisch sprechen.
Wer kann ihm helfen?
Da kommt er auf den Expolizisten Schiffer, der sich im Alterheim, allerdings unter einem falschen Namen, einquartiert ist. Warum?
Schiffer, der alte Haudegen, hat hier in diesem Viertel ein Leben lang ermittelt, kann türkisch und arabisch sprechen und versteht die Mentalität der Bewohner.
Aber er ist skrupellos und hat brutale Methoden. Das merkt Paul gleich zu Anfang ihrer Ermittlungen das macht ihm auch extrem Angst.
Die Methoden führen aber ans Ziel und bringen viele wichtige Informationen hervor.
Zwischen den Storys wird ständig hin und her gesprungen. Jean-Christophe Grangé versteht es wie immer, Spannung aufzubauen. Auch grausamen Details vergisst Grangé hier nicht. Hiermit werden Unbehagen in tiefen Wellen in dem Zuhörer hervorzurufen.
Die Beschreibung der verstümmelten Tagelöhnerinnen ist hier nur der Anfang.
Die Spannung ist ständig am steigen.
Anna Heymes ist vor ihrem Mann geflohen und wird von der Elite-Polizei verfolgt, wer ist sie wirklich.
Mathilde Urano, die Psychologin, der sich Anna wieder anvertraut, kennt einen Arzt Dr. Ravi, der den beiden Damen erzählt, dass man das Gehirn und seine eigenen lebenslangen Erinnerungen verändern und auslöschen kann und das beim Militärs dies vielleicht erprobt wird.
Er versucht herauszufinden wer Anna Heymes wirklich ist.
Es kommt bei den Resultaten der Untersuchungen eine türkische Vergangenheit zum Vorschein.
Zur selben Zeit erfährt Paul Nerteaux, dass die Morde im Türken-Viertel von den grauen Wölfen vorgenommen wurden. Wer sind die brutalen und skrupellosen Söldner, die von der türkischen Mafia benutzt werden, um ihre Dinge durchzusetzen oder Rachmorde zu begehen.
Warum kümmert sich die türkische Mafia um illegale Waschweiber in Paris?
Warum werden die grauen Wölfe nach Paris geholt?
Haben die Klan- und Viertelchefs keine Gewalt mehr über ihre Regierungsbezirke?
Warum und vor wem haben die Klanchefs wirklich Angst?
Mein Fazit:
Man kann nur sehr schwer aufhören, nicht sofort die nächste CD einzulegen.
Ich war von der ständigen Spannung gefangen, so dass Jean-Christophe Grangé genau das erreicht hat was er eigentlich wollte eine extrem spannenden, fesselnden und ein wenig grausamen Thriller zu schreiben.
Das Hörbuch:
Joachim Kerzel, hat auch schon die anderen Hörbücher von Grangé gelesen und entschieden geprägt. Ihm gelangen auch schon die sehr guten vokalen Umsetzungen von Der Schwarm und Der Säulen der Erde.
Mit sehr viel Spannung gelesen, wird das Hörbuch nie langweilig.
Ein großes Stück Erfolg, verdanken die Hörbucher von Jean-Christophe Grangé auf jeden Fall Joachim Kerzel.
Die noch mit spannungsvoller Musik untermalten Sequenzen werden durch Geräusche wie Pistolenschüsse weiter dramatisiert. In zwei Bereichen des Hörbuches wünscht man sich, die Untermalung wäre dezenter und nicht so bestimmend. Man muss hier sehr gut aufpassen, da man ja kein, noch so kleines, Detail verpassen will.
Alles in allem ist es aber wieder ein sehr gelungenes Hörbuch, das ich in einem durch bei einer längeren Autofahrt genossen habe.
Das Hörbuch ist ein muss für jeden Fan von Jean-Christophe Grangé.
Obwohl es nicht ganz so gut ist wie das schwarze Blut und das Herz der Hölle, kann es aber dem Flug der Störche das Wasser reichen und teilweise, vor allem in der Spannung, sogar überflügeln.
Grange mit Bodenhaftung. Extrem gut gelesen, dicht und spannend. (2. August 2008)
Bei der Hörbuchfassung vom Imperium der Wölfe kann ich mich meinen Vorrezensenten nicht ganz anschließen. Ich gebe ihnen recht, dass Der Flug der Störche und Die Purpurnen Flüsse in den entsprechenden Hörbuchversionen extrem gut gelungen sind, aber Das Imperium der Wölfe liegt in meiner Bewertung noch eine Nasenspitze davor. Das liegt vor allem an der Story. Verliert sich Grange manchmal in unglaubhaften, phantastischen Spielereien und verlässt dabei die Pfade von Motiv, Täter und Spur, so ist Das Imperium der Wölfe, rein vom kriminaltechnischen Standpunkt aus, für mich der beste Grange. Gerade und klar zieht der Autor seine Geschichte durch, lässt dabei Helden und Protagonisten rechts und links des Weges liegen und führt uns mit atemberaubender Stilsicherheit ans Ende der Geschichte.Paul Nerteaux ist Ermittler bei der Pariser Polizei. Er soll die bestialischen Morde an drei türkischen Arbeiterinnen aufklären. Der Fall ist ein absolutes Rätsel und egal, was Nerteaux auch anstellt, er kommt mit seinen Ermittlungen nicht von der Stelle. Letztendlich kann er nur den, inzwischen im Ruhestand befindlichen, Schiffer mit ins Boot holen. Schiffer kennt sich aus im Türkenviertel, ist mit allen Wassern gewaschen, aber leider auch eine tickende Zeitbombe. Das ungleiche Paar macht sich auf den Weg und kommt einer phantastischen Geschichte auf die Spur. Dabei merkt Nerteaux schnell, dass er Schiffer nicht rüchhaltlos trauen kann.
