Aus der Amazon.de-Redaktion
Die Erde von oben ist ein Werk, das man nicht nach einmaligem durchblättern ins Regal zurückstellt. Dazu ist der Band nicht nur zu teuer, sondern vor allem zu schade.Der Band präsentiert, aufgeklappt fast im DINA2-Format, Natürliches und Künstliches, Großes und Kleines aus Stadt und Land, Schönes, Erstaunliches und Beeindruckendes von allen Kontinenten. Die Luftaufnahmen unserer Erde sind auf über 400 Seiten in zehn Kapiteln thematisch gegliedert. So findet nicht nur der Träumer schnell zu seinen Lieblingsbildern, sondern ebenso der Urlaubsplaner, der passionierte Geograph und der Hobbyfotograf. Zahlreiche ausklappbare Register ermöglichen eine gute Orientierung und gestatten die schnelle Zuordnung der erläuternden Kurztexte zu den Bildern. Obwohl die durchgängig großformatigen Bilder natürlich den Gesamteindruck prägen, bieten die Erläuterungen zusätzlich viel Hintergründiges zu den verschiedenen Themenbereichen. Mit einem kleinen Hang zur Philosophie werden die Gedanken rund um die Aufnahmen gut verständlich und interessant dargeboten. Die größtenteils fehlenden Seitenzahlen ermöglichen den uneingeschränkten Genuß der Fotos, erschweren aber die Orientierung.
Die Erde von oben ist ein Geschenk mit Stil für jeden, der mehr sehen will als den Bayerischen Wald. --Bettina Solowsky
Kundenrezensionen zu 'Die Erde von oben: Ein Jahrhundert-Projekt'
Licht und Schatten... (29. August 2008)
Ich habe das Buch soeben erhalten, die Endrücke sind sehr zwiespältig. Die Motive sind schlichtweg wunderschön, manche regelrecht atemberaubend. Nicht nur der blanken Ästhetik wegen, sondern auch, weil viele Bilder ihren großen Reiz auch ihrer ungewöhnliche Perspektive -- die man als "Landtier" eben im Normalfall nie selbst erhält -- zu verdanken haben.Dass aber eine Publikation wie GEO aber diese Juwele von Fotomotiven derart vermiest, hätte ich nicht für möglich gehalten. Wie schon von anderen Rezensenten angemerkt, sind die Bilder teilweise ziemlich verrauscht (pixelig/unscharf). Vor allem aber stört der Buchfalz immens, der mitten durch sämtliche Bilder verläuft. Da das Buch sehr dick ist und sich die Buchseiten am Falz entsprechend nach oben wölben, sind genau in der Mitte der Bilder einige Zentimeter der Bilder gar nicht sichtbar. Das geht so weit, dass man manche Fotos mit Objekten in der Mitte (z.B. ein Boot in der Mitte einer weiten Wasserfläche) überhaupt nicht "verstehen" kann, da der wichtigste Teil des Bildes gar nicht erkennbar ist. Über einen derart kapitalen "Kunstfehler" kann man wirklich nur den Kopf schütteln. Es ist immens schade, die Bilder haben das nicht verdient...
Jede Doppelseite ein einzigartiger, genussvoller Anblick! (13. April 2007)
Was für ein zauberhaftes Buch mit wunderschönen Aufnahmen aus der Vogelperspektive im A3-Format! Gut, der Falz in der Mitte ist nicht optimal, aber den Bildergenuß schmälert das meines Erachtens nicht. Dafür bieten die Farbfotos einfach zu viele Details, die es zu entdecken gilt. Wunderschön!Kleinere Beschreibungstexte dazwischen liefern zudem, wenn auch kurz, Hintergrundinformationen zu den einzelnen Fotos.
Ein schöner Bildmand, wie ich finde, und mit knapp 50 Euro für 440 Seiten alles andere als teuer. Allerdings hat das Buch schon sein Gewicht, weshalb es zum Lesen besser auf den Tisch oder eine Armlehne gelegt werden sollte, da ansonsten möglicherweise die Füße einschlafen.
