Kundenrezensionen zu 'Clickertraining für Katzen: Erziehung macht Spaß'
Wozu Clickern? (13. Februar 2008)
Seit über 25 Jahren halte ich Katzen und habe noch nie einen Knallfrosch benötigt um mit meinen Tieren erfolgreich zu kommunizieren. Wenn ich ihnen irgend etwas beibringen möchte, zum Beispiel eine Leiter hoch zu klettern, oder von Stuhl zu Stuhl zu springen, oder andere kleine Übungen, die ihnen Spaß machen, dann arbeite ich ausschließlich mit meiner animierenden Stimme und bei Erfolg mit Lob, Streicheleinheit und ab und zu einem gesunden Leckerli. Bei eventuellen Unarten erkennen meine Katzen ebenfalls an dem strengen "Aus", oder "Pfui", dass dies nicht okay ist. Dann wird umgelenkt und die erwünschte Alternative angeboten. Bei Erfolg arbeite ich ebenfalls wieder mit Lob. Ich erwarte nicht, dass meine Katzen folgen wie Hunde, aber sie sind stets mit Freude dabei. Und auch die berühmte Schweizer Katzentrainerin, die mit ihrer Hauskatzentruppe regelmäßig vor Publikum auftritt und deren Katzen mit einer unglaublichen Freude ganz außergewöhnliche Kunststücke vollführen, habe ich noch nie bei ihrer Arbeit mit diesem "Knallfrosch" erlebt. Ich warte noch darauf, dass demnächst das Buch erscheint "Wie clickere ich mit meinem Kaninchen, oder mit meinem Hamster?" Mag sein, dass Clickern hilfreich ist, wenn sich ein Tierhalter mit seiner Laut- und Körpersprache nicht so klar seinem Vierbeiner vermitteln kann. Aber dann würde ich eher hier versuchen etwas zu verbessern. Irgendwie beschleicht mich nicht nur bei diesem Modetrend im Umgang mit unseren Tieren das Gefühl, dass hier eine Methode und ein Hilfsmittel so künstlich hoch stilisiert wird, als ginge es kaum noch anders und ohne, denn auch so mancher der vielen selbsternannten "Tierfluesterer" verdient damit sein Geld. Ich finde, es gibt gute und hilfreiche Bücher zum besseren Verständnis und Umgang auch mit Katzen. Clickertraining- wer's mag- ich hab es gelesen und komme gut ohne aus.Erziehung mit dem Knallfrosch (25. August 2007)
Katzen lassen sich nicht erziehen – sie machen nicht Sitz und Platz und gehorchen nicht auf Kommandos. Oder?Martina Braun zeigt in ihrem Buch, das es auch anders geht. War Clickertraining bisher nur aus der Hundeerziehung bekannt, soll nun auch die Katze kleine Kunststücke lernen und alltäglichen Aufgaben wie dem Gang zum Tierarzt gelassener entgegentreten.
Und das alles mit Hilfe eines Knallfrosches, der bald als Belohnung anerkannt wird? Ein interessantes Konzept. Doch selbst den skeptischen Leser kann die Autorin schon auf den ersten Seiten ihres Buches überzeugen, das für Katzenhalter neuartige System doch einfach einmal auszuprobieren.
Auf 80 Seiten beschreibt sie gut verständlich das Prinzip des Clickertrainings und begleitet den Tierhalter von den ersten Schritten bis zu komplexeren Kunststückchen und gemeinsamen Spaziergängen. Eine sehr schöne Gliederung von „einfach“ bis „schwer“ erleichtert dem Katzenfreund den Einstieg – er kann sich mit seiner Katze nach und nach bis zum Ende des Buches vorarbeiten. Das alles ohne langweilige Theorie.
