Hamburger Lesehefte, Nr.80, Don Carlos, Infant von Spanien

Verkaufsrang: 30098 (Bücher)
Autor: Friedrich von Schiller
Taschenbuch
EAN: 9783872910790
ISBN: 3872910795
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Seitenzahl: 208
Erscheinungsdatum: 2008
Verlag: Hamburger Lesehefte
Preis: EUR 2,50

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Kundenrezensionen zu 'Hamburger Lesehefte, Nr.80, Don Carlos, Infant von Spanien'

Don Carlos - Infant von Spanien (7. März 2007)

Ich finde dieses Schillersche Drama sehr interessant. Sowohl historische Bezüge als auch das Tragische werden von Schiller perfekt verarbeitet. Es ist im Allgemeinen ein wieder einmal sehr gut gelungenes Drama.
Am Hof von seinem Vater, dem König Philipp II, lebt Don Carlos. Er liebt seine Stiefmutter, Elisabeth von Valois. In einer Tragödie, in der viele an Idealen und Intrigen zu Bruch gehen, beschreibt Schiller treffend den absolutistischen Despotismus, das aufklärerische Ideal und die klassische Anmut.

Ein jung gebliebener Klassiker (24. Oktober 2006)

Streng sind die Sitten und Gesetze im Spanien Philipps II. Jeder Verstoß gegen die bestehende Ordnung wird aufs Härteste bestraft, wenn er entdeckt wird. Und für die Entdeckung jedes Verstoßes sorgt ein Heer von Spitzeln und Denunzianten. Platz für individuelle Ziele und Wünsche gibt es nicht. Alles Handeln unterliegt der Staatsräson. Glücklich wird in diesem Staat kaum jemand. Zumindest nicht Karlos.

Das Verhältnis des Kronprinzen zu seinem Vater war schon immer schwierig. Denn als Vater hat er ihn nie kennen gelernt. Nur der König ist ihm begegnet. Und mit dessen politischer Haltung ist Karlos nicht einverstanden. Der Kronprinz hängt dem Ideal der Freiheit an ( so wie Schiller selbst). Vollkommen zum Zerwürfnis zwischen Vater und Sohn kommt es, als Philipp – gerade Witwer geworden – die Karlos versprochene Braut heiratet. Denn Karlos liebte Elisabeth, obwohl die geplante Ehe politisch motiviert war. Und er liebt sie immer noch. Gestehen kann er ihr seine Liebe jedoch nicht.

In seiner Verzweiflung vertraut sich Karlos dem Marquis Posa an. Sein Jugendfreund und politischer Weggefährte versucht, diese Liebe für seine Zwecke auszunutzen. Mit Hilfe von Elisabeth will er Karlos für das einst gemeinsam beschworene politische Ziel gewinnen: den Freiheitskampf der Niederlande. Spätestens jetzt wird die Familientragödie auch zum Ideendrama und Politthriller.

In einer Atmosphäre der Bespitzelung und des Misstrauens vermischen sich private und politische Ziele. So kann es am Ende nur Verlierer geben. Denn alle Figuren agieren in einem System von Intrigen, das sie selbst nicht mehr durchschauen können.

Schillers spanisches Freiheitsdrama (6. Mai 2005)

Kein anderes Werk Schillers hat unter Kritikern solche Kontroversen ausgelöst wie "Dom Karlos". Ist es nun eine Familientragödie oder ein revolutionäres Ideendrama? Ein spätes Jugendwerk oder ein früher Klassiker? Die Antwort muss wohl lauten: All das und noch viel mehr. Das Stück spielt im absolutistischen Spanien des 16. Jahrhunderts. Es geht um das gestörte Verhältnis zwischen König Philipp II. und dessen Sohn Karlos, um die verzweifelte Liebe des Königssohns zur Stiefmutter, um Eifersucht und höfische Intrigen und um den Freiheitsdrang der Unterdrückten. In der Geschichte einer zerrütteten Königsfamilie spiegelt sich zugleich der Zustand eines von innen verfaulenden politischen Systems wider. Denn selbst wenn der Marquis von Posa mit seinen idealistischen Träumen vom Sieg der Freiheit und der Vernunft am Ende scheitert - bald schon sind diese Ideen nicht mehr aufzuhalten: Zwei Jahre nach Schillers dramatischer Hymne an die Freiheit ereignete sich die Französische Revolution. Heute kann das Stück als Mahnung dienen, die erkämpften Freiheiten nicht als selbstverständlich hinzunehmen.

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