Aus der Amazon.de-Redaktion
Was sind die sonderbaren Briefmarken aus dem Deutschen Reich in Opas Album wohl mittlerweile wert? Lohnt es sich, mit der als Jugendlicher angelegten Briefmarkensammlung heute die Anzahlung für den Rentenwohnsitz zu finanzieren? Nicht nur solche und ähnliche Fragen nach dem finanziellen Wert von Postwertzeichen lassen Philatelisten jeglichen Begeisterungsgrads nach dem Michel-Katalog greifen. Auch wer seine Grundkenntnisse zum Thema Marken einmal aufstocken möchte, ist mit dem Standardwerk gut bedient.Anhand eines Glossars werden nämlich die wichtigsten Begriffe der Markenkunde anschaulich erklärt. Man erfährt dabei Interessantes über die wichtigsten Drucktechniken, Möglichkeiten der Fälschung, Ersttagsblätter und –briefe, sowie über die kniffelige Wissenschaft der unterschiedlichen Trennungsarten -- vom simplen Schnitt bis zur Doppelkreuzkammzähnung. Und wer sich im Besitz extrem wertvoller Sammlerstücke glaubt, findet neben Forschungsgemeinschaften auch eine ausführliche Liste mit den Adressen von Verbandsprüfern und Sachverständigen, die über den tatsächlichen Wert einer Marke Auskunft geben können.
Herauszufinden, dass die in Kamerun verwendete rosabraune 25-Pfennig-Marke des Deutschen Reiches aus den Jahren 1887-1891 mittlerweile 2000 Euro wert ist, DDR-Marken der Olympischen Winterspiele in Calgary 1988 allerdings nur Centbeträge erbringen würden, ist ein Motiv für den Griff zum Michel. Darüber hinaus sind die Epochen der Briefmarke aber auch ein Leitfaden durch die deutsche Geschichte aus ungewöhnlicher Perspektive zu finden.
Dass der Michel-Katalog die Bibel der an deutschen Briefmarken interessierten Philatelisten bleibt, daran wird sich auch mit der aktuellen Ausgabe nichts ändern. Mit großen Überraschungen hat sicher auch niemand gerechnet. Immerhin ein ganz großes Novum bleibt dem Wälzer nicht erspart: Die Preisangaben für Briefmarken sind mittlerweile in Euro notiert. --Falko Blask
Kundenrezensionen zu 'Michel: Deutschland-Katalog 2008/2009'
Der Klassiker (22. Mai 2008)
Der (deutsche) Michel, ebenso sprichtwörtlich und typisch für die Briefmarke wie sein literarisches Pendant für den Nachkriegsdeutschen ;-)Hier findet man in chronologischer und regionaler Struktur übersichtlich alle Sammelgebiete des alten und neuen Deutschland, mit einer Auflistung aller Briefmarken, Markenheftchen, Zusammendrucken etc. und deren Preisangaben in den unterschiedlichsten Qualitäten. Wo auch immer die Preise herkommen, kaum einer handelt nicht auf Sammlermärkten oder in Geschäften nach "halbem (oder mittlerweile eher 1/10 ;-) ) Michel".
Neben der reinen Preisangabe macht es aber auch Spaß, einfach mal darin zu stöbern und die wissenswerten Randbemerkungen zu Stempeln, Zähnung und dergleichen zu lesen (die allerdings manchmal etwas überischtlicher angeordnet sein könnten) oder aber anhand der Vortexte zu den Sammelgebieten einfach mal deutsche Geschichte "aus der Sicht der Briefmarke" zu erleben.
Einen Makel allerdings gibt es dann doch: für mich ist es nicht einzusehen, warum man einem 34,80€-Buch einen Einband verpasst, der bereits beim einfachen Anfassen abfärbt, auch wenn der Katalog ja naturgemäß nur für ein Jahr gedacht ist.
unentbehrliches Standardwerk mit guter Struktur (11. April 2008)
Der "Michel" gehört zu jeder Sammlung deutscher Marken dazu. Gute Beschreibungen, gute Struktur.Leider ist auf der beigefügten CD-ROM das Deutsche Reich nicht dabei. Zu dem fehlt eine Direktsuche nach MiNr. (Ich habe sie jedenfalls nicht entdeckt). Auch bei der Auswertung der Datenbank und Listenerstellung erlebte ich manche Überraschung. Aber nach ein paar Mal probieren kam dann doch das heraus, was ich haben wollte.
Standardwerk für jeden Sammler (24. Januar 2003)
Dieser Katalog gehört zu einer umfangreichen Briefmarkensammlung dazu wie das Album und die Lupe.In diesem gut gegliederten und übersichtlich gestalteten Buch kann man über die Marken, Sondermarken, Markenbögen und alle weiteren Briefmarken-Abwandlungen nachschlagen, deren Wert und Erhalt auswerten und sich über diverse andere Dinge informieren.
Selbst beim kurzen reinblättern wird man als Sammler sofort von dem Buch in seinen Bann gezogen und muß sofort nachschauen, welche der wertvollen oder auch weniger wertvollen Marken man selbst besitzt...



