Das egoistische Gen: Jubiläumsausgabe

Verkaufsrang: 13693 (Bücher)
Autor: Richard Dawkins
Taschenbuch
EAN: 9783827418395
Auflage: N.-A.
ISBN: 3827418399
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Seitenzahl: 529
Erscheinungsdatum: Oktober 2006
Verlag: Spektrum Akademischer Verlag
von: Karin de Sousa Ferreira (Übersetzer)
Preis: EUR 16,00

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Kundenrezensionen zu 'Das egoistische Gen: Jubiläumsausgabe'

Gutes Buch, erschreckend viel Rechtschreibfehler (31. August 2008)

Zum Inhalt des Buches wurde in anderen Rezessionen schon genug gesagt.

Positives:
- Fussnoten und Anmerkungen zu bestätigten und widerlegten Behauptungen von Dawkins
- Gute "Vorwörter"

Negatives:
- Die Häufung von Rechtschreibfehlern ist direkt Peinlich. Man sieht, dass der Verlag an den Korrektoren gesparrt hat.

Blind theorizing (9. Juli 2008)

Dawkins writes that "the argument of this book is that we, and all other animals, are machines created by our genes" (p.xxi) and that "We are survival machines - robot vehicles blindly programmed to preserve the selfish molecules known as genes" (p.xxi). Yet, according to him, this book "is not science fiction; it is science" (p.xxi)!

Dawkins contrives to overlook the twin discoveries that:
1. the observable traits of organisms are mostly conditioned by the interactions of many genes;
2. most genes have multiple effects on many of these traits.

Dawkins transfers characteristics with which he is familiar from human behaviour on the macro-level to the inanimate components, "genes", of which we are physically constructed. He then proceeds to argue that these impersonal entities, which he imagines to possess characteristically human traits, infallibly generate the same unpleasant traits in human behaviour on the macro-level. So he writes: "The gene is the basic unit of selfishness" (p.36).

The absurdity is evident in that genes or other nonconscious entities cannot be either selfish or unselfish. They cannot "compete" against anything or "choose" anything.

If Dawkins were right, what would be the point of declaring, as he does: "Let us try to *teach* generosity and altruism, because we are born selfish" (p.3)? For if we really were machines, as he believes, even these very concepts would be meaningless to us. And certainly his oratory could have no effect whatever on our actual behaviour.

In fact genes do not force us to behave in any particular way. Neither can they possess the ability to direct or to comprehend all that is required to adopt a course of either heartless selfishness or heartfelt, sacrificial compassion.

Viel zu genzentrisch und spekulativ (29. April 2008)

"Das egoistische Gen" ist mir als Buch viel zu spekulativ. Angeblich sind Lebewesen nur Überlebensmaschinen ihrer Gene, um die es bei der Evolution geht, beim Menschen dann aber komischerweise doch wieder nicht, denn der könne sich über die Macht der Gene hinwegsetzen. Dafür gebe es jetzt die Meme, die untereinander um Speicherplätze in unseren Gehirnen konkurrierten. Ich rate dennoch dazu, das Buch zu lesen, denn es spielte für die Geschichte der Evolutionstheorie eine wichtige Rolle. Allerdings kann man es nicht als wissenschaftlich bezeichnen. Die vorgetragenen Thesen werden nur unzureichend begründet und sind vermutlich sogar falsch, wie Mersch unlängst plausibel aufzeigte.

