Aus der Amazon.de-Redaktion
Sehr schöne Bilder zu der Geschichte vom kleinen König Dezember II. hat Michael Sowa gezeichnet.Genauso muß der kleine König Dezember wohl aussehen, wenn er Axel Hacke besucht und sich stundenlang mit ihm unterhält und an einem Gummibärchen knabbert. Er ist ziemlich dick und steckt in einem langen roten Mantel mit Hermelinbesatz, der sich am Bauch nicht mehr richtig schließen läßt.
Axel Hacke hat ihn eines Tages in seinem Bücherregal gefunden und seitdem lauscht er den Geschichten vom kleinen König Dezember II., der von seinem Vater, König Dezember I. und seinem Großvater König Dritter Januar, erzählt.
In seiner Welt wird man groß geboren, man weiß schon alles, kann lesen und schreiben und wird mit zunehmendem Alter immer kleiner. Die Kindheit liegt am Ende des Lebens.
Ob das so toll ist? Jedenfalls dem kleinen König Dezember II. gefällt es so. Vielleicht sollte jeder Erwachsene so einen kleinen König in einer Tasche mit sich herumtragen, der einen nicht in Ruhe frühstücken läßt, zu viele Zuckerstücke in den Kaffee wirft und Träume in Schachteln sammelt. Sicher ist, daß es bestimmt nicht langweilig wird mit dem kleinen König. Und wer ihn noch nicht hat, kann sich ja einstweilen mit seiner Geschichte begnügen. --Manuela Haselberger
Audiobook-Rezensionen
Ein wunderschönes Märchen für Erwachsene und Kinder, ein Dialog zwischen einem traurigen Büromenschen und einem kleinen König, der nicht größer als ein Zeigefinger ist und Gummibärchen über alles liebt – Axel Hackes Geschichte macht ganz leicht und mit zauberhaften Bildern auf existentielle Fragen aufmerksam. Schade, dass nicht jeder einen kleinen König Dezember hat!Die Begegnung mit dem kleinen König Dezember II. wird den Ins-Büro-Geher für den Rest seines Lebens prägen. Alles fing so an: Eines Tages entdeckt der Mann in seinem Bücherregal den König. Dieser ist so winzig, dass er in einen Bauchnabel passt. Dafür ist er recht dick und sein roter Königsmantel geht kaum über seinen Bauch. Da, wo er herkommt, ist alles anders: Man wird dort groß und schlau geboren, um danach ein Leben lang immer kleiner und „dümmer“ zu werden. Im Zusammenleben mit dem aufgeweckten König ändert sich wie durch einen Zauber die alltägliche Sicht, man entdeckt plötzlich Dinge, die man vorher nie gesehen hat, stellt Fragen, an die man nie gedacht hat. Man kann mit Dezember über die Unsterblichkeit philosophieren oder über den Sinn von Träumen nachdenken. Seine Träume bewahrt Dezember II in Schachteln auf.
Axel Hacke wurde neben seiner Tätigkeit als Journalist (Süddeutsche Zeitung) als Autor mit dem Buch „Der kleine Erziehungsberater“ bekannt. Darin wird der ganz alltägliche Wahnsinn in einer Familie mit drei netten kleinen Kindern erzählt. 1993 veröffentlichte Hacke „Der kleine König Dezember“. Es folgten „Hackes Tierleben“ (1995), „Ich hab’s Euch immer schon gesagt“ (1998), „Auf mich hört ja keiner“ (1999), „ Ich sag’s Euch Jetzt zum letzten Mal“ (2000) und „Ein Bär namens Sonntag“ (2001). Für seine journalistische Arbeit wurde Axel Hacke 1987 mit dem Joseph-Roth-Preis, 1990 mit dem Egon-Erwin-Kisch-Preis und im selben Jahr mit dem Theodor-Wolff-Preis ausgezeichnet.
Die Hörspielbearbeitung von Katrin Wenzel setzt im Zusammenspiel mit der Musik von Peter Zwetkoff ganz auf die märchenhafte Atmosphäre der Geschichte. Es entstand eine Inszenierung, die die verzauberte Grundstimmung hervorragend widerspiegelt. Genial sind Winfried Glatzeder und Horst Bollmann in ihren Dialogen und Gefühlsausbrüchen. Hörspiel, Spieldauer: ca. 60 Minuten, 1 MC. -- culture.text
Kundenrezensionen zu 'Der kleine König Dezember'
Philosophie für Faulpelze (20. Oktober 2008)
Diese Rezension bezieht sich auf das hier tatsächlich vorliegende Produkt, alleinig vorgelesen vom Autor selbst und nicht die ältere Version mit anscheinend zwei verschiedenen Sprechern. Es handelt sich also hierbei um ein Hörbuch und nicht die vorangegangene, mir unbekannte Hörspielfassung. Und obwohl ich Autorenlesungen gegenüber eher skeptischer Natur bin, muss ich Herrn Hacke hier ausrücklich loben. Denn gerade seine etwas nüchterne, lässige Art des Vortrags gibt der ansonsten doch sehr 'fantastischen' Geschichte die nötige Bodenhaftung. Was also hier in einigen, jeweils durch stimmige Musik voneinander getrennten Episoden vom König an Thematik aufgeworfen wird, ist durchaus ernst zu nehmen. Zauberhaft spielerisch werden hier Grundfragen unserer Existenz abgehandelt, wenn auch wie üblich nicht beantwortet.Keine Angst, auch diejenigen, die sich durch Philo als Ersatzfach in der Schule oder Teilen des Studiums quälen mussten werden hier ihren Spaß haben. Einzig das 'Ende' der 60min. Erzählungen kam für mich etwas abrupt und seltsam daher- (trotzdem, wenn auch nur knapp) 5 Sterne für diese ultimative und witzige Abrechnung mit der Realität.