Nicht einschlafen wird jeder, der sich (oder Freunden als Geschenk) dieses Buch gönnt. Denn es zeigt, wie schön "Die Erde von oben ist". Schön ist auch diese Buch!
schön, ... aber Achtung! (30. November 2006)
Hey, da macht jemand (und andere auch) super Fotos von der Erde aus der Luft ....,... und dann kommt die Geo-Redaktion und denkt sich: Toll, wir als Zeitschrift mit super Bildern machen jetzt mal ein super Buch mit den super Fotos.
Meine Kritik geht eher gegen das Layout von dem Buch.
Und das ist das Problem: Wie kann man in dem Riesenformat Fotos auf zwei Seiten, getrennt durch die Mega-Falz nur veröffentlichen? Gerade weil viele Motive ihren bildwichtigen Kern im Mittelpunkt des Bildes haben und warum dieses Mega - Format, wenn es zwei Meter Betrachtungsabstand braucht? (zur Druckqualität sage ich später was).
Ach ja, ihr (Geo) macht ja ne Zeitschrift. Und seid deshalb das zweiseitige Layout gewohnt - Bücher sind ja zum Lesen da und haben keine Fotos... was, lieber Geo - Verlag, spricht gegen eine seitliche Bindung?
Das Buch lohnt sich nicht. Wenn ich mir einen Fotobildband kaufe, dann will ich die Fotos auch in ihrer ganzen Pracht sehen und gerade solch' prächtige, die den Wahnsinn der Natur an Schöhnheit einerseits, und deren Vergänglichkeit durch den Wahnsinn der menschlichen Hand andererseits "nur" erahnen lässt....
Die Bildqualität ist auch eher am unteren Bereich des drucktecknisch möglichen anzusiedeln; HerrGott, das ist UNTER Al**di- Fotopapier-Niveau. was man als langjähriger Geo - Leser natürlich nicht erwartet.
Wie gesagt, ich kritisiere nur die Aufmachnung und damit auch den Preis, der den Spaß am schauen schwer aufkommen lässt.
Die kleinen Texte von Bertrand sind kurz und informativ, die seitenlangen der Geo-Redakteure, wie schlecht die Welt ist und wenn jeder täglich 3 Liter Wasser spart, dann könnte Afrika bewässert werden, sind für den Wind , bzw. die Windenergie (wenn das möglich wäre, hätten die Geo - Texte einen Nutzen). Man kennt viele Platitüden seit den 70ern ("Friedlich in die Katastrophe").
Wer mit diesen Nachteilen leben kann, dem ist der Bildband zu empfehlen - zumal die Fotos so klasse sind, daß ich vier abende brauchte, um "Die Welt von Oben" durchzusehen und die nächsten abende sehe ich mir das nochmal selektiv an. Trotzdem, wer richtig Spaß an den Bildern haben will, dem ist das Buch nicht zu empfehlen: auch wenn Leute sagen: ein "Hörspiel für die Augen", "eine Augenweide für's Gemüt", "etwas sinnliches", bei dem man denkt, "ich dusche deswegen morgen und in Zukunft etwas kürzer". Dann rate ich dazu, den Kalender zu kaufen, und die Fotos in Vollformat in die Dusche zu hängen.
Die tollen und teilweise echt spektakulären Fotos sind in diesem Buch durch den Verlag/Layout des Buches totel vermasselt worden. Damit ist alles nur halb so schön - hallo, lernt Ihr es nie, Bücher zu verlegen?
Das schwere Teil, was nicht und schon garnicht in das Bücherregal der Großmutter oder den Eltern passt, gibt es nächstes Jahr zu Weihnachten auf dem Grabbeltisch - für 9,99, das ist dann angemessen, wer es jetzt kauft oder verschenkt, macht sich und anderen langfristg keinen Gefallen.
Bis Geo - Verlag auch Bücher drucken kann.... , dann wäre das Buch in der Tat der besagte "Bildband - Hammer" der Erde, mit GPS-Daten bei jedem Foto, falls man mal Hinfliegen möchte, aber ...
... so aufgemacht, ist das Buch nur einen mickrigen Punkt wert.
