Lexikon des Unwissens: Worauf es bisher keine Antwort gibt

Verkaufsrang: 1290 (Bücher)
Autor: Kathrin Passig
Autor: Aleks Scholz
Gebundene Ausgabe
EAN: 9783871345692
Auflage: 7., Aufl.
ISBN: 3871345695
Languages:
ListPrice:
Seitenzahl: 256
Erscheinungsdatum: 20. Juli 2007
Verlag: Rowohlt, Berlin
Preis: EUR 16,90

Lexikon des Unwissens: Worauf es bisher keine Antwort gibt bei Amazon kaufen

Suche:   

Aus der Amazon.de-Redaktion

Das Lexikon des Unwissens ist das erste Buch, nach dessen Lektüre man weniger weiß als zuvor.“ So lautet die unglaubliche Ankündigung der Autoren Kathrin Passig und Aleks Scholz. In ihrem Nachschlagewerk der anderen Art geht es zunächst um den aktuellen Forschungsstand zu ausgewählten Themen von „Aal“ bis „Wasser“. Anschließend führt das Duo vor, wo es in unserer Wissensgesellschaft noch ordentlich hapert. So fühlen sich Leser nach der Lektüre ein wenig wie der altgriechische Denker Sokrates, der vor fast 2500 Jahren feststellte: „Ich weiß, dass ich nichts weiß.“ Oder weniger dramatisch formuliert: Eine gelöste Frage wirft oft zwei neue auf.

Viel Physik, echt Tierisches, aber auch Allzumenschliches wird in diesem Lexikon beleuchtet. Wir greifen zu den Sternen, erfahren, was es mit dem Schnurren der Katzen auf sich hat oder worüber Narkoseärzte rätseln. Die einzelnen Beiträge kommen in appetitlichen Happen daher und informieren stets unterhaltsam und anschaulich. Kein Wunder, denn Autorin Passig gewann 2006 in Klagenfurt den Ingeborg-Bachmann-Preis -- und bildet mit dem Astronomen Scholz ein perfektes Duo, um im trüben Meer des Unwissens der Kultur- und Naturwissenschaft zu fischen.

Braune Zwerge verschwinden, mysteriöse Knoten entstehen, alte Schriften bleiben unverstanden. Astrophysiker sind ratlos, Biologen rätseln, Historiker verzweifeln. In diesem kuriosen Buch erfahren wir Widersprüchliches zu Fragen, die wir schon gelöst glaubten, sowie Erstaunliches über Dinge, über die wir uns bislang einfach noch keine Gedanken machten. Wo menschliches Know-how derzeit endet, darüber wissen wir nach der Lektüre besser Bescheid denn je. Und das ist gut so, denn der Zweifel gehört zur Erkenntnis wie das Salz in die Suppe. Oder mit dem alten Goethe gesprochen: „Es irrt der Mensch, solang er strebt.“ --Herwig Slezak

dkb.de

Kundenrezensionen zu 'Lexikon des Unwissens: Worauf es bisher keine Antwort gibt'

Unwissen aller Orten (5. Juli 2008)

Wie schon erwähnt, eignen sich Texte, die sich in kurze Sinneinheiten gliedern, bestens als Freizeit-Lektüre für Eltern von Säuglingen und Kleinkindern – eine Unterbrechung des Leseflusses alle paar Seiten wird dann nicht als störend empfunden.

Seit Mitte der 90er Jahre des vorherigen Jahrhunderts sind populärwissenschaftliche Lexika zu Themen aller Coleur sehr beliebt. Relativ neu in diesem Reigen ist das "Lexikon des Unwissens" von Kathrin Passig und Aleks Scholz – beide Redakteure des Grimme-Preis-gekrönten Wissenschaftsblog "Riesenmaschine".

Wie der Titel verrät, geht um Dinge, auf die die Wissenschaft keine verlässliche Antwort hat. Mitunter erschreckt man, was alles darunter fällt: Wann weiß nicht, warum Betäubungen bei Operationen funktionieren (Stichwort: "Anästhesie", S. 33ff), wieso wir eigentlich Gähnen (Stichwort: "Gähnen", S. 64ff) oder die Tatsache, dass Tesa klebt (Stichwort: "Klebeband", S. 93ff). Bei anderen Stichworten wundert man sich weniger, dass Forscher darauf keine Antworten haben (z.B. "weibliche Ejakulation" / S. 46ff, "sexuelle Interessen" / S. 190ff oder "Riechen" / S. 161).