Ein kleines Meisterwerk (27. Dezember 2007)
Das Büchlein ist wirklich ein kleines Meisterwerk (um eine andere Rezensentin zu zitieren) - und zwar sowohl die Geschichte als auch die Bilder. Was mir an der Geschichte besonders gefällt?: Dass sie liebevoll ist, ohne kitschig zu werden; dass sie nachdenklich ist, ohne ins Melancholische abzudriften; dass sie Einsichten bringt, ohne moralisierend zu wirken. Man liest sie mit einem Schmunzeln. Die Bilder illustrieren die Geschichte auf liebevolle und eindringliche (aber nicht aufdringliche) Art und Weise. Wunderbar!NICHT NUR zur Weihnachtszeit... (18. November 2007)
Dieses wunderbare Büchlein von Axel Hacke ist eine zauberhafte kleine Geschichte für's Gemüt....und macht immer viel Freude - nicht nur zur Weihnachtszeit.Witzig, und trotzdem "philosophisch" - einfach liebenswert.
Ein tolles Geschenk - auch für sich selbst!!
Zum Schmunzeln und Nachdenken (18. Oktober 2007)
Vielleicht "bräuchte jeder einen kleinen König und jede Menge Räume, handlich abgepackt", wie die Frankfurter Allgemeine Zeitung zu diesem kleinen Büchlein meint. Mir hat die Geschichte sehr gefallen. Locker daher erzählt, mit genügend Humor und gleichzeitig Tiefgang, damit man auch als Beschenkter etwas davon hat!Einige Zitate gefällig? Hier: «Warum willst du hinter die Wände gucken, statt dir vorzustellen, was hinter den Wänden sein könnte?» -- «Denk selbst nach, oder hast du mich bloss erfunden, damit ich für dich denke und du dir selbst nichts mehr einfallen lassen musst?» -- «Und morgens, wenn ich augewacht bin, bleibe ich noch ein bisschen liegen und erinnere mich an die Nacht. Dann tue ich den Traum wieder in die Schachtel und stelle sie ins Regal zurück.»
Zum Schmunzeln und Nachdenken bestens geeignet.
nichts Halbes und nichts Ganzes... (5. Juli 2007)
...auch auf die Gefahr hin, dass eine "Nur-3-Sterne-Rezension" nicht gut ankommt, nach meiner großen Enttäuschung muss ich einfach eine Bewertung vornehmen:Wie wohl fast jeder liebe ich das Buch "Der kleine Prinz".
Einige Zitate aus dem Hörspiel "Der kleine König" sind fast wortwörtlich aus diesem Buch entnommen; die Darstellung des kleinen Königs erinnert in vielen Momenten an den kleinen Prinzen.
Das wäre an sich ja auch nicht schlimm, würde Axel Hacke es schaffen, hier eine neue Dimension hinzuzufügen oder auch nur annähernd an die magische Atmosphäre der Vorlage heranzukommen. Beides kann er leider nicht.
Auch die Zielgruppe dieses Hörspiels ist mir nicht klar geworden.
Ich höre gerne Märchen und auch für meine Tochter (gut 1 Jahr alt) sammle ich schon einmal die Perlen zusammen. (Ja, ich fange etwas früh an ;-) )
Dieses Hörspiel ist jedoch für Kinder zu kompliziert zu verstehen und auf der anderen Seite für Erwachsene zu oberflächlich.
Es werden schöne Bilder aufgebaut, die sich metaphernhaft schillernd in die Lüfte erheben, wo sie dann von dumm-expliziten Erklärungen vorschnell und unnötig zum platzen gebracht werden.
Das wirkt auf mich wie ein guter kurzer Witz (5 Sterne), der dann direkt nach dem Erzählen lang und breit erklärt wird (0 Sterne).
Der Mittelwert (2,5 Sterne) aufgerundet ist also alles, was ich für dieses nette, leichte, aber überflüssige Werk vergeben kann und möchte.
Immerhin ist es gut umgesetzt und produziert.
Die Sprecher wirken motiviert und authentisch, haben sich gut in ihre Rollen hineingefunden.
Dennoch meine Empfehlung: Holt lieber noch einmal "le petit prince" aus dem Schrank, ob als Hörspiel, Hörbuch oder selbst gelesen und genießt das "Original"!
Es ist um längen besser.
Lieben Gruß,
Torsten




