Die Erde, morgen

Verkaufsrang: 93858 (Bücher)
Autor: Yannik Monget
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783836929660
Auflage: 1
ISBN: 383692966X
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Seitenzahl: 190
Erscheinungsdatum: August 2007
Verlag: Gerstenberg Verlag
von: Kirsten Gleinig (Übersetzer)
Preis: EUR 19,90

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Kundenrezensionen zu 'Die Erde, morgen'

Trittbrettfahrer (26. Juli 2008)

Erwartet hatte ich spannende Bilder oder kurzweilige Darstellungen der Klima-Weltuntergangsszenarien.

Statt dessen Bilder, die eher wie die Arbeiten eines Hilfsgrafikers aussehen (durchgefallen, leider...). Da sahen die Filmkulissen der kaputten Erde vor denen Buck Rogers vor fast 30 Jahren rumhampelte noch realistischer aus. Im Zeitalter von Computergrafiken und nach, na, sagen wir mal Jurassic Park, wird die Relation dann wirlich unerträglich.

Apropos Jurassic Park: Auf Seite 107 latscht auch noch ein Dinosaurier durchs Bild. Die werden vom Klimawandel-Storch gebracht?

Trittbrettfahren auf Kosten von "Die Welt ohne uns" oder Jurassic Park. Ach nee, eigentlich ja auf meine Kosten, aber das will ich jetzt nicht weiter vertiefen.

Und inhaltlich? Man kann ja über die Klimaprognosen heutiger Wissenschaftler denken wie man will. Aber mir ist nicht bekannt, dass einer vorausgesagt hätte, dass aufgrund der Klimaerwärmung die Meere verdunsten. Steht aber echt drin!: "Auch hier könnte sich das Phänomen zuspitzen und einen Teufelskreis in Gang setzen, der die Temperaturen unseres Planeten so sehr in die Höhe treibt, dass schließlich auch das Meerwasser vollkommen verdunstet und die Erde zu einem Feuerplaneten wird - wie die Venus". Grusel grusel.

Fazit: Entweder Ökostrom bestellen oder nochmal nachtanken - je nachdem wie man zur Klimaerwärmung nun steht - aber besser nicht das Buch kaufen.

Tanzt nicht länger auf dem Vulkan (26. September 2007)

Was nutzen dicke Bücher, in denen die neuesten Klimadaten aufgelistet sind, wenn sie doch keiner liest. Das farbenfreudigste Diagramm, die steilste Klimakurve vermag die Mehrheit der Menschen nicht zu erreichen. Yannick Monget hat eine andere Art des Wachrütteln unseres Bewusstseins gewählt: Bilder.

Er bündelt die Informationen über die Entwicklung des Klimas auf der Erde und bringt sie in einen visuellen Kontext, der den Leser aufmerken lässt, weil er ihm auf 190 Seiten veranschaulicht, was geschehen könnte, wenn...
... die globale Erwärmung nicht rechtzeitig gestoppt werden kann,
... die Polareis-Kappen wirklich schmelzen,
... wir gezwungen werden, unsere Häuser und die Plätze, die wir lieben zu verlassen, um einer eventuellen große Überschwemmung zu weichen.
Was würde mit unseren Städten, unseren Sehenswürdigkeiten, unserem Leben wie wir es kennen, geschehen, wenn...?

Seine computergenerierten Einblicke in die Zukunft der Erde wirken beinah wie ein weiteres Kapitel aus einem seiner Science-Fiction-Bücher. Aber im Unterschied zu seinen bisher geschriebenen Romanen könnte die Fiktion dieses Bildbandes Wirklichkeit werden. Dann nämlich, wenn die Menschheit nicht endlich Verantwortung übernimmt und in höherem Maße große Veränderungen vornimmt.

In faszinierend-beunruhigenden Nachstellungen führt Monget mögliche Zukunftsvarianten vor: der Anstieg des Meeresspiegels, eine neue Eiszeit, das "sechste Massenaussterben", der Feuerplanet. So sieht der Betrachter Londons Big Ben sich aus den Fluten erheben, oder Manhattans Skyline vom Packeis umschlossen oder aber die Chinesische Mauer, versunken im Wüstensand. Aber Yannick Monget malt nicht nur düstere Bilder. Im letzten Kapitel "Die menschliche Revolution" gibt er der Erde eine Chance: die derzeit im Verkehrschaos erstickte Champs-Élysées ist eine riesige grüne Parkanlage, mit farbenprächtigen Blumen und hohen Hecken, New York eine begrünte Dachoase oder den Place de la Concorde in Paris ziert ein riesiger Springbrunnen mit wunderschönen Teichanlagen.
Kenntnisreiche Texte fassen zusammen und unterstützen die visuelle Dokumentation, erklären und zeigen Lösungen zur Abwendung der Katastrophe auf.
Dabei wirkt Monget niemals absolutistisch. Gegenmeinungen lässt er durchaus gelten. "Hier soll keinesfalls die Zukunft vorausgesagt werden. Es werden nur 'mögliche' Zukunftsvarianten vorgeführt."