Überholt, völlig haltlose Thesen (14. April 2008)

Liest man "Das egoistische Gen" nach moderneren Evolutionserklärungen wie "Evolution, Zivilisation und Verschwendung", dann fragt man sich, wie eine solch oberflächliche populärwissenschaftliche Darstellung jemals eine so große Bedeutung erlangen konnte.
Richard Dawkins behauptet u. a., dass die biologische Evolution von egoistischen Genen angetrieben wird. Für ihn sind Gene möglichst kleine Chromosomenabschnitte, denn nur die würden bei der genetischen Rekombination im Rahmen der sexuellen Fortpflanzung hinreichend lange stabil erhalten bleiben. Dies ist wenig schlüssig, denn heute weiß man, dass sich genetisch vermittelte Merkmale über mehrere Chromosomen verteilen können. Auch räumt Dawkins selbst ein, dass sogar die kleinsten Chromosomenabschnitte bei der sexuellen Fortpflanzung geteilt werden können. Ein Gen würde dann vielleicht 1000 Generationen statt eine Generation überleben. Aber ist dies ein so dramatischer Fortschritt angesichts 3,5 Mrd. Jahren Evolution? Eine weitere These ist, dass Lebewesen nur Überlebensmaschinen ihrer Gene sind. Diese dienten der besseren Überlebensfähigkeit der sie konstruierenden Gene. Auch das ist kaum nachvollziehbar. Egoistisch kann nur etwas sein, was eine "Subjektfunktion" besitzt, was sich also von seiner objekthaften Umgebung als eigenständiges Subjekt unterscheiden kann. Und das können Gene nicht, sehr wohl aber Lebewesen. Schließlich spricht Dawkins von einer weiteren Evolution, nämlich der kulturellen Evolution auf Basis von Mem-Replikatoren. Hier sind wir dann wirklich bei reiner Science Fiction angelangt. Richard Dawkins hat damit den edlen Pfad der Naturwissenschaften restlos verlassen: Er beschreibt nicht, wie Meme festgestellt (nachgewiesen) und deren Eigenschaften überprüft werden können.
Ein sehr schlechtes Buch voller unhaltbarer Spekulationen, der wohl viele "gläubige" Leser aufgesessen sind. Erstaunlich nur, dass Dawkins gleichzeitig so vehement gegen den Gottesglauben argumentiert: Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen. Ich selbst glaube zwar ebenfalls nicht an Gott, aber die Alternative zum Gottesglauben können nicht egoistische Gene und Meme sein. Eigentlich hätte ich bei soviel Spekulation und haltlosem Gerede Null Punkte vergeben müssen.
Will man die Menschen von der Richtigkeit der Evolutionstheorie überzeugen, dann sollte man viel sachlicher, aufrichtiger und vor allem auch wissenschaftlicher argumentieren.

Sehr gute Ausgabe (17. Januar 2008)

Auf den Inhalt des Buches wurde in den vielen Rezensionen bereits genug eingegangen. Ich möchte kurz auf die Jubiläumsausgabe zu sprechen kommen.
Das Buch ist angenehmer Schrift und sehr hellen Seiten gedruckt. Die Aufmachung ist stabil. Das Buch ist sowohl mit dem Vorwort der ersten Ausgabe als auch mit einem aktuellen Vorwort versehen worden, sowie einigen Einleitungen von Kritikern. Das vermittelt schon vor dem eigentlichen Buch sehr viel darüber was auf den Leser nun zukommt. Vor allem das aktuelle Vorwort Dawkins nimmt einem die Angst ein veraltetes Buch zu lesen.

Diese Ausgabe wurde auch großzügig durch aktuelle Kommentare ergänzt und zwar nicht als störende Fußnoten sondern jeweils nummeriert und nach Kapiteln geordnet am Ende des Buches. Diese Ergänzungen fand ich mitunter das Beste an dieser Ausgabe. Wann immer Dawkins eine strittige These aufstellt geht er im Kommentar dazu kurz auf die danach entstandene Kritik ein und wie er darauf reagiert. Ausserdem gibt es Dawkins die Möglichkeit veraltete Sachverhalte, z.B. Computertechnologien kurz um aktuelle Informationen zu ergänzen.

Für diese Ausgabe gibt es ganz ohne Beachtung des Inhalts (obwohl ich auch diesen hoch bewerte) auf jeden Fall 5 Sterne, vor allem im Preis/Leistungsvergleich mit anderen Büchern.

dkb.de

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