Unglaublich grandios und schön (26. November 2006)
Wenn man einmal die Bilder Yann Arthus-Bertrand gesehen hat, dann ist man verzaubert, mit welcher Perfektion solch unglaublich schöne Bilder gemacht werden können. Darum möchte ich auch nicht über die eigentlichen Bilder sprechen. Wer sie mag, der ist verzaubert, wer sie noch nicht kennt, der klicke bitte hier ... www.yannarthusbertrand.comDas Buch wiegt satt über fünf Kilo und lässt von der Bandbreite der Bilder keine Wünsche offen. Es finden sich sowohl die Landschafts-, die Tier- und auch Stadtaufnahmen in einer sehr guten und überaus ausführlichen Auswahl. Das Material was Einband, Bindung, Papier und Druck angeht, ist von sehr guter Qualität, was bei der mit dem dem Gewicht verbundenen Beanspruchung und dem vorliegenden Preis auch sehr wichtig ist.
Die meisten Fotos sind in einer sehr schönen Grösse wiedergegeben. Sehr positiv angetan bin ich, dass manche sehr berühmten und beeindruckenden Bilder auf aufklappbaren Faltseiten dargestellt sind. Dadurch hat man nicht die störenden Falze in der Mitte des Bildmotives. Teilweise sind auch Bildausschnitte vergrössert wiedergegeben, sehr fein.
Sehr gerne lese ich auch in den grosszügigen Bildbeschreibungen, die einen sehr guten Eindruck und viele interessante Hintergrundinformationen dessen geben, was das Bild zeigt, wo und wie es aufgenommen wurde.
Insgesamt ein unglaublich schöner und grandioser Bildband, wie er seines Gleichen sucht.
Jahrhundertwerk (27. November 2005)
Zu recht zur Jahrtausendwende erschienen, da selbst ein Jahrhundert- oder Jahrtausendprojekt, ist dieser prachtvoll ausgestattete großformatige Band der einmalige Versuch eines Enthusiasten, die Welt und ihren Zustand von oben zu porträtieren. Natürlich enthält der Band auch Hintergrundtexte z. B. über Wasser- und Energieproblematik oder Migration, aber diese stehen hinter den fantastischen prinzipiell zweiseitigen Aufnahmen naturgemäß zurück. Die Bilder der Wohnsilos in Sao Paulo oder der Färberbecken in Marokko etwa sind zwei der Beispiele, die mich persönlich am stärksten beeindruckt haben.Wenn man an dem Band überhaupt etwas bedauern könnte, dann, dass bisher weniger als 50 % der Länder der Erde porträtiert wurden und Bertrand den Rest in diesem Leben sicher nicht mehr schaffen wird. Afrika hat so ein gewisses Übergewicht, Länder wie China dagegen fehlen wegen mangelnder Überfluggenehmigung ganz.
Auch dass die Auswahl subjektiv ist - Stadtbilder fehlen fast völlig - spricht nicht gegen, sondern eher für den Band. Bertrand verfolgt ein anderes Konzept, als die gewohnten Panoramen nachzubilden.
Die Faszination der Aufnahmen liegt sicher darin, dass Bertrand die Möglichkeiten seiner gewaltigen Zoom-Objektive einmal voll ausreizt und die Menschen so nah herankommen zu lassen scheint, dass man direkt vor ihnen zu stehen meint. So entstehen etwa Aufnahmen von fröhlich der Kamera zuwinkenden Menschenmengen in der Elfenbeinküste, die tief berühren. Auf anderen Aufnahmen stellt der Fotograf perspektivische Sichten dagegen, die gewaltige Landschaften aus beeindruckenden Blickwinkeln zeigen.
Die Auswahl der Bilder erstreckt sich dabei nicht nur auf Landschaften oder Sehenswürdigkeiten, wie man es von vergleichbaren Bildbänden gewohnt ist, sondern stellt die Menschen in ihren naturgegebenen Umwelten, Ihrer Arbeitswelt und ihrer Kultur dar. Das mag manchmal etwas sonderbar erscheinen. So ist das erste im Band zu sehende Bild von Deutschland das Porträt einer "Landschaft" aus Kunststoff-Getränkekisten in Niedersachsen. Ohne Zweifel ein ungewohntes Panorama. Man sollte die Bilder aber nie ohne die zugehörigen Texte lesen, welche auf Tafeln neben die Bilder geklappt werden können, so dass vom Raum, den die Bilder einnehmen, auf den Doppelseiten kein cm verloren geht. Die Texte verdeutlichen den Hintergrund der Bildauswahl und liefern die benötigten Informationen zum Verständnis der Aufnahmen.