Ob Katzen Kunststücke lernen sollten, ist Geschmackssache. Nach Lektüre dieses Buches sollte aber jeder wissen, dass Clickertraining keine dressierten Sofatiger schaffen, sondern das Vertrauensverhältnis zwischen Katze und Mensch verbessern soll. Darum: Für Katzenhalter, die sich gerne mit ihrem vierbeinigen Freund beschäftigen und ihm etwas zwanglose Abwechslung bieten möchten, ist dieses Buch die richtige Wahl.
...allerdings kann man geteilter Meinung sein, was den Sinn des Clickertrainings bei Katzen angeht... Meine Mieze war sehr begeistert - allerdings auch nur die ersten Tage lang. Dann wurde es langweilig... ;)
Leider nur ein Bildband ... (18. Juli 2007)
In diesem Buch wird viel Wert auf tolle Fotos gelegt und hier wurde wohl auch leider die hauptsächliche Zeit investiert. Beim Lektorat allerdings wurde etwas gespart. Auch sind wenig Übungen aufgeführt und das Clickern wird hier nicht so leicht verständlich erklärt.Zum Beipiel geht die eigentliche Konditionierung etwas im Text unter und es lässt sich schwer als Anleitung verwenden.
Für den, der sich ganz nette Bilder anschaut, sicherlich das richtige Buch. Für Katzenhalter, die gerne Clickern und Bücher von Caren Pryor gewohnt sind, eher ein müder Versuch der englischen Variante. Da sollte man sich doch lieber das Original besorgen.
ansprechendes Buch, allerdings einige unnötige Fehler (25. Mai 2007)
Dass eine gewisse Konditionierung von Katzen möglich ist, wird jedem Katzenbesitzer beim Öffnen der Dose mit dem Fressen bewusst, denn die Katze hört dieses Geräuch und verbindet damit das geliebte Fressen, wodurch sie sehr schnell in der Küche stehen und ungeduldig warten wird. Der Clicker funktioniert nach dem gleichen Prinzip: Erst muss man das Clickgeräusch immer mit einer Belohnung in Form von Leckerlis, Spielen oder Schmusen in Verbindung bringen und dann kann man seine Katze damit trainieren, da sie das Clicken immer wieder hören möchte, um das Leckerli zu erhalten. Sie wird dafür einiges ausprobieren.Das behauptet zumindest die Autorin des Buches. Dabei scheint sie aber zu vergessen, dass auch der Mensch am Anfang mit etwas Neuem konfrontiert wird und auch erst einmal sich selbst das Clickern aneignen muss. Ganz davon zu schweigen, dass man auch mit einiger Erfahrung im Clickern ein dickes Fell und viel Geduld braucht, um der Katze kleine Befehle beizubringen. In diesem Buch wird davon ausgegangen, dass alles sehr einfach ist, die Katze eigentlich immer die richtigen Dinge macht und es als Spiel sieht. Aber das entspricht nur in den seltensten Fällen der Realität. Dessen sollte man sich beim Lesen des Buches bewusst sein.
Das Buch ist in einer ansprechenden und eher umgangssprachlichen Sprache geschrieben. Leider scheint der Verlag allerdings beim Lektorat des Buches stark gespart zu haben, da viele Fehler sich in den Text eingeschlichen haben, die beim Durchlesen auffallen.
Gutes Buch über Clicketraining (14. Mai 2007)
Wer sich für Clickertraining mit Katzen interessiert, wird in diesem Buch Schritt für Schritt an das Training herangeführt. Einige Kunststücke sind auch aufgeführt. Zusätzlich werden psychologische Themen erörter, z.B. die Zusammenführung von zwei Katzen etc.Das Buch gibt einen umfassenden Überblick, ohne zu sehr ins Detail zu gehen. Wer sich intensiver mit dem Clicketraining von Katzen beschäftigen will, liegt bei Andrea Amberger richtig, die ein richtiges Trainingshandbuch herausgebracht hat, welches über 50 Übungen enthält. Das Besondere daran: Die Tricks schließen das sg. Medical Training mit ein, das einen stressfreieren Umgang mit der Katze im Behandlungsfall erlaubt. Super interessant und ebenso zu empfehlen!