Gleichzeitig verfolgen wir Anna Heymes, die Ehefrau eines erfolgreichen Pariser Polizeibeamten. Anna kommt mit ihrem Leben nicht mehr klar. Sie hat Aussetzer, die immer schlimmer werden. Sie erkennt Gesichter von Bekannten nicht mehr und fühlt sich fremden Menschen urplötzlich vertraut. Alpträume suchen sie heim und die Behandlung durch einen Psychiater bringt sie ebenfalls nicht weiter. In ihrer Not wendete sich Anna an eine Therapeutin und muss feststellen, dass sie nicht die Frau ist, die sie zu glauben scheint.
Wie Grange diese beiden Handlungsstränge zusammenbringt, dazu sage ich nur: Chapeu! Das hat Klasse und lässt sich wahnsinnig gut anhören. Joachim Kerzel brilliert in der Lesung. Zum wiederholten Male muss man feststellen, dass Kerzel und Grange einfach gut zusammenpassen. Also, wenn sie gute Krimis mögen, Handlungslöcher und Firlefanz nicht unbedingt brauchen, sich aber trotzdem fantastisch gut unterhalten lassen wollen, dann greifen sie zu. Sie werden nicht enttäuscht sein. Weder von Grange, noch vom Roman und schon gar nicht von Joachim Kerzels Stimme.
Spannendes Buch mit viel Hintergrundinformation (22. Juli 2008)
Man merkt den ehemaligen Reporter,perfekte Recherche, klare deutliche Ausdrucksweise.
Gleichmäßiger Aufbau der Spannung mit zahlreichen Überraschungen.
Viel wissenswertes über die türkische Kultur, welche soviel anders ist,
als die Kultur der Mitteleuropäer.
Medizinische Versuche am lebenden Menschen, welche es nicht geben sollte.
Einmal mehr eine gelungene Geschichte die nichts offen läßt.
Ergänzend dazu einer der Top Hörbuchsprecher.
Was will man mehr ?!??!!???
Gerhard Weinlich Laab im Walde
Nicht ganz so spannend wie die purpurnen Flüsse (1. Juni 2008)
Nicht ganz so spannend wie die purpurnen Flüsse, aber dennoch gut gemacht.Wie bei Grange und vielen anderen Autoren üblich, sind die beschriebenen Morde besonders grausam. Einfach sterben reicht nicht. Die Augenäpfel müssen schon rausspringen und die Gehirnmasse umherspritzen.
Ebenso gehört es heute zum guten Ton, zwei Handlungsstäge aufzubauen. Einerseits geht es um eine junge Frau, die zunehmend Erinnerungslücken feststellt und bei der Suche nach den Ursachen erfährt, dass ihr Gehirn manipuliert und ihr Äußeres total verändert wurde. Zum anderen geht es um drei Morde im türkischen Viertel von Paris, die ein junger Kommissar zusammen mit einem pensionierten Fuchs aufklären will. Erst kurz vor Schluss des Buches verbinden sich dann die beiden Handlungen.
Joachim Kerzel liest gut. Es wird jedoch an vielen Stellen unnögtigerweise dramatische Musik und Geräusche eingeblendet. Diese sind so laut, dass man den Text bei einfachen Kopfhörerern nicht mehr verstehen kann.
Grange wie in besten Zeiten (24. Mai 2008)
Der Leser wird analytisch hervorragend in die Grange Welt geführt. Er startet zart im Körper einer Frau (Ana Heymes), die Ihren Alltag lebt und nach und nach merkt, dass Ihr bisheriges Leben gestorben und Ihr altes kriminelles Leben wiedergeboren ist. Dieser Handlungsstrang wird parallel mit einem Zweiten von 2 Kommisaren erzählt, die einen vermeintlichen Serienmörder suchen. Der eine Bulle ist korrupt und skrupellos und ist wie im jedem Grange der zwiespältige Charakter, am Rande des Abgrunds mit Doppelmoral. Der junge Bulle wird mit dem unerfahrenen Leser in diese Welt geführt und lernt dabei wie in jedem Grange die menschlichen Abgründe kennen, diesmal garniert mit Hintergrundwissen der türkischen Mafia.Positiv:
1.Wer den "Flug der Störche" oder die "purpurnen Flüsse" gelesen hat, wird vom Imperium der Wölfe begeistert sein. Die Meisterwerke werden jedoch nicht erreicht.
2. Das Hörbuch ist kompakt mit wenig Leerlauf geschrieben und von Kerzel hervorragend gelesen und inszeniert.
3. Grange verwendet zwar bekannte Muster, es gibt aber eine Fülle von Überraschungen und unerwarteten Handlungsentwicklungen. Diese Entwicklungen und 360 Grad Drehungen sind im Buch toll erzählt und erhalten die Spannung.
Negativ:
Nach 4-5 Grange sollte neben dem Abstieg in die Hölle auch mal der Aufstieg gelingen, d.h. bei Grange geht es zumeist bergab, mit einem Aufstieg und der aufkommenden Hoffnung läßt sich viel spannendes zusätzlich entwickeln.
Fazit:
Es ist eines der Bücher, die einem im Auto sitzen lassen, obwohl man schon lange vor der Haustür steht.