Neben sehr viel Mathematischem und Astronomischen gibt es aber auch viele Dinge, nach die uns unsere Kinder eines Tages fragen könnten. Nach der Lektüre diese Lexikons werden wir uns bei den Antworten, warum die Blätter im Herbst bunt werden (S. 85ff) oder warum man schläft (S. 180 ff) zurückhalten – man weiß es einfach nicht.

Herrliches Kaleidoskop (3. April 2008)

Das ist ein Buch so richtig zum Schmökern und Entspannen. Ich habe es in vielen Etappen gelsen und kann es wärmstens empfehlen. Fünf Sterne für eine Sammlung der Superlative.

Ich weiß, dass ich nichts weiß... (15. März 2008)

Klug ist, welcher viel weiß. Weise ist, der weiß was er alles nicht weiß!
Ironischer Humor, der kein Bißchen arogant klingt, was bei populärwissenschaftlichen Werken immer gefährlich ist. Man kriegt eine Ahnung, wie wirklich achtbare Forscher denken und reden, wenn sie unter sich sind. Die Lage der Wissenschaft ist ja eigentlich hoffnungslos, wenn man bedenkt, wie beschränkt selbst die gscheitesten Leut sind, aber ernst ist das noch lange nicht!
Das Werk ist sehr beruhigend. Trotz meines gigantischen Unwissens bin ich noch lange nicht dumm. Nur der wahre Dummkopf glaubt alles zu wissen!
Robert

Fundierte, prägnante Erläuterungen des Unerklärlichen (9. März 2008)

Es gibt Dinge im Leben, die braucht man nicht zu wissen, manches will man nicht wissen, wieder Anderes soll man nicht wissen und Einiges kann man nicht wissen – das weiß aber nun wirklich jeder – „sokratischer Weisheit“ sozusagen: „Ich weiß, dass ich nichts weiß“, obgleich er eher gemeint haben soll „Ich weiß auch als Un-Wissender.“ Sei’s d’rum – das Buch versammelt eine Reihe von Fragestellungen, welche trotz allen Weltwissens und aller Erkenntnis der Wissenschaften bislang unbeantwortet blieben.

Sicher dient alles, was man oder jemand nicht weiß, an, sich um eine Antwort zu bemühen. Die Unwissenheit als Motor der Erforschung und Impulsgeber für die Erkenntnis. Das ist schon ganz gut. Das hat etwas Aktives. So auch das Buch. Geradezu akribisch und zudem ausgesprochen seriös befassen sich die Autorin und der Autor mit so bedeutenden Fragestellungen nach der Ursache zur Bildung eines so genannten „Rattenkönig“, weshalb man gähnt, Klebeband klebt oder in Trinkgeld gegeben wird.

Die gebotenen Antworten – sofern in den einzelnen Kapiteln welche gegeben werden – wirken wohl recherchiert und fundiert und lassen einen plötzlich Kenntnisse erworben haben, welche man sich vorher nie als Wissensmangel vorstellen konnte. Insofern gehört das Buch zu den interessanten Phänomenen und es stellt sich schon wieder eine ganz neue Frage, weshalb man bislang die von den Autoren gestellten Fragen noch nie selbst gestellt und einer Antwort hinterhergelaufen ist.

Das Buch bietet bei aller Leichtigkeit der Themenstellung und der in aller Regel auch nachvollziehbaren Erklärungen ausreichend, bisweilen gar heiteres, Lesevergnügen. Allerdings verhindert manche doch sehr komplexen Antwort, dass man das Buch sozusagen „in einem Rutsch“ liest. Das ist allerdings auch bei einem Lexikon ohnehin selten, handelt es ich bei diesem Buchtypus doch um ein Nachschlagewerk. Man sieht hinein, wenn sich eine Frage stellt. Fragt sich allerdings, ob sich die Fragen stellen, deren Antwort in dem Buch befindlich sind. Auf jeden Fall unbeantwortet – auch nach der Lektüre des Buches - bleibt vermutlich auf ewig die Frage: Muss ich das wirklich wissen?

© 3/2008, ‚Redaktionsbüro Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.

Klares scheinbar ungelöst (27. Januar 2008)

Ein tolles Buch, vor allem für Liebhaber von ungeklärten Fragen der Menschheit wie mich.
Es liest sich sehr flüssig runter und gibt einen Einblick in offensichtliche Fragen, deren Lösbarkeit man nie angezweifelt hätte, bei denen man nie in Zweifel gezogen hätte, dass sie schon gefühlt unendlich lange gelöst sind.

dkb.de

Ähnliche Produkte zu 'Lexikon des Unwissens: Worauf es bisher keine Antwort gibt'

dkb.de