Ergänzt wird "Die Erde, morgen" durch ein Vorwort des Biochemikers Jean-Marie Pelt und viele treffende Zitate berühmter Persönlichkeiten. Yannick Monget lässt u. a. Galileo Galilei, Michail Gorbatschow, Schopenhauer, Shakespeare, Goethe oder auch den Dalai Lama sprechen, fügt viele Sprichwörter ein oder zitiert aus Bibel und Koran.

Manche der 120 Bilder sind vielleicht ein wenig überzeichnet und etwas zu reißerisch geraten, auch ist die Qualität einiger Computer-Animationen nicht durchgängig brillant, ein Grund zur Gelassenheit ist dies jedoch auf keinen Fall.
Spätestens auf der letzten Seite, die unsere Erde, aufgenommen während einer Apollo-Mission vom Mond aus zeigt, wird dem Betrachter und Leser die Einzigartigkeit unseres Planeten im Universum vor Augen geführt. "Daher müssen wir diese Umwelt bewahren, denn wohin sollen wir fliehen, wenn wir sie zerstören?"

Fazit:
"Die Erde, morgen" wurde von der französischen Ausgabe des GEO-Magazins als ein "planetarisches SOS" bezeichnet. Es ist ein Buch für Jedermann: "Die Welt zu verändern ist keine Utopie, sondern ein Weg zur Lösung. Denn wir sollten nicht vergessen, dass wir allein verantwortlich sind für die Umweltkrise. (...) Vergessen wir also nicht, dass die Zukunft noch nicht geschrieben ist und wir sie noch gestalten können. Es liegt an uns."
Eine perfekte Zusammenfassung jener Flut von Informationen, die wir aus den Medien kennen.

"Die Blumen von morgen müssen heute gesät werden." Chinesisches Sprichwort

Wie unsere nicht allzu ferne Zukunft aussehen könnte (24. September 2007)

Seit der offenen Diskussion um die weltweite Klimakatastrophe, welche sich anscheinend anbahnen mag, verstummen die Stimmen der Gegner wie auch der Befürworter nicht. Yannick Monget zeigt mit seinem Buch DIE ERDE, MORGEN auf, wie unsere Welt aussehen könnte, wenn sich das gesamte Katastrophenszenario in seiner Gänze so umsetzt. Anhand eindrucksvoller Orte, stellt sich uns allen die Frage, DIE ERDE, MORGEN - so?


Ob Frankreich, Italien, die USA, Deutschland, Russland oder China, alle haben Anteil an der allgemeinen Katastrophe. Gewaltige Regenfälle, Kälterekorde, Wüstenklima, Hurrikans oder das große und unvermittelt voranschreitende Artensterben, alles mündet immer mehr in einem Szenario , welches uns an und für sich nur aus Katastrophenfilmen a la The Day After Tomorrow" bekannt ist.

Sehr eindrückliche Bilderwelten zeigen dem Betrachter auf, was passieren könnte und wie sich dann nationale Kunstschätze, Gebäude und Plätze des UNESCO Erbes präsentieren - nach der Katastrophe.

Das Buch ist unterteilt in die Kapitel: Klimaveränderungen, Anstieg des Meeresspiegels, eine neue Eiszeit, das Massenaussterben, Feuersbrünste und die menschliche Revolution.

Alle Kapitel werden Eingangs begründet und die Phänomene werden wissenschaftlich erklärt.

Am Ende des Buches finden sich auf ein paar kurzen Seiten einige Lösungsvorschläge und Handlungsanweisungen, wie wir alle die drohenden Katastrophen verhindern könnten. Es sei mir allerdings gestattet, einige der Vorschläge anzuzweifeln, etwas zu rigide erscheinen mir einige der Aussagen und Lösungswege.

Das Buch besticht durch die Vielzahl der Darstellungen von Schauerszenarien, wie sie aber tatsächlich eintreten könnten, wenn nur ein Bruchteil der Klimaveränderungen und Wechselwirkungen eintritt.

Das Buch ist ein Aufruf an die Logik und den menschlichen Verstand, nachzudenken bevor wir weiter handeln.

Sehr empfehlenswert!

dkb.de